Wetter

Sturm, Schauer und Gewitter in NRW: Umgestürzte Bäume und Sperrungen

Erneut ist ein heftiges Sturmtief über Nordrhein-Westfalen hinweggefegt. Heftige Schauer sorgten für glatte Straßen und umgestürzte Bäume für Sperrungen. Auch am Sonntag bleibt es windig.
Sturmtief „Luis“ hat in NRW für viele Feuerwehreinsätze gesorgt (Symbolbild). © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Nach „Klaus“ kommt „Luis“: Ein neues Sturmtief bringt Sturm, Schauer und Gewitter nach Nordrhein-Westfalen und hat am Samstag für Autounfälle, umgeknickte Bäume und gesperrte Straßen gesorgt. Die schwersten Sturmböen bis zum Nachmittag verzeichnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit einer Geschwindigkeit von 99 Stundenkilometern in Xanten (Kreis Wesel), was Windstärke zehn entspricht.

An zweiter Stelle habe Aachen mit schweren Sturmböen von 93 Kilometern pro Stunde gelegen, sagte eine Meteorologin in Essen. Geschwindigkeiten ab 103 Stundenkilometern entsprechen Windstärke elf und damit orkanartigen Böen. Tendenziell tritt der Sturm laut DWD am stärksten in der Nähe von Schauern und Gewittern auf.

Wann und wo genau diese besonders heftig vorkommen, sei nicht klar, sagte die Expertin. „Mal blitzt es hier auf, mal dort.“ Die Gewitter würden demnach aufploppen und wieder verschwinden. Einige würden sich allerdings auch länger halten.

Feuerwehreinsätze im ganzen Bundesland

Die Sturmböen führten am Samstag überall im Land zu Einsätzen der Feuerwehr. In Bochum seien die Kräfte an elf Orten unterwegs, teilte die Feuerwehr mit. Etwa am Zeppelindamm sei ein Baum umgefallen und habe eine Straße versperrt. Auch in Gangelt (Kreis Heinsberg) blockierten nach Angaben der Feuerwehr umgestürzte Bäume Rad- und Fußwege.

Auf der Autobahn 1 bei Ascheberg im Münsterland sorgte ein plötzlicher Hagelschauer am Mittag für sieben Unfälle mit 13 beteiligten Fahrzeugen und eine zweistündige Vollsperrung in Richtung Dortmund. Einige Fahrer hätten aufgrund von nicht angepasster Geschwindigkeit auf den nassen und glatten Straßen die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren, hieß es in der Mitteilung der Polizei.

Notarztwagen kommt von Straße ab

In Bad Driburg (Kreis Höxter) kam am Samstagvormittag ein Notarztwagen beim Überholen eines Autos auf dem Weg zu einem Einsatz aufgrund von Nässe und Graupelschauer von der Straße ab, prallte gegen eine Böschung und überschlug sich. Der Fahrer sowie die Notärztin seien dabei schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei.

„Ich würde nicht unbedingt auf einen Berg klettern oder in den Wald gehen“, sagte eine DWD-Meteorologin bereits am Samstagvormittag. Am Abend schwäche der Wind im Westen ab. Im Münsterland und in Ostwestfalen sei der Sturm dann in der Nacht vorerst vorbei. Auch am Sonntag sei mit frischem Westwind mit teils stürmischen Böen sowie vereinzelten Gewittern zu rechnen. Insgesamt sei das Ganze aber deutlich schwächer, so die Expertin.

Es bleibe weiter wechselhaft mit kräftigen Schauern und vereinzelten Gewittern mit Graupeln. Bereits am Donnerstag war ein Sturmtief über Nordrhein-Westfalen hinweggefegt, Bäume waren umgeknickt und Äste abgerissen. An mehreren Stellen waren orkanartige Böen gemessen worden.

dpa

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