Staatssekretär Mathias Richter kündigte an, dass sich das Land darauf vorbereitet, dass die Schulen nach dem 14. Februar in den Präsenzunterricht zurückkehren. © Foto: Schulministerium NRW
Coronavirus

Nordrhein-Westfalen will zurück zum Präsenzunterricht in den Schulen

Nordrhein-Westfalen will, dass die Schulen im Land zum Präsenzunterricht zurückkehren. Zudem reagiert das Schulministerium auf die heftige Kritik an der Kurzfristigkeit von Entscheidungen.

„Wir wollen versuchen, dass alle Schülerinnen und Schüler wieder am Präsenzunterricht teilnehmen, in welchem Modell auch immer“, sagte Mathias Richter, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Schulministerium, bei einer digitalen Talkrunde unserer Redaktion.

Dabei werde man ein besonderes Augenmerk auf die Grundschulen haben, sagte Richter: „Je jünger, desto wichtiger ist der Präsenzunterricht.“ Die Schülerinnen und Schüler sollen dann wirklich vor Ort in den Schulen und nicht zu Hause unterrichtet werden.

Bei allen Entscheidungen müsse man zwar die Corona-Situation im Blick haben, allerdings sei seiner Einschätzung nach die Aussicht auf Präsenzunterricht derzeit „relativ gut“: „Ich hoffe, dass die Infektionslage es am 15. Februar hergibt, dass wir auch die Grundschülerinnen und Grundschüler wieder in die Schulen holen können, zumindest in Wechselmodellen“, sagte Richter.

Dabei könne man innerhalb einer Woche zwischen Distanz- und Präsenzunterricht abwechseln. „Darauf stellen wir uns ein“, sagte Richter und: „Es kann durchaus sein, dass das nach dem 14. Februar zum Tragen kommt.“ Bis zum 14. Februar sind derzeit alle Lockdown-Maßnahmen befristet.

Am 10. Februar beraten Bund und Länder beim Corona-Gipfel, wie es nach dem 14. Februar weitergehen soll. Das ist ein Mittwoch. Deshalb äußerte in der Talkrunde Ulrich Walter, Direktor des Gymnasiums Selm und Sprecher der Gymnasien im Kreis Unna, die Befürchtung, dass es danach einige Zeit beim Land brauche, um die verabredeten Beschlüsse anzupassen. Dann drohe wieder erst am Freitagnachmittag eine Mail aus dem NRW-Schulministerium, was ab Montag zu tun sei. Ein solch kurzfristige Vorgehensweise hatte in den vergangenen Monaten immer zu heftiger Kritik vor allem von Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern geführt.

„Die Kritik an der Kurzfristigkeit war ja berechtigt“, zeigte sich Staatssekretär Richter einsichtig und versprach: „Ich werde keine Schulmails mehr am Freitag verschicken.“ Da man aber trotzdem von den Entscheidungen des Corona-Gipfels am Mittwochabend abhängig sei und daher nur kurzfristig endgültig sagen könne, wie es weitergehe, habe er eine Idee: „Wir werden es uns gut überlegen, ob wir versuchen, eine vorlaufende Kommunikation zu organisieren“, sagte Richter.

Dabei könne man dann die unterschiedlichen möglichen Modelle den Schulen bereits vor dem Bund-Länder-Gipfel vorstellen. Im Nachgang müsse man dann kurzfristig nur noch sagen, welches Modell zum Tragen komme.

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Redakteur
Ulrich Breulmann, Jahrgang 1962, ist Diplom-Theologe. Nach seinem Volontariat arbeitete er zunächst sechseinhalb Jahre in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten, bevor er als Redaktionsleiter in verschiedenen Städten des Münsterlandes und in Dortmund eingesetzt war. Seit Dezember 2019 ist er als Investigativ-Reporter im Einsatz.
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