Corona Pandemie

Laschet: Langfristiges Corona-Konzept ist schwierig

Weil sich die Entwicklung der Pandemie – gerade mit der hochansteckenden neuen Mutation – nur schwer vorhersagen lässt, sei ein langfristiges Corona-Konzept schwierig, so Laschet.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und neuer Bundesvorsitzende der CDU. © picture alliance/dpa

Der neue CDU-Chef Armin Laschet hat Hoffnungen auf ein langfristiges Corona-Konzept gedämpft. „Ein langfristiges Konzept ist schwierig, da sich die konkrete Entwicklung der Pandemie gerade mit der hochansteckenden neuen Mutation nur schwer vorhersagen lässt“, sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). „Aktuell sinkt die Inzidenz zwar. Aber das neue mutierte Virus ist unberechenbar. Wie es wirkt, wie schnell es wirkt und in welchen Gruppen es wirkt, das kann abschließend heute niemand fundiert vorhersagen.“

Deshalb sei äußerste Vorsicht geboten, sagte Laschet. „Wir müssen die Schäden, die durch die Maßnahmen besonders für Kinder und ihre Bildungschancen entstehen, ständig abwägen mit dem Gesundheitsschutz, der jetzt in der Phase der Ungewissheit absolute Priorität hat. Die Entwicklungen in Irland und Großbritannien müssen uns eine Warnung sein.“

Nüßlein: Dringlichkeit eines Plans

Der Vizevorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Georg Nüßlein, pochte gegenüber der „Augsburger Allgemeinen“ auf ein Ende des Lockdowns Mitte Februar. „Wenn nicht in den nächsten Wochen noch etwas passiert, was wir jetzt nicht vorhersehen können, also beispielsweise eine massive Ausbreitung von mutierten Viren, dann müssen wir spätestens ab Mitte Februar einen anderen Weg gehen als den bisherigen“, sagte Nüßlein. „Wir müssen einen Riesenschritt nach vorne machen und andere Maßnahmen ergreifen als eine Verlängerung des Lockdowns.“

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will nach dem 14. Februar Lockerungen durchsetzen, wenn es verantwortbar ist, wie er der Zeitung „Welt“ sagte.

dpa

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