Borussia Dortmund

BVB-Profi Akanji über USA-Ausschreitungen: „Das ist beängstigend“

Borussia Dortmunds Innenverteidiger Manuel Akanji ist aktuell „im Flow“, wie er selbst sagt - und will gegen RB Leipzig punkten. Ihn beschäftigen aber auch Ereignisse außerhalb des Fußballs.
BVB-Profi Manuel Akanji findet die Ereignisse in den USA „beängstigend“. © imago / /Revierfoto

BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji präsentiert sich aktuell in guter Form, zuletzt steuerte er beim 2:0-Sieg von Borussia Dortmund gegen den VfL Wolfsburg sogar einen Treffer bei. Er weiß aber auch, dass die Schwarzgelben, die als nächstes auf RB Leipzig treffen (Samstag, 18.30 Uhr/live auf Sky), in der Liga weiterhin liefern müssen. Dabei verliert der Schweizer nicht die außersportlichen Ereignisse aus den Augen – die Nachrichten aus den USA erschüttern den 25-jährigen Familienvater. Darüber sprach Akanji im Interview bei Sport1. Wir haben seine wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Das sagt BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji über …

… die anstehenden Aufgaben des BVB in der Bundesliga: „Wir haben in der Hinrunde zu viele Punkte liegen lassen. Das können wir uns ab sofort, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, nicht mehr leisten. Wir wollen jetzt gegen die direkten Konkurrenten zeigen, dass wir Borussia Dortmund sind und was in uns steckt!“

… den Ausfall von BVB-Stürmer Erling Haaland: „Uns wurde ein Reifeprozess attestiert, wir schienen stabiler. Dann verlieren wir zuhause mit 1:2, durch zwei Standard-Tore. Das war ein Spiel, das man so nicht oft verliert. Dann hat sich auch noch Erling Haaland verletzt. Wir haben seinen Ausfall brutal gemerkt. Insgesamt haben wir auch dumme Gegentore kassiert. Das Stuttgart-Spiel war letztlich entscheidend. Ich weiß nicht, wann ich davor mal – Spiele gegen Bayern ausgenommen – so hoch verloren habe. 1:5, das war einfach zu viel. Stuttgart war wie ein Systemausfall unsererseits. Wir haben danach einen neuen Trainer und damit neuen Input gekriegt. Wir sind unter Edin Terzic insgesamt auf einem guten Weg.“

… die Arbeit von Ex-BVB-Coach Lucien Favre: „Wir sind zwei Mal unter ihm Zweiter geworden. Er hat mir persönlich viel geholfen und mir viel Spielzeit gegeben, dafür bin ich dankbar. Die Entscheidung war sicher nicht einfach für den Vorstand. Der Nachfolger stand mit Edin aber, glaube ich, schon länger fest. Er war die naheliegendste Lösung.“

… den neuen BVB-Trainer Edin Terzic: „Er war ja schon über zwei Jahre bei der Mannschaft und weiß ganz genau, wie wir ticken. Als Assistenztrainer war er noch näher an der Mannschaft als der Trainer. Als Spieler gehst du vielleicht eher mal zum Assistenztrainer statt zum Trainer direkt. Außerdem ist er ein emotionaler Typ mit einem großen taktischen Verständnis. Das hilft ihm. Bisher macht er das sehr gut.“

… den kommenden BVB-Gegner RB Leipzig: „Ehrlich gesagt finde ich noch nicht, dass Leipzig das Recht hat, den Platz als zweite Kraft hinter Bayern in Anspruch zu nehmen. Ich habe in meinen fast drei Jahren mit Dortmund noch nie gegen Leipzig verloren. Wir haben über Jahre hinweg bewiesen, dass wir hinter Bayern die Nummer zwei sind. Das wollen wir am Wochenende mit einem Sieg untermauern.“

… seine Zukunft bei Borussia Dortmund: „Im Fußball kann sich jeden Tag etwas ändern. Einen Karriereplan habe ich deshalb nicht. Ich lebe mehr im Hier und Jetzt und bin aktuell in Dortmund sehr zufrieden. Ich will in dieser Saison weiterhin viel spielen und dem Team helfen. Wir werden sicherlich bald Rücksprache halten und schauen, wie es weitergeht.“

… die Spaltung der USA und die Erstürmung des Kapitols: „Es ist unglaublich, wie weit solche Extremisten im Zeitalter der Demokratie überhaupt gekommen sind. Als Halb-Afrikaner frage ich mich außerdem, was passiert wäre, wenn ‚der Schwarze‘ über den Zaun geklettert wäre und das Kapitol gestürmt hätte. Das möchte ich mir gar nicht ausmalen. Es wurden in der Vergangenheit Menschen in den USA schließlich schon für viel weniger erschossen oder Opfer von polizeilicher Gewalt. Das bringt einen schon zum Nachdenken. Das Land ist, wie unsere Gesellschaft in dieser Hinsicht auch, tief gespalten. Das ist beängstigend.“

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