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Zugausfälle in NRW: Bahn kündigt neue Einschränkungen an – das müssen Reisende wissen

Neue Geduldsprobe für Pendler und Reisende in NRW: Die Bahn kündigt weitere Zugausfälle und Einschränkungen für die nächsten 7 Wochen an. Diese Linien sind betroffen.
Es gelte in den nächsten 7 Wochen ein „eingeschränkter Sommerfahrplan“, hieß es von der Deutschen Bahn.
Es gelte in den nächsten 7 Wochen ein „eingeschränkter Sommerfahrplan“, hieß es von der Deutschen Bahn. © picture alliance/dpa

Wegen Personalmangels bei der Deutschen Bahn (DB) müssen sich Zugreisende in Nordrhein-Westfalen in den nächsten sieben Wochen auf weitere Unannehmlichkeiten im Regionalverkehr einstellen.

Bedingt durch einen hohen Krankenstand wegen steigender Corona-Fälle beim Personal komme es zu weiteren Einschränkungen im Zugverkehr, teilte DB Regio NRW am Freitag mit. Zusätzlich würden das sehr hohe Baugeschehen Kapazitäten in den Leitstellen und bei den Triebfahrzeugführerinnen und -führern binden. Bis einschließlich 18. September gelte ein „eingeschränkter Sommerfahrplan“ mit rund 95 Prozent des regulären Zugangebotes.

Wo reguläre Verbindungen ausfallen, gebe es in Abstimmung mit den Nahverkehrsverbünden Rhein-Ruhr (VRR), Rheinland (NVR) und Westfalen-Lippe (NWL) „in aller Regel parallel laufende Linien“, hieß es weiter.

Diese Linien und Verbindungen sind betroffen:

  • Die Regionalbahn (RB32) von Duisburg nach Dortmund fährt montags bis freitags pro Tag nur noch achtmal in jede Richtung. Am Wochenende fallen die Züge der RB32 aus. Als Ersatz können die Fahrgäste die auf Teilstrecken parallel fahrenden Züge der S2 nutzen. Zudem werden Busse vor allem in Randzeiten und am Wochenende eingesetzt.
  • An den Wochenenden fahren ab Samstag (30. Juli) keine Züge der Linie RB40 zwischen Essen über Witten nach Hagen. Dort könnten Reisende unter anderem auf den Regionalexpress (RE16) ausweichen, schrieb die Bahn. Zwischen Essen und Bochum sowie Witten und Hagen verkehren zahlreiche weitere Nahverkehrslinien.
  • Für die schon länger entfallende Linie RE49 von Wesel über Oberhausen nach Wuppertal stehen den Angaben zufolge weiter der RE5 und der RE19 sowie die S3 und die S9 als Alternativen zur Verfügung.
  • Die Linie S6 verkehrt zwischen Düsseldorf Hbf und Langenfeld regulär. Von Langenfeld bis Köln-Mülheim sollen weiter Ersatzbusse fahren und ab Köln-Mülheim bis Köln-Worringen steht die Linie S11 zur Verfügung. Im Raum Köln fällt die Linie S6 bis zum 18. September aus.
  • Auf der Linie RE16/RB91 entfällt weiter der Zubringer zwischen Letmathe und Iserlohn. DB Regio habe einen Busverkehr auf dem Streckenabschnitt eingerichtet, hieß es.
  • Die RB46 von Gelsenkirchen über Wanne-Eickel nach Bochum fährt montags bis freitags weiter im Stundentakt. An Wochenenden gibt es einen Schienenersatzverkehr.
  • Beim RE42 zwischen Münster und Essen entfällt der Zwischentakt. Fahrgäste könnten auf die parallel verlaufenden RE2 ausweichen, die bei ausgewählten Verbindungen morgens und abends auch die Unterwegshalte der RE42 zwischen Münster und Essen anfährt.
  • Vom 15. August an entfällt der RE8. Es gibt montags bis freitags nur die beiden Fahrten um 6.01 Uhr von Kaldenkirchen nach Köln Messe-Deutz und um 16.26 in umgekehrter Richtung. Auf dem gesamten Streckenverlauf verkehren parallel verlaufende Linien, unter anderem die RB27.

Kundinnen und Kunden können sich über die Fahrplanauskunft unter „zuginfo.nrw“, „www.bahn.de“ und im DB Navigator informieren. Die Fahrplanauskunft zeige ausfallende Verbindungen kurzfristig an. Zusätzlich informiere DB Regio NRW Reisende über Twitter.

Wuppertal streicht einzelne Fahrten aus dem Fahrplan

Die Wuppertaler Stadtwerke (WSV) teilte am Freitag mit, dass man im Busverkehr mit einem „ungewöhnlich hohen Krankenstand“ beim Personal kämpfe. Daher müsse das Fahrtangebot „vorübergehend angepasst“ werden. Einzelne Fahrten würden aus dem Fahrplan gestrichen. In der Mitte der Sommerferien seien an einzelnen Tagen mehr als 80 Fahrerinnen und Fahrer krank gemeldet gewesen. Bei insgesamt rund 850 Beschäftigten im Fahrdienst ließen sich die Ausfälle nicht mehr vollständig mit Vertretungen kompensieren, teilten die WSV mit. Dies sei umso bedauerlicher, da mit dem 9-Euro-Ticket mehr Menschen für den ÖPNV gewonnen werden sollen.


dpa

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