Glatteis

Spiegelglatte Straßen in NRW – dutzende Unfälle und ein Streuwagen im Graben

In der Nacht wurde es eisig - das brachte in den Morgenstunden einige Autos ins Rutschen. Sogar Streuwagen sind von der Fahrbahn abgekommen.
In der Nacht zu Montag hat es gefroren. © picture alliance/dpa

Blitzeis und Straßenglätte haben in Nordrhein-Westfalen in der Nacht zu Montag für viele Unfälle gesorgt. Im Sauerland, Siegerland und dem östlichen Ruhrgebiet warnte der Deutsche Wetterdienst bis Montagmittag vor starken Behinderungen durch Straßenglätte und rief dazu auf, Autofahrten zu vermeiden. Auch im östlichen Münsterland, dem Weserbergland und der Warburger Börde galt zeitweise die höchste Glättewarnstufe.

Allein die Polizei im Kreis Paderborn hatte bis zum Montagmorgen 50 Unfälle gezählt – hauptsächlich Blechschäden. Einige Straßen im Kreisgebiet mussten wegen Unfällen gesperrt werden. So rutschte auf der B 64 zwischen Altenbeken und Bad Driburg ein Sattelzug in den Graben und wurde mit einem Kran geborgen. Auf der Autobahn 44 bei Büren gerieten ebenfalls Lkw und Autos ins Rutschen. Auch aus dem Hochsauerlandkreis, dem Kreis Unna sowie dem Kreis Warendorf meldete die Polizei zahlreiche Unfälle auf spiegelglatten Straßen.

Streuwagen kamen von der Straße ab

„Noch sind längst nicht alle Straßen gestreut und es herrscht Eisglätte“, so die Warnung der Polizei Paderborn am Morgen. Sie riet, am besten zu Hause zu bleiben und bis zur Entspannung der Lage jede nicht erforderliche Fahrt zu vermeiden. Das Blitzeis auf den Straßen verschonte auch den Winterdienst nicht: In Hamm kam ein Streuwagen von der glatten Straße ab. In Holzwickede bei Dortmund kippte ein Streufahrzeug um, konnte aber wieder aufgerichtet werden.

Münster vermeldete gleich zwei kleinere Unfälle mit dem Streuwagen: Einer landete im Graben, ein weiterer stieß unkontrolliert gegen ein am Straßenrand geparktes Auto. In Unna rutschte ein LKW gegen eine Hauswand und verursachte einen geringen Sachschaden. Glatteis-Unfälle mit Schwerverletzten wurden zunächst nicht bekannt. „Es war ein bisschen wie Schlittschuhfahren“, beschrieb Malte Witt, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in Essen, am Montagmorgen die Situation auf vielen Straßen und Gehwegen vor allem in der östlichen Hälfte Nordrhein-Westfalens.

In den kommenden Tagen wird es wärmer

Zu Beginn der Nacht hatte klarer Himmel die Temperaturen verbreitet in den Frostbereich sinken lassen. Später durchziehender Regen gefror auf den kalten Böden zu Blitzeis. Mit steigenden Temperaturen sollte sich die Situation im Tagesverlauf aber wieder entspannen. Auch in den kommenden Nächten drohe keine vergleichbare Situation: Die Temperaturen werden wieder milder, bis zum Wochenende wird wechselhaftes Wetter erwartet. Überfrierende Nässe komme dann nur noch vereinzelt vor.

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