Coronavirus

Virus-Mutationen in den Niederlanden: Gesundheitsämter an der Grenze müssen auf Mutationen prüfen

Zehn Prozent der infizierten Niederländer tragen mutierte Corona-Viren in sich. Daher verpflichtet der NRW-Gesundheitsminister die Gesundheitsämter an der Grenze zu genaueren Tests.
Das mutierte Coronavirus macht vor keiner Grenze halt, auch nicht vor der in die Niederlande. © picture alliance/dpa

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat die Gesundheitsämter angewiesen, positive Corona-Tests auf der deutschen Seite der Grenze zu den Niederlanden auch auf das mutierte Virus zu untersuchen. Das teilte Laumann am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtages mit. Nach Angaben der Landesregierung ist im Nachbarland Holland bei 10 Prozent der Corona-Infizierten das mutierte Coronavirus nachgewiesen worden.

Zwar seien die Niederlande vom Robert Koch-Institut anders als England nicht als Hochrisikogebiet eingestuft worden. Dennoch will Laumann wissen, was in den grenznahen Kreisen wie Kleve oder Borken los ist.

Südafrika-Variante ist noch wenig erforscht

Die in England oder Südafrika nachgewiesenen Virus-Mutationen gelten Experten zufolge infektiöser als bisherige Formen. Laut Laumann gibt es bislang in NRW 15 nachgewiesene Fälle. Staatssekretär Edmund Heller erklärte, dass es aus den Gesprächen mit den Virologen nach den bisherigen Erkenntnissen zwei gute Nachrichten gebe: Die Impfstoffe wirkten zumindest bei der in England entdeckten Mutation.

Bei den in Südafrika und Brasilien entdeckten Varianten seien die Virologen zurückhaltender, weil man noch nicht so viel wisse. Die andere gute Nachricht sei, dass die in England entdeckte Mutation nach den dortigen Erfahrungen zu keinen dramatischeren Krankheitsverläufen führe. Die Ansteckungsrate sei aber höher.

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