BVB-Legende Dede traut seiner Borussia in der neuen Saison viel zu. © imago / Kirchner-Media
Borussia Dortmund

Dede kehrt zurück ins Stadion – und festigt seinen Status als BVB-Legende

Nach zwei Jahren Pause kehrt Dede gegen Hoffenheim zurück in den Signal Iduna Park. Der Borussia traut der Brasilianer viel zu. Mit einer besonderen Aktion festigt er seinen Status als BVB-Legende.

Oft fällt es schwer, den Slogan „Echte Liebe“ mit mehr Leben zu füllen als einen Wahlkampfstand an einem verregneten Samstagvormittag in einer verschlafenen Fußgängerzone. Zu abgedroschen, zu viel Folklore, zu wenig Authentizität. Bis man auf einen wie Dede trifft. Es scheint, als wäre der Marketingbegriff eigens für einen wie ihn und Borussia Dortmund geschaffen. Ohne den BVB kann er nicht. Der BVB kann auch irgendwie nicht ohne ihn.

Lange Zeit war der ehemalige Linksverteidiger jetzt auf Entzug. Beim 3:2-Last-Minute-Sieg gegen Hoffenheim durfte Dede wieder Stadionatmosphäre (er)leben und hat den Aufenthalt im schwarzgelben Wohnzimmer sehr genossen, wie er im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten verrät. Allzu schnell zurückkehren wird er allerdings nicht.

BVB-Legende Dede erlebt Sieg gegen Hoffenheim im Stadion

„Ich war bestimmt schon seit zwei Jahren nicht mehr im Stadion“, erklärt Dede, der das BVB-Spiel gemeinsam mit Karl-Heinz Riedle, Lars Ricken und Teddy de Beer im Signal Iduna Park verfolgte. „Das hat Spaß gemacht – vor allem mit dem Tor in der letzten Minute“, meint der 43-jährige Brasilianer. Erling Haaland hatte das Stadion ein weiteres Mal zum Kochen gebracht.

Nach dem Ausgleich der Hoffenheimer in der 90. Minute setzte der BVB-Stürmer im fast letzten Angriff nach und drosch den Ball für drei ganz wichtige Punkte über die Linie. Eine Leistung des Willens, meint auch der für seine Emotionen bekannte Leonardo de Deus Santos, der den Fans eine entscheidende Rolle in der hektischen Schlussphase der Partie bescheinigt.

Dede über BVB-Fans: „Dann kann man noch eine Schüppe draufpacken“

„Für jeden Verein sind Fans im Stadion wichtig. Aber für Borussia Dortmund sind sie noch wichtiger. Die Spieler auf dem Rasen merken das ja dann auch. Borussia ist eine Familie“, sagt Dede, der aus eigener Erfahrung weiß: „Dann kann man noch eine Schüppe draufpacken.“ Doch nicht nur alleine wegen der starken Fans im Rücken traut Dede dem BVB in dieser Saison viel zu.

Ein Blick auf die Außenpositionen dürfte zwar vielleicht etwas Sorgen bereiten, der ehemalige Linksverteidiger glaubt aber an die Stärken der Spieler. „Von Raphael Guerreiro bin ich sowieso ein erklärter Fan. Ich kenne ihn schon seit ein paar Jahren und finde seine Art zu spielen richtig toll. Auch Thomas Meunier auf der anderen Seite ist nicht schlecht – es braucht halt alles Zeit“, sagt Dede.

Dede ist von BVB-Trainer Marco Rose überzeugt

Borussia Dortmund stehe ohnehin vor einem Umbruch. Neuzugänge wie Donyell Malen müssen sich erst eingewöhnen. „Die Mannschaft ist sehr motiviert und der neue Trainer ist richtig gut. Ich bin sehr optimistisch, was die Saison anbelangt. Marco Rose passt mit seiner Philosophie auf jeden Fall richtig gut zum BVB, aber es ist noch zu früh, um eine ernste Prognose abzugeben“, meint Dede. Einen Platz weit oben in der Tabelle traut der Brasilianer „seiner Borussia“ jedenfalls zu.

Mit dem BVB holte Dede (M.) zwei Deutsche Meisterschaften. © dpa © dpa

Den Weg dorthin wird Dede aber vorerst nicht jedes Mal im Stadion verfolgen. „Jeder ist mal dran und soll ins Stadion reinkommen. Wenn alle Tickets verkauft werden dürfen, gehe ich wieder regelmäßiger. So sollen aber auch andere Fans eine Chance bekommen“, erklärt der Fan-Liebling, der damit einmal mehr seinen Status als Legende gefestigt haben dürfte.

Dede (43) stand von 1998 bis 2011 bei Borussia Dortmund unter Vertrag und absolvierte fast 400 Pflichtspiele für die Profimannschaft, in denen er 13 Tore erzielte und 56 weitere Treffer vorbereitete. Mit dem BVB feierte der Linksverteidiger zwei Deutsche Meisterschaften (2001/02 und 2010/11).

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1993, Dortmunder Junge und Amateurhandballer mit großer Liebe für den Fußball und den Ruhrpott. Studium der Journalistik an der TU Dortmund, nach kurzer Zwischenstation beim Westfälischen Anzeiger in Hamm wieder zurück bei den Ruhr Nachrichten, seit 2020 BVB-Reporter.
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Marvin K. Hoffmann

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