Rüdiger Weiß (l.) und SPD-Parteichef Oliver Kaczmarek nach Weiß‘ letzter Nominierung als Landratskandidat im Jahr 2016.
Rüdiger Weiß (l.) und SPD-Parteichef Oliver Kaczmarek nach Weiß‘ letzter Nominierung als Landratskandidat im Jahr 2016. In der Briefkopf-Affäre ging Kaczmarek früh auf Distanz zu dem Landtagsabgeordneten aus Bergkamen. © Archiv/Dominik Pieper
Briefkopf-Affäre

Eine fürchterliche Woche für die SPD – aber auch eine große Chance

Der SPD-Politiker Rüdiger Weiß ist über die Briefkopf-Affäre gestürzt, gibt sein Landtagsmandat ab. Seine Partei hat sich früh und bemerkenswert deutlich von ihm distanziert. Eine Analyse.

Die Briefkopf-Affäre um den heimischen Landtagsabgeordneten Rüdiger Weiß (SPD) erfüllt all das, was in wissenschaftlichen Arbeiten über Abläufe, Sinn und Zweck von politischen Skandalen nachzulesen ist. Unsere Redaktion hat mit ihren Recherchen ein Fehlverhalten enthüllt, das immense öffentliche Empörung ausgelöst hat. Das ist per se nichts Schlechtes; vielmehr können Skandale in Demokratien sogar nützlich sein, indem sie eine reinigende Wirkung entfalten. Das gelingt, wenn Missstände nicht nur aufgedeckt werden, sondern auch Konsequenzen nach sich ziehen. Und genau die sind in der Briefkopf-Affäre zügig gezogen worden – von der SPD und vom Skandalierten selbst, also von Rüdiger Weiß.

Es blieb nicht beim Entsetzen – es sollten Konsequenzen her

Er war „nicht wegzukriegen“ – also schickten sie ihn nach Düsseldorf

Ausgesperrt aus dem Wahlkreis-Büro: Deutlicher geht es kaum

Nur die Landtagsfraktion hielt sich raus

Eine Chance für die SPD am Ende einer fürchterlichen Woche

Über den Autor
Redaktionsleiter
Jahrgang 1982. Aufgewachsen im Münsterland. Nach dem Politik-Studium in Münster über Dortmund ins schöne Holzwickede. Verheiratet, Familienvater. Seit über 20 Jahren Journalist, seit über zehn Jahren beim Hellweger. Mag das Ruhrgebiet, Currywurst und gut gemachte Nachrichten – digital und gedruckt.
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