Kirche

Nachfrage nach Kirchenaustritten in Köln lässt Server zusammenbrechen

Tausende Menschen haben versucht, online einen Termin für einen Kirchenaustritt zu buchen. Das führte zu einer Überlastung des Servers. Ein Grund für die hohe Nachfrage könnte Kardinal Woelki sein.
Das enorm gestiegene Interesse an Online-Terminen für Kirchenaustritte hat in Köln zu einer Überlastung des Servers geführt. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Das enorm gestiegene Interesse an Online-Terminen für Kirchenaustritte hat am Freitag in Köln zu einer Überlastung des Servers geführt. „Ich kann Ihnen sagen, dass wir mehr oder weniger zeitgleich etwa 5.000 Zugriffsversuche hatten“, sagte ein Sprecher des Amtsgerichts Köln am Freitag. Das habe den Server zusammenbrechen lassen, so dass die Buchungsseite vorübergehend nicht mehr abrufbar sei. So weit er sich erinnern könne, sei das noch nie vorgekommen.

Wegen hoher Nachfrage hatte das Amtsgericht diese Woche angekündigt, die Zahl der Online-Termine für Kirchenaustritte nochmals aufzustocken. Fortan stünden pro Monat rund 500 zusätzliche Termine zur Verfügung, insgesamt dann 1.500. Die Zusatztermine für März und April wurden am Freitag um 10.00 Uhr freigeschaltet. Daraufhin kam es zur Überlastung des Servers. Im Januar war die Zahl der Termine auch schon aufgestockt worden.

Vorgehen des Kardinals Woelki löst Vertrauenskrise aus

Derzeit erhitzt eine Krise um den Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki die Gemüter. Woelki hält ein Gutachten zurück, das den Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs gegen katholische Priester untersucht. Er führt dafür rechtliche Gründe an.

Dieses Vorgehen Woelkis hat eine beispiellose Vertrauenskrise im größten deutschen Bistum ausgelöst. Stadtdechant Robert Kleine – der oberste Repräsentant der katholischen Kirche in der Stadt Köln – hat gesagt, er könne derzeit niemandem einen Austritt aus der Kirche verdenken.

dpa

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