Coronavirus

Weitere Schulöffnungen in NRW trotz hoher Inzidenz – Kreise sind besorgt

Die Corona-Infektionszahlen steigen wieder. Dennoch schreiten die Schulöffnungen in Nordrhein-Westfalen deutlich voran. Kreise äußern Bedenken, das Gesundheitsministerium blockt ab.
Die Schulöffnungen in NRW schreiten deutlich voran. © picture alliance/dpa

Die Schulöffnungen in NRW gehen am Montag (15. März) trotz zuletzt wieder steigender Corona-Infektionszahlen einen deutlichen Schritt voran. Auch Kinder und Jugendliche der weiterführenden Schulen kehren teilweise wieder in die Klassenräume zurück. Doch es regt sich Widerstand.

Bis zu den Osterferien in zwei Wochen sollen alle Schüler im Land im Wechselmodell zumindest tageweise wieder Präsenzunterricht erhalten. Vor drei Wochen hatten Grundschüler und die Abschlussjahrgänge den Anfang gemacht.

Die weiterführenden Schulen sollen ab Dienstag die ersten von insgesamt rund 1,8 Millionen Selbsttests erhalten, die bis zu den Osterferien verteilt werden. Die Schüler können sich dann laut Ministerium einmal pro Woche freiwillig selbst unter Aufsicht in der Schule testen.

In Bergisch Gladbach beginnt schon einen Tag vor den anderen Kommunen am Montag die Verteilung von Spucktests an die Schüler.

Zwei Kreise haben Bedenken

Neben dem Kreis Düren ist allerdings auch der Oberbergische Kreis bei der Landesregierung vorstellig geworden. Die Schulleitungen der Oberbergischen Gymnasien hätten sich in einem Schreiben an Landrat Jochen Hagt (CDU) besorgt geäußert anlässlich des weiteren Öffnungsschrittes an diesem Montag und angefragt, ob der Präsenzunterricht der Stufen fünf bis zehn vor den Osterferien weiter ausgesetzt werden kann, wie eine Sprecherin des Oberbergischen Kreises am Montag sagte.

Das daraufhin eingeschaltete Gesundheitsministerium habe mitgeteilt, eine Aussetzung des nächsten Öffnungsschrittes für den Schulbereich nicht mitzutragen. Schulschließungen oder Einschränkungen des Schulbetriebs – auch bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 – könnten erst als letztes, unausweichliches Mittel der Pandemiebekämpfung in Betracht kommen, hieß es von Ministeriumsseite laut Kreis.

An den derzeit geplanten Öffnungsschritten mit einem eingeschränkten Wechselunterricht werde festgehalten. „Der Oberbergische Kreis hätte aus epidemiologischer Sicht eine weitere Aussetzung des Präsenzunterrichts bis zu den Osterferien begrüßt“, erklärte die Sprecherin.

Andererseits stünden auch einer solchen Aussetzung nachvollziehbare Gründe entgegen und der Oberbergische Kreis sei an die Vorgaben des Landes gebunden. Der Kreis Düren hatte in der vergangenen Woche sogar einen Antrag gestellt, den weiteren Öffnungsschritt an den Schulen wegen der gestiegenen Zahlen bei den Corona-Neuinfektionen bis zu den Osterferien auszusetzen. Den Antrag lehnt das Schulministerium ab.

dpa

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.