Coronavirus

Laumann zweifelt an ausreichender Verfügbarkeit von FFP2-Masken

NRW-Gesundheitsminister Laumann hat vor einem Engpass von FFP2-Masken gewarnt. Sie seien zwar wirkungsvoller als Alltagsmasken. Vor einer Pflicht müsste aber die Verfügbarkeit gewährleistet sein.
FFP2-Masken müssten alle paar Stunden gewechselt werden, um ihre Wirksamkeit nicht zu verlieren. Bei einer Pflicht müssten dementsprechend viele Masken verfügbar sein. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Kurz vor den neuen Bund-Länder-Gesprächen zur Corona-Krise hat sich Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) skeptisch zur FFP2-Masken-Pflicht geäußert. Es sei zwar unzweifelhaft, dass die Masken medizinisch wirkungsvoller seien als Alltagsmasken, sagte Laumann am Montag in Düsseldorf. Bevor eine Pflicht beschlossen werde, FFP2-Masken in bestimmten Bereichen zu tragen, müsse aber klar sein, ob sie auch in ausreichenden Mengen zur Verfügung stünden.

„Da gibt es unterschiedliche Nachrichten“, gab Laumann zu Bedenken. Schließlich müssten die Masken alle paar Stunden gewechselt werden. Es dürfe nicht zu einem Engpass in medizinischen Bereichen kommen oder dort, wo FFP2-Masken aus Arbeitsschutz-Gründen notwendig seien, mahnte Laumann. „Man muss alles vom Ende her bedenken.“ Alternativ könne auch über den Einsatz von OP-Masken nachgedacht werden.

Auch der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Hans-Albert Gehle, warnte vor möglichen Versorgungsengpässen und steigenden Preisen für FFP2-Masken im klinischen Bereich. Die Krankenhäuser wollten nicht wieder Ratschläge vom Robert Koch-Institut, wie sie ihre medizinischen Masken wegen mangelnder Vorräte aufbereiten könnten, um sie länger zu tragen.

dpa

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