Tiere

Vier Affen sterben plötzlich im Duisburger Zoo – Obduktionsergebnisse bekannt

Vier Seidenaffen sind im Duisburger Zoo verstorben. Eine Initiative forderte Aufklärung - und ist auch mit den Ergebnissen der Obduktion noch nicht zufrieden.
Im Duisburger Zoo verstarben kürzlich vier Seidenaffen. © picture alliance/dpa/Zoo Duisburg

Der plötzliche Tod von vier Seidenaffen im Duisburger Zoo ist auf Organversagen zurückzuführen. Die pathologische Untersuchung der Tiere habe Veränderungen von Leber, Niere und Milz ergeben, berichtete der Zoo auf seiner Facebook-Seite.

„Dass dabei vier Tiere innerhalb weniger Tage versterben ist ein besonders bedauerliches Ereignis.“ Eine Infektion mit dem Coronavirus sei ausgeschlossen worden. Die Lunge wies keine entsprechenden Veränderungen auf. Mehrere Medien hatte zuvor berichtet.

Der Initiative für Menschenaffen „Great ape project“, die eine externe Untersuchung der zunächst rätselhaften Todesfälle gefordert hatte, reichten die Angaben am Donnerstag nicht: Es sei überhaupt nicht geklärt, was zu dem Organversagen geführt habe.

Seidenaffen leben normalerweise in Südamerika

Mit dem Tod der zwei Jungtiere und zwei erwachsenen Affen hatte der Zoo seine gesamte Gruppe der in Europa nur selten gehaltenen Schwarzschwanz-Seidenaffen verloren.

„In unseren Herzen werden die kleinen Seidenaffen, mit ihrem Witz und Charme, einen festen Platz behalten“, hieß es in der Erklärung des Zoos. Der Tierpark wurde am vergangenen Mittwoch nach dem Lockdown wieder geöffnet. Noch im Januar 2020 hatte er Nachwuchs bei seinen Seidenaffen gemeldet.

Schwarzschwanz-Seidenaffen leben in den Regenwäldern Südamerikas. Sie leiden, wie viele Tiere im Regenwald, unter der Einengung ihres Lebensraums durch massenhafte Abholzung von Bäumen und Brände.

dpa

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