Coronavirus

Schrittweise Öffnung der Schulen noch im Februar – Aussicht auf Präsenzunterricht

Seit Mitte Dezember sind die Schüler im Distanzunterricht. Als erstes sollen die Grundschüler tageweise zurückkehren. Für Ältere Schüler wird das Öffnungsdatum an sinkende Zahlen gekoppelt.
Yvonne Gebauer (FDP), Schulministerin von Nordrhein-Westfalen. © picture alliance/dpa

Erstmals in der Corona-Pandemie hat die nordrhein-westfälische Landesregierung eine Öffnungsperspektive für alle Schulen gegeben. „Werden sich die Infektionszahlen weiter verringern und sinkt die wöchentliche Inzidenz im gesamten Land auf 50 beziehungsweise darunter, werden wir wieder zu Präsenzunterricht übergehen“, kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwochabend nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise an. „Der erste Schritt heute waren die Grundschulen.

Weitere Schritte – auch für alle anderen Jahrgänge – werden gesondert beraten und entschieden“, sagte Gebauer der Deutschen Presse-Agentur. Schon am 22. Februar starten die Grundschulen und die Förderschulen der Primarstufe mit einem neuen Wechselmodell. Die Kinder sollten dann maximal fünf Tage zuhause unterrichtet werden, erläuterte Gebauer. Dann müsse es erneut einen Wechsel geben. Die Schulen könnten aber beispielsweise auch alle zwei Tage wechseln.

Zwei FFP2-Masken pro Tag für Lehrer

„Wir können jetzt unseren Grundschulkindern wieder ein Stück Normalität in diesen für sie ganz besonders schwierigen Zeiten zurückgeben“, betonte die Ministerin. Ebenso würden die Jahrgänge, die in diesem Jahr Abschlussprüfungen zu absolvieren hätten, wieder aus dem Distanzunterricht in die Schulen geholt, sagte Gebauer.

NRW habe bislang im Gegensatz zu einigen anderen Bundesländern darauf verzichtet, Grundschulen schon früher zu öffnen, erklärte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Nun reagiere NRW mit seiner Entscheidung abgestimmt mit seinen Nachbarländern Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, um mehr Unterrichtsangebote in den Schulen zu schaffen.

Weitere Neuerung: Künftig solle es zwei Corona-Tests für Lehrer pro Woche geben und jeweils zwei FFP2-Masken pro Tag für Lehrer sowie Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule.

Merkel hatte sich Schulöffnungen ab 1. März gewünscht

Bei ihren mehrstündigen Beratungen über die Corona-Maßnahmen hatten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderregierungsschefs in einer Videokonferenz vereinbart, dass es für die Öffnung der Schulen nach der weitgehenden Schließung im Corona-Lockdown keine einheitliche Regelung geben soll. Vielmehr sollen die Länder darüber im Rahmen ihrer Kultushoheit selbst entscheiden.

Merkel hätte sich nach eigener Aussage eine Öffnung von Schulen und Kitas um den 1. März herum gewünscht. In NRW wird seit Mitte Dezember in allen Schulen zur Eindämmung der Corona-Infektionen Distanzunterricht erteilt. Bundesweit sind die meisten Kitas und Schulen seitdem geschlossen oder in stark eingeschränktem Betrieb. Für Abschlussklassen gibt es Ausnahmen und für Kita-Kinder und Grundschüler Betreuungsangebote, wenn Eltern keine anderen Möglichkeiten haben.

dpa

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