Coronavirus

Riesiger Andrang: Corona-Schnelltests bereits nach Minuten ausverkauft

Die Corona-Schnelltests sind begehrt. In vielen Aldi-Filialen sind sie ausverkauft. Die Website des Lidl-Onlineshops, wo ebenfalls Tests verkauft werden, war am Vormittag nicht zu erreichen.
Aldi bereitet sich auf den Verkauf von Corona-Schnelltests vor. Die Tests der Firma „Aesku.Rapid“ werden zunächst nur an der Kasse ausgegeben. © picture alliance/dpa

Erste Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung für jedermann sind seit Samstag bei Aldi verfügbar. Kunden erhalten die Tests direkt an der Kasse. Es handelt sich um in Deutschland produzierte Tests der Firma Aesku Group GmbH, einer von sieben bisher zugelassenen Schnelltests zur Selbstanwendung.

Der Discounter Lidl bietet währenddessen Corona-Schnelltests über seinen Onlineshop an. Doch die Website hielt dem Ansturm nicht stand. Am Vormittag war der Shop nicht mehr aufrufbar, das Unternehmen vertröstete Kunden auf einen späteren Zeitpunkt.

Wie der Schnelltest funktioniert, erklärt unser Reporter Daniel Claeßen. Er hat einen der begehrten Tests ergattert und direkt ausprobiert.

Schnelltests häufig bereits nach Minuten vergriffen

Der Andrang in den Aldi-Filialen am Morgen war riesig, Aldi hatte die Abgabe vorerst auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Die Tests gab es ausschließlich an der Kasse. Eine Packung kostete rund 25 Euro und enthält fünf Tests. Das Ergebnis liegt nach einem Nasenabstrich in 15 Minuten vor. Die Sensitivität, also die Erkennungsrate, soll bei 96 Prozent liegen.

In Dortmund warteten Kunden schon vor Ladenöffnung vor den Märkten und hatten mitunter trotzdem Pech. Die gelieferte Stückzahl konnte die Nachfrage nicht einmal ansatzweise befriedigen.

In Selm waren die Corona-Schnelltests bereits vier Minuten nach Ladenöffnung ausverkauft. Allerdings hatte die dortige Aldi-Filiale auch nur zehn Tests erhalten.

Ein ähnliches Bild bot sich auch in Werne. Einige Kunden mussten enttäuscht und ohne Test nach Hause gehen, obwohl sie schon vor Ladenöffnung in der Schlange gestanden hatten.

14 Schnelltests hatte der Discounter in Schwerte bereitgestellt. Auch die waren kurz nach Ladenöffnung bereits vergriffen.

In Castrop-Rauxel zeigte sich dagegen ein anderes Bild. Der Ansturm blieb aus.

In Dorsten kamen Menschen direkt von der Nachtschicht, um sich mit den begehrten Tests einzudecken.

In Ahaus hing bereits nach ein paar Minuten ein Inforschild am Eingang des Aldi-Marktes. Darauf steht: „Leider ist der Artikel Corona-Selbsttest aktuell nicht mehr verfügbar.“

Auch In Unna, Holzwickede und Fröndenberg waren die Bestände nach Minuten vergriffen. Stellenweise wurden nur 12 Tests geliefert, die nach Minuten vergriffen waren.

Wer keinen Test bei Aldi mehr ergattert, könnte bereits in der nächsten Woche bei den Drogerieketten dm und Rossmann Glück haben. Die Drogerien wollen bereits ab Dienstag (9.3.) Schnelltests in den Verkauf bringen – wenn auch nicht ganz so günstig. Auch Lidl, Rewe und Edeka wollen demnächst Schnelltests anbieten.

Aldi überrascht von riesiger Nachfrage

Der Discounter Aldi ist vom Ansturm auf die ersten Corona-Selbsttests im Einzelhandel am Samstag selbst überrascht gewesen. „Die Artikel, die wir stationär in den Filialen vorrätig hatten, waren am Vormittag in den meisten unserer Filialen erwartungsgemäß ausverkauft“, teilten Aldi Süd und Aldi Nord mit. Das Interesse an den Tests habe den Discounter „in dieser Intensität doch überrascht“.

Aldi bat Kunden, die leer ausgingen, um Verständnis. In der neuen Woche werde bereits mit den nächsten Lieferungen gerechnet. Schon vorab hatte der Discounter darauf hingewiesen, dass die Aktionsware bereits am ersten Aktionstag vergriffen sein könnte.

Internetseite von Lidl bricht zusammen

Beim Konkurrenten Lidl, der die Schnelltests zunächst nur online anbot, brach zeitweise die Internetseite zusammen. „Unsere Webseite ist derzeit nicht erreichbar. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut“, war über Stunden auf der Website zu lesen. Der Konzern aus Neckarsulm teilte auf Anfrage mit: „Aufgrund des aktuell hohen Besucheraufkommens in unserem Onlineshop sind die Zugriffe teilweise kurzzeitig eingeschränkt.“ Lidl bat seine Kunden um Entschuldigung.

Kostenlose Tests sollen ebenfalls möglich werden

Regelmäßige kostenlose Corona-Schnelltests, die geschultes Personal in Testzentren oder Praxen abnimmt, sollen für alle Bürger voraussichtlich ebenfalls von nächster Woche an möglich werden. Der Bund will ab dann die Kosten dafür übernehmen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus mehreren Quellen aus den Beratungen von Bund und Ländern erfuhr.

mit dpa

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