Champions League

Kontrastprogramm gegen Sevilla: Auf den BVB wartet eine enorme Herausforderung

Der BVB möchte in der Champions League mal wieder ins Viertelfinale einziehen. Ein Erfolgserlebnis gegen Sevilla wäre Balsam für die Seele. In puncto Selbstvertrauen sind die Rollen klar verteilt.
Dürfte gegen den FC Sevilla in die Startelf zurückkehren: BVB-Kapitän Marco Reus. © dpa

Es war tatsächlich ein warmer Empfang, der Borussia Dortmund in Andalusien erwartete, als die Mannschaft am Dienstagmittag in Sevilla landete. 17 Grad Celsius und jede Menge Sonne: Es gilt für den BVB, sich schnell zu akklimatisieren im Süden Spaniens, bevor heute Abend für die Schwarzgelben das Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals auf dem Programm steht (21 Uhr, live auf DAZN).

Auf den BVB wartet in Sevilla ein Kontrastprogramm

In der Arena des FC Sevilla, die den klangvollen Namen Estadio Ramón Sánchez Pizjuán trägt, wartet heute nicht nur beim Blick auf die Wettervorhersage ein ordentliches Kontrastprogramm auf die Mannschaft von Trainer Edin Terzic. Nach zuletzt nur einem Sieg aus den jüngsten sechs Bundesliga-Spielen bietet die Königsklasse die Möglichkeit, endlich mal wieder Fußball zu spielen, ohne dabei die Tabelle im Hinterkopf zu haben. Und vielleicht schadet es Borussia Dortmund ja auch nicht, dass man mal nicht der Favorit ist, wenn das Spiel angepfiffen wird.

„Wenn man die aktuellen Ergebnisse betrachtet, ist Sevilla natürlich im Vorteil“, sagt Terzic, schiebt aber sogleich kämpferisch hinterher: „Wenn wir es schaffen, unsere Leistung stabil auf den Platz zu bekommen, 180 Minuten oder länger, dann sehe ich schon die Chance für uns, in die nächste Runde einzuziehen. Das ist unser klares Ziel. Wir wollen diesen Wettbewerb nutzen, um den nächsten Schritt zu gehen.“

Borussia Dortmund startet den nächsten Anlauf Richtung Viertelfinale

Es wäre ein Schritt, den der BVB in den vergangenen beiden Spielzeiten verpasst hat. Zweimal war zuletzt in der Runde der besten 16 Fußballmannschaften Endstation auf der ganz großen europäischen Fußballbühne. Vor zwei Jahren erwies sich Tottenham Hotspur, im vergangenen Jahr dann Paris Saint-Germain im Achtelfinale als zu große Hürde.

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Nun also der dritte Anlauf gegen den FC Sevilla, der zwar vielleicht nicht den ganz großen Namen im spanischen Fußball trägt, aber trotzdem eine sehr komplizierte Aufgabe darstellt. Terzic nennt es „eine große Herausforderung für uns“. Nicht ohne Grund: Die Mannschaft vom ehemaligen spanischen Nationaltrainer Julen Lopetegui ist aktuell Tabellenvierter in La Liga, hat ihre vergangenen neun Pflichtspiele alle gewonnen und in der jüngeren Vergangenheit mit Nachdruck bewiesen, dass sie weiß, wie K.o.-Spiele auf internationalem Parkett gewonnen werden. Sechsmal sicherte sich der FC Sevilla seit 2006 bereits den Europa-League-Titel, zuletzt im vergangenen August im Finale gegen Inter Mailand. Kein anderes Team triumphierte in der Europa League so häufig wie die Rotweißen.

Edin Terzic holt mit dem BVB nur 14 von 30 möglichen Punkten

In puncto Selbstvertrauen dürften die Rollen folglich klar verteilt sein. Für Borussia Dortmund wird es daher darum gehen, die eigenen Stärken und sportlichen Waffen rechtzeitig zum Anpfiff wiederzufinden. „Wir wollen ein unangenehmer und starker Gegner sein“, sagt Terzic, der in der Bundesliga als BVB-Cheftrainer nur 14 von 30 möglichen Punkten sammelte und seit Montag sowie Marco Roses Zusage an die Dortmunder Verantwortlichen endgültig darüber im Klaren ist, dass er seinen Posten nach der Saison wieder los ist.

Wie viele Spiele er bis dahin noch hauptverantwortlich coachen darf, wird freilich auch vom Abschneiden in der Champions League abhängen, wenngleich dem Derby gegen Schalke am kommenden Samstag eine wesentlich größere, weil deutlich emotionalere Bedeutung zukommen dürfte. Doch in erster Linie benötigt der BVB schleunigst Erfolgserlebnisse, da spielen Wettbewerb und Gegner nur eine untergeordnete Rolle.

BVB-Mittelfeldspieler Thomas Delaney droht auszufallen

Ob Thomas Delaney dabei helfen kann, war am Dienstagabend noch unklar. Der Mittelfeldspieler stieg am Vormittag nicht mit in den Flieger nach Spanien. Delaneys Frau erwartet in Kürze ein Baby. Nicht ausgeschlossen, dass der Däne am Spieltag noch kurzfristig nachreist, aber nach Informationen der Ruhr Nachrichten ist das eher unwahrscheinlich.

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