BVB-U23-Coach Enrico Maaßen trifft auf seinen Ex-Klub © Bielefeld
Borussia Dortmund II

BVB-U23 kann sich auf Achse verlassen – Maaßen trifft auf Ex-Klub

Borussia Dortmunds U23 trifft auf den SV Rödinghausen - den ehemaligen Klub von Trainer Enrico Maaßen. Der sieht dem Duell fokussiert entgegen - und kann sich auf ein Trio verlassen.

Allwöchentlich muss Enrico Maaßen ein Balanceakt gelingen. Der BVB-II-Trainer hat auf die körperliche Konstitution seiner Spieler zu achten, darf sie nicht überfrachten mit Spielminuten, gleichzeitig muss er schauen, dass seine elf Auserwählten zur top-choreografierten Leistung in der Lage sind, also zueinander passen mit ihren individuellen Fertigkeiten. Und zudem tritt ab und zu der Fall auf, dass Profi-Spieler eingebaut werden sollen. Maaßen wird dann zum Rotator.

Vor dem Regionalliga-Heimspiel gegen den SV Rödinghausen am Mittwochabend (17.30 Uhr), das auf dem Trainingsgelände in Dortmund-Brackel stattfinden soll, ist der 36-Jährige wieder mal zu dieser Personal-Puzzlelei aufgefordert. Allein ein Trio besitzt so etwas wie fußballerische Immunität: Innenverteidiger Niklas Dams, Mittelfeldmann Franz Pfanne und Angreifer Steffen Tigges. Diese drei spielen immer – und sind auch gegen Rödinghausen fest eingeplant.

BVB-U23 besitzt eine stabile Achse

Es gibt viele Gründe, warum sich der BVB II aktuell so beeindruckend präsentiert – einer davon ist die Dortmunder Achse. Mike Tullberg, in der vergangenen Saison U23-Coach, suchte vergeblich nach diesem stabilisierenden Personal. Maaßen besitzt es, hat in Dams einen 30-jährigen Ordnungshüter hinten drin, im 25-jährigen Pfanne einen kompromisslosen Sechser und im 22-jährigen Tigges einen fleißigen Stürmer und Kapitän, der sich als primus inter pares begreift, als Erster unter Gleichen.

Sie alle eint nicht nur, dass ihre fußballerische wie charakterliche Klasse für die U23 der Borussia ein großes Plus darstellt. Zugleich sind sie Dortmunds Dauerläufer, haben bis zu diesem Zeitpunkt keine einzige Minute verpasst. Ihre körperliche Zähigkeit, das ist nicht wegzudiskutieren, macht sie erst zur so wichtigen Konstante. Routinier Dams meinte am vergangenen Samstag nach dem 5:1 gegen Schalke: „Ich habe nicht das Gefühl, dass wir gerade eine Pause brauchen.“

BVB-U23-Verteidiger Dams fühlt sich fit

Er persönlich habe keinerlei „Wehwehchen, insgesamt sind wir alle sehr fit, können auch mal in drei Spielen in der Woche Gas geben. Ich will nicht sagen, dass wir nie geschont werden müssen, aber jetzt gerade sind wir absolut bereit und müssen nicht aussetzen.“ Zur Freude von Maaßen, der sich auf sein Führungstrio verlassen kann – und anmerkt: „Grundsätzlich sind diese drei Spieler sehr belastbar. Aber“ – natürlich – „man muss von Spiel zu Spiel schauen, wie viel Kraft sie haben.“

Insbesondere die richtige Trainingssteuerung soll dazu verhelfen, dass der Energiehaushalt immer ausreichend gefüllt ist. Ansonsten heißt es: Abwarten – und hoffen, dass sich dieses Dreiergespann keine Verletzung zuzieht. Oder wegen des Coronavirus ausfällt. Denn da hat es bei der Borussia ja schon Fälle gegeben. Gut für Maaßen: Die Schnelltests am Dienstag brachten laut BVB ausnahmslos negative Ergebnisse.

BVB-U23-Trainer Enrico Maaßen trifft auf Ex-Klub

Dem Wiedersehen von Dortmunds Fußballlehrer sowie Pfanne und Verteidiger Maximilian Hippe mit ihrem Ex-Verein Rödinghausen steht also nichts im Weg. Der Trainer sagt: „Es ist immer etwas Besonderes, gegen den alten Klub anzutreten, gerade dann, wenn die Zeit so erfolgreich war.“ Er freue sich, „den Einen oder Anderen wiederzusehen. Allerdings gilt es, sich voll auf die Aufgabe zu fokussieren – so wie zuletzt auch. Zeit für Smalltalk ist nach dem Spiel.“

Rödinghausen, jetzt von Nils Drube trainiert und nach einigen personellen Abgängen Tabellenneunter, sei „individuell sehr gut besetzt, hat sehr große Spieler, die physisch stark sind.“ Mit fast der Hälfte des aktuellen Teams „habe ich noch trainiert, ich kenne also einige“, sagt Maaßen, der mit dem Klub aus dem sogenannten Wiehendorf Dritter und Erster wurde. In Rödinghausen verstärkte er zunächst die Defensive, dann die Offensive – und scharrte mehrere Führungsspieler um sich. Unter anderem daraus folgte: viel Stabilität. Wie sie auch der BVB II inzwischen besitzt.

Über den Autor
Volontär
Schreibt seit 2015. Arbeitet seit 2018 für die Ruhr Nachrichten und ist da vor allem in der Sportredaktion und rund um den BVB unterwegs.
Zur Autorenseite
Avatar

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.