Nicht immer sagen "Ich kann das nicht". Einfach zwei bis drei Kleinigkeiten verändern und auf einmal... © Mehmet Özaslan / Adobe Stock
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Sommertief überwinden: Wie finde ich Motivation, etwas zu tun?

Motivation zieht sich gerne zusammen und versteckt sich dann. Ihre Größe ist meist Kopfsache. Wir verraten, mit welchen kleinen Tricks man sie anschwellen lassen kann.

Gerade in den Sommermonaten fällt es oft noch schwerer. Es ist zu warm, alle fahren in den Urlaub, vielleicht reagiert man allergisch auf die Natur – und manchmal hat man nicht mal Lust rauszugehen, geschweige denn zur Arbeit. Wie klappt es besser?

Den eigenen Weg gehen

Wir verbringen enorm viel Zeit mit Arbeit – und brauchen dort enorm viel Motivation. Damit die Motivation im Job nicht verloren geht, ist es wichtig, die richtige Jobwahl zu treffen. Nicht jeder bekommt seinen Traumjob, nicht jeder wird Arzt oder Superstar – aber ein Albtraumjob sollte es nun auch nicht sein.

Niemand sollte Bäcker werden, wenn ihn frühes Aufstehen Morgen für Morgen an nervliche Grenzen bringt – auch nicht, wenn die Eltern ihm sagen, dass das seine Zukunft ist. Ratschläge sind hilfreich, aber am Ende muss jeder seinen eigenen Weg finden. Sonst wird es schwierig, Zufriedenheit und Motivation zu verspüren.

Ziele setzen

Sich Ziele zu setzen ist ein guter Ansporn. Das kann ein kleines Ziel sein, zum Beispiel eine Aufgabe in einer bestimmten Zeit zu erledigen, oder auch ein großes Ziel wie eine Beförderung. Ist das Ziel erreicht, gibt’s zur Belohnung ein gutes Gefühl – und vielleicht sogar ein fettes Lob vom Arbeitgeber oder mehr Gehalt.

Wichtig: Beim Formulieren von Zielen realistisch bleiben. Wenn sie hübsch klingen, aber nicht erreichbar sind, führt das oft zu Enttäuschungen. Und Enttäuschungen bremsen, statt voranzubringen. Hilfreich ist es zudem, sich Teilziele zu setzen. So verschafft man sich kleine Glücksmomente auf dem Weg zu großen Zielen. Das gilt genauso im Sport oder bei Lernen von Sprachen, Instrumenten und, und, und…

Gut geplant ist halb gewonnen

Ein wichtiges Hilfsmittel, um das Motivationslevel hoch zu halten, sind To-Do-Listen. Das Tolle daran: Sie werden einem nicht vorgelegt, sondern man gestaltet sie selbst: so kleinteilig, wie es individuell perfekt ist. Schlicht oder bunt – ganz so, wie der Listenschreiber es mag. Wer sich seine Aufgaben notiert und nach dem Erledigen abhakt, vergisst nichts und vermeidet Stress. Und es ist ein gutes Gefühl, eine Aufgabe abzuhaken. Mit jedem Haken steigt die Motivation, denn das Ziel rückt sichtbar näher.

Motivation wächst und fällt durch viele Faktoren. Welche hindern Sie gerade am meisten? © Adobe Stock © Adobe Stock

Keine Chance der Prokrastination

Viel vorgenommen– wenig geschafft. So lässt sich mancher Tag zusammenfassen, an dem man es nicht schafft, sich zu motivieren. Ein Begriff, der in diesem Zusammenhang oft genannt wird, ist „Prokrastination“. Umgangssprachlich wird von „Bummelei“, „Aufschieberitis“ oder „Drückebergeritis“ gesprochen. Was dahintersteckt, ist ein unnötiges Vertagen des Beginns einer unliebsamen Aufgabe. Oder auch das ständige Unterbrechen jener, um sich mit Angenehmerem abzulenken.

Das passiert oft, wenn man viel selbstbestimmt arbeitet. Zum Beispiel im Studium. Für den Moment macht es das Leben angenehmer – aber wer zu viel aufschiebt, sitzt am Ende vor Aufgabenbergen. Termindruck, Stress und Schuldgefühle sind dann alles andere als motivierend. Also: Ungeliebte Aufgaben besser direkt angehen und möglichst wenig aufschieben.

Ständige Vergleiche sind Gift

Es kann ein Ansporn sein, sich mit anderen zu vergleichen – und ein Motivationskiller. Wenn es bei anderen besser zu laufen scheint, lässt man beizeiten den Kopf hängen. Zum Beispiel beim Abnehmen oder bei der Kondition. Aber so sollte es nicht sein. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und jeder sein eigenes Tempo.

Erreicht jemand Ziel A schneller, erreicht man selbst vielleicht Ziel B schneller. Oder man erreicht Ziel A langsamer, aber das Ergebnis ist besser. Und wer beim Blick zum Nebenmann sieht, dass er besser ist, fragt ihn am besten einfach mal um Rat. Vielleicht verrät er ein paar Tricks, mit denen du schneller zum Ziel kommt. Teamwork wird im Job und beim Sport gern gesehen.

Kritik als Ansporn

Es gehört zum Leben, dass man beizeiten kritisiert wird – und jeder entscheidet, wie er damit umgeht. Kritik kann einem jegliche Motivation rauben, wenn man das zulässt. Sie kann einen aber auch motivieren.

Man denke sich: „Ich weiß jetzt, wo eine Schwachstelle ist. Das hilft mir, besser zu werden.“ Und beim nächsten Mal gibt’s dann vielleicht Lob statt Kritik.

Belohnungen

Das Ziel ist erreicht, Berge und Täler liegen hinter einem: Dann ist es Zeit, sich selbst zu belohnen! Darf es ein Eis sein oder ein Entspannungsbad? Jeder tue, was ihm gut tut! Je besser es sich anfühlt, ein Ziel erreicht zu haben, desto höher ist die Motivation, das nächste Ziel zu erreichen. Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude.

Über die Autorin
Redakteurin für Sonderthemen
Seit 2014 für Lensing Media im Einsatz. Studierte Medienwissenschaftlerin. Immer auf der Suche nach Geschichten, die bewegen. Selten ohne Kamera anzutreffen.
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