Überfälle

Geldautomaten-Sprenger gehen 2021 bisher leer aus – letztes Jahr 176 Sprengungen in NRW

Sechsmal versuchten Diebe in diesem Jahr bereits, Geldautomaten aufzusprengen - ohne Erfolg. Im vergangenen Jahr heimsten sie in NRW fünf Millionen Euro ein - ein Räuber kam dabei ums Leben.
Immer wieder werden Geldautomaten gesprengt - bislang haben die Diebe in diesem Jahr in NRW noch nichts erbeutet. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Geldautomaten-Sprenger haben in diesem Jahr in Nordrhein-Westfalen noch keinen einzigen Cent erbeutet. Auf ihr Konto gingen seit Jahresbeginn sechs missglückte Sprengattacken. In keinem Fall sei Geld mitgenommen worden, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamts NRW am Montag auf Anfrage mit.

Mit 176 Sprengungen hatte die Zahl der Sprengungen in NRW 2020 einen neuen Höchststand erreicht. Dabei hatten die Gangster mehr als fünf Millionen Euro erbeutet und ebenso viel Sachschaden angerichtet. Allerdings waren die Aktivitäten im vierten Quartal 2020 bereits deutlich rückläufig. Dies hatten die Ermittler auf den Tod eines mutmaßlichen Sprengmeisters im vergangenen September im niederländischen Utrecht zurückgeführt.

In der Hochburg der Automatensprenger war der Verdächtige beim Hantieren mit Sprengstoff ums Leben gekommen. Einen weiteren Grund für den Rückgang nannten die Ermittler nun auf Anfrage der SPD-Landtagsfraktion: Die Festnahme von acht Verdächtigen habe ebenfalls dazu beigetragen.

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