BVB-Matchwinner in der Nachspielzeit: Erling Haaland. © imago / Horstmüller
Borussia Dortmund

Einzelkritik: Kobel und Haaland retten den BVB – Meunier bleibt Unsicherheitsfaktor

Gregor Kobel und Erling Haaland retten Borussia Dortmund gegen Hoffenheim. Thomas Meunier ist beim 3:2-Erfolg ein Unsicherheitsfaktor. Die BVB-Spieler in der Einzelkritik.

Gregor Kobel: Beim Lattenkopfball von Kramaric im Glück (2.). Mit starker Fußabwehr gegen Baumgartner (38.) bewahrte er seine Mannschaft vor dem Rückstand. Wieder mit einigen wichtigen Ausflügen aus dem Strafraum und bärenstark gegen Kramaric (58.), als er lange stehen bleibt. Note: 1,5

Raphael Guerreiro: Interpretierte die Außenverteidiger-Position deutlich offensiver. Brachte allein in den ersten zehn Minuten mehr Flanken an den Mann als Nico Schulz in den vergangenen drei Spielen. Es fehlt noch sichtbar an Spritzigkeit. Stellungsfehler vor dem 1:1 (61.). Note: 3,5

Manuel Akanji: Versuchte immer wieder, mit scharfen Pässen das mittlere Drittel schnell zu überbrücken (33.). In Abwesenheit von Mats Hummels der Chef der Viererkette – und des Spielaufbaus. Note: 3,0

Axel Witsel: Deutlich stabiler als noch in Freiburg. Scheint sich an seine Rolle gewöhnt zu haben. Ruhig und abgeklärt, im eigenen Sechzehner sogar akrobatisch mit der Hacke. Note: 3,5

Thomas Meunier: Nach der guten EM hatten alle gehofft, er nehme den Schwung mit zum BVB. Dem war nicht so. Defensiv immer wieder mit leichten Ballverlusten oder zu zarghaft im Zweikampf. Nach einem Freistoß von Guerreiro hätte er die BVB-Fans zufrieden stellen können (20.). Doch auch in der Offensive lief es nicht. Note: 5,0


Mahmoud Dahoud:
Bemüht, dem Spiel die nötige Struktur zu geben. Immer wieder mit starken Diagonalbällen auf Guerreiro. Konnte dem Spiel aber nur bedingt seinen Stempel aufdrücken. Note: 3,0

Giovanni Reyna: Muss den BVB früh in Führung bringen, doch sein Abschluss geriet zu schwach (3.). Sehr beweglich in den Halbräumen, tauchte überall auf. Klug und überlegt abgeschlossen beim Führungstreffer (48.). Note: 2,0


Jude Bellingham:
Erneut ein unheimliches Laufpensum des Engländers. Dazu mehrfach perfekt getimte Grätschen, die die Fans änhlich laut feierten wie seinen technisch anspruchsvollen Treffer. Note: 2,5


Marco Reus:
Gegen Bayern aus ähnlicher Position noch getroffen, diesmal weit verzogen (26.). Stark mit zurückgearbeitet (29.). Holte sich die Bälle hinten ab, aber nicht der Faktor wie gegen Frankfurt. Vergab die Riesenchance zur endgültigen Entscheidung kläglich (90.+3). Note: 4,0

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Bundesliga, 3. Spieltag: BVB – TSG Hoffenheim 3:2 (0:0)

Donyell Malen: Kriegt die PS noch nicht auf die Straße. In Zweikämpfen sehr bissig. Hatte kurz vor der Pause nach Steilpass von Reus die große Chance zur Führung auf dem Fuß. Die Gewöhnungsphase geht noch weiter. Note: 4,0


Erling Haaland:
Hatte einen schweren Stand gegen die tiefstehenden Gäste. Eigentlich nicht der Tag des Norwegers – und doch der Matchwinner in der Nachspielzeit. Note: 3,5

Julian Brandt (63. für Reyna): Ist nach seiner Corona-Infektion offensichtlich noch nicht ganz fit. Note: 4,0


Marius Wolf
(72. für Bellingham) für Bellingham, Youssoufa Moukoko (84. für Malen) und Felix Passlack (84. für Guerreiro) bleiben ohne Note.

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