Altenpflege

Eigenanteile für Pflege im Heim steigen weiter – NRW am teuersten

Die Betreuung von Pflegebedürftigen im Heim wird immer teurer. In NRW sind Heimplätze monatlich rund 1000 Euro teurer als in Sachsen-Anhalt.
In NRW kostet die Betreuung von Senioren im Heimen im bundesweiten Vergleich am meisten. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Für Pflegebedürftige wird die Betreuung im Heim immer teurer. Der selbst zu zahlende Kostenanteil steigt in Nordrhein-Westfalen weiter auf im Schnitt nun 2460 Euro pro Monat, wie aus Daten des Verbands der Ersatzkassen mit Stand 1. Januar hervorgeht. Das sind 55 Euro mehr als ein halbes Jahr zuvor. Bundesweit gibt es weiterhin große regionale Unterschiede.

Im Vergleich der Bundesländer blieben Heimplätze in Nordrhein-Westfalen am teuersten. Am niedrigsten ist die finanzielle Belastung für Heimbewohner dagegen in Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 1465 Euro im Monat. Der Bundesschnitt lag zum Jahresbeginn bei 2068 Euro pro Monat. In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten.

Reine Pflege ist 100 Euro teurer geworden

Denn die Pflegeversicherung trägt – anders als die Krankenversicherung – nur einen Teil der Kosten. Für Heimbewohner kommen daneben aber noch Kosten für Unterkunft, Verpflegung und auch für Investitionen in den Einrichtungen dazu. Der Eigenanteil allein für die reine Pflege stieg nun im bundesweiten Schnitt auf 831 Euro, nachdem es zum 1. Januar 2020 noch 731 Euro gewesen waren. Der ehrenamtliche Vorsitzende des Verbands der Ersatzkassen (vdek), Uwe Klemens, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Betroffenen bräuchten Unterstützung.

Die geplante Pflegefinanzreform müsse daher noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Eckpunkte für eine Reform vorgestellt. Unter anderem sollen maximal 700 Euro pro Monat als Eigenanteil für die reine Pflege zu zahlen sein, begrenzt auf 36 Monate.

dpa

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