Beim 1:1 gegen Mainz wirkungslos: BVB-Torjäger Erling Haaland. © imago / firo
Borussia Dortmund

09 Fakten: Dortmund entwickelt Heimfluch – BVB-Sturm im Standby-Betrieb

Borussia Dortmund entwickelt in der Bundesliga einen Heimfluch. Beim 1:1 gegen Mainz betreiben Meunier und Bellingham viel Aufwand, Haaland ist im Standby-Betrieb unterwegs. Die 09 Fakten.

Borussia Dortmund enttäuscht beim 1:1-Unentschieden gegen den FSV Mainz 05. Im sechsten Pflichtspiel unter dem neuen Trainer Edin Terzic spielte der BVB damit erstmals remis. Dabei war viel mehr drin – die 09 Fakten zum Spiel.

01.) Heim-Macht Borussia Dortmund? Von wegen: Der BVB gewann nur eins der vergangenen fünf Bundesliga-Heimspiele. Mainz punktete in drei der vergangenen vier Gastspiele in Dortmund (zwei Siege, ein Remis).

02.) Zum Optiker gegangen: Thomas Meunier markierte sein wettbewerbsübergreifend erstes Tor für den BVB und belohnte sich damit für den großen Aufwand, den er betrieb. Der Belgier war der laufstärkste Dortmunder (12,5 Kilometer), zog so viele Sprints wie kein anderer Akteur an (37), holte zudem noch den Elfmeter heraus.

03.) Guten Morgen: 27 ihrer nunmehr 32 Saisontore erzielten die Dortmunder nach der Pause.

04.) Der BVB-Youngster beißt sich fest: Youssoufa Moukoko bestritt mehr Zweikämpfe (zwölf, davon starke 58 Prozent gewonnen) als er Ballkontakte hatte (neun) und lieferte nach starkem Einsatz über Umwege den ersten Assist seiner Bundesliga-Karriere.

05.) Sechs Schüsse, kein Tor – der Marco: Reus war der abschlussfreudigste aller Spieler, doch keiner seiner sechs Torschüsse war erfolgreich. Der BVB-Kapitän vergab zum vierten Mal in seiner Bundesliga-Karriere einen Elfmeter (zum zweiten Mal in dieser Saison), aber erstmals schoss er am Tor vorbei – zuvor war er immer am Torwart gescheitert. Der 31-Jährige verpasste damit sein 131. Bundesliga-Tor, womit er mit Michael Zorc gleichgezogen hätte. Mainz verursachte in dieser Saison nun schon sechs Elfmeter, davon allein vier in den jüngsten drei Spielen.

06.) Schwarzgelbes Bombardement: Vor der Pause gab der BVB elf Torschüsse ab, so viele wie seit Dezember 2019 in keiner ersten Hälfte (Mainz drei), nach der Pause war das Torschussverhältnis nahezu ausgeglichen (6:5 pro Dortmund). Robin Zentner hatte die meisten Ballkontakte beim FSV (45) und verhinderte mit sechs zum Teil glänzenden Paraden (alle in der ersten Hälfte), dass die Mainzer in Rückstand gerieten.

07.) Der BVB rotiert: Julian Brandt und Dan-Axel Zagadou standen jeweils erstmals seit dem zehnten Spieltag (1:1 in Frankfurt) in der Startelf, Jude Bellingham und Emre Can jeweils erstmals 2021. Bellingham und Can bildeten erstmals bei Spielbeginn die Doppelsechs.

08.) Bellingham bester Borusse: Jude Bellingham (RN-Note: 2,5) gewann starke 61 Prozent seiner Zweikämpfe, kam drei Mal zum Abschluss und hatte Pech mit einem Pfostenschuss. Zum Zeitpunkt seiner Auswechslung nach einer Stunde hatte er deutlich mehr Ballkontakte (66) als Nebenmann Can.

09.) BVB-Stürmer im Standby-Betrieb: Der BVB brachte Erling Haaland nicht ins Spiel – der Norweger war lediglich 16 Mal am Ball. Nur einer der 17 Dortmunder Torschüsse ging auf sein Konto. Raphael Guerreiro war 121 Mal am Ball und bereitete so viele Torschüsse vor wie kein anderer Spieler (vier).

Über den Autor
Redakteur
Jahrgang 1993, Dortmunder Junge und Amateurhandballer mit großer Liebe für den Fußball und den Ruhrpott. Studium der Journalistik an der TU Dortmund, nach kurzer Zwischenstation beim Westfälischen Anzeiger in Hamm wieder zurück bei den Ruhr Nachrichten, seit 2020 BVB-Reporter.
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Marvin K. Hoffmann

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