Mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen führen unabhängig von den landesweit geltenden Maßnahmen die 2G-Regel ein. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus – NRW-Städte führen 2G-Regel ein – landesweite Einführung gefordert – Liveblog

Die ersten Städte in NRW haben bereits eine 2G-Regel eingeführt. Duisburgs Oberbürgermeister fordert nun Laschet auf, eine entsprechende Regel landesweit einzuführen. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 938.038 bestätigte Fälle – 47.000 aktuell Infizierte – 17.617 Todesfälle, Wocheninzidenz: 81,8 (Stand: 17.9.2021).
  • Wuppertal und Düsseldorf haben bereits in unterschiedlichen Ausführungen eine 2G-Regel eingeführt. Duisburgs Oberbürgermeister fordert nun Laschet auf, eine entsprechende Regel landesweit einzuführen.
  • Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. Auch Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hat sich für eine Impfprämie von 50 Euro ausgesprochen.
  • Die NRW-Landesregierung schließt die Einführung der 2G-Regel nicht aus. Neue Schutzmaßnahmen könnten erforderlich werden, sagt eine Sprecherin von Landesgesundheitsminister Laumann.
  • Immer mehr Reiseveranstalter setzen ab Oktober die 2-G- statt der 3-G-Regel um. Das bedeutet, dass ein Nachweis über eine Corona-Impfung oder die Genesung von einer Covid-19-Erkrankung notwendig ist für eine Reise.
  • Neuer Corona-Maßstab ist die Lage in den Kliniken. Doch an der Hospitalisierungsinzidenz gibt es massive Zweifel. Die Daten sind ungenau.
  • Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen sollen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.
  • Eine hochrangige Expertengruppe hat sich gegen generelle Corona-Auffrischungsimpfungen zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen.
  • Die Stadt Dortmund hat verkündet, dass die Sperrstunde für Nachtclubs ab Freitag (1. Oktober) aufgehoben wird.

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Freitag, 17. September, 19.46 Uhr

Regierung will Meldedaten zu Covid-Patienten verbessern

Die Landesregierung sieht Verbesserungsbedarf beim Meldeverfahren zu den Zahlen von Covid-Patienten in Kliniken. Die Auslastung des Gesundheitssystems sowie die noch vorhandenen Kapazitäten ließen sich mit der derzeit ausgewiesenen Hospitalisierungsinzidenz nicht ausreichend gut ableiten, teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag mit. Das Ministerium setze sich deshalb beim Bund dafür ein, Meldungen zu Klinikeinweisung von Corona-Patienten beim Robert Koch-Institut zu verbessern.

Die Hospitalisierungsinzidenz gibt die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner an, die in einer Woche in eine Klinik eingewiesen wurden. Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-Patienten liegt in der Regel aber höher als von der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Durch einen Meldeverzug liegen die vollständigen Werte oft erst ein bis zwei Wochen später vor.

Freitag, 17. September, 17.51 Uhr
Facebook-Löschung von „Querdenken“-Inhalten: Lob und Kritik
Das harte Vorgehen von Facebook gegen die umstrittene „Querdenken“-Bewegung ist über Parteigrenzen hinweg weitgehend begrüßt worden.

Vereinzelt wurde die bislang beispiellose Löschaktion des US-Konzerns aber auch in Frage gestellt. So befürwortete die SPD-Vorsitzende Saskia Esken im Anschluss der Spitzenrunde zur Bundestagswahl 2021 im SWR-Fernsehen die Entscheidung von Facebook. Gleichzeitig kritisierte sie aber, dass Plattformen ihrer Verantwortung noch nicht vollständig nachkämen, volksverhetzende und andere strafbare Inhalte zu entfernen.

Freitag, 17. September, 16.41 Uhr

Duisburgs Oberbürgermeister fordert Einführung der 2G-Regel in NRW

Laut einem Bericht der WAZ fordert Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) die Einführung der 2G-Regel für ganz NRW. In einem Schreiben an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) begründet Link dies demnach mit den „erneut steigenden Infektionszahlen, zunehmenden stationären Behandlungen und insbesondere der wachsenden Zahl der Todesfälle“. Ausgenommen von der 2G-Regel sind nach Link nur die Bereiche der Daseinsvorsorge wie etwa der Einkauf im Supermarkt. Außerdem würde die Stadt Duisburg in Betracht ziehen, die 2G-Regel einzuführen. Die Städte Wuppertal und Düsseldorf haben dies bereits in unterschiedlicher Form getan.

Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD)
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD) © picture alliance / Oliver Berg/dpa © picture alliance / Oliver Berg/dpa

Freitag, 17 September, 16.22 Uhr

J&J-Vakzin: Mehr Impfdurchbrüche
Experten und Behörden fallen vermehrte Impfdurchbrüche beim Impfstoff von Johnson-&-Johnson auf. Auf eine Million Geimpfte kämen demnach rund 2.000 Impfdurchbrüche. Zum Vergleich: Beim Biontech/Pfizer-Impfstoff sind es rund 640 Durchbrüche pro eine Million vollständig Geimpfte.

Freitag, 17. September, 16.04 Uhr

Ausnahmslose Impfpflicht auf Kreuzfahrtrouten von Aida
Die Rostocker Kreuzfahrt-Reederei Aida Cruises bietet einige Reisen ihres Winterfahrplans nur ausnahmslos Menschen mit Corona-Impfung an. Auf Reisen in die Karibik, den Orient oder nach Norwegen gibt es laut Aida keine Ausnahmen etwa für ungeimpfte Kinder, so dass diese nicht mitreisen können.

Das Unternehmen habe die Gäste am Donnerstag informiert, sagte eine Sprecherin am Freitag. Zuerst hatte die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. Auch für Reisen etwa zu den Kanaren, im Mittelmeer sowie Städtetouren ab Hamburg gilt laut Unternehmen eine Impfpflicht. Für Kinder bis zwölf Jahren ist hier allerdings ein negativer Corona-Test ausreichend.

Freitag, 17. September, 14.30 Uhr
Düsseldorf führt 2G-Regel für eigene Veranstaltungen ein
Wie die Rheinische Post berichtet, will die Stadt Düsseldorf zum 1. Oktober bei eigenen Veranstaltungen die 2G-Regel für Erwachsene einführen. Das teilte Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) am Freitagmorgen beim wöchentlichen Format „Corona aktuell“ mit.

Nur noch Geimpfte oder Genesene dürfen dann die Veranstaltungen besuchen, „denn nur geimpft kommen wir aus der Pandemie“, sagte Keller. Zum 1. November will die Stadt die 2G-Regel auch auf ihre Kultureinrichtungen ausweiten. „Bis dahin haben alle die Möglichkeit, einen vollständigen Impfschutz zu erhalten“, sagte Keller.


Freitag, 17. September, 13.40 Uhr
Entspannung bei Corona-Neuinfektionsrate in NRW
Die Zahl der Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist am Freitag rückläufig geblieben. Nach jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts wurden den Behörden innerhalb der vergangenen sieben Tage 81,8 Fälle pro 100 000 Einwohner bekannt.

Am Donnerstag hatte diese Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 87,9 gelegen, am Mittwoch bei 94,6. Zwölf weitere Menschen starben innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Bei Kindern und Schulkindern ist die Neuinfektionsrate besonders hoch, allerdings ebenfalls mit weiter abnehmender Tendenz, wie eine Tabelle des Landeszentrums Gesundheit NRW ausweist.

Freitag, 17. September, 12.50 Uhr
Zypern und ganz Portugal keine Corona-Hochrisikogebiete mehr
Die Bundesregierung streicht Zypern und die Algarve ab Sonntag von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Damit verschwindet das auch bei Urlaubern beliebte Portugal nun ganz aus dieser Kategorie, wie am Freitag aus einer Mitteilung des Robert Koch-Institutes hervorging.

Gestrichen werden außerdem die Region West in Irland, Brasilien, Indien, Nepal, Bangladesch, Botsuana, Sambia, Simbabwe, Eswatini (Swasiland), Lesotho, Malawi und Zentralafrika. Neu als Hochrisikogebiete eingestuft werden Armenien, Venezuela, Guyana, Belize, Moldau, Barbados sowie Antigua und Barbuda.


Freitag, 17. September, 11.53 Uhr
Studie: Biontech-Booster erhöht Schutzwirkung bei Senioren stark
Eine Corona-Auffrischungsimpfung bei Menschen über 60 Jahren erhöht die Schutzwirkung des Biontech-Mittels einer Studie zufolge beträchtlich. So habe es bei zweifach Geimpften in Israel mehr als zehn Mal so viele nachgewiesene Infektionen und knapp 20 Mal mehr schwere Erkrankungen gegeben als bei 3-fach-Geimpften, schreiben israelische Forschende im „New England Journal of Medicine“. Ein deutscher Experte zeigte sich beeindruckt vom Effekt der Booster-Impfung.

In Israel haben mittlerweile alle Geimpften die Möglichkeit, frühestens fünf Monate nach der zweiten Dosis eine Auffrischungsimpfung zu bekommen. In der Studie wurden Daten von insgesamt mehr als einer Million Seniorinnen und Senioren in Israel berücksichtigt.

Freitag, 17. September, 10.55 Uhr
Kindeswohlgefährdung: Halb so viele Meldungen an Schulen im Lockdown

Während des Corona-Lockdowns haben Schulen und Kitas deutlich weniger Fälle von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Im Frühjahr 2020 – als viele Einrichtungen geschlossen waren – meldeten Schulen halb so viele Fälle wie im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden berichtete. Bei den Kitas ging die Zahl der Meldungen zeitgleich um etwa ein Drittel zurück.

Im gesamten Corona-Jahr 2020 stellten die Jugendämter in Deutschland bei 60 551 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung fest. Bei weiteren 66 557 Minderjährigen kamen die Behörden zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung vorlag, aber Hilfe- oder Unterstützung nötig war. In 15 Prozent der Fälle kam der Hinweis von einer Schule oder Kindertagesstätte.

Freitag, 17. September, 9.57 Uhr
Erster Prozess um Corona-Ansteckungen im Skiort Ischgl
Die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl und die teils tödlichen Folgen für Touristen werden am Freitag erstmals von einem Gericht behandelt. Die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, fordern rund 100.000 Euro Schadenersatz. Vor dem zivilrechtlichen Prozess im Wiener Landesgericht hat die beklagte Republik Österreich jede Schuld von sich gewiesen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass schon am Freitag ein Urteil gefällt wird. Bald werden auch weitere Klagen verhandelt.

Freitag, 17. September, 8.01 Uhr
Unternehmer und Politiker können sich Impfprämie vorstellen
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. Im Gespräch mit der „Wirtschaftswoche“ sagte Dulger zu neuen Anreizen für eine Corona-Impfung: „Das kann man ja auch regional unterschiedlich gestalten: In München zum Beispiel mit Tickets für den FC Bayern, da würde sich wahrscheinlich die halbe Stadt piksen lassen. Und ja: Ich würde auch eine Geldprämie begrüßen – alles, was hilft, ist richtig, um in die Normalität zurückzukehren.“ Auch Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hatte sich zuletzt für eine Impfprämie von 50 Euro ausgesprochen.

Freitag, 17. September, 7.04 Uhr
„Mutter Beimer“ ruft zum Impfen auf: „Das ist umsonst!“
Schauspielerin Marie-Luise Marjan, berühmt geworden als „Mutter Beimer“ aus der Fernsehserie „Lindenstraße“ (1985-2020), hat zum Impfen gegen das Coronavirus aufgerufen. Corona habe viele Pläne durcheinander gebracht, erklärte die 81-Jährige am Rande der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Köln. „Man kann nur bitten, dass die Leute sich impfen lassen. Damit wir nicht schon wieder irgendeine große Beschränkung bekommen“, sagte sie.

Schauspielerin Marie-Luise Marjan bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2021.
Schauspielerin Marie-Luise Marjan bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises 2021. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Sie verstehe nicht, warum man „das Angebot einer Regierung oder auch der Wissenschaftler und Ärzte, die sich Gedanken darüber“ gemacht hätten, nicht annehme. „Das ist umsonst! Meine Damen, meine Herren, liebe Kinder. Nun nehmt es doch an.“ Sie selbst sei schon seit mehreren Monaten geimpft.

Freitag, 17. September, 6.16 Uhr
Deutliche Ost-West-Schere bei Inzidenzen
In der Corona-Pandemie zeigt sich ein weiteres deutliches Ost-West-Gefälle: Die 7-Tages-Inzidenz ist in fast allen östlichen Bundesländern spürbar gestiegen. Im Westen der Republik blieb sie dagegen entweder ähnlich hoch oder nahm ab, heißt es im jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagabend. In Ostdeutschland liegen die Impfquoten weiterhin zumeist deutlich niedriger als im Westen.

Der Vergleich der 7-Tages-Indzidenz des RKI bezieht sich auf die erste und zweite Septemberwoche. Danach stiegen die Werte von der 35. auf die 36. Kalenderwoche für Sachsen und Thüringen um jeweils 40 Prozent an, gefolgt von Brandenburg (plus 19 Prozent) und Sachsen-Anhalt (plus 17 Prozent). Nur in Mecklenburg-Vorpommern verlief der Anstieg mit sieben Prozent eher moderat. Insgesamt liegen die registrierten 7-Tages-Inzidenzen im Osten damit meist weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau als im Westen – allein die rasanten Sprünge nach oben sind auffällig. Am deutlichsten fielen die Inzidenzen dagegen im Saarland (minus 26 Prozent), Schleswig-Holstein (minus 15 Prozent) und in Nordrhein-Westfalen (minus 14).

Freitag, 17. September, 5.19 Uhr
RKI registriert 11 022 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 74,7
Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am vierten Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Freitagtagmorgen mit 74,7 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.022 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 20 Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.125.878 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Donnerstag mit 1,87 an (Mittwoch: 1,88). Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.873.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.857.

Donnerstag, 16. September, 21.00 Uhr
2G-Regel rückt nun doch näher
Die NRW-Landesregierung schließt nicht aus, dass auch sie eine 2G-Regel einführen wird. Andere Länder haben schon Erleichterungen für Geimpfte oder Genesene vereinbart.

Eine Sprecherin von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte nun laut der Rheinischen Post: „In NRW stabilisieren sich derzeit die relevanten Indikatoren, allerdings auf einem nicht unkritischen Niveau. Nach allen Prognosen sind Nicht-Geimpfte im Herbst besonderen Gefährdungen ausgesetzt. Wenn wir dann die ‚Pandemie der Ungeimpften‘ bekommen, können für diese Personen neue Schutzmaßnahmen erforderlich werden.“

Schon jetzt könnten Kommunen, so die Sprecherin, „in Rücksprache mit dem Ministerium strengere Regeln als die der Corona-Schutzverordnung erlassen“. Maßgeblich sei, für welche Bereiche man die 2G-Regel anordnen wolle. Zudem dürfe sie nicht auf Kinder und Jugendliche angewendet werden. Das war zunächst in Berlin geplant. Nach Protesten will das Land nun einlenken.

Donnerstag, 16. September, 20.35 Uhr
Facebook löscht Querdenken-Kanäle
Facebook hat knapp 150 Konten und Gruppen auf seinen Plattformen gelöscht, die der Internetkonzern der umstrittenen Querdenker-Bewegung zuordnet.

Es sei weltweit die erste gezielte Aktion, die sich gegen eine Gruppierung richte, die eine „koordinierte Schädigung der Gesellschaft“ (Coordinated Social Harm) hervorrufe, sagte Facebook-Sicherheitsmanager Nathaniel Gleicher am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Betroffen seien auch die Accounts von Querdenken-Gründer Michael Ballweg.

Donnerstag, 16. September, 19.58 Uhr
Schnelltests für Kinder und Schwangere werde bis Ende 2021 bezahlt
Die Kostenübernahme von Corona-Schnelltests für 12- bis 17-Jährige und für Schwangere soll Ende 2021 auslaufen. „Wir werden für alle Kinder über zwölf Jahren und für Schwangere bis Ende des Jahres die Kosten übernehmen“, zitiert die „Welt“ Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Für beide Gruppen sei die Impf-Empfehlung erst kürzlich gekommen.

„Sie haben in diesen Wochen die Chance, sich impfen zu lassen“, so Spahn. Ungeimpfte müssen ab dem 11. Oktober Corona-Test selber bezahlen. Davon ausgenommen sind Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können und zunächst auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Donnerstag, 16. September, 16.12 Uhr

Biontech-Chef Sahin: Lieblingslehrerin hat Anteil am Corona-Impferfolg

Biontech-Chef Ugur Sahin hat seiner früheren Kölner „Lieblingslehrerin“ in einer persönlichen Videobotschaft zum 80. Geburtstag gratuliert und ihren Matheunterricht als wichtigen Beitrag bei der Entwicklung des Corona-Impfstoffs bezeichnet. „Es ist auch Ihrem Unterricht und Ihnen persönlich zu verdanken, dass wir im Januar letzten Jahres mit aller Entschlossenheit begonnen haben, den Impfstoff zu entwickeln“, sagte Sahin in seiner Gratulation an Gisela Seulen, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.

Ugur Sahin, Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech. © picture alliance/dpa/dpa-Pool © picture alliance/dpa/dpa-Pool

Die damalige Schlussfolgerung, dass sich das Coronavirus vom chinesischen Wuhan aus in die ganze Welt verbreiten werde, sei „nicht komplexer als Oberstufen-Mathe“ gewesen. Die Mathematik helfe ihm, „biologische Mechanismen zu verstehen oder die Zusammenhänge zwischen Krankheiten und der Entwicklung von wirksamen Therapieverfahren“, sagte Sahin weiter.

Donnerstag, 16. September, 14.25 Uhr

Unterricht an zwei von drei Schultagen während Corona gestört

Der Unterricht für die rund elf Millionen Schülerinnen und Schüler in Deutschland war nach einer OECD-Erhebung seit Beginn der Corona-Pandemie bis zum Auslaufen der Schulschließungen im Frühjahr im Schnitt an mehr als 180 Tagen gestört. Das sind zwei Drittel der rund 270 Schultage im untersuchten Zeitraum zwischen Januar 2020 und 20. Mai 2021. Demnach waren etwa Grundschulen im Schnitt 64 Tage geschlossen und 118 Tage nur teilweise geöffnet, also beispielsweise im sogenannten Wechselbetrieb. Weiterführende Schulen waren an 85 Tagen geschlossen und an 98 Tagen nur eingeschränkt in Betrieb, Gymnasien oder Berufsschulen waren 83 Tage zu und 103 Tage nur teilweise geöffnet. Kitas waren im Untersuchungszeitraum im Durchschnitt 61 Tage vollständig geschlossen.

Donnerstag, 16. September, 13.33 Uhr

Zahl der Corona-Fälle in Schlachthof steigt auf über 120

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Beschäftigten eines Schlachthofs in Georgsmarienhütte ist auf mehr als 120 gestiegen. Die Mehrheit von ihnen – mindestens 87 – leben im benachbarten Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen. Dort gibt es unter anderem in Lengerich Unterkünfte für rumänische Arbeiter. 38 positiv getestete Beschäftigte wohnen im Landkreis Osnabrück, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Der erste Fall war dem Schlachthof-Betreiber Steinemann Holding bei den täglichen Tests vor Dienstbeginn im Betrieb aufgefallen. Es handelte sich um einen Reiserückkehrer.

Der Landkreis Osnabrück hatte dann PCR-Tests für alle rund 300 Beschäftigte angeordnet. Die Ansteckungen seien nicht im Schlachthof, sondern offenbar bei privaten Treffen passiert, bevor die Quarantäne angeordnet gewesen sei, sagte Geschäftsführer Andreas Steinemann. Der Schlachthof in Georgsmarienhütte bleibe voraussichtlich bis Ende September geschlossen.

Donnerstag, 16. September, 12.55 Uhr
Bei diesem Impfstoff sind Durchbrüche am häufigsten

Trotz Impfung gegen Corona kann es zu einer Infektion kommen. Fachleute sprechen von einem Impfdurchbruch, wenn es bei einer vollständig geimpften Person zu einer „Sars-CoV-2-Infektion mit klinischer Symptomatik“ – so auch das Robert-Koch-Institut (RKI).

Wöchentlich fasst das Bundesinstitut die aktuellen Zahlen zum Infektionsgeschehen in Deutschland in einem Bericht zusammen, auch zu den Durchbruchinfektionen. Demnach gibt es bislang insgesamt rund 30.900 identifizierte Fälle.

Die meisten davon entfallen mit Abstand auf doppelt Biontech-Geimpfte. Diese machen zwei Drittel der Betroffenen aus. Allerdings muss man bedenken, das Vakzin von Biontech/Pfizer kam in Deutschland auch mit Abstand am häufigsten zum Einsatz.

Donnerstag, 16. September, 11.52 Uhr
Umfrage: 20 Prozent der Deutschen sind gegen 2G-Regelung

20 Prozent der Deutschen sind nach einer neuen Umfrage gegen Privilegien für Geimpfte und von Corona Genesene. Sie finden es nicht gut, wenn immunisierte Menschen von Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen befreit werden und ihre alten Freiheiten in Restaurants und Hotels, Sport- und Kultureinrichtungen zurückerhalten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Hamburger Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung (OIZ).

Demnach sind besonders Jüngere und Singles gegen eine Besserstellung Geimpfter und Genesener. In der Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen betrug die Ablehnung 25 Prozent, bei den Singles im Alter von 25 bis 49 Jahren sogar 28 Prozent. Unter Familien mit Jugendlichen und Landbewohnern ist die Ablehnung mit 15 beziehungsweise 14 Prozent dagegen deutlich niedriger.

Donnerstag, 16. September, 10.39 Uhr

Zahl der Corona-Neuinfektionen in NRW geht weiter zurück

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter rückläufig. Innerhalb der vergangenen sieben Tage wurden den Behörden bis Donnerstag 87,9 Fälle pro 100.000 Einwohner bekannt, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte. Am Mittwoch hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 94,6 gelegen, am Dienstag bei 99,4. Elf weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Mit Stand vom Donnerstag lagen 1355 (Vortag: 1383) Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern, 424 (Vortag: 427) davon auf Intensivstationen. 264 (Vortag: 269) von ihnen mussten beatmet werden. 482 Intensivbetten mit Beatmung waren am Donnerstag verfügbar, acht mehr als am Vortag.

Donnerstag, 16. September, 8.44 Uhr
Brinkhaus ruft zum Impfen aus Verantwortung für Kinder auf
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat ungeimpfte Erwachsene dazu aufgerufen, sich aus Verantwortung für Kinder impfen zulassen – zugleich zeigte er sich enttäuscht über die geringe Impfquote in Deutschland.

„Je mehr Erwachsene sich impfen lassen, desto sicherer wird es für die Kinder, für die noch kein Impfstoff zugelassen ist. Deshalb appelliere ich im Sinne der Verantwortung für die ganz Kleinen unserer Gesellschaft, die Angebote dieser Impfwoche wahrzunehmen“, sagte Brinkhaus dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Donnerstag, 16. September, 7.14 Uhr
Reisen nur für Geimpfte und Genesene: Diese Veranstalter führen 2-G-Regel ein
Nach Alltours haben bisher drei weitere Reiseveranstalter verkündet, nur noch vollständig Geimpften und Genesenen den Urlaub zu ermöglichen. Der neuste: Lernidee Erlebnisreisen.

Als Grund nennt der Veranstalter eine deutliche Verschärfung der behördlichen Vorgaben für Getestete. Aktuell erlaubten zahlreiche Länder, darunter einige EU- und Schengen-Staaten, nur Geimpften und Genesenen die quarantänefreie Einreise. Es sei damit zu rechnen, dass weitere Länder folgten.

Donnerstag, 16. September, 6.27 Uhr

RKI meldet 12.925 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 76,3
Beim Infektionsgeschehen in Deutschland gibt es derzeit kaum Dynamik. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 76,3.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 77,9 gelegen, vor einer Woche bei 83,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.925 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.23 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 15.431 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 68 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 50 Todesfälle gewesen.

Donnerstag, 16. September, 5.27 Uhr
Impfzentren in Westfalen-Lippe schließen spätestens zum 30. September

Spätestens zum 30. September werden alle 28 Impfzentren in Westfalen-Lippe ihre Türen schließen. Das vermeldete die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe am Mittwoch. Nach acht Monaten sei bald Schluss, „dann übernehmen in erster Linie die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in ihren Praxen die Impfungen gegen das Coronavirus“. Insgesamt seien seit Februar mehr als fünf Millionen Impfungen in den westfälisch-lippischen Impfzentren verabreicht worden.

Dass die Corona-Impfungen ab Oktober vor allem in den Vertragsarztpraxen durchgeführt werden, bewertet der KVWL-Vorstand positiv: „Impfen gehört in die Praxen. Die Impfzentren waren zunächst nötig, um schnell und strukturiert eine geringe Impfstoffmenge an diejenigen zu verimpfen, die bei einer Coronavirus-Infektion ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Nun ist ausreichend Impfstoff vorhanden und die Impfung gegen das Coronavirus hat, wie auch alle anderen Impfungen, ihren Platz in den regulären Strukturen der ambulanten Versorgung“.

Mittwoch, 15. September, 22.05 Uhr
Diese Arbeitgeber dürfen nach der Corona-Impfung fragen – diese nicht
Seit dem 15. September haben viele Arbeitgeber das Recht, ihre Beschäftigten zu fragen, ob sie gegen Corona geimpft oder von Covid 19 genesen sind.

Wir erklären, wer fragen darf und wer nicht.

Mittwoch, 15. September, 18.34 Uhr

Massive Zweifel an Hospitalisierungsinzidenz

Seit 15. September gilt ein neues Infektionsschutzgesetz. Corona-Maßstab ist die Lage in den Kliniken. Doch es gibt massive Zweifel an den Daten. Denn es ist keinesfalls so, dass in die Hospitalisierungsinzidenz alle Corona-Kranken einberechnet werden, die in den vergangenen sieben Tagen in ein Krankenhaus eingeliefert wurden.

Erfasst werden nur die eingelieferten Covid-19-Patienten, deren Infektion ebenfalls innerhalb der vergangenen sieben Tage dem Gesundheitsamt gemeldet wurden. Das heißt: Für das Robert-Koch-Institut ist das Meldedatum entscheidend, nicht das Einlieferungsdatum ins Krankenhaus. Die Daten sind also ungenau. Ein durchaus großes Problem.

Mittwoch, 15. September, 16.58 Uhr
Hospitalisierungsinzidenz in NRW unterliegt Einschränkungen
Nordrhein-Westfalen weist die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern zunächst nur landesweit aus – und nicht für einzelne Kreise oder Städte. Verzögerungen bei den Meldungen und fehlende Daten zu Wohnorten sprächen gegen eine Berechnung der so genannten Hospitalisierungsinzidenz für Kreise und Städte, erläuterte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Düsseldorf. Zuvor hatte die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet.

„Die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz unterliegt derzeit noch Einschränkungen durch Meldeverzögerungen“, schrieb das Ministerium. Zudem sei im so genannten DIVI-Intensivregister der Wohnort der Patienten nicht hinterlegt. Das Register dient als Grundlage für die Berechnung der Zahl der Patienten, die intensiv betreut werden. Ein hoher Wert könnte in Städten und Kreisen mit vielen großen Krankenhäusern auch durch die Aufnahme von Patienten aus dem Umland zustande kommen.


Mittwoch, 15. September, 15.21 Uhr
Große Sorge: Pflegedienst-Mitarbeiter aus Werne sind nicht geimpft
Während es erste Auffrisch-Impfungen bei Bewohnern gibt, sind einige wenige Mitarbeiter bei einem Werner Pflegedienst immer noch nicht geimpft.

Sie entscheiden sich strikt dagegen. Und das hat verschiedene Gründe.

Mittwoch, 15. September, 13.30 Uhr

NRW fördert 20 weitere Behandlungsplätze an künstlicher Lunge
Nordrhein-Westfalen will bis zu 20 zusätzliche Plätze für die Behandlung an einer sogenannten künstlichen Lunge (ECMO) schaffen. Dazu soll jeder Platz mit 100.000 Euro bezuschusst werden – Schulungskosten für das Fachpersonal mit eingeschlossen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte.

„Während der Covid-19-Pandemie weltweit wurde ECMO eingesetzt, um schwerstkranke Patienten zu retten, deren Lungenschädigung so schwer ist, dass die normale mechanische Beatmung versagt“, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Eine Behandlung an der künstlichen Lunge sei in solchen Fällen die letzte Chance. „Deswegen wollen wir durch den Aufbau von zusätzlich 20 ECMO-Plätzen die intensivmedizinische Versorgung in der Pandemie und auch über die Pandemie hinaus weiter stärken.“ In der zweiten und dritten Corona-Welle seien die ECMO-Kapazitäten stark ausgelastet gewesen.

Mittwoch, 15. September, 12.30 Uhr
Märkte und Feste in NRW bald wieder ohne Maske und Abstand?
Großveranstaltungen im Freien könnten in Nordrhein-Westfalen schon bald wieder ohne Maskenpflicht und Abstandsgebote geplant werden. In der schwarz-gelben Regierungskoalition von Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) macht sich die FDP für eine weitgehende Aufhebung der Corona-Maßnahmen bei Volksfesten, Herbst- und Weihnachtsmärkten stark.

Wie die WAZ berichtet, will die FPD eine Anpassung der Corona-Schutzverordnung so schnell wie möglich erreichen. Die aktuelle Fassung gilt bis 8. Oktober. Die Liberalen orientieren sich dabei an einer Verordnung aus Schleswig-Holstein.

Mittwoch, 15. September, 11.34 Uhr
62,4 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft
Mehr als 62 Prozent aller Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspricht 51,9 Millionen Menschen (62,4 Prozent), wie Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch via Twitter mitteilte. 66,7 Prozent oder 55,5 Millionen Menschen sind demnach mindestens einmal geimpft.

Der CDU-Politiker warb erneut für die Impfung. „Aktuell ist es besonders einfach, sich impfen zu lassen. Überall im Land gibt es niedrigschwellige Angebote.“ Bis Sonntag läuft eine bundesweite Aktionswoche in der Impfungen zum Beispiel in speziellen Bussen auf Parkplätzen oder in einer Berliner S-Bahn angeboten werden.

Mittwoch, 15. September, 10.35 Uhr
EU will 200 Millionen weitere Impfdosen für ärmere Länder spenden
Die Europäische Union will 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder spenden. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch in ihrer zweiten Rede zur Lage der Union in Straßburg an. Von der Leyen sprach von einer „Investition in die Solidarität und einer Investition in die weltweite Gesundheit“.

Mittwoch, 15. September, 9.32 Uhr
Kinderhilfswerk kritisiert 2G-Optionsmodell
Das Deutsche Kinderhilfswerk hat das für Berlin beschlossene 2G-Optionsmodell kritisiert. „Kinderfeindlich und familienfeindlich“ nannte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann es nach Angaben der „Welt“, dass darin keine Ausnahmen für Kinder unter zwölf Jahren vorgesehen sind, für die die Ständige Impfkommission die Impfung gegen das Coronavirus nicht allgemein empfiehlt. „Wir werden überprüfen, inwieweit hier ein verfassungsrechtlicher Widerspruch besteht“, kündigte Hofmann demnach an.

Hier würden „auf dem Rücken der Kinder die Freizeitinteressen der Erwachsenen befördert“, sagte Hofmann. „Die Gastronomen beispielsweise werden lieber ihr Restaurant mit Geimpften vollmachen als weiter mit halber Kapazität zu operieren und dafür auch Familien zu empfangen.“ Und niemand habe an die Situation der Familien oder Sportvereine gedacht, die für die Gesundheit der Kinder so wichtig seien.

Mittwoch, 15. September, 8.31 Uhr

Corona-Neuinfektionsrate in Nordrhein-Westfalen geht zurück

Die Zahl der innerhalb von sieben Tagen gemeldeten Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner ist in Nordrhein-Westfalen gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch bei 94,6. Am Dienstag hatte die Kennziffer noch bei 99,4 gelegen, am Montag bei 99,3. Die Gesundheitsämter in NRW meldeten aktuell 2700 Neuinfektionen und 22 weitere Todesfälle im Vergleich zum Vortag.

Besonders hoch war die Neuinfektionsrate weiterhin bei Schulkindern und Jugendlichen. Nach den am Mittwoch vom nordrhein-westfälischen Landeszentrum Gesundheit veröffentlichten Zahlen lag die Inzidenz bei den 10- bis 14-Jährigen bei 269,8. Bei den 5- bis 9-Jährigen betrug sie 228,0 und bei den 15- bis 19-Jährigen 186,6. Mit Stand vom Dienstag lagen 1385 Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern, 426 davon auf Intensivstationen. 273 mussten beatmet werden.

Mittwoch, 15. September, 7.35 Uhr

Stabile Infektionszahlen: Experte warnt vor Wiederanstieg

Trotz einer seit mehreren Tagen stabilen Infektionslage in Deutschland warnt ein Experte vor voreiligen Schlüssen. Der Saarbrücker Experte für Corona-Prognosen Thorsten Lehr hält die Stagnation bei den Neuinfektionen nicht für das Ende der vierten Welle und einen sprunghaften Wiederanstieg der Corona-Zahlen für möglich. „Dieses Verhalten der Inzidenzkurve haben wir fast auf den Tag genau im letzten Jahr beobachten können“, sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur.

Auch vor einem Jahr sei die Inzidenz leicht abgesunken und auf konstantem, etwas niedrigerem Niveau wie jetzt verharrt, bevor sie Ende September wieder stark angestiegen sei. „Bei der aktuellen Impfsituation und den gelockerten Kontaktbeschränkungen ist ein ähnlicher Anstieg Ende September, Anfang Oktober wieder erwartbar“, warnte Lehr.

Mittwoch, 15. September, 6.27 Uhr

Deutschlandweit 12.455 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 77,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist etwas gefallen. Das Robert Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 77,9 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 81,1 gelegen, vor einer Woche bei 82,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 12.455 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 13 565 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 83 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Todesfälle gewesen.

Mittwoch, 15. September, 5.50 Uhr

Experten sprechen sich gegen generellen Corona-Booster aus

Eine hochrangige Expertengruppe hat sich gegen generelle Corona-Auffrischungsimpfungen zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. „Die bisherige Studienlage zeigt keine Notwendigkeit, in Bevölkerungsgruppen mit wirksamer, vollständiger Impfung Booster auf breiter Front zu verabreichen“, schreiben die Forscher im Fachmagazin „The Lancet“.

Die weltweit noch immer begrenzte Anzahl an Impfdosen könne die meisten Leben retten, wenn sie Menschen zu Gute käme, die ein erhebliches Risiko einer schweren Erkrankung haben und noch ungeimpft sind. „Wenn Impfstoffe dort eingesetzt würden, wo sie am meisten bringen, könnten sie das Ende der Pandemie beschleunigen, indem die die weitere Entwicklung von Varianten bremsen.“

Mittwoch, 15. September, 5.18 Uhr

Neue Corona-Kriterien und Impfstatus-Auskunft in Kraft getreten

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter sind am Mittwoch mehrere Neuregelungen in Kraft getreten. Dabei geht es unter anderem um Bewertungskriterien der Pandemielage und Auskünfte zum Impfstatus von Beschäftigten. Sie waren am Dienstag im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Wesentliche Messlatte zur Lage-Einschätzung soll demnach die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Diese soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts der Impfungen nicht mehr als so aussagekräftig gelten.

Berücksichtigt werden sollen aber auch „weitere Indikatoren“. Die Länder sollen dann jeweils festlegen können, wo kritische Schwellen liegen, ab denen weitergehende Alltagsbeschränkungen greifen. Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

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