Friseure sollen eher wieder öffnen dürfen als Kneipen, Kinos und Geschäfte. So steht es zumindest im Beschlussvorschlag, über den heute beim Corona-Gipfel zwischen Bund und Ländern diskutiert wird. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Corona-Gipfel

Vorschlag sieht Lockdown bis 14. März vor, aber Sonderregelung für Friseure

Der Beschlussvorschlag, über den Bund und Länder am heutigen Mittwoch (10.2.) beraten, sieht eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 14. März, aber eine Sonderregelung für Friseure vor.

Über dieses Papier werden sich die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der 16 Bundesländer gemeinsam mit der Kanzlerin heute ab 14 Uhr die Köpfe heiß reden. Der Beschlussvorschlag, der an verschiedene Medien durchgesickert ist, trägt das Datum vom 10. Februar, 7.40 Uhr. Diese sieben Punkte sind dabei besonders wichtig:

1. Der Lockdown wird generell bis zum 14. März verlängert. Das heißt: Der Einzelhandel, Gastronomie, Hotels, Theater, Kinos, Konzerthäuser etc. bleiben geschlossen.

2. Es bleibt bei der harten Kontaktbeschränkung: Private Zusammenkünfte sind weiterhin nur mit einer Person eines anderen Hausstands erlaubt.

3. Medizinische Masken bleiben Pflicht in Geschäften, Bussen und Bahnen. Auf private Reisen und Besuche soll unbedingt verzichtet werden.

4. Die Bundesländer entscheiden in eigener Hoheit, wann Kitas und Schulen in welchen Schritten und mit welchen Auflagen wieder geöffnet werden.

5. Friseurbetriebe sollen bereits ab 1. März unter strengen Auflagen – u.a. dem Tragen medizinischer Masken – wieder öffnen dürfen.

6. Was die Frage der weiteren Öffnungsperspektiven angeht, stehen zwei Ideen zur Diskussion: Entweder gibt es den nächsten Öffnungsschritt (Einzelhandel, Museen, körpernahe Dienstleistungen etc.) ab einer stabilen 7-Tages-Inzidenz unter 35, oder darüber wird erst beim nächsten Corona-Gipfel am 10. März entschieden.

7. Die Bundesländer, in denen die Inzidenz partout nicht unter 50 zu bekommen ist, sollen die Maßnahmen regional beibehalten und ggf. verschärfen.

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Ulrich Breulmann, Jahrgang 1962, ist Diplom-Theologe. Nach seinem Volontariat arbeitete er zunächst sechseinhalb Jahre in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten, bevor er als Redaktionsleiter in verschiedenen Städten des Münsterlandes und in Dortmund eingesetzt war. Seit Dezember 2019 ist er als Investigativ-Reporter im Einsatz.
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