Abdoulaye Kamara (l.) ist das dritte französische Talent, das von PSG zum BVB wechselt. © Kirchner-Media
Borussia Dortmund

Nächstes Talent für den BVB: Das ist Neuzugang Abdoulaye Kamara

Erst Dan-Axel Zagadou, dann Soumaila Coulibaly, jetzt Abdoulaye Kamara. Der BVB schnappt sich mit dem 16-Jährigen das dritte vielversprechende Talent von PSG. Er folgt dem guten Ruf.

Borussia Dortmund hat sich das nächste französische Top-Talent gesichert. Nach Dan-Axel Zagadou und Soumaila Coulibaly wechselt mit Abdoulaye Kamara der dritte Spieler aus der Jugend von Paris Saint-Germain zum BVB – in der Hoffnung, hier den Feinschliff für den Profifußball und vor allem Einsatzzeit zu bekommen.

PSG wollte Kamara mit Profivertrag ausstatten

Dabei war man im Februar bei Paris Saint-Germain noch zuversichtlich, den 16-Jährigen mit einem Profivertrag langfristig an den Verein binden zu können. Nachdem die Pariser in den vergangenen Transferfenstern immer wieder verheißungsvolle Talente ziehen lassen mussten, war man bemüht, den defensiven Mittelfeldspieler mit ghanaischen Wurzeln zu halten.

Doch nach monatelangen Verhandlungen gab es keinen Vollzug. Womöglich auch, weil längst der BVB auf den Plan getreten und den gefragten Defensivspieler mit seinem Konzept überzeugt hat.

BVB-Neuzugang Kamara schnupperte schon Champions-League-Luft

Abdoulaye Kamara, der in der vergangenen Saison vor allem im Gambardella Cup, dem französischen U19-Pokalwettbewerb, mit hervorragenden Leistungen auffiel, war mehrfach Trainingsgast bei den Profis von Paris Saint-Germain und wurde von Trainer Mauricio Pochettino sogar in den Champions-League-Kader für das Viertelfinal-Hinspiel gegen den FC Bayern München berufen. Dort blieb er aber ohne Einsatz.

Anders in der Uefa Youth League, wo der 2004er-Jahrgang in den beiden Gruppenspielen gegen den FC Brügge sowie im Auswärtsspiel bei Real Madrid Spielminuten sammeln konnte – an der Seite von Soumaïla Coulibaly.

Abdoulaye Kamara zunächst für die U19 des BVB vorgesehen

In ihm trifft Kamara somit beim BVB auf einen alten Bekannten: Sein alter und künftiger Vereinskollege Soumaïla Coulibaly aus der 2003er-Generation arbeitet nach seinem Kreuzbandriss am Comeback in Schwarzgelb. Während Coulibaly als Linksfuß ein klarer Innenverteidiger ist, ist Kamara Rechtsfuß und am besten im zentralen Mittelfeld aufgehoben. Er lief aber auch schon auf anderen Positionen in der Defensive auf.

Und noch eine Tatsache verbindet die beiden französischen Nachwuchstalente: Der 17-jährige Soumaïla Coulibaly und der 16-jährige Abdoulaye Kamara sind trotz ihres Jugend bei Zeiten für den Profi-Kader vorgesehen. Spielpraxis könnten sie in der Reserve in der 3. Liga sammeln. Für die U19 gilt Kamara bereits als zu gut, dort wäre er unterfordert, heißt es.

BVB setzt sich gegen internationale Konkurrenz durch

Auch deswegen ist der Transfer des jungen Franzosen ein Fingerzeig in Richtung der Konkurrenz. Denn wie schon bei Dan Axel-Zagadou und Soumaïla Coulibaly hat sich der BVB beim Werben nicht nur gegen PSG, sondern auch gegen mehrere internationale Topklubs durchgesetzt.

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BVB-Redaktion
Jahrgang 1980, liebt Sport und lebt (meistens) sportlich. Erste journalistische Gehversuche mit 15. Einser-Diplom in Sportwissenschaft an der Universität Hamburg (2006). Heinz-Kühn-Stipendiat. Seit 2007 bei Lensing Media tätig. Seit 2012 BVB-Reporter.
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