Gaskrise

Kalte Dusche: NRW-Städte stellen Kindern und Sportlern warmes Wasser ab

Jetzt wird es kalt für Kinder und Sportler in NRW. Viele Städte stellen wegen der Gaskrise das warme Wasser in den Sporthallen ab. Eine Stadt geht sogar noch weiter.
Ein Mann kühlt sich im Freibad unter einer Dusche ab.
Sportler müssen sich in vielen NRW-Städten mit kaltem Wasser begnügen. Wegen der Gaskrise stellen die Städte das warme Wasser ab. © picture alliance/dpa

Die Gaskrise erwischt nicht nur Privathaushalte. Auch Firmen stöhnen angesichts der explodierenden Kosten. Zuletzt standen Städte in der Kritik, weil sie an vielen öffentlichen Gebäuden auch nachts Licht brennen ließen.

Jetzt ziehen erste NRW-Städte Konsequenzen. So stellen etwa Hattingen und Gelsenkirchen in zahlreichen Sporthallen das warme Wasser ab. Das heißt: Alle müssen kalt duschen – egal ob Kinder oder Erwachsene.

Nur noch kaltes Wasser in Gelsenkirchen

Wie der Westen berichtet, dreht der Stadtsportbund Gelsensport in allen städtischen Turnhallen in Gelsenkirchen das warme Wasser ab. Außerdem werden die Hallen nicht mehr beheizt. Das gilt vorerst bis zum 30. September – also vor der eigentlichen Heizperiode.

Gelsensport-Geschäftsführer Marc Kopatz hält es aber für möglich, dass die Sparmaßnahmen im Sport auch über den 30. September hinaus anhalten und sogar noch erweitert werden könnten.

Hattingen dreht den Wasserhahn komplett zu

In Hattingen geht die Stadt noch weiter. In einem Dutzend Sporthallen können Sportler gar nicht mehr duschen, weil die Stadt dort das Wasser komplett abgestellt hat. Sogar aufs Händewaschen müssen sie zum Teil verzichten, aus den Hähnen fließt kein einziger Tropfen.

Die Stadt liefert dafür folgende Begründung: Das sei nur eine Vorsichtsmaßnahme, um Legionellen-Bildung zu vermeiden.

Weiter Warmduscher in Essen und Bochum

In Essen sieht die Stadt dafür momentan keinen Anlass. Sportler in Essen können also weiter warm duschen. „Wir sehen die Abschaltung der kompletten Warmwasseraufbereitung in Sporthallen als eine nächste mögliche Eskalationsstufe, sollte auch die nächste Stufe des Notfallplans der Bundesregierung ausgerufen werden“, antwortet Stadtsprecherin Jasmin Trilling auf Anfrage unserer Redaktion.

Die Stadt Bochum hat das Warmwasser in den Duschen der städtischen Sporthallen auch nicht abgestellt. „In den Turnhallen möchte die Stadt, vor allem in Hinblick auf jüngere Sportler und Senioren, weiterhin eine warme Dusche nach dem Sport anbieten“, so Nina Klein aus der städtischen Pressestelle.

Die Stadt senkt aber die Turnhallen-Temperatur um 2 Grad auf 15 Grad. Und zum Händewaschen muss kaltes Wasser reichen.

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