Borussia Dortmund

BVB-Präsident Rauball über Lenz: „Da hätte Erling Haaland große Konkurrenz“

BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball spricht im Interview über ein persönliches Treffen mit August Lenz und die aktuellen Erkenntnisse.
BVB-Präsident Dr. Reinhard Rauball. © dpa

Herr Dr. Rauball, Sie haben August Lenz noch persönlich kennengelernt. Was für ein Mensch war er?

Ich habe mich 1979 als frisch gewählter Präsident am Borsigplatz umgeschaut, um ein Gefühl für die Wiege des BVB zu bekommen. Da war ich auch in der Gaststätte vom August, wir haben uns kennengelernt und zwei, drei Stößchen getrunken. Er war ein zurückhaltender Mann, angenehm im Umgang. Kein Besserwisser, er drängte sich nie in den Vordergrund. Aber er war immer auf der Höhe des Geschehens. Er hat alle Seiten des Fußballs kennengelernt beim BVB. Als Spieler, operativ verantwortlich als Obmann und im Ältestenrat.

Welche Bedeutung hat er in Ihren Augen als Klublegende?

Seine Tätigkeiten für den BVB wurden mit der Widmung des Hauses an der Strobelallee als August-Lenz-Haus gewürdigt. Das zeigt, wie man Lenz zu Lebzeiten beurteilt hat. Allein 1000 Spiele, das wäre heute unmöglich. (lacht) Stünde er heute noch parat, hätte Erling Haaland große Konkurrenz.

Fürchten Sie, dass die Person August Lenz vor dem Hintergrund aktueller Erkenntnisse neu bewertet werden muss?

Wir haben Wissenschaftler beauftragt, die Klubgeschichte zu erforschen. Da warten wir ab, was da herauskommt.

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