Borussia Dortmund

Guerreiro hofft auf langen BVB-Verbleib – und verrät Baby-Geheimnis

Raphael Guerreiro kann sich vorstellen, noch lange für den BVB zu spielen. Dass er selten im Rampenlicht steht, ist ihm durchaus recht. Auch privat läuft es: Der Portugiese verrät sein Baby-Geheimnis.
BVB-Profi Raphael Guerreiro ist vor Kurzem zum dritten Mal Vater geworden. © imago / Laci Perenyi

Interviews gibt Raphael Guerreiro eher selten. Und auch sonst steht der Linksverteidiger von Borussia Dortmund selten im Rampenlicht. Im Feiertagsmagazin des BVB hat der 27-Jährige nun Einblicke in seine Gefühlswelt gegeben – und verraten, dass er vor Kurzem zum dritten Mal Vater geworden ist.

Vor dem BVB-Spiel beim SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr, live bei Sky) sprach Raphael Guerreiro über …

… das Pokalspiel gegen SC Paderborn: „Das Spiel hat recht einfach begonnen, aber nachdem wir die zwei Tore gemacht haben, haben wir angefangen, tiefer zu stehen und nicht mehr so gut zu spielen. Das hat unserem Gegner natürlich Chancen eröffnet. Und leider haben wir dann in der letzten Minute das Tor bekommen, als wir schon dachten, das Spiel wäre vorbei. Wir müssen also gegen Freiburg eine Antwort geben und in der Abwehr beser stehen. Wir kassieren im Moment einfach zu viele Tore gegen Ende eines Spiels. Es sollte am Dienstag eigentlich ein einfacher Sieg werden, aber wir haben es uns selbst schwer gemacht. Was jetzt zählt ist, dass wir in der nächsten Runde stehen. Wir sind auf dem richtigen Weg und über den Sieg sehr glücklich.“

… den nächsten Gegner Freiburg: „Sie sind ein gutes Team, sie geben nie auf, daher wird das am Samstag ein schweres Spiel, aber wir brauchen die Punkte und wollen zurück Richtung Spitze. Wir müssen also gewinnen, gut in der Abwehr stehen und versuchen, möglichst viele Tore zu schießen, damit wir uns nicht am Ende des Spiels Sorgen machen müssen.“

… über seine Rolle beim BVB: „Ich habe bislang ganz gute Saisons in Dortmund gespielt, auch wenn ich in meiner zweiten Saison eine harte Zeit hatte. Aber ich kann entscheidendend Einfluss auf das Spiel nehmen, was eher ungewöhnlich für einen Linksverteidiger ist. Meine Statistiken hier stimmen mich positiv, aber das ist nicht das Wichtigste, sondern es auf dem Platz zu genießen, dem Team zu helfen und mich nützlich zu machen. Wenn ich nach Hause gehe und ich fünf Ballberührungen hatte und nicht zum Sieg beitragen konnte, dann ist das kein gutes Spiel für mich gewesen und ich fühle mich schlecht. Nicht im Rampenlicht zu stehen, ist kein Problem für mich. Ich bin gerne eher zurückhaltend und wenn keiner über mich spricht, ist das ok. Ich bin in den sozialen Netzwerken nicht sehr aktiv und nicht in Filmen zu sehen, daher sprechen die Leute auch nicht so viel über mich. Aber ich bin glücklich mit meinem Standing hier in Dortmund. Die Leute sprechen generell mehr über die Angreifer als über die Verteidiger.“

… weniger Tore, aber mehr Vorlagen von ihm in dieser Saison: „Das liegt wohl am System, das wir geändert haben. Wir spielen in diesem Jahr anders. Wir spielen mit vier Verteidigern, dadurch bin ich eher in der Abwehr zu sehen als vor dem Tor, aber ich kann noch tolle Vorlagen für unsere Angreifer geben. Ich bin auch glücklicher damit, Vorlagen zu geben als selbst zu treffen. Diese Saison läuft gut für mich und ich hoffe, es bleibt so. Ich möchte dem Team weiterhelfen und entscheidendend Einfluss nehmen.“

… über seine Entscheidung, nach Dortmund zu wechseln: „Ich hatte bislang viele tolle Momente auf dem Platz und mag es, in der Bundesliga und gegen viele gute Teams zu spielen, auch wenn es viele kleinere Vereine als uns gibt. Aber es sind am Ende immer enge Spiele, denn diese Klubs geben nie auf. Ich genieße die Bundesliga und möchte deshalb auch nicht weg gerade. Ich bin glücklich mit meiner Zeit hier in Dortmund und hoffe, viele weitere Jahre zu bleiben.“

… über seinen Familienalltag während der Corona-Pandemie: „Die Tage sind wegen Covid sehr lang für die Kids. Sie sind viel mehr zu Hause und wir müssen einen Weg finden, sie zu beschäftigen. Sie machen morgens Hausaufgaben und können danach mit uns spielen. Manchmal bekommen sie dann auch eine Belohnung und dürfen zum Beispiel 30 Minuten auf dem iPad spielen. Wir spielen mit ihnen viele Brettspiele. Ich spiele auch Fußball mit meinem Sohn. Wir haben schon einiges zu Hause kaputt gemacht, meine Frau hat uns deshalb verboten, im Haus zu spielen. Meine Tochter hat vor der Pandemie Tanzunterricht genommen, das macht sie nun über Video. Die Kinder brauchen viel Aufmerksamkeit, aber sie verstehen die Situation und versuchen, sich bestmöglich anzupassen. Vor wenigen Monaten ist unser drittes Kind auf die Welt gekommen und wir sind froh, dass er schon sehr gut schläft. Wenn ich mal zwei Tage weg bin, kann ich mich ausruhen, aber für meine Frau ist es dann viel Arbeit. Ich bin stolz auf mein Familienleben und bin meiner Frau sehr dankbar, dass sie immer da ist, vor allem, wenn ich mit dem BVB unterwegs bin.“

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