Blaulicht

Gelblich-braune Flüssigkeit: Feuerwehr-Großeinsatz rückte umsonst an

Als die Feuerwehr Grevenbroich mit mehreren Einsatzfahrzeugen ausrückte, befürchtete sie einen chemischen Gefahrenstoff, der sich ausgebreitet hatte. Doch dies erwies sich als Irrtum.
Einsatzkräfte der Feuerwehr Grevenbroich rückten mit mehreren Wagen aus. © Feuerwehr Grevenbroich

Der Duft offenbar nicht mehr frischen Bieres in Kombination mit einem toten Vogel hat in Grevenbroich zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt. Die Feuerwehr sprach in einer Mitteilung von einem „der ungewöhnlichsten Einsätze der Grevenbroicher Feuerwehr seit Jahren“. Ein Lastwagenfahrer war demnach auf der Suche nach dem Ursprung des Odeurs auf eine „gelblich-braune Flüssigkeit“ aufmerksam geworden, die aus einem anderen parkenden Lastwagen tropfte, hatte hinter dem Anhänger einen toten Vogel entdeckt – und schnell die Feuerwehr alarmiert.

Die ersten Feuerwehrleute „konnten den markanten Gestank bestätigen“, hieß es. Weil sich neben dem Laster eine größere Lache der „unbekannten Brühe“ gebildet habe, habe der Einsatzleiter dann einen Gefahrstoffeinsatz ausgelöst und das Gebiet weiträumig absperren lassen. Einsatzkräfte legten Schutzanzüge an, um den vermeintlichen Gefahrenstoff zu bergen, der Einsatzleiter forderte zwei weitere Löschzüge an.

Spezialisten mussten nicht eingreifen

„Zusätzlich beorderte er den Messtrupp der Feuerwehr Neuss zur Verstärkung sowie den Fachberater Chemie und eine Fachkraft der Unteren Wasserbehörde zur Einsatzstelle“, hieß es. Eingreifen mussten die Spezialisten aber nicht mehr: Feuerwehrleute öffneten den vermeintlich gefährliche Chemikalien enthaltenden Anhänger – und stießen auf „Tausende Dosen Bier belgischer, niederländischer, spanischer und polnischer Brauereien.“

Einige der Bierpaletten seien „offenbar schon vor einiger Zeit umgestürzt und unzählige Dosen leckgeschlagen“, hieß es. Ungeklärt blieb dagegen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem übelriechenden Alkohol und dem Ableben des Vogels gab.

dpa

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