Borussia Dortmund

BVB-Torhüter Gregor Kobel: „Wir haben eine geile Truppe“

Hinter Borussia Dortmund liegt eine turbulente Vorbereitung. Gregor Kobel geht dennoch mit großen Ambitionen in die Saison. „Wir haben eine geile Truppe“, sagt der BVB-Torhüter.
Verfolgt mit dem BVB große Ziel: Torhüter Gregor Kobel. © Groeger

Er ist vom VfB Stuttgart gekommen und gleich die neue Nummer eins bei Borussia Dortmund: Gregor Kobel. Nach dem Training am Donnerstagvormittag sprach der 23-Jährige in der BVB-Medienrunde über Vorbereitung und Saisonziele. Gegen Eintracht Frankfurt (Samstag, 18.30 Uhr, live bei Sky) wird der Schweizer erstmals vor eigenem Publikum das Tor der Borussia hüten.

Herr Kobel, die Mannschaft hat zum Abschluss noch Schusstraining absolviert. Wer hat denn die beste Schusstechnik?

Das ist schwer zu sagen, wir haben ein paar sehr gute Kicker dabei. Aber unser Neuer, Donyell Malen, hat eine super Innenseite mit richtig viel Zug.

In der Abwehr gibt es nach wie vor Personalprobleme. Wie schwierig ist es, sich darauf einzustellen, zumal Sie Ihre Vorderleute ja noch nicht so gut kennen?

Wir kennen die Konstellation schon aus der kompletten Vorbereitung. Ich kenne die Jungs mittlerweile. Und auch wenn die anderen zurück sind, werden wir uns schnell aneinander gewöhnen.

Eintracht Frankfurt hat sich im Pokal gegen Mannheim blamiert. Wird es dadurch für den BVB am Samstag schwieriger?

Die Frankfurter werden nach diesem Spiel doppelt motiviert sein. Aber Sorgen mache ich mir deswegen nicht. Das wird sicher ein geiler Fight. Die Eintracht ist eine schwieriger Gegner mit Qualität. Es erwartet uns ein hartes Spiel.

Es ist Ihr erstes Spiel im Signal Iduna Park. Inwiefern ist das eine besonderes Gefühl?

Es ist eine Ehre für mich, dort auf dem Platz zu stehen und das Trikot anziehen zu dürfen. Es ist das erste Mal, dass einem die Fans zujubeln. Die Vorfreude ist groß.

Warum passen Sie so gut zu Borussia Dortmund?

Dass ich so gut zum BVB passe, haben Sie gesagt. Ich möchte meine Leistung bringen, Borussia Dortmund helfen, dass wir Erfolge einsammeln und einfach eine geile Zeit haben.

Wie sehen Sie Ihre Situation für die neue Saison – als klare Nummer eins?

Natürlich ist es immer mein Anspruch, die Nummer eins zu sein. Ich möchte auf dem Platz stehen, Gas geben, besser werden und mit meinen Leistungen helfen, dass wir Siege einfahren. Letztlich liegt die Entscheidung aber immer beim Trainer, wer spielt und wer nicht.

Wie unterhalten Sie sich als Torhüter untereinander – auf Schwiizerdütsch?

Nein, wir unterhalten uns normalerweise auf Deutsch. Höchstens bei einem kurzen Smalltalk sprechen wir mal Schweizerdeutsch.

Es ist ja eine skurrile Situation, dass mit Ihnen, Marwin Hitz und Roman Bürki gleich drei aktive oder ehemalige Schweizer Nationaltorhüter bei einem Verein spielen. Wie kommen Sie untereinander klar?

Es ist sicher keine einfache Situation, aber am Ende ist es Profisport. Das gehört dazu, Konkurrenz ist immer da. Aber natürlich ist es in diesem Fall speziell, dass wir alle drei aus dem gleichen Land sind. Aber schlussendlich spielt das keine Rolle.

Mit lautstarken Kommandos an seine Vorderleute dirigiert Gregor Kobel die BVB-Abwehr. © imago / Uwe Kraft © imago / Uwe Kraft

Was macht Schweizer Torhüter eigentlich so interessant für deutsche Klubs?

Das weiß ich gar nicht. Aber fest steht, wir haben ein paar gute Jungs in der Schweiz.

Das Defensiv-Verhalten bei Standardsituationen war zuletzt eine Schwäche des BVB. Inwieweit ist das etwas, auf das Sie als Torhüter im Training auch Einfluss nehmen?

Ich versuche immer, meinen Vorderleuten zu helfen, sie zu unterstützen, ihnen Tipps zu geben mit Kommandos. Ich möchte bei Standards alle pushen, dass da eine geile Energie ist. Mir ist es wirklich wichtig, dass wir ein gutes Verhältnis haben, dass wir uns positiv motivieren. Das gibt einem einen Flow auf dem Spielfeld, der Spaß macht. Auch bei Eckbällen muss ich Präsenz zeigen. Das ist ein Part, der zu meinem Spiel gehört.

Von außen wirkt es innerhalb der Mannschaft sehr positiv. Gibt es bereits diesen Flow, von dem Sie sprachen?

Auf jeden Fall. Hier sind super Jungs. Alle verstehen sich gut. Es ist eine geile Atmosphäre. Es macht Spaß, hier jeden Tag zum Training zu kommen. Das müssen wir in der Saison beibehalten.

Mit welchen Erwartungen gehen Sie in die Saison?

Wir sind Borussia Dortmund. Wir möchten so viele Spiele gewinnen wie möglich und überall soweit kommen, wie es nur geht. Wir haben eine geile Truppe und wirklich gute Vorbereitungsspiele gehabt. Wir haben richtig viel Qualität. Ich habe echt Bock, dass es losgeht.

Am Dienstag im Supercup geht es um den ersten Titel der Saison. Wie wichtig ist Ihnen dieses Spiel?

Ich bin ehrlich: Mein Fokus liegt voll auf dem ersten Bundesliga-Spiel. Der Supercup ist noch ein Stück zu weit weg, auch wenn es relativ schnell geht. Aber wir wollen jedes Spiel gewinnen, das ist klar.

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