SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnt vor einer neuen Corona-Welle. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW – Lauterbach warnt vor neuer Corona-Welle – Liveblog

„Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben“, sagt SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach. Der Grund betrifft auch Betriebe und Bars. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 995.010 bestätigte Fälle – 23.500 aktuell Infizierte – 18.114 Todesfälle – Wocheninzidenz: 70,6 – Hospitalisierungsinzidenz: 2,57 (Stand: 25.10.2021).
  • SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet nach den Herbstferien mit deutlich mehr Corona-Infektionen in Schulen. Grund sei, dass die Schüler nicht mehr so viel und lange lüften könnten. Auch Betriebe, Bars und Restaurants seien betroffen.
  • Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat am Sonntag erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 überschritten. Das RKI gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit exakt 106,3 an. Eine Woche zuvor lag sie noch bei 72,7.
  • Der Virologe Alexander Kekulé rechnet mit einem Corona-Ende im Mai 2022. Er mahnt allerdings auch, dass es bisher zu viele Ungeimpfte gebe, um die Corona-Pandemie sofort als beendet zu erklären.
  • Intensivmediziner schlagen Alarm, weil mangels Pflegepersonals viele Intensivbetten nicht mehr betrieben werden könnten. Es sei mit einer spürbaren Einschränkung in der Versorgung zu rechnen.
  • Die Bundesländer dringen auf einen rechtssicheren Rahmen, um Corona-Schutzmaßnahmenaufrechterhalten zu können – über den Winter hinweg und nach dem Ende der epidemischen Lage.
  • Alle Regeln, die vom 1. bis 29. Oktober gelten, haben wir hier in 10 Punkten einfach erklärt.

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Montag, 25. Oktober, 15.24 Uhr

66,2 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft

66,2 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das sind rund 55,07 Millionen Menschen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag hervorgeht. Demnach haben 76,8 Prozent aller Erwachsenen und 40,1 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 17 den vollen Impfschutz. Fast 57,5 Millionen Menschen oder 69,1 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden mindestens einmal gegen Corona geimpft.

Eine Auffrischungsimpfung haben bislang 1,57 Millionen Menschen erhalten. Durchschnittlich wurden in den vergangenen sieben Tagen 122.338 Covid-Schutzimpfungen pro Tag in Deutschland vorgenommen - am Sonntag waren es allerdings nur 12.615, darunter rund 5200 Zweitimpfungen und 3400 Auffrischungen.

Montag, 25. Oktober, 14.21 Uhr

EU-Behörde prüft neues Covid-Medikament

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Medikament gegen Covid-19 in Gang gesetzt. Die Experten bewerten nun die Daten aus Studien zur Wirkung des antiviralen Mittels Molnupiravir, wie die EMA am Montag in Amsterdam mitteilte. Das Medikament, das geschluckt werden soll, wird von den Pharmaunternehmen Merck Sharp & Dohme gemeinsam mit Ridgeback Biotherapeutics hergestellt. Nach ersten Testergebnissen soll das Präparat die Wirkung des Corona-Virus im Körper abschwächen. Dadurch könnten stationäre Behandlungen und auch Todesfälle verhindert werden. Die EMA-Experten prüfen nun Daten zur Qualität des Medikaments, Sicherheit und Wirksamkeit. Sobald die Testreihen abgeschlossen sind, kann der Hersteller einen Antrag auf Zulassung in der EU stellen.

Montag, 25. Oktober, 13.15 Uhr

Lauterbach sieht „riesige Baustellen“ im Gesundheitswesen

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach sieht „riesige Baustellen“ im deutschen Gesundheitswesen. In den vergangenen zwei Jahren seien sehr viele Probleme coronabedingt nicht angefasst worden, sagte der Sozialdemokrat dem „Kölner Stadt-Anzeiger/Leverkusener Anzeiger“ vor dem Start der Arbeitsgruppen zur Vorbereitung einer Ampel-Koalition am Mittwoch. „Die Krankenhäuser sind stark defizitär, insbesondere die Unikliniken. Der Ausbau der Digitalisierung ist ins Stocken geraten, sowohl in den Praxen als auch in Krankenhäusern. Die Krankenkassen machen zweistellige Milliardendefizite. Es gibt erhebliche Probleme in der Vorbeugemedizin“, zählte Lauterbach auf.

Montag, 25. Oktober, 11.46 Uhr

Ethikratsvorsitzende: Kimmich sei „Falschinformation aufgesessen“

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates hofft, dass sich Joshua Kimmich doch noch für eine Corona-Impfung entscheidet. Der deutsche Fußball-Nationalspieler des FC Bayern München, der seine bisherige Ablehnung mit fehlenden Langzeitstudien begründete, sei „einer Falschinformation aufgesessen. Er ist ganz schlecht beraten. Das ist etwas, was sich jetzt noch mal stark verbreitet hat und es wäre toll, wenn er seine Plattform genutzt hätte, um sich besser beraten zu lassen, um dann auch in der Hinsicht ein Vorbild zu sein“, sagte Alena Buyx bei Sky Sport News HD. Kimmich habe eine besondere Verantwortung

Es sei zwar Kimmichs persönliche Entscheidung. Aber der 26-Jährige sei ein Vorbild, dem Millionen Menschen zuhören würden. „Es kommt jetzt darauf an, gut aufzuklären, dass es diese Form von Langzeitwirkungen nicht gibt. Dass die Leute jetzt nicht denken, weil er Sorge hat, muss ich auch Sorge haben“, sagte Buyx.


Montag, 25. Oktober, 11.31 Uhr
Inzidenz in NRW steigt auf 70,7 - Höchstwert im Kreis Minden-Lübbecke

In der Corona-Pandemie steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Montag mit 70,6 an. Am Sonntag hatte der Wert noch 68,9, am Samstag 64,2 betragen.

Innerhalb eines Tages wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 769 neue Corona-Fälle registriert. Es gab zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Im Bund lag die Corona-Inzidenz am Montag mit 110,1 deutlich höher. Erstmals seit Mai war der Wert am Samstag mit 100,0 wieder dreistellig geworden.

In NRW hatte der Kreis Minden-Lübbecke weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz mit 135,0, gefolgt vom Kreis Lippe (115,9) und dem Kreis Olpe (110,2). Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte den vierthöchsten Inzidenzwert (105,6). Am niedrigsten war die Kennziffer in Bottrop (30), im Kreis Paderborn (37,3) und in Hamm (41,3).


Montag, 25. Oktober, 9.46 Uhr
WHO visiert 40 Prozent Impfrate in jedem Land bis Jahresende an

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland und andere Länder aufgerufen, bei Corona-Impfstofflieferungen zugunsten bedürftigerer Staaten zurückzustehen. „Die Pandemie wird enden, wenn die Welt sich entscheidet, sie zu beenden“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus bei der Gesundheits-Konferenz „World Health Summit“ in Berlin. Man wisse von fast 50.000 registrierten Todesfällen pro Woche - damit sei die Pandemie noch lange nicht vorbei.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus fordert die G20-Länder zu mehr Impf-Spenden auf. © Fabrice Coffrini/dpa © Fabrice Coffrini/dpa

Er erinnerte an das WHO-Ziel, wonach bis Jahresende mindestens 40 Prozent der Menschen in jedem Land geimpft sein sollen. „Dieses Ziel ist erreichbar“, betonte Tedros. Er dankte Deutschland für seine Großzügigkeit, mehr sei aber nötig.

Länder, die bereits eine Impfquote von wenigstens 40 Prozent erreicht hätten - darunter alle G20-Staaten - sollten dem UN-Impfprogramm Covax oder der afrikanischen Initiative Avat bei Impfstofflieferungen den Vortritt lassen. „Kein Land kann die Pandemie isoliert vom Rest der Welt beenden“, mahnte Tedros.

Montag, 25. Oktober, 08.06 Uhr
Lauterbach warnt vor neuer Corona-Welle

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt derzeit rasant - und wird kontinuierlich weiter zunehmen, erklärt SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach. „Wir werden nach den Herbstferien deutlich mehr Ausbrüche in den Schulen erleben, weil die Kinder nicht mehr lange lüften können“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Auch in den Betrieben wird es Ansteckungsketten geben. Dasselbe gilt für Bars und Restaurants. Wir haben einen kontinuierlichen Anstieg zu erwarten.“

Um den steigenden Infektionszahlen entgegenzuwirken, fordert Lauterbach eine bundesweit einheitliche Teststrategie an Schulen: „Dreimal in der Woche testen, das wäre mein Vorschlag, morgens mit Antigen-Tests, weil diese die vorherrschende Delta-Variante sehr zuverlässig erfassen. Dazu fünf Testtage hintereinander für Kontaktpersonen von Infizierten. So könnten wir die unkontrollierte Pandemie an den Schulen praktisch beenden.“ Kinder, die Kontakt mit Infizierten hatten, müssten so nicht in Quarantäne.


Montag, 25. Oktober, 06.23 Uhr
Ende der Maskenpflicht im Unterricht in NRW in Sicht

Mit dem Schulstart nach den Herbstferien an diesem Montag rückt in Nordrhein-Westfalen ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht näher. Das Düsseldorfer Schulministerium hatte Anfang Oktober in Aussicht gestellt, dass auf Sitzplätzen im Klassenraum zu Beginn der zweiten Unterrichtswoche - also ab dem 2. November - kein Mund-Nasen-Schutz mehr vorgeschrieben wird. Diesen müssten Schülerinnen und Schüler dann nur noch im übrigen Gebäude anlegen.

Mit Beginn des Unterrichts an diesem Montag stehen als erstes Corona-Tests an. Wer geimpft ist oder einen maximal 48 Stunden alten sogenannten Bürgertest vorlegen kann, ist ausgenommen. Das gilt für Schülerschaft, Lehrkräfte und weiteres schulisches Personal.

Die Landeselternschaft der Gymnasien hatte die geplante Abschaffung der Maskenpflicht am Sitzplatz begrüßt, andere nannten die Entscheidung aber riskant und mahnten einen vorsichtigen Start nach den Ferien an. Das Schulministerium hatte bei der Ankündigung zum Auslaufen der Maskenpflicht darauf hingewiesen, dass das weitere Infektionsgeschehen in der Pandemie berücksichtigt werde.


Montag, 25. Oktober, 05.45 Uhr

Inzidenz in Deutschland steigt weiter an

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland hat den Wert von 110 erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 110,1 an. Am Vortag hatte der Wert bei 106,3 gelegen, vor einer Woche bei 74,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6573 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4056 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 17 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45). Am Wochenende werden keine Zahlen dazu bekannt gegeben.

Sonntag, 24. Oktober, 20.01 Uhr

Ed Sheeran positiv auf Corona getestet

Wenige Tage vor dem Erscheinen seines neuen Albums ist der britische Popstar Ed Sheeran nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er sei in Quarantäne und folge den Richtlinien der Regierung, teilte der 30 Jahre alte Sänger auf Instagram mit.

Pop-Superstar Ed Sheeran. © Joel C Ryan/Invision/AP/dpa © Joel C Ryan/Invision/AP/dpa

Daher könne er vorerst keine Termine persönlich wahrnehmen, sondern werde einige geplante Interviews und Auftritte von zu Hause aus machen. «Passt alle auf euch auf», schrieb Sheeran. Ob der Sänger gegen Covid-19 geimpft ist, blieb zunächst unklar. In einer Show des Moderators James Corden hatte Sheeran jedoch im Sommer mit einer abgewandelten Version seines Hits «Shape of You» dafür geworben, sich impfen zu lassen.

Sonntag, 24. Oktober, 18,.22 Uhr

Immer mehr Corona-Fälle in Österreich - Lage in Kliniken stabil

In Österreich hat sich der Trend zu deutlich steigenden Corona-Zahlen fortgesetzt. Binnen 24 Stunden wurden 3624 Neuinfektionen gezählt, wie das Innen- und Gesundheitsministerium am Sonntag berichteten. Das bedeutet ein Plus von 60 Prozent gegenüber dem Sonntag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner kletterte auf 255.

Zugleich blieb die Lage in den Krankenhäusern stabil. Auf den Intensivstationen liegen rund 220 Menschen, das entspricht dem Niveau vor einer Woche. Ab einer Belegung von 600 Betten durch Covid-Patienten dürfen nach den Plänen der Regierung Ungeimpfte ihr Zuhause nur noch aus triftigem Grund verlassen.

Sonntag, 24. Oktober, 16.10 Uhr

Rolfes zu Corona-Impfung: Wichtig, „dass Spieler vorangehen“

In der Debatte um corona-geimpfte Fußballer und 2G-Regelungen in Stadien hat Bayer Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes die Vorbildfunktion von Profis betont. „Bei uns sind alle geimpft oder genesen, 2G in der Mannschaft und im Staff. So behandeln wir das auch bei den Fans“, sagte der 39 Jahre alte frühere deutsche Nationalspieler am Sonntag bei DAZN. „Es ist wichtig für die Solidarität in der Gesellschaft, dass Spieler vorangehen, deshalb haben wir viel mit den Spielern gesprochen und sie überzeugen können.“

Am Wochenende hatte Joshua Kimmich für eine emotionale Debatte gesorgt. Der Nationalspieler des FC Bayern hatte nach dem 4:0 in der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen 1899 Hoffenheim im TV-Sender Sky eingeräumt, bislang nicht gegen das Coronavirus geimpft zu sein. Er habe „persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht“, sagte Kimmich. Er sage nicht kategorisch, dass er sich „überhaupt nicht impfen lasse“. Es sei „auch sehr gut möglich, dass ich mich in Zukunft impfen lasse“, betonte Kimmich.

Sonntag, 24. Oktober, 15.04 Uhr

Nächste Corona-Spielabsage in der DEL: Auch Iserlohn in Isolation

Die Corona-Probleme in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) werden immer größer. Nach den zahlreichen Fällen beim EHC Red Bull München und der Düsseldorfer EG können nun an diesem Sonntagabend auch die Iserlohn Roosters nicht antreten. Als Konsequenz eines positiven Corona-Tests sei ein Spieler in Quarantäne und „alle weiteren Akteure“ in Isolation, teilten die Roosters mit. Wann die für Sonntagabend angesetzte Partie bei den Augsburger Panthern nachgeholt wird, war zunächst offen.

„Insbesondere die Tatsache, dass nach dem Spiel am Donnerstagabend keinerlei Beschwerden auftraten und dass wir dann am Samstag mehrere Spieler mit Symptomen hatten, hat alle Alarmglocken schrillen lassen“, sagte der Sportliche Leiter der Roosters, Christian Hommel.

Sonntag, 24. Oktober, 13.37 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW steigt weiter - Wert nun 68,9

In der Corona-Pandemie steigt die Sieben-Tage-Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche am Sonntag mit 68,9 an. Am Samstag hatte der Wert 64,2 und am Freitag noch 61,0 betragen. Innerhalb eines Tages wurden im bevölkerungsreichsten Bundesland 2146 neue Corona-Fälle registriert. Es gab vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Im Bund lag die Corona-Inzidenz am Sonntag mit 106,3 deutlich höher. Erstmals seit Mai war der Wert am Samstag mit 100,0 wieder dreistellig geworden. In NRW hatte der Kreis Minden-Lübbecke weiterhin die höchste Inzidenz mit 135,0 gefolgt vom Kreis Lippe (115,9) und der Stadt Hagen (105,5). Die Landeshauptstadt Düsseldorf hatte den vierthöchsten Inzidenzwert (101,2). Am niedrigsten war die Kennziffer im Bottrop (28,1), in Landkreis Paderborn (37,3) und im Landkreis Wesel (39,6).

Sonntag, 24. Oktober, 12.42 Uhr

Landkreistag-Präsident für Debatte über Impfpflicht für Lehrer

Nach der Zunahme der Corona-Infektionen mahnt der Landkreistag eine Debatte über eine Impfpflicht für Pflegekräfte und pädagogisches Personal an. „Wir werden nicht umhinkommen, über eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppe wie Lehrer, Erzieherinnen oder Pflegekräfte zu diskutieren“, sagte der Präsident des deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). „Das gehört im Herbst definitiv auf die politische Tagesordnung“. Man müsse sich bewusst machen, dass bislang auch diejenigen geschützt würden, „die sich aus freien Stücken gegen einen Impfschutz entschieden haben“. Das habe zwar seine Berechtigung, jedoch müsse ab einem gewissen Punkt „die Frage erlaubt sein, wie lange die Gesellschaft das so mittragen kann“.

Sonntag, 24. Oktober, 11.30 Uhr

Studie: Gedächtnisprobleme nach Covid vermehrt bei Klinikpatienten

Kognitive Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung scheinen einer neuen Studie zufolge vermehrt nach schwereren Verläufen der Krankheit aufzutreten. Eine im Fachblatt „Jama“ veröffentlichte Untersuchung in den USA zeigt, dass ehemalige Patienten mit einem Corona-Klinikaufenthalt in einigen Bereichen um ein Vielfaches häufiger betroffen waren als Menschen, die ambulant behandelt wurden. Besonders starke Unterschiede gab es bei Wortfindungsstörungen: Diese traten bei 13 Prozent der ambulanten Patienten, aber bei 35 Prozent der im Krankenhaus Behandelten auf. Bei Aufmerksamkeitsproblemen waren es 5 und 15 Prozent. Das Erinnerungsvermögen war bei 12 Prozent der ambulanten und 39 Prozent der Patienten mit Klinikaufenthalt beeinträchtigt. Die Studie wurde mit Daten von 740 Covid-19-Patienten erstellt, die bei der US-Krankenhausgruppe Mount Sinai registriert waren.

Sonntag, 24. Oktober, 10.26 Uhr

Rummenigge über Bayern-Profi Kimmich: „Wäre besser, er wäre geimpft“

Der langjährige Münchner Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge rechnet bei Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich mit einer baldigen Impfung gegen Covid-19. „Ich bin überzeugt, das hat er ja auch angekündigt, dass er möglicherweise zeitnah sich jetzt impfen lässt“, sagte Rummenigge am Sonntag dem TV-Sender Bild. „Als Vorbild, aber auch als Fakt wäre es besser, er wäre geimpft.“

Kimmich hatte nach dem 4:0 in der Fußball-Bundesliga am Samstag gegen die TSG 1899 Hoffenheim im TV-Sender Sky eingeräumt, bislang keine Impfung gegen Corona zu haben. Er finde es schade, dass es in der Debatte „nur noch geimpft oder nicht geimpft“ gebe, sagte Kimmich. „Und nicht geimpft bedeutet dann oftmals gleich, dass man Corona-Leugner oder Impfgegner ist. Aber ich glaube, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren, vor allem, so lange man sich an die Maßnahmen hält“, erläuterte Kimmich.

Karl-Heinz Rummenigge, Bayern Münchens ehemaliger Vorstandschef
Karl-Heinz Rummenigge, Bayern Münchens ehemaliger Vorstandschef © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Sonntag, 24. Oktober, 9.17 Uhr

Weniger Nachfrage in Corona-Testzentren

In den zwei Wochen seit dem Ende der kostenlosen Corona-Tests haben sich in Nordrhein-Westfalen weniger Menschen auf eine Infektion testen lassen. Private Anbieter bemerkten 30 bis 40 Prozent weniger Kunden, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In einigen Testzentren etwa in Köln und Essen gab es demnach sogar einen Rückgang von 70 bis 80 Prozent. In den Herbstferien kamen jedoch mehr Kinder und Jugendliche in die Testzentren als in den Wochen zuvor. Da die Tests in den Schulen ausgefallen sind, verlangten einige Freizeitanbieter wie Schwimmbäder oder Kinos von den Kindern Testnachweise. Seit dem 11. Oktober müssen die meisten Menschen für Corona-Tests bezahlen - kostenlose Bürgertests gibt es nur noch in Ausnahmefällen.

Sonntag, 24. Oktober, 8.19 Uhr

Kroatien und Bulgarien ab heute Corona-Hochrisikogebiete

Mit Kroatien und Bulgarien stuft die Bundesregierung ab diesem Sonntag zwei weitere EU-Länder als Corona-Hochrisikogebiete ein. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet einreist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich erst nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Bisher sind Rumänien, Litauen und Slowenien die einzigen Mitgliedstaaten der Europäischen Union, für die das gilt. Weltweit stehen rund 70 Länder ganz oder teilweise auf der Risikoliste des RKI. Neben Kroatien und Bulgarien kommen am Sonntag auch Kamerun, Singapur und die Republik Kongo hinzu. Gestrichen werden Kenia, Kosovo, Irak und Honduras. Als Hochrisikogebiete werden Länder und Regionen mit einem besonders hohen Infektionsrisiko eingestuft.

Sonntag, 24. Oktober, 7.22 Uhr

Corona-Inzidenz deutschlandweit deutlich über 100 - 13.732 Neuinfektionen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 überschritten. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit exakt 106,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei exakt 100 gelegen, vor einer Woche bei 72,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13.732 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 8682 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 23 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 17 Todesfälle gewesen. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45).

Samstag, 23. Oktober, 18.58 Uhr

Virologe Kekulé rechnet mit Corona-Ende im Mai 2022
Deutschland steuert auf das Ende der Corona-Pandemie zu. Steigende Impfquoten und die 3G-Strategie erlauben es, dass sich das Leben langsam, aber sicher normalisiert. Auch der Hallenser Virologe Alexander Kekulé rechnet mit einem baldigen Ende der Pandemie, wie er gegenüber N-TV erklärt.

Zwar sei eine Überlastung des Gesundheitswesens in Deutschland nicht mehr zu erwarten, doch bisher gebe es noch zu viele Ungeimpfte, um die Corona-Pandemie sofort als beendet zu erklären, mahnt der Virologe. Allerdings: „Die Pandemie, so wie wir sie kennen, wird am 31. Mai 2022 zu Ende sein“, so Kekulé. Dann sei die Winterwelle zu Ende – ähnlich wie die jährliche Influenzasaison.

Samstag, 23. Oktober, 15.05 Uhr

Infektionen steigen rasch – aber mehr als 25 Millionen sind noch ungeimpft

Angesichts der deutlich steigenden Corona-Infektionen raten viele Experten zum Impfen. Doch dies ging in Deutschland zuletzt nur noch schleppend voran. Bisher haben sich laut den offiziellen Meldedaten knapp 70 Prozent mindestens eine Dosis gegen Covid-19 spritzen lassen. Gut 66 Prozent gelten als vollständig geimpft.

Reicht das angesichts der Pandemie-Entwicklung? Die Inzidenz – die Zahl der Infektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner – hat in Deutschland gerade den Wert von 100 erreicht.

Der Anteil der Geimpften kann Erinnerungen wecken an die frühe Phase der Pandemie 2020: Damals hatten Fachleute davon gesprochen, dass zum Erreichen der Herdenimmunität ungefähr zwei Drittel der Bevölkerung durch Impfung oder Infektion immun geworden sein müssten. Diese Schwelle wäre nun ungefähr erreicht – allerdings gilt die Annahme von einst mittlerweile als überholt.


Samstag, 23. Oktober, 13.09 Uhr

Viele „Lockdown-Hunde“ landen in britischen Tierheimen

Viele Briten, die sich im Corona-Lockdown einen Hund zugelegt haben, scheinen diesen bald wieder loswerden zu wollen. Und etliche Hunde werden dann offenkundig als angebliche Streuner bei Tierheimen abgegeben, wie die BBC am Samstag berichtete. Teilweise sollen die Halter vorher vergeblich versucht haben, die Tiere auf Internetplattformen zu verkaufen, berichteten Beschäftigte der Branche.

„Es sind definitiv beispiellose Zahlen im Moment“, sagte Sara Rosser vom Hope Rescue Centre im walisischen Rhondda Cynon Taf dem britischen Sender. „Streunende Hunde müssen wir annehmen, daher überspringen derzeit viele falsche Streuner die Schlange.“ Diese sei derzeit so lang wie noch nie in der 15-jährigen Geschichte des Tierheims. Andere Heime berichten von ähnlichen Erfahrungen.

Die Organisation geht davon aus, dass der hohe Bedarf noch bis zu zwei Jahren anhalten könnte. Im ersten Jahr der Pandemie sollen sich mehr als drei Millionen britische Haushalte ein neues Haustier angeschafft haben, wie aus Zahlen der Pet Food Manufacturers‘ Association hervorgeht.



Samstag, 23. Oktober, 11.49 Uhr

Britische Regierung schließt erneuten Lockdown aus

Trotz rapide steigender Corona-Zahlen hat die britische Regierung einen erneuten Lockdown zur Eindämmung der Pandemie ausgeschlossen. „Dank der Impfstoffe sind wir in einer ganz anderen Situation als vor einem Jahr“, sagte der britische Finanzminister Rishi Sunak in einem Interview mit der „Times“.

Es gebe zwar eine Reihe möglicher Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus im Winter, „aber zu diesen Optionen gehören keine Lockdowns oder andere signifikante Einschränkungen der Wirtschaft“. Die Regierung sieht für den Fall einer Zuspitzung der Corona-Lage in England einen sogenannten Plan B vor. Zu dem gehören jedoch lediglich seichte Maßnahmen wie eine Wiedereinführung der Maskenpflicht oder die Empfehlung, wieder von zuhause zu arbeiten.

Trotz zuletzt um die 50.000 Neuinfektionen pro Tag und eines starken Anstiegs der Corona-Todesfälle will die Londoner Regierung jedoch selbst diesen Plan B derzeit noch nicht umsetzen. Seit Mitte Juli gelten in England so gut wie keine Corona-Maßnahmen mehr.

Samstag, 23. Oktober, 10.44 Uhr

Österreich droht Ungeimpften mit Lockdown

Österreichs Regierung erhöht in der Corona-Krise mit einer drastischen Drohkulisse den Druck auf ungeimpfte Menschen. Bei einer dramatischen Verschärfung der Lage auf den Intensivstationen müssten ungeschützte Menschen mit Ausgangsbeschränkungen rechnen, sagte Österreichs Bundeskanzler Alexander Schallenberg am Freitagabend nach einer Sitzung mit den Ministerpräsidenten.

„Wir sind drauf und dran, in eine Pandemie der ungeschützten Ungeimpften hineinzustolpern“, sagte der Regierungschef. Einen Lockdown für Geimpfte oder Genesene schloss Schallenberg aus. Er hoffe auf eine Signalwirkung dieser Pläne. Es gebe noch zu viele „Zögerer und Zauderer“, sagte Schallenberg mit Blick auf die Impf-Skeptiker.

Samstag, 23. Oktober, 9.58 Uhr

„Freedom Day“ bringt England nicht den erhofften Wirtschafts-Schub

Der „Freedom Day“ in England vor 100 Tagen mit dem Ende fast aller Corona-Regeln hat nach Ansicht von Experten der Wirtschaft nicht den erhofften Schub gegeben. Zwar sei die Nachfrage enorm, und Restaurantbuchungen lägen deutlich über dem Niveau vor der Pandemie, sagte die Ökonomin Liz Martins von der Großbank HSBC der Deutschen Presse-Agentur in London. „Aber die Erholung ist nach wie vor nicht vollständig.“ Verbraucherorientierte Dienstleistungen seien noch immer deutlich unter dem Vorkrisenstand.

Am 19. Juli hatte der britische Premierminister Boris Johnson so gut wie alle Corona-Regeln in England aufgehoben. Auch Abstandsregeln und Maskenpflicht sind seitdem nicht mehr vorgeschrieben. Nachtclubs, Discos und Pubs können unbegrenzt und ohne Vorlage eines Impfpasses Gäste empfangen.

„Der Umfang und das Tempo der Wiedereröffnung haben einige akute Probleme dabei offenbart, die Nachfrage zu decken“, sagte Michal Stelmach vom Beratungsunternehmen KPMG . Dadurch habe sich ein Mangel an Waren sowie Arbeitskräften ergeben, hinzu gekommen seien Probleme innerhalb der Lieferkette, etwa die Engpässe bei Halbleitern, die den weltweiten Produktionsprozess behinderten.

Samstag, 23. Oktober, 7.26 Uhr

Corona-Inzidenz erreicht erstmals seit Mai 100er-Marke

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland hat erstmals seit Mitte Mai den Wert von 100 erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit exakt 100,0 an. Am Vortag hatte der Wert bei 95,1 gelegen, vor einer Woche bei 70,8.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15.145 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 10.949 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 86 Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen - den für eine mögliche Verschärfung der Corona-Beschränkungen wichtigsten Parameter - gab das RKI am Freitag mit 2,68 an (Donnerstag 2,45).

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