Coronavirus

Laschet für Schulöffnung: „So zu tun, als könne man Kinder digital erziehen, ist Unsinn“

Die Öffnung der Kitas und Schulen soll laut Ministerpräsident Armin Laschet im Zentrum der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch stehen. Er plädiert für eine bundeseinheitliche Lösung.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht im Plenum des Landtages. In der Sondersitzung debattiert der nordrhein-westfälische Landtag im Vorfeld der Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Krise am 10. Februar. © picture alliance/dpa

Kitas und Schulen werden nach Worten des NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) am Mittwoch das „entscheidende Thema“ bei den Bund-Länder-Beratungen sein. Die Debatte über Kitas und Schulen sei im Kampf gegen die Corona-Pandemie „zu kurz gekommen“, sagte der CDU-Bundesvorsitzende am Dienstag in einer Sondersitzung des Landtags in Düsseldorf. Man könne so viele Tablets anschaffen wie man wolle: „Das Homeoffice für Kinder ist kein guter Lernort“, sagte Laschet.

„So zu tun, als könne man Kinder digital erziehen, ist eine schlicht falsche Herangehensweise und Unsinn.“ Die Schulen sind im bundesweiten Lockdown seit Wochen überwiegend geschlossen. Gelernt wird meist im Distanzunterricht. Als Regierungschef tue er alles, „damit so schnell wie möglich Schulen und Geschäfte wieder offen sind“, sagte Laschet.

„Bundeseinheitlichkeit“ ist wichtig

„Aber es muss verantwortbar sein.“ Weitere Öffnungen seien derzeit nicht denkbar, sagte Laschet. Wichtig sei, dass bei den Gesprächen der Regierungschefs der Länder mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch „Bundeseinheitlichkeit“ erzielt werde. Er halte es aber nicht für klug, wenn sich 16 Ministerpräsidenten vorab in ihren Landtagen festlegten, sagte Laschet mit Blick auf mehrere Vorschläge aus den Ländern für Stufenpläne im Umgang mit der Pandemie.

dpa

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