Borussia Dortmund

BVB-Nationalspieler: Bellingham in der Schwebe – klare Regelung bei Reyna

Borussia Dortmund will seine Nationalspieler nicht in Risikogebiete schicken und Jude Bellingham könnte die kommenden Länderspiele verpassen. Für Gio Reyna hat der BVB eine Lösung gefunden.
Die BVB-Youngster Gio Reyna (l.) und Jude Bellingham sind für ihre Nationalteams im Einsatz – oder auch nicht. © picture alliance/dpa

Es ist eine hoch komplexe Angelegenheit. Der englische Guardian meldete am Dienstag, Borussia Dortmund werde seinen Mittelfeldspieler Jude Bellingham nicht für die anstehenden Länderspiele der englischen Nationalmannschaft abstellen. Grund seien die aktuellen Quarantäne-Bestimmungen bei einer Rückreise aus Risikogebieten. Dazu zählt auch das englische Königreich.

BVB-Youngster Bellingham darf vielleicht nicht reisen

Schon jetzt wird es kompliziert. Die Engländer spielen zum Auftakt der WM-Qualifikation gegen San Marino, in Albanien und gegen Polen. Die beiden Heimspiele finden in London statt, nach den aktuellen Fifa-Bestimmungen müsste Dortmund den Spieler dafür nicht abstellen, weil sich nach Bellinghams Rückkehr gemäß der aktuellen Quarantäne-Bestimmungen eine 14-tägige Quarantäne anschließen würde, den Vereinen aber aus einer Abstellung eines Spielers kein Nachteil für die dann folgenden Spiele mit dem Klub erwachsen darf. In Albanien könnte Bellingham theoretisch spielen, ob es so kommt, wird entschieden, wenn die offizielle Einladung des englischen Verbandes auf dem Tisch liegt.

Ähnlich verhält es sich bei Gio Reyna. Dort hat der BVB mit dem US-Verband schon eine Regelung getroffen. Reyna wird beim ersten Länderspiel der USA in Wien spielen, dann aber nach Dortmund zurückkehren. Das zweite USA-Länderspiel in Nord-Irland wird der 18-Jährige auslassen.

Länderspiele: BVB muss keine Spieler abstellen, die in ein Risikogebiet reisen

Ob Bellingham überhaupt Dortmund verlässt, wird der BVB in Abstimmung mit dem englischen Verband und dem Dortmunder Gesundheitsamt entscheiden. „Noch ist keine Einladung bei uns eingetroffen“, erklärt BVB-Sportdirektor Michael Zorc auf Anfrage der Ruhr Nachrichten. „Klar ist, dass es eine generelle Abstellungspflicht gibt. Doch die Fifa hat auch klar geregelt, dass wir Spieler für Partien in Risikogebieten nicht abstellen müssen.“ Dazu zählt England, was übrigens auch die deutsche Nationalmannschaft vor Probleme stellen könnte, wenn Bundestrainer Joachim Löw die dort unter Vertrag stehenden Kai Havertz, Toni Rüdiger, Timo Werner oder Ilkay Gündogan nominieren sollte.

Noch, versichern Zorc und Lizenzspieler-Leiter Sebastian Kehl unisono, sei eine endgültige Entscheidung noch nicht gefallen. Der BVB steht in enger Abstimmung mit dem englischen Verband, auch mit der Dortmunder Behörde. Wahrscheinlich ist indes, dass Bellingham nach seinem Debüt für die A-Nationalmannschaft auf die nächste Chance wohl ein wenig warten muss.

BVB will nicht auf Bellingham und Reyna verzichten

In den 14 Tagen nach der Länderspielphase spielt der BVB in der Liga gegen Frankfurt und in Stuttgart und bestreitet zudem Hin- und Rückspiel im Viertelfinale der Champions League – auf das Youngster-Duo will der BVB dort nicht verzichten.

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