33 neue Coronafälle gibt es im Kreis Coesfeld. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Corona-Testergebnisse

Neue Zahlen zur Infektionsgefahr für Beschäftigte in Kitas und Schulen

Wie groß ist die Gefahr, dass sich Lehrerinnen und Lehrer in Schulen sowie Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas mit Corona infizieren? Dazu gibt es jetzt bemerkenswerte Zahlen des Landes.

In den Diskussionen um die Öffnung von Schulen und Kindertagesstätten spielt die Frage eine entscheidende Rolle: Wie groß ist die Gefahr für die dort Beschäftigten, sich mit dem Coronavirus anzustecken? Auf Anfrage unserer Redaktion hat das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium dazu aufschlussreiche Zahlen vorgelegt.

Seit dem 3. August 2020 hatten alle Lehrerinnen, Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher die Möglichkeit, sich alle zwei Wochen auf Corona testen zu lassen. Ab dem 5. Oktober konnte man sich sogar jede Woche testen lassen. Zwischen August 2020 und dem 3. Januar 2021 wurden genau 513.659 solcher Corona-Tests vorgenommen. 3.369 dieser Test fielen positiv aus.

Quote unter dem Durchschnitt des Landes

Das bedeutet 0,7 Prozent aller Tests brachten im Durchschnitt einen Treffer. Anders ausgedrückt: Bei 1000 Tests gab es 7 positive Ergebnisse. Innerhalb der einzelnen Wochen schwankt der Anteil der positiven Testergebnisse nach Angaben des Ministeriums zwischen 0,1 und 6,7 Prozent.

Der Höchstwert von 6,7 Prozent wurde in der Woche vom 19. bis 25. Oktober erzielt. Diese 34. Kalenderwoche 2020 ist nach Angaben des Landes in der gesamten Zeit seit August die einzige Woche, in der die Quote positiver Testergebnisse bei Beschäftigten in Kitas und Schulen über der Quote aller PCR-Tests in Nordrhein-Westfalen lag.

Die Bewertung der Zahlen

Dazu schreibt das Ministerium auf Anfrage: „Mit Ausnahme der Kalenderwoche 43 bleibt der Anteil der positiven Testergebnisse im gesamten Zeitraum unter dem Anteil der positiven Testergebnisse, die für alle Labortests in Nordrhein-Westfalen übermittelt wurde.“ Mit anderen Worten: Weder Lehrerinnen und Lehrer noch Erzieherinnen und Erzieher infizieren sich öfter und schneller mit dem Coronavirus als der Rest der Bevölkerung in Nordrein-Westfalen.

Aktuellere Zahlen seit Januar, teilte das Ministerium mit, gebe es nicht, denn: Seit dem 11. Januar können sich Schul- und Kitabeschäftigte bis zu den Osterferien insgesamt sechs Mal bei Vertragsärzten einem Schnelltest unterziehen. Diese Tests würden aber direkt in den Arztpraxen ausgewertet. Ein statistische Erfassung über die Labore, wie sie bis Anfang Januar bei den PCR-Tests üblich gewesen sei, sei jetzt nicht mehr möglich – weil eben die Labore gar nicht mehr eingebunden seien.

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Redakteur
Ulrich Breulmann, Jahrgang 1962, ist Diplom-Theologe. Nach seinem Volontariat arbeitete er zunächst sechseinhalb Jahre in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten, bevor er als Redaktionsleiter in verschiedenen Städten des Münsterlandes und in Dortmund eingesetzt war. Seit Dezember 2019 ist er als Investigativ-Reporter im Einsatz.
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