Freizeittipps

Lockdownlagerkoller adé: Zehn Freizeittipps, die Sie lange beschäftigen

Spazieren gehen und meditieren reichen vielen Menschen nicht mehr, um sich die Zeit im Lockdown zu vertreiben. Hier finden Sie Ideen für Projekte, mit denen Sie sich langfristig beschäftigen können.
Im Lockdown ist Zeit für neue Hobbies - beispielsweise Geocaching, der Suche nach kleinen „Schätzen“ per GPS. © picture alliance/dpa

Die Euphorie fürs Bananenbrotbacken und die Wiederentdeckung der Natur sind vorbei. Wie dröge die Tage im Lockdown vergehen, wird einem insbesondere in den Wintermonaten bewusst. Wer nur noch zwischen Bett und Küchentisch statt ins Büro pendelt, dem fehlt es oft an Struktur. Dagegen helfen langfristige Projekte. Hier haben wir eine Auswahl von Aktionen zusammengestellt, mit denen Sie sich weitaus länger als mit einem ausgedehnten Waldspaziergang beschäftigen können.

1. Clickertraining für Tiere

Jeden Tag Gassi gehen mit dem Hund oder abends mit der Katze auf der Couch schmusen: Haustiere geben Zuneigung und Struktur. Beides ist sehr wertvoll während der Corona-Pandemie. Wer mit einem Tier zusammenwohnt, kann den Lockdown dafür nutzen, sich noch mehr mit ihm zu beschäftigen, und Hund, Katze oder sogar Kaninchen neue Verhaltensweisen und Tricks beibringen.

Das geht mit sogenanntem Clickertraining. Sets dafür gibt es im Tierbedarfsgeschäft oder online zu kaufen. Immer, wenn das Tier das gewünschte Verhalten zeigt, wird geklickt und belohnt, mit Streicheleinheiten oder Leckerlis. Mit etwas Geduld des Halters lernen so sogar Katzen das Pfötchengeben.

2. Etwas Kreatives wirklich lernen

Handlettering, Blumen binden oder Möbel bauen, solche Skills zu lernen, braucht Zeit. Und die haben momentan zumindest diejenigen, die sich nicht zwischen Kinderbetreuung und Job aufreiben müssen. Also, das vor Monaten gekaufte Do-it-yourself-Buch noch einmal rauskramen und tatsächlich durcharbeiten, statt sich nur an den schönen Bildern erfreuen.

3. Geocaches suchen – notfalls im 15-Kilometer–Radius

Wenn der Bewegungsradius auf 15 Kilometer um das eigene Zuhause eingegrenzt wird, fallen diverse Ausflugsziele weg. Das ist gut, um die Pandemie einzudämmen – aber macht Spaziergänge nicht gerade spannender. Wer sein direktes Umfeld neu kennenlernen will, kann sich vornehmen, alle Geocaches im 15-Kilometer-Radius zu finden. Für die GPS-gestützte Schnitzeljagd braucht man nur ein Smartphone und die Geocaching-App.

4. Noch einmal ausmisten, aber gründlich

Wer wirklich effektiv ausmisten möchte, sollte sich in Marie-Kondo-Manier fragen: „Macht mich dieser Gegenstand glücklich?“ Alles, was im Alltag nur belastet, statt ihn zu erleichtern, fliegt dann raus. Auch die Haufenmethode der emsigen Japanerin ist empfehlenswert. Die geht so: Alle Klamotten in der gesamten Wohnung auf einen Haufen schmeißen, aussortieren und mit System wieder einräumen. Dasselbe Prinzip bei Büchern, Küchenutensilien und Kinderspielzeug durchziehen. Wer im ersten Lockdown bereits aussortiert hat, sollte nun die zweite Runde wagen. So manch einer ist erstaunt, was dabei noch gehen muss.

5. Liebevoll Fotoalben gestalten

Alle Fotos sind virtuell mittlerweile längst sortiert? Dann wird es Zeit, sie in Fotoalben zu kleben. Lange Abende drinnen vergehen umgeben von Washi-Tape, Stickern und Glitzerstiften umso schneller. Mit etwas Fantasie erlebt man vergangene Urlaube und andere schöne Momente noch einmal – und kann sich einen Plan machen, was man alles sehen und erleben möchte, wenn die Pandemie eingedämmt ist.

6. Finanzen strukturieren und spenden

Jeden Monat bucht eine Firma 19,42 Euro ab, deren Leistung Sie schon seit Jahren nicht mehr nutzen. Und es fließen noch immer Gelder an den Förderverein der Grundschule der Kinder, obwohl die längst studieren. Wer die finanzielle Ordnung in den vergangenen Jahren ein wenig schleifen lassen hat, kann sich jetzt ausgiebig Zeit dafür nehmen, eine neue Struktur zu entwickeln. Wer dabei Zahlungen für Dienstleistungen loswird, die er eh nicht mehr nutzt, kann überlegen, ob man mit dem eingesparten Geld nicht lokale Künstler oder gemeinnützige Organisationen unterstützen möchte.

7. Langwierige Computerspiele zocken

Wer mit Computerspielen bisher nicht viel anfangen konnte, sollte ihnen vielleicht doch eine Chance geben. Denn je nach Genre kann man herrlich kreativ stundenlang in virtuellen Welten versinken. Wer eine Beschäftigung für viele Stunden sucht, kann als Anfänger bei „Sims“ Häuser einrichten und Menschen herumscheuchen, bei „Stardew Valley“ pixelige Felder beackern oder bei „Rollercoaster Tycoon“ einen Freizeitpark bauen und verwalten. Ebenfalls mit einer langen Spieldauer und teils kniffeligen Aufgaben warten Rollenspiele wie die „Divinity“- oder „The Witcher“-Reihe auf.

8. Oma und Opa per Fernunterricht in Digitalem schulen

Viele Senioren können natürlich genauso gut wie die jüngere Generation Smartphone, Tablet und PC bedienen. Wenn die Großeltern bisher allerdings noch nicht besonders onlineaffin sind, geht das Lernen auch über die Distanz. Bildschirme lassen sich mit entsprechenden Programmen aus der Ferne steuern. So und mithilfe des guten, alten Telefons kann man Oma und Opa Surfen und Chatten vom heimischen Sofa aus nahebringen, ohne ihre Gesundheit zu gefährden.

9. Neue soziale Routinen

Mittlerweile ist uns wohl allen klar, Corona und die damit verbundenen Einschränkungen werden uns noch mindestens Monate begleiten. Statt dem wöchentlichen Mädelsabend nachzutrauern, sollte dieser online etabliert werden – mit Regelmäßigkeit. Die gängigen Plattformen dafür wie Skype oder Zoom kennt mittlerweile fast jeder. Wer nicht nur quatschen möchte, kann sich die Zeit mit kostenlosen, browserbasierten Online-Multiplayer-Spielen wie Skribbl.io vertreiben.

10. Ausgleich für Körper und Kopf schaffen

Für Coach-Potatos ist der Lockdown eine willkommene Ausrede, um auf dem Sofa liegen zu bleiben. Dabei ist Sport wichtig für die physische wie psychische Gesundheit. Lockdownkompatible Sportarten wie Walken, Joggen, Inlinerfahren und an digitalen Fitnesskursen teilzunehmen stärken Körper und Seele.

So manches Ergometer lässt sich mitterweile mit dem heimischen WLAN verbinden, sodass man Touren abstrampeln kann, die man nebenbei auf einem Bildschirm sieht. Damit der Kopf nicht zu kurz kommt und man innerlich so gelassen wie möglich bleibt, empfiehlt es sich, Achtsamkeitsübungen in den Alltag zu integrieren. Anleitungen dafür gibt es bei Youtube oder in zahlreichen Apps wie „7Mind“ oder „Balloon“.

RND

Der Artikel "Lockdownlagerkoller adé: Zehn Freizeittipps, die Sie lange beschäftigen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland

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