Gute Musik muss nicht immer aus England oder den USA kommen - lokale Bands zeigen, wie gut NRW klingt. © Pexels
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Musik aus NRW: 11 Künstler & Bands, bei denen man mal reinhören sollte

Wer sagt, dass gute Musik immer aus Berlin oder Hamburg kommt? Die Musikszene in NRW hat einige Künstler parat, die vielleicht nicht jeder kennt, aber mehr Aufmerksamkeit verdient hätten.

Ob aus dem Rheinland, Münsterland oder Ruhrpott – diese 11 Künstler & Bands sind aus der näheren Umgebung und haben in diesem Jahr tolle Platten veröffentlicht. Reinhören lohnt!

Byelian aus Sprockhövel

Hinter dem Projekt Byelian steckt Julian Kleinert, der vielen schon ein Begriff sein sollte. Seine Band I Am Jerry war auf vielen regionalen Bühnen zu sehen. Zwar ist die erste EP „Crawl Underneath My Blanket“ nicht sommerlich-frisch, dafür aber für den Herbst eine absolute Empfehlung. Selten klang Musik aus NRW so britisch, mystisch-melancholisch und atmosphärisch.

Walking On Rivers aus Dortmund

Richtig grooviger Indie-Pop-Rock mit einprägsamen Melodien. Genau das bietet die Dortmunder Band Walking On Rivers, die vor wenigen Wochen ihre EP „Time To Lose Control“ veröffentlichten. Die Hitdichte ist enorm. Nahezu jeder Song setzt sich innerhalb eines Durchlaufs im Ohr fest und macht richtig Spaß.

Danger Dan aus Aachen

Mit Abstand der bekannteste Künstler in unserer Liste: Danger Dan ist seit Jahren sehr erfolgreich mit seiner Hip-Hop-Band Antilopen Gang unterwegs, macht aber seit geraumer Zeit auch solo Musik. Geboren in Aachen, jedoch lebend in Berlin. Sein neues Album „Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt“ hat es bis auf Platz 1 der Charts geschafft, was in erster Linie an der besonderen Mischung aus Klaviermusik, Rap und poetischen wie politischen Texten liegt.

Fabian Saller aus Düsseldorf

Fabian Saller kommt eigentlich aus Wipperfürth, hat es sich jedoch in Düsseldorf bequem gemacht und nimmt gerade seine Musikkarriere in Angriff. Und die hat gute Aussichten! Hört man mal in seine erste EP „Turn Heads“ rein, fällt auf, dass es dem 23-jährigen äußerst leicht fällt, tolle Singer/Songwriter-Indie-Pop-Songs zu schreiben, die dazu noch mit einer guten Stimme serviert werden.

Chris James aus Hilden

Auch Chris James hat es mittlerweile nach Berlin verschlagen, aber seine Wurzeln bleiben in Hilden. Der lockere Sommer-Pop, den er auf seinem Mini-Album „The Fear of Missing Out“ vorlegt, ist leicht und wie eine kühle Brise an zu warmen Tagen. Das Albumcover trifft die Stimmung vorzüglich.

Kapelle Petra aus Hamm

Die Kapelle Petra haben dieses Jahr schon 25-jähriges Jubiläum! So lange macht die Alternative-Indie-Rock-Band schon deutsche, satirische Texte, die oft zum Schmunzeln und sogar zum lauten Loslachen animieren. Dabei kommen auch die Melodien nicht zu kurz. Aktuell touren sie durchs Land mit ihrem neuen Album „Die vier Jahreszeiten“, das über das Jahr verteilt in vier EPs jeweils zum Jahreszeitenbeginn veröffentlicht wird.

Botticelli Baby aus Essen

Jazz und Punk – schließt sich das nicht gegenseitig aus? Nicht zwangsläufig, wie das Essener Sextett Botticelli Baby unter Beweis stellt. Wer Musik von der Kölner Band AnnenMayKantereit mag, sollte einen Blick wagen. Die anspruchsvollen und ungewöhnlichen Arrangements fügen sich auf dem im Februar erschienenen Album „Saft“ zu einem spannenden Ganzen zusammen.

International Music aus Essen

Für Fans des Unkonventionellen: International Music, die in einer ähnlichen Besetzung auch als „Düsseldorf Düsterboys“ Musik machen, setzen auf große Metaphorik und aufgebrochene Songstrukturen. Das Album „Ententraum“ wurde von Kritikern gefeiert und die Jungs dieses Jahr mit dem Deutschen Musikautorenpreis ausgezeichnet.

Tom Blankenberg aus Düsseldorf

Wer behauptet eigentlich, dass instrumentale Musik langweilig ist? Tom Blankenberg spielt Klavier, und das oft auch noch pianissimo, garniert diese Töne aber mit spannenden Soundwaben. Herauskommt ein metitatives, verträumtes und berührendes Album „et“. Pure Entspannung.

Peat Barboni aus Aachen

Und gleich ein zweites Mal erlangt Rap aus Aachen einen Platz in dieser Liste. Peat Barboni setzt allerdings im Vergleich zu Danger Dan auf Hip-Hop der alten Schule, der auf neue elektronische Beats trifft. Hier sollten Liebhaber des Künstlers Casper auf ihre Kosten kommen. Mal laut und aufwühlend, mal ruhig und nachdenklich, aber stets mit Aussage.

Loki aus Paderborn

Auch bei Loki glaubt man kaum, dass derartige Musik in Städten wie Paderborn entstehen kann. Das erinnert ein wenig an Coldplay in ihren starken Anfangszeiten. Loki machen tolle Songs, die bei traurigen Serienmomenten die perfekte Untermalung bieten würden. Ebenso für laue Sommernächte auf dem Balkon.

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