Jobkürzungen

Siemens Energy kürzt in NRW mehr als 1000 Stellen trotz schwarzer Zahlen

Eine gute und eine schlechte Nachricht hatte Siemens Energy verkündet. Die gute: Es geht betriebswirtschaftlich aufwärts. Die schlechte: Es werden Jobs wegfallen. Nun wird es konkreter.
Siemens streicht einige Stellen in NRW. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Der Jobabbau bei Siemens Energy hat auch für Nordrhein-Westfalen Konsequenzen. Wie die dpa aus Unternehmenskreisen erfuhr, fallen in Mülheim circa 700 Arbeitsplätze weg und in Duisburg 360 bis 370 Stellen. In Mülheim, wo die Firma Gasturbinen herstellt, sind derzeit noch mehr als 4000 Menschen bei Siemens Energy beschäftigt, in Duisburg sind es 1900 Mitarbeiter – dort werden Verdichter gefertigt.

Zuvor hatten die „WAZ“ und die „Rheinische Post“ über den Abbau berichtet. Bereits am Vortag hatte das Münchner Unternehmen mitgeteilt, dass in Deutschland 3000 der 23 000 Arbeitsplätze abgebaut werden – also 13 Prozent. Wie nun deutlich wird, sind die beiden NRW-Standorte überproportional betroffen. Konkrete Abbauzahlen für die einzelnen Standorte nannte Siemens Energy nicht. Auch am Mittwoch wollte sich ein Firmensprecher zu den Standort-Zahlen nicht äußern.

Siemens schreibt wieder schwarze Zahlen

Siemens Energy hatte am Dienstag mitgeteilt, im letzten Quartal 2020 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt zu sein. Dennoch hält das Unternehmen die Umstrukturierungen für notwendig, um seine Profitabilität zu steigern und um sich gut aufzustellen für den Energiemarkt. Dessen Wandel stellt Siemens Energy vor große Aufgaben, denn es ist neben der Windenergie und Stromübertragung auch im Bereich fossiler Energien wie Kohle, Gas und Öl tätig.

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