Beim Schlittenfahren kann es zu schweren Verletzungen kommen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa
Wintereinbruch

Winter-Chaos: Schwere Schlittenunfälle bei Kindern – Eurobahn fährt wieder – Liveblog

Mehrere Kinder haben sich bei Schlittenunfällen schwer verletzt, eines musste am Kopf notoperiert werden. Ein Klinikum rät deshalb zum Tragen von Helmen. Die Lage in NRW im Überblick.

Ein heftiger Wintereinbruch mit massivem Schneefall und Glatteis sorgt in NRW für Probleme. Wir berichten hier aktuell im Liveblog

  • Mehrere Kinder haben sich bei Schlittenunfällen schwer verletzt, eines musste am Kopf notoperiert werden. Die Uniklinik Essen rät daher zum Tragen von Helmen beim Schlittenfahren.
  • Die Eurobahn-Linie RB50 hat den Betrieb wieder aufgenommen. Es kann aber noch zu Verspätungen kommen.
  • Am frühen Donnerstag gab es Staus auf den Autobahnen im Berufsverkehr – grundsätzlich entspannt sich die Lage jedoch.
  • Die Eurobahn fährt seit Donnerstagnachmittag zwischen Dortmund und Münster wieder im Zwei-Stunden-Takt.
  • Der Deutsche Wetterdienst erwartet kaum weitere Schneefälle und rechnet daher nicht mit weiteren Auswirkungen auf den Verkehr. Die Temperatur soll auch am Wochenende unter dem Gefrierpunkt bleiben.
  • Im Bus- und Bahnverkehr kommt es weiterhin zu Verspätungen und Ausfällen. Viele Linien fahren aber inzwischen wieder.
  • Die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen haben trotz der extremen Witterungslage wie geplant geöffnet, wer seinen Termin nicht wahrnehmen kann, kann einfach am nächsten Tag kommen, am besten zur gleichen Zeit.

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Freitag, 12. Februar, 16.00 Uhr

Wir beenden den Liveblog an dieser Stelle

Die Situation rund um Eis und Schnee in den Städten in NRW beruhigt sich zunehmend, für das Wochenende ist ortsweise Tauwetter angesagt. Wir beenden daher an dieser Stelle diesen Liveblog. Bei starker Veränderung der Wetterlage nehmen wir die Berichterstattung an dieser Stelle wieder auf.

Freitag, 12. Februar, 13.20 Uhr

Eurobahn fährt wieder, aber mit Verspätungen

Seit dem Wintereinbruch mussten Reisende auf der Eurobahn-Linie RB50 mit Zugausfällen rechnen. Seit Donnerstagnachmittag (11. Februar), 16.30 Uhr wurde mit der ersten Abfahrt in Dortmund dann wieder der Betrieb aufgenommen. Zunächst im Zwei-Stunden-Takt, ab 17.30 Uhr dann wieder im normalen Rhythmus. Weiterhin müssen Reisende aber mit Einschränkungen rechnen, wie Nicole Pizzuti, Unternehmenssprecherin von Keolis, dem Eurobahn-Betreiber, sagt.

Freitag, 12. Februar, 10.58 Uhr

Schwere Schlittenunfälle: Uniklink rät dazu, Helm zu tragen

Die Uniklinik Essen hat nach mehreren schweren Schlittenunfällen von Kindern dringend dazu geraten, beim Schlittenfahren einen Helm zu tragen. Der Kinderintensivmediziner Christian Dohna-Schwake berichtete am Freitag vom Fall eines Grundschulkindes aus Essen, gegen dessen Kopf nach einem Sturz ein Schlitten geprallt war. Dabei sei der Schädelknochen gebrochen und zwei Zentimeter nach innen gedrückt worden. Das Kind habe am Donnerstag notoperiert werden müssen. Dohna-Schwake ging am Freitag davon aus, dass das Kind alles gut überstehen und keine bleibenden Schäden davontragen werde. Es sei bereits auf die Normalstation verlegt worden.

Freitag, 12. Februar, 8.40 Uhr

Sonniges, aber kaltes Wetter am Wochenende in NRW erwartet
Frostige Temperaturen, aber trocken: Die Menschen in Nordrhein-Westfalen müssen sich am Wochenende warm einpacken. In den Nächten könne es etwa in Ostwestfalen zeitweise bis zu minus 20 Grad kalt werden, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Am Wochenende treten laut DWD im ganzen Land keine Niederschläge auf.

Ansonsten sei vor allem am Freitag mit einer Ost-West-Trennung zu rechnen: Während es im Westen bei Tiefsttemperaturen von null bis minus vier Grad durchgehend sehr viel Sonnenschein gebe, sei es im Osten deutlich kälter und wolkiger. Nur am Vormittag komme dort die Sonne zum Vorschein. Am Samstag sei es verbreitet heiter bei maximal null Grad am Rhein und minus vier Grad in Ostwestfalen. Ein bisschen weniger kalt sei es schließlich am Sonntag. „Der macht seinem Namen alle Ehre“, sagte der DWD-Experte. Dann sei es überall in NRW sonnig.

Freitag, 12. Februar, 7.35 Uhr
Verkehrslage in NRW verbessert sich – keine Autobahn gesperrt
Auf den Straßen in NRW hat sich die Lage bei klirrender Kälte weitestgehend beruhigt. Autobahnsperrungen gebe es nicht, sagte eine Sprecherin der Leitstelle der Autobahnpolizei am Freitagmorgen. „Aufgrund des Schnees sind noch nicht alle Fahrstreifen komplett geräumt.“ Zudem sei generell eine langsamere Fahrt zu empfehlen, da es weiter glatt sein könne. Besonders auf der Autobahn 2 macht der Schnee auch am Freitagmorgen Probleme.

Zwischen Dortmund und Oberhausen ist nach Angaben der Polizei nur eine Spur frei. Auf der A 2 Richtung Hannover stehen im Bereich des Rastplatzes Fuchsgrund Lastwagen auf dem Standstreifen. Auch rund um Bad Oeynhausen komme es teilweise zu stockendem Verkehr und Stau. Insgesamt gab es auf den nordrhein-westfälischen Autobahnen und Bundesstraßen laut WDR-Stauradar gegen 7.00 Uhr nur rund 12 Kilometer Stau.

Freitag, 12. Februar, 7.30 Uhr

Weiterhin Einschränkungen bei der Bahn
Die extreme Wetterlage mit Schnee und Glatteis in Nordrhein-Westfalen sorgt am Freitagmorgen örtlich für Einschränkungen im Pendlerverkehr. Besonders im nördlichen Teil des Landes gebe es bei der Bahn Verspätungen und Teilausfälle, teilte die Deutsche Bahn mit.

So fallen etwa die Züge auf der Linie RE42 zwischen Münster und Essen am Freitag aus. Auch die S5 von Hagen nach Dortmund sowie der RB43 von Dortmund nach Dorsten seien aufgrund von Schnee und Eis nicht unterwegs. Generell habe sich der Zugverkehr aber normalisiert, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. In Einzelfällen könne es jedoch noch zu witterungsbedingten Verspätungen und Ausfällen kommen.

Freitag, 12. Februar, 6.00 Uhr
Wenig Eis auf NRW-Kanälen

Während der Mittellandkanal in Norddeutschland, mit 320 Metern der längste Kanal Deutschlands, wegen Eisgangs nach wie vor für die Schifffahrt gesperrt ist, gibt es auf den Kanälen in Nordrhein-Westfalen nur geringe Einschränkungen. „Auf den Kanälen in NRW gibt es bisher nur eine leichte Eisbildung“, sagte eine Sprecherin der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt. Sperrungen für Binnenschiffe gebe es nicht.

Donnerstag, 11. Februar, 19.30 Uhr

Hubschrauber fegt Tonnen von Schnee von zahlreichen Dächern

Ungewöhnlicher Schneeräumer: Mit der Kraft eines Hubschraubers lässt ein Unternehmer in den Kreisen Warendorf und Gütersloh seit Tagen Tonnen von Schnee von den Dächern mehrerer Immobilien räumen. Am Donnerstag war das Dach einer Logistikfirma in Oelde an der Reihe. Ludger Westkämper, Geschäftsführer und Besitzer der Halle, macht sich Sorgen um die Menschen, die in den Hallen arbeiten. „Nach dem Unwetter am vergangenen Wochenende bestand die Gefahr, dass die Dächer einbrechen“, sagte er. Westkämper charterte nach eigenen Worten zwei Hubschrauber und will möglichst schnell mehrere Dächer von Immobilien im Besitz seiner Firma räumen lassen.

Ungewöhnlicher Schneeräumer: Mit der Kraft eines Hubschraubers lässt ein Unternehmer in den Kreisen Warendorf und Gütersloh seit Tagen Tonnen von Schnee von den Dächern mehrerer Immobilien räumen.
Ungewöhnlicher Schneeräumer: Mit der Kraft eines Hubschraubers lässt ein Unternehmer in den Kreisen Warendorf und Gütersloh seit Tagen Tonnen von Schnee von den Dächern mehrerer Immobilien räumen. © picture alliance/dpa/Westkämper-Bau © picture alliance/dpa/Westkämper-Bau

Donnerstag, 11. Februar, 17.17 Uhr
Video: Wir begleiten den Räumdienst bei der Arbeit

Die Arbeit des Winterdienstes stößt in Castrop-Rauxel aktuell auf Lob, aber auch auf viel Kritik. Wir haben einen Fahrer des EUV am Mittwochabend knapp zwei Stunden lang mit der Kamera beim Räumen begleitet und uns erklären lassen, warum das Schneeräumen so lange dauert. Hier finden Sie das Video:



Donnerstag, 11. Februar, 15.48 Uhr
Eurobahn-Zug war eingefroren
Die Eurobahn-Start zwischen Dortmund und Münster musste zwei Stunden verschoben werden. Der Zug in Dortmund war eingefroren. Nun nimmt die Linie RB 50 ab 16.30 Uhr ihren betrieb auf – allerdings erst im Zwei-Stunden-Takt.



Donnerstag, 11. Februar, 15.02 Uhr
Eurobahn fährt wieder zwischen Dortmund und Münster

Aufatmen für Reisende der Eurobahn der RB-Linie 50. Seit 14.30 Uhr nehmen die Züge zwischen Dortmund und Münster im Zweistundentakt wieder ihren Betrieb auf. Das teilte Keolis, der Eurobahn-Betreiber, am Donnerstagnachmittag mit.

Alle Fahrgäste werden gebeten, sich vor Reiseantritt dennoch auf der Internetseite der Eurobahn zu informieren. „Es gibt viele Dinge, die wir nicht beeinflussen können. Deshalb kann es immer mal wieder zu Einschränkungen kommen“, sagt eine Sprecherin von Keolis.

Die Nordwestbahn fährt am Donnerstag noch nicht zwischen Dorsten und Borken bzw. Dorsten und Coesfeld. Zwischen Dorsten und Borken gibt es jedoch einen Busnotverkehr.


Donnerstag, 11. Februar, 10.56 Uhr
Dach einer Industriehalle eingestürzt
In Bad Salzuflen im Kreis Lippe ist das Dach einer Industriehalle unter der Schneelast teilweise eingestürzt. Das 60 mal 5 Meter lange Schleppdach begrub am Mittwochabend zwei Lastwagen-Anhänger unter sich, wie die Feuerwehr mitteilte. Auch das übrige Dach der Halle war nach ersten Erkenntnissen einsturzgefährdet.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz, da zunächst Menschen im Gebäude vermutet wurden. Die Halle war allerdings menschenleer, verletzt wurde niemand.



Donnerstag, 11. Februar, 8.03 Uhr
Lage auf Autobahnen entspannt sich – dennoch Stau im Berufsverkehr

Nicht mehr viel zu retten: Auf 60 Metern ist im Bad Salzufler Ortsteil Schötmar ein Schleppdach unter der Schneelast eingestürzt. Verletzt wurde niemand. Foto: © Daniel Hobein, Feuerwehr © Daniel Hobein, Feuerwehr

Bei klirrender Kälte hat sich die Lage auf den Autobahnen in NRW weitestgehend beruhigt. Alle Straßen seien derzeit frei, teilte die Leitstelle der Autobahnpolizei am Donnerstagmorgen mit. Dennoch sei am Vormittag wegen des Berufsverkehrs vor allem auf den Autobahnen im Ruhrgebiet und in Westfalen mit Beeinträchtigungen zu rechnen.

Auf der Autobahn 2 zwischen Dortmund und Gelsenkirchen bildete sich den Daten von Verkehr.NRW zufolge am Morgen ein Stau von mehr als 15 Kilometern in beide Richtungen. Autofahrer mussten einen Zeitverlust von 30 Minuten einplanen. Auf der A 40 zwischen Essen und Bochum stockte es zeitweise über acht Kilometer. Hier mussten Autofahrer ebenfalls mit 30 Minuten mehr rechnen. Auf der A 46 zwischen Düsseldorf und Wuppertal gab es auf mehreren Abschnitten Staus zwischen vier und zehn Kilometern.

Donnerstag, 11. Februar, 6.45 Uhr

Kein weiterer Schnee, aber weiterhin frostige Temperaturen

Nach einer eisigen Nacht sind am Donnerstag in NRW kaum noch Schneefall, aber weiterhin kalte Temperaturen zu erwarten. Die morgendlichen Wolkenfelder sollen im Laufe des Tages auflockern, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Im Tagesverlauf zeigt sich landesweit immer wieder die Sonne.

Die Höchstwerte bewegen sich zwischen minus ein Grad im Rheinland und minus fünf Grad in Ostwestfalen. Auch in der Nacht zu Freitag soll kein neuer Schnee fallen. Der DWD rechnet deshalb kaum mit wetterbedingten Auswirkungen auf den Verkehr. Laut Vorhersage kann es in Ostwestfalen durch gefrierenden Nebel Glätte geben. Die Tiefstwerte sinken auf minus 9 bis minus 20 Grad.

Mittwoch, 10. Februar, 18.52 Uhr

Wohlfühlwetter für Eisbären – Lara und Bill genießen den Schnee

Menschen brauchen Mütze, Schal und dicke Jacken – für Eisbären ist der aktuelle scharfe Frost dagegen gar kein Problem. Bei Temperaturen von minus sechs Grad am frühen Mittwochnachmittag im Gelsenkirchener Zoo „Zoom Erlebniswelt“ genossen etwa die Eisbären Lara und Bill den Schnee. Die meisten anderen Tiere seien wegen der Kälte allerdings drinnen, sagte eine Zoosprecherin.

Während Eisbärmännchen Bill (l) im Schnee nach Fressen sucht, macht Eisbärdame Lara ein Nickerchen.
Während Eisbärmännchen Bill (l) im Schnee nach Fressen sucht, macht Eisbärdame Lara ein Nickerchen. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Mittwoch, 10. Februar, 17.33 Uhr

Polizist befreit frierenden Hund aus kaltem Auto

Ein Polizist hat am Mittwoch in der Gelsenkirchener Altstadt einen frierenden Hund aus einem ausgekühlten Auto befreit. Die 49 Jahre alte Hundehalterin muss jetzt mit einem Verfahren wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz rechnen, wie die Polizei mitteilte. Eine Zeugin hatte die Polizei angerufen, weil der Hund in dem abgestellten Auto seit einer Stunde durchgehend bellte. Der Polizist schlug eine Scheibe des Wagens ein, befreite den Hund und brachte ihn zum Aufwärmen in den Streifenwagen. Kurz danach kam auch die Hundebesitzerin.


Mittwoch, 10. Februar, 16.11 Uhr
Kältester Ort in NRW mit minus 23 Grad

Der kälteste Ort in Nordrhein-Westfalen in der Nacht zu Mittwoch war Lippstadt bei Paderborn. Minus 23 Grad seien dort gemessen worden, teilte der Deutsche Wetterdienst in Essen am Mittwoch mit. In Arnsberg wurden minus 22 und in Werl minus 20 Grad gemessen. Die kommende Nacht werde in NRW mit Temperaturen zwischen minus 8 und bis zu minus 13 Grad nicht mehr ganz so frostig sein.

Mittwoch, 10. Februar, 15.50 Uhr
Lastwagen durchbricht Brückengeländer und hängt über einem Bach
Ein Lastwagenfahrer hat in Petershagen in Ostwestfalen auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und ein Brückengeländer durchbrochen. Anschließend hing das Führerhaus über einem Bach, wie die Polizei des Kreises Minden-Lübbecke am Mittwoch mitteilte. Der Fahrer blieb unverletzt.

Der Unfall war dem 40-Jährigen am Dienstag passiert. Die Bergung dauerte bis in den Abend. Die Gefahr, dass Sattelzug und Anhänger in die Tiefe stürzten, bestand allerdings nicht. Ein Kranwagen musste den verkeilten Lastwagen befreien.



Mittwoch, 10. Februar, 14.15 Uhr
DRK-Rettungseinsatz für Brummifahrer an der A44

Ein Lastwagen hatte in Ostwestfalen ein Brückengeländer durchbrochen. Das Führerhaus hängt über dem Riehebach. Der Fahrer blieb unverletzt. © picture alliance/dpa/Polizei Minden-Lübbecke © picture alliance/dpa/Polizei Minden-Lübbecke

Der Wintereinbruch hat Lkw-Fahrer auch im Raum Unna in Notlagen gebracht. An der A44 haben Ehrenamtler des Roten Kreuzes einige versorgt. Der Frosteinsatz dauerte bis in die Nacht.

Mittwoch, 10. Februar, 12.25 Uhr
Kältester Ort in der Nacht in NRW: Lippstadt mit minus 23 Grad
Der kälteste Ort in Nordrhein-Westfalen in der Nacht zu Mittwoch war Lippstadt bei Paderborn. Minus 23 Grad seien dort gemessen worden, teilte der Deutsche Wetterdienst in Essen am Mittwoch mit. In Arnsberg wurden minus 22 und in Werl minus 20 Grad gemessen. Die kommende Nacht werde in NRW mit Temperaturen zwischen minus 8 und bis zu minus 13 Grad nicht mehr ganz so frostig sein.

Die nächsten Tage werden sonniger, wie der Meteorologe vom Dienst erklärte. Frostig bleibe es aber. Allenfalls das Rheinland könnte am Sonntag leicht in die Plusgrade kommen. Nach dem Wochenende ist eine Wetteränderung in Sicht, es könnte wärmer werden.

Mittwoch, 10. Februar, 12.20 Uhr
Zehnjähriger bricht in Bergkamen ins Eis ein – Anwohner retten ihn
In einer couragierten Aktion haben zwei Anwohner einen zehnjährigen Jungen mithilfe einer Leiter aus einen eingebrochenen Teich gerettet. Das Kind war in dem zugefrorenen Ententeich in Bergkamen bis zur Brust ins Eiswasser eingestürzt, wie die Polizei im Kreis Unna berichtete. Der Anwohner eilte mit einer Leiter herbei.

Besonders heikel: Der Junge befand sich recht weit – fünf Meter – vom Ufer entfernt. Der Retter legte die Leiter auf die Eisfläche, näherte sich vorsichtig mit Unterstützung einer weiteren Helferin und zog das Kind aus dem Wasser. Der Zehnjährige kam am Dienstag nur leicht unterkühlt in eine Klinik. Die Feuerwehr warnte eindringlich davor, vereiste Teiche und Seen zu betreten.

Mittwoch, 10. Februar, 12.04 Uhr
Lage auf der A2 entspannt sich weiter

Auf der Autobahn 2 bei Bielefeld hat sich die Verkehrslage nach dem Schneechaos am Dienstag weitestgehend beruhigt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, rollte der Verkehr. Allerdings bestehe aber noch eine „latente Gefahrenlage“ durch Lastwagen, die auf dem Standstreifen parkten, weil die Fahrer ihre Ruhezeiten einhalten müssen – und schliefen. Die Polizei ging davon aus, dass sich die Situation am Morgen auflösen würde, wenn die Fahrer nach acht Stunden Pause wieder ans Steuer dürfen.


Mittwoch, 10. Februar, 10 Uhr
Rotes Kreuz versorgt gestrandete LKW-Fahrer bei Unna
Sieben gestrandete Lastwagenfahrer ohne Essen und Getränke sind vom Deutschen Roten Kreuz auf einem Rastplatz an der A44 bei Unna mit Lebensmitteln und heißem Tee versorgt worden. Eine niederländische Spedition hatte sich am Dienstagnachmittag bei der Polizei gemeldet und die missliche Lage der Fahrer erklärt. Sie seien seit Montagmorgen zum Stillstand gezwungen und könnten absehbar auch nicht weiter, teilte die Polizei mit.

Mittwoch, 10. Februar, 9.55 Uhr
Zugausfälle bei der Nordwestbahn
Der Wintereinbruch sorgt auf regionalen Zugverbindungen in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch teilweise weiter für Einschränkungen. Wie das Bahnunternehmen Nordwestbahn bekanntgab, fallen sowohl Züge im Bereich Ostwestfalen als auch in der Region Niederrhein-Ruhr-Münsterland aus.

Demnach soll es bis mindestens Mittwochmittag unter anderem auf der Regionalbahn-Linie 74 zwischen Paderborn und Bielefeld keine Fahrten geben. Auch die Linie RE 14 auf der Strecke zwischen Borken und Essen ist den Angaben zufolge von den Ausfällen betroffen. Das Unternehmen rät Fahrgästen, die Verbindungen vor Fahrtantritt zu prüfen.

Mittwoch, 10. Februar, 8.45 Uhr

LKW-Fahrer schlafen auf dem A2 – Hauptfahrstreifen

Laut eines Sprechers der Autobahnpolizei Braunschweig sei auf der A2 zwischen dem Kreuz Wolfsburg und Peine der Hauptfahrstreifen in Richtung Dortmund gesperrt. Die Lastwagenfahrer würden dort parken und schlafen. „Wir haben den größten Parkplatz der Republik.“ Glatt sei es noch überall, der Zustand der Straßen sei nicht gut. Unfälle habe es deswegen in der Nacht allerdings kaum gegeben.

Mittwoch, 10. Februar, 8.05 Uhr
Lage auf der A2 beruhigt sich – doch LKWs parken teils in zweiter Reihe

Auf der Autobahn 2 bei Bielefeld hat sich die Verkehrslage nach dem Schneechaos am Dienstag weitestgehend beruhigt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, rollte der Verkehr am Mittwochmorgen. Derzeit bestehe aber noch eine „latente Gefahrenlage“ durch Lastwagen, die auf dem Standstreifen parkten. Die Polizei in Bielefeld zählte demnach auf dem Streckenabschnitt zwischen der Landesgrenze zu Niedersachsen und Oelde auf der A2 abgestellte Lastwagen im „hohen zweistelligen Bereich“.

Ein LKW-Fahrer versucht auf dem Rastplatz Lehrte-Ost mit einer Schaufel seinen festgefahrenen LKW zu befreien. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Dabei handelt es sich laut Polizei um Lastwagen, deren Fahrer die zulässigen Lenkzeiten überschritten hatten und die Fahrzeuge abstellen mussten. Teilweise parkten die Wagen demnach stellenweise sogar in zweiter Reihe auf der Autobahn. In der Nacht hatte es laut Polizeisprecher auf der A2 keine Auffälligkeiten gegeben

Mittwoch, 10. Februar, 7.55 Uhr
Stau im Berufsverkehr – bis zu eine Stunde Zeitverlust
Autofahrer müssen im Berufsverkehr auf Autobahnen im Ruhrgebiet und Westfalen am Mittwochmorgen mit langen Staus rechnen. Auf der A2 zwischen Recklinghausen und Kamen bildeten sich nach den Daten von Verkehr.NRW auf mehreren Abschnitten Staus mit einem Zeitverlust von stellenweise bis zu einer Stunde.

Auch auf der A40 zwischen Essen und Bochum mussten Autofahrer stellenweise bis zu 45 Minuten zusätzliche Zeit einplanen. Die Landesleitstelle der Polizei sieht das erhöhte Verkehrsaufkommen durch Pendler am Morgen als Grund für die Staus. Wegen Glättegefahr und Restschnee werde auf den Autobahnen langsamer gefahren, sagte ein Polizeisprecher.

Mittwoch, 10. Februar, 7.50 Uhr
Einsturzgefahr im Baumarkt

Der toom-Baumarkt in Mülheim-Heißen musste wegen Einsturzgefahr kurzerhand geschlossen werden, wie die WAZ berichtet. Der Baumarkt schreibt auf seiner Website von einer „Schließung aufgrund der aktuellen Wetterlage“.

Mittwoch, 10. Februar, 7.45 Uhr
Kaum noch Schneefall erwartet
Kaum noch Schneefall und teils eisig kalte Temperaturen sind in den kommenden Tagen in Nordrhein-Westfalen zu erwarten. Der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zufolge sind im Bergland und in Ostwestfalen am Mittwoch zunächst noch örtlich leichte Schneefälle möglich. Die Höchstwerte erreichen bei Dauerfrost demnach minus 3 bis minus 6 Grad.

Auch in der Nacht zu Donnerstag soll es demnach kaum neue Schneefälle geben. Die Tiefstwerte sinken auf minus 7 bis minus 14 Grad. Am Donnerstag soll laut DWD verbreitet die Sonne scheinen, nur im Osten ist etwas Schnee möglich. Die Tageshöchsttemperaturen liegen demnach zwischen minus 1 Grad im Rheinland und minus 5 Grad in Ostwestfalen. Auch am Freitag bleibt es der Vorhersage zufolge meist sonnig, aber kalt.

Mittwoch, 10. Februar, 7.30 Uhr

Zugverspätungen und Ausfälle vor allem um Münster und Hamm

Im Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen hat es am Mittwochmorgen teilweise Verspätungen und Ausfälle aufgrund des Wetters gegeben. Die Deutsche Bahn meldete im nördlichen Teil des Landes noch witterungsbedingte Einschränkungen. Diese konzentrierten sich den Angaben zufolge auf den Bereich Münster und Hamm. So sollten unter anderem auf der Regionalbahnverbindung zwischen Münster und Coesfeld wohl bis mindestens Mittag keine Zugfahrten möglich sein. Einzelne Teilausfälle und Verspätungen seien nicht ausgeschlossen. Großflächige Störungen gebe es aber nicht, teilte der Sprecher mit.

Ein ICE fährt bei Arnstadt auf der Strecke zwischen Berlin und München entlang der Autobahn A71. Bei der Bahn gibt es wegen des Winterwetters weiterhin Verspätungen und Zugausfälle. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Mittwoch, 10. Februar, 5.40 Uhr
Polizei appelliert an LKW-Fahrer und vermeldet etliche Unfälle
Am Dienstagabend warnte die Polizei Bielefeld Lkw-Fahrer eindringlich davor, den Standstreifen „für eine Pause oder gar für die Übernachtung“ zu nutzen. Auf dem Seitenstreifen bestehe ein generelles Halteverbot – zudem wäre aber die Verkehrssicherheit dadurch deutlich beeinträchtigt. „Nutzen Sie eine der Autobahn-Abfahrten und suchen Sie dann sichere Parkplätze für eine Übernachtungsmöglichkeit.“

Weil Lkw-Fahrer ihre Lenkzeiten überschritten hatten und nicht weiterfahren wollten, kam es erneut zu Stau. Von Montagmorgen bis Dienstagmorgen hatte die Polizei rund 800 Unfälle auf verschneiten und glatten Straßen registriert. Ein Mensch starb, acht Menschen wurden schwer und 40 leicht verletzt.

Dienstag, 9. Februar, 20.32 Uhr

Wildschwein bricht in Neuss durch Eisdecke in Pool

Die Feuerwehr hat in Neuss ein Wildschwein vor dem Ertrinken in einem Swimmingpool bewahrt. Das Tier sei am Dienstag durch die Eisdecke eingebrochen und aus eigener Kraft nicht herausgekommen, berichtete ein Feuerwehrsprecher. Versuche, ihm eine Treppe zu bauen, scheiterten an dessen Misstrauen. Schließlich griff die Feuerwehr zu einer raffinierten Methode: Sie füllte den halb leeren Pool mit Wasser auf, so dass das Wildschwein den Beckenrand erklimmen und klitschnass im nächsten Wald verschwinden konnte.

Ein Wildschwein ist in einem Swimmingpool zu sehen. Das Tier sei durch die Eisdecke eingebrochen und aus eigener Kraft nicht herausgekommen. Die Feuerwehr hat es vor dem Ertrinken bewahrt.
Ein Wildschwein ist in einem Swimmingpool zu sehen. Das Tier sei durch die Eisdecke eingebrochen und aus eigener Kraft nicht herausgekommen. Die Feuerwehr hat es vor dem Ertrinken bewahrt. © picture alliance/dpa/Feuerwehr Neuss © picture alliance/dpa/Feuerwehr Neuss

Dienstag, 9. Februar, 19.49 Uhr

Polizei warnt vor A2 und A30: „Großräumig meiden“

Nach dem Schnee-Chaos auf der A2 in der Nacht zum Dienstag warnt die Polizei erneut vor dem Befahren dieser Autobahn – und auch vor der A30. „Es gilt die A2 weiterhin großräumig zu meiden. Die Fahrbahndecke ist noch immer in weiten Teilen schneebedeckt und vereist. Durch die niedrigen Temperaturen ist der Einsatz und die Wirkung von Streumitteln eingeschränkt“, berichtete die Polizei in Bielefeld am Dienstag. Das gelte auch für die A30. Es bestehe die Gefahr, dass der Verkehr in der Nacht zum Mittwoch erneut zum Erliegen kommen könne.

Dienstag, 9. Februar, 18.37 Uhr

Verkehrsminister spricht sich für mehr beheizte Weichen aus

Nach Zugausfällen wegen des winterlichen Wetters in den vergangenen Tagen fordert NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) die Bahn dazu auf, den Bau von mehr Weichenheizungen zu prüfen. „Bisher lag hier bei uns das größte Wetter-Risiko in Stürmen“, sagte Wüst der „Rheinischen Post“. „Sollten so starke Schnellfälle in Nordrhein-Westfalen wegen des Klimawandels häufiger anstehen, muss das Bahnnetz auch bei uns darauf besser vorbereitet sein. Das kann von mehr beheizten Weichen bis zu einem Winterfahrplan gehen“, so Wüst.

Dienstag, 9. Februar, 17.54 Uhr

Wintereinbruch bremst Zugverkehr in NRW weiterhin

Der heftige Wintereinbruch bremst Bahnpendler in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens weiter aus. Auf vielen Strecken insbesondere im Norden des Landes müssen sie weiterhin Zugausfälle und Verspätungen in Kauf nehmen, wie die Bahn mitteilte. So fallen auf der Strecke der RB 51 zwischen Dortmund und Enschede sowie auf den S-Bahnlinien S 4 und S 5/S 8 bis voraussichtlich Donnerstag alle Bahnen aus. Die RB 63 (Münster – Coesfeld), die RB 64 zwischen (Münster – Enschede) und die RB 43 (Dorsten – Dortmund) sind bis mindestens Mittwochmittag gestrichen.

Dienstag, 9. Februar, 17.05 Uhr

Anhaltendes Winterwetter sorgt erneut für Hunderte Unfälle in NRW

Wegen des Winterwetters hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen binnen 24 Stunden rund 900 Einsätze gehabt. Von Montagmorgen bis Dienstagmorgen (jeweils 6 Uhr) rückte sie landesweit zu etwa 800 Unfällen auf verschneiten und glatten Straßen aus. Die Schäden summieren sich ersten Schätzungen zufolge auf 1,8 Millionen Euro, sagte eine Sprecherin der Landesleitstelle am Dienstag. Eine Person starb bei einem Unfall, acht Menschen wurden schwer, rund 40 leicht verletzt. Bereits am Wochenende hatte die Polizei nach Angaben aus dem Innenministerium rund 730 witterungsbedingte Unfälle registriert.

Dienstag, 9. Februar, 16.01 Uhr
Fußballspiel zum zweiten Mal abgesagt

Das Spiel der Regionalliga West zwischen Fortuna Düsseldorfs U23 und dem Wuppertaler SV ist zum zweiten Mal abgesagt worden. Die für diesen Mittwoch angesetzte Partie kann wegen der Unbespielbarkeit des Rasenplatzes im Paul-Janes-Stadion nicht stattfinden. Dies teilte der Club am Dienstag mit. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest.

Dienstag, 9. Februar, 14.21 Uhr
Räumung der A2 dauert bis zum Abend – Polizei warnt dringend

Die Lage auf der A2 hat sich in Ostwestfalen immer noch nicht entspannt. Es sei zwar gelungen, einen Teil der Autobahn zwischen Herford Ost und Rheda-Wiedenbrück frei zu bekommen, teilte die Polizei mit. Doch die Räumung der Autobahn werde wohl bis zum Abend dauern. Einige Autofahrer sitzen dort dann mehr als 24 Stunden fest. Es gab dort 30 Kilometer Stau. „Die Verpflegung der feststeckenden Verkehrsteilnehmer auf dem gesamten Streckenabschnitt wird durch Hilfsorganisationen gewährleistet“, teilte die Polizei am Mittag mit.

Zwischen dem Autobahnkreuz Bad Oeynhausen und Bad Eilsen hatte sich der Verkehr auf rund 20 Kilometer angestaut. Ab Bad Oeynhausen wurde der Verkehr auf die A30, Fahrtrichtung Osnabrück, bis in die Vormittagsstunden hinein umgeleitet.

Die Polizei rät allen Verkehrsteilnehmer, auch für die kommenden Nacht dringend davon ab, auf die A2 zu fahren. Es besteht weiterhin die Gefahr, dass der Verkehr streckenweise witterungsbedingt zum Erliegen kommen kann.

Dienstag, 9. Februar, 14.10 Uhr

Rettungswagen blieb im Schnee stecken – Anwohner half beherzt

Ein Rettungswagen ist in den Schneemassen stecken geblieben, der Patient dank couragierter Helfer doch noch schnell in die Klinik gekommen. Der Krankenwagen aus Rheda-Wiedenbrück hatte den Patienten in Herzebrock gerade abgeholt, als am Montagabend auf der Hofzufahrt im Rückwärtsgang Schluss war, wie ein Feuerwehrsprecher am Dienstag sagte. Feuerwehrleute schaufelten das Fahrzeug frei, ein Anwohner zog den Rettungswagen mit seinem Pickup heraus. Die „Neue Westfälische“ hatte über den Vorfall berichtet.

Ein Anwohner zieht mit seinem Geländewagen einen Rettungswagen, der sich im Schnee festgefahren hatte. © dpa © dpa

Dienstag, 9. Februar, 13.48 Uhr

Keine Busse, keine Bahnen, keine Post und keine Müllabfuhr
In Essen, Dortmund, Bochum, Münster, in den Kreisen Unna und Recklinghausen sowie in vielen anderen Kommunen fahren auch am Dienstag noch keine Busse. Auch der Straßenbahnverkehr ist stark eingeschränkt.

Im Kreis Recklinghausen wird bereits am zweiten Tag in Folge keine Post ausgeliefert. Auch die Müllabfuhren haben etwa in Dortmund und Bochum ihren Betrieb eingestellt. In Dorsten hat dagegen die Müllabfuhr geklappt, wenn auch mit Mühe.

Dienstag, 9. Februar, 13.24 Uhr
Grill als Heizung: Frau im Krankenhaus
Durch einen im Haus als Heizung genutzten Grill hat eine Bewohnerin eine Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung erlitten und das Bewusstsein verloren. Nach Polizeiangaben von Dienstag hatten drei Bewohner einer Dachgeschosswohnung in Herford am Montagabend den Grill angezündet, weil die Heizung ausgefallen war. Kurz danach habe sich die betroffene Bewohnerin unwohl gefühlt und das Bewusstsein verloren.

Alarmierte Rettungskräfte brachten die Bewohner zur Untersuchung in Kliniken. Die Feuerwehr lüftete das Mehrfamilienhaus. Die Polizei warnt daher: „Die Benutzung von Grills in Innenräumen ist lebensgefährlich.“ Die aufsteigenden Gase seien farb- und geruchslos und würden daher häufig zu spät bemerkt.

Dienstag, 9. Februar, 12.24 Uhr
Flughafen Dortmund außer Betrieb
Wegen Schnee und Eis auf der Landebahn starten und landen auch heute am Flughafen Dortmund keine Flugzeuge. Wie schon am Montag sei der Flugbetrieb ausgesetzt, teilte der Flughafen mit. Die geplanten Flüge werden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Mit der Entscheidung wolle man den Fluggästen Planungssicherheit geben, so dass keiner umsonst anreisen müsse. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Situation in den Griff zu bekommen“, so der Flughafen am Morgen beim Kurznachrichtendienst Twitter.



Dienstag, 9. Februar, 12.14 Uhr
Staus rund um das Kamener Kreuz
Wer sich die digitale Straßenkarte rund ums Kamener Kreuz ansieht, sieht nur noch Rot. Ein Unfall sorgt für Rückstaus und Einschränkungen auf den Autobahnen 1 und 2, die Auffahrt auf die A2 Richtung Hannover wurde gesperrt.

800 Unfälle seit Montagabend

Von Montagmorgen bis Dienstagmorgen (jeweils 6 Uhr) rückte die Polizei landesweit zu rund 800 Unfällen auf verschneiten und glatten Straßen aus. Die Schäden summieren sich ersten Schätzungen zufolge auf 1,8 Millionen Euro, sagte eine Sprecherin der Landesleitstelle am Dienstag.

Bereits am Wochenende hatte die Polizei nach Angaben aus dem Innenministerium rund 730 witterungsbedingte Unfälle registriert.

Dienstag, 9. Februar, 11 Uhr
Die A1 bei Münster wieder frei
Die Autobahn 1 ist nach einer Vollsperrung bei Münster inzwischen wieder frei. In Fahrtrichtung Bremen ging zweieinhalb Stunden lang zwischen Münster-Nord und Greven nichts mehr. Grund war ein Lastwagen-Unfall.

Dienstag, 9. Februar, 9.58 Uhr
A1 nach Lkw-Unfall gesperrt

Nach einem Lastwagenunfall auf spiegelglatter Fahrbahn ist die Autobahn 1 bei Münster gesperrt worden. Der Lastwagen sei gegen die Mittelschutzplanke gerutscht und quer auf der Fahrbahn zu Stehen gekommen, teilte die Polizei am Dienstag mit. In Fahrtrichtung Bremen ging zwischen Münster-Nord und Greven zunächst nichts mehr. Autofahrer sollten den vollständig gesperrten Bereich weiträumig umfahren.

Dienstag, 9. Februar, 8.30 Uhr
Autofahrer stecken noch immer auf der A2 in Ostwestfalen fest
Wegen der heftigen Schneefälle sitzen auf der Autobahn 2 bei Bielefeld immer noch zahlreiche Menschen in ihren Fahrzeugen fest. Bei eisiger Kälte harren Fahrer und Mitfahrende zum Teil seit Montagnachmittag in ihren Fahrzeugen aus – und damit bereits seit mehr als 16 Stunden. Am Dienstagmorgen staute sich der Verkehr auf der A2 zwischen Bad Oeynhausen und Bad Eilsen auf einer Länge von etwa 20 Kilometern.

In der Gegenrichtung zwischen Herford und Rheda-Wiedenbrück waren es etwa 30 Kilometer Stau. Die Autobahn wurde in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Der Stau wird die Einsatzkräfte den Angaben nach noch den gesamten Tag über beschäftigen. Die Räumfahrzeuge kommen nicht durch, sagte der Sprecher. Zudem müssten festgefahrene Autos und Lastwagen einzeln rausgezogen werden.

Ein Fahrer schläft in seinem Wagen auf der Autobahn A2 bei Bielefeld. Auf der A2 bei Bielefeld verbrachten Fahrer und Mitfahrende die ganze Nacht auf der Straße und mussten bei klirrender Kälte zum Teil mehr als 16 Stunden lang in ihren Autos ausharren.
Ein Fahrer schläft in seinem Wagen auf der Autobahn A2 bei Bielefeld. Auf der A2 bei Bielefeld verbrachten Fahrer und Mitfahrende die ganze Nacht auf der Straße und mussten bei klirrender Kälte zum Teil mehr als 16 Stunden lang in ihren Autos ausharren. © picture alliance/dpa/TV7News © picture alliance/dpa/TV7News

Dienstag, 9. Februar, 7.06 Uhr
Eisige Temperaturen sind kein Problem für die Natur
Der strenge Frost mit zweistelligen Minusgraden in den nächsten Tagen stellt für die Natur kein Problem dar. „Pflanzen und Tiere sind auch auf harte Winter eingestellt“, sagte Nabu-Sprecherin Birgit Königs, „da brechen keine Bestände zusammen, auch wenn einzelne Tiere diesen Winter nicht überleben.“ Aus Sicht der Natur sei das sogar ein sinnvoller Prozess, um den Arterhalt mit gesunden Tieren in der nächsten Generation zu garantieren.

Eine Blaumeise holt sich im Tiergarten an einem Vogelhäuschen Futter. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Tiere wie Rehe oder Wildschweine bräuchten bei Schnee und Eis natürlich länger für die Futtersuche, sagte Königs. Probleme werde der Eisvogel bekommen, der für seine Nahrungssuche offene Bäche und Flüsse brauche und wegen seines geringen Gewichts wenig zusetzen könne. Generell habe die Natur aber viele wirksame Strategien gegen strenge Kälte entwickelt. Harte Winter trügen auch dazu bei, Schädlinge wie den Borkenkäfer zu dezimieren, sagte Friedrich Louen vom Landesbetrieb Wald und Holz.

Dienstag, 9. Februar, 5.55 Uhr
Weiterhin Zugausfälle in NRW
Wegen des Wintereinbruchs müssen Pendler und Bahnreisende sich weiterhin auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Einschränkungen gebe es vor allem im nördlichen Nordrhein-Westfalen, erklärte die Deutsche Bahn in Düsseldorf. Auf mehreren Regionalexpress-Linien werde es wegen der extremen Wetterverhältnisse bis mindestens Dienstagmittag keine Zugfahrten geben. Betroffen waren vor allem Strecken im Münsterland.

Auch auf einigen S-Bahnstrecken sei der Betrieb stark eingeschränkt, erklärte die Bahn.

Zwei Passagiere steigen am Morgen am verschneiten Bahnsteig am Bahnhof Signal-Iduna-Park in eine Regionalbahn ein. Lautsprecheransagen wiesen aber auch auf wetterbedingte Zugausfälle hin. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Dienstag, 9. Februar, 5.50 Uhr

Wetterdienst rät: „Warm einpacken“

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes geht es am Dienstag mit strengem Frost weiter. Sogar im sonst milden Rheinland wurden in der Nacht Temperaturen von minus acht Grad erwartet. Tagsüber werden Höchsttemperaturen zwischen minus acht und minus drei Grad vorhergesagt. „Man sollte sich wirklich warm einpacken“, mahnte eine Meteorologin des Wetterdienstes Essen angesichts der Kälte in den nächsten Tagen. Der Wind könne dafür sorgen, dass es sehr unangenehm werde.

Dienstag, 8. Februar, 5.20 Uhr

37 Kilometer Stau bei Bielefeld: Fahrer übernachten auf der Autobahn
Auch bei Bielefeld staute es sich auf der A2 massiv. Fahrer und Mitfahrende verbrachten bei eisiger Kälte zum Teil die ganze Nacht und damit mehr als zwölf Stunden in ihren fest sitzenden Fahrzeugen. Bereits am Montagmittag waren Lastwagen auf der Autobahn wegen des Schnees stecken geblieben. Der Rückstau zog sich zwischenzeitlich über 37 Kilometer. Die Autobahn wurde in beiden Fahrtrichtungen gesperrt – insgesamt bildeten sich rund um Bielefeld zeitweise mehr als 70 Kilometer Stau. Trotz einer Umleitung über die A33 entspannte sich die Lage in der Nacht zu Dienstag kaum, wie eine Polizeisprecherin sagte. Alle Rastplätze seien ausgelastet.

Ein Leuchtschild mit der Aufschrift „Ganztägig Frost mit Glätte rechnen! Vorsichtig fahren“ weist auf die frostigen Temperaturen und Verkehrsbehinderungen hin. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Dienstag, 9. Februar, 5.15 Uhr

Entspannung auf der A2 bei Dortmund

In der Nacht hat sich die Lage auf der A2 bei Dortmund etwas entspannt. Im Laufe des Montags zog sich der Rückstau nach Angaben des Lagezentrums zehn Kilometer lang, löste sich in der Nacht jedoch auf. Die Polizei registrierte 340 Verstöße gegen ein Lkw-Fahrverbot – eigentlich durften Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen bis 22 Uhr nicht auf der Autobahn unterwegs sein. Die Polizei warnte beim Kurznachrichtendienst Twitter davor, die A2 in Richtung Oberhausen zu befahren. Die Fahrbahnen seien „spiegelglatt“. Das Technische Hilfswerk und die Feuerwehr kümmerten sich um die Fahrer und verteilten heiße Getränke.

Montag, 8. Februar, 22.51 Uhr

Chaos auf A2 bei Dortmund – Fahrer harren stundenlang im Stau aus

Bei Minusgraden und Schnee ist der Verkehr auf der Autobahn 2 bei Dortmund für mehrere Stunden komplett zum Erliegen gekommen. Auf der Fahrbahn in Richtung Oberhausen hatten sich am Montagnachmittag Dutzende Lastwagen festgefahren, die vom Technischen Hilfswerk befreit werden mussten, wie die Polizei mitteilte. Zwischen der Abfahrt Kamen/Bergkamen und dem Autobahnkreuz Dortmund staue sich der gesamte Verkehr, niemand komme mehr durch. „Wir versuchen gerade, das Knäuel zu entwirren“, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Unfälle habe es nicht gegeben.

Wie das Schnee-Chaos am Samstag und Sonntag über NRW hereinbrach, können hier nachlesen und in zahlreichen Videos sehen.

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Wiebke Karla
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Studium der Germanistik und Geschichtswissenschaften in Düsseldorf. Nach freier Mitarbeit bei verschiedenen Medien im Rheinland nun seit 2018 für die Ruhr Nachrichten im Ruhrgebiet unterwegs. Ist als Volontär für verschiedene Redaktionen tätig, immer auf der Suche nach spannenden Themen.
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Geboren in Hamm, dann ausgezogen in die weite Welt: Nach ausgiebigen Europa-Reisen bin ich in meine Heimat zurückgekehrt und berichte nun über alles, was die Menschen in der Gegend gerade bewegt.
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Sylva Witzig

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