Ungeimpfte in Quarantäne bekommen ab spätestens 1. November keine Lohnfortzahlung mehr. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Keine Lohnfortzahlung mehr für Ungeimpfte in Quarantäne – Liveblog

Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne endgültig wegfällt - bis auf Ausnahmen. Startschuss ist bald. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 943.567 bestätigte Fälle – 41.900 aktuell Infizierte – 17.659 Todesfälle, Wocheninzidenz: 69 (Stand: 21.9.2021).
  • Spätestens ab dem 1. November sollen die meisten Nicht-Geimpften bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne keine Entschädigung mehr bekommen. Darauf haben sich Bund und Länder geeinigt.
  • Jens Spahn erwartet im kommenden Frühjahr eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus und damit das Ende der Pandemie. Eine neue Virusvariante wäre das Einzige, was dem im Weg stehen würde.
  • Ein junger Tankstellen-Kassierer weist einen Kunden in Rheinland-Pfalz auf die Maskenpflicht hin. Der Kunde ist erbost, kommt später wieder und erschießt den Angestellten.
  • Die Vereinigten Staaten wollen ihre strengen Corona-Einreisesperren für Geimpfte abschaffen.
  • Laut einer Studie ist der Biontech-Impfstoff für Kinder von 5 bis 12 Jahren gut verträglich. Der Hersteller ist weltweit der erste, der eine Zulassung für Kinder offiziell beantragt.
  • Kassenärztechef Andreas Gassen spricht sich für das Ende aller Corona-Beschränkungen zum 30. Oktober als Anreiz zum Impfen aus.

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Mittwoch, 22. September, 17.26 Uhr

Innenministerium: Tat von Idar-Oberstein war Einzelfall

Die Tötung eines Tankstellenmitarbeiters in Idar-Oberstein stellt nach Einschätzung des Bundesinnenministeriums einen Einzelfall dar. Die Tat zeige „ein dramatisches Ausmaß an Verrohung in der Gesellschaft“, sagte ein Sprecher am Mittwoch in Berlin. „Nach allen Erkenntnissen, die wir bisher haben, handelt es sich um einen Einzelfall“ – wenngleich es ein extremer Einzelfall gewesen sei. Daraus ließen sich aber keine „generalisierenden Rückschlüsse“ ziehen. Es gebe derzeit keine Erkenntnisse über weitere Beteiligte „im strafrechtlichen Sinne“.

Einem 49-jährigen Deutschen wird vorgeworfen, einen 20 Jahre alten Tankstellen-Mitarbeiter am Samstagabend im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein in den Kopf geschossen zu haben. Zuvor hatte dieser ihn gebeten, eine Maske zu tragen. Nach seiner Festnahme sagte der Täter den Ermittlern zufolge, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne.

Mittwoch, 22. September, 16.31 Uhr

63,4 Prozent aller Menschen in Deutschland vollständig geimpft

63,4 Prozent der Menschen in Deutschland sind nun vollständig gegen Corona geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch hervor. Demnach wurden am Dienstag 222.988 verabreichte Impfdosen gemeldet. Etwa 56 Millionen Menschen (67,4 Prozent) haben inzwischen mindestens eine Impfung bekommen, 52,7 Millionen sind vollständig geimpft. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hob via Twitter hervor: „Sehr wichtig: 86 Prozent der Ü-60-Jährigen haben sich bereits für den Schutz durch Impfung entschieden.“ Schließlich schütze nur eine Impfung verlässlich vor einer schweren Corona-Erkrankung im Herbst und Winter.

Mittwoch, 22. September, 15.23 Uhr

Fördergelder für Luftfilter bisher kaum abgeflossen

Die Fördergelder des Bundes für den Einbau von Luftfiltern in öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kitas fließen bisher nur langsam. Das zeigen Antworten des Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfragen der FDP und den Grünen im Bundestag. „Welt“ und „Neue Osnabrücker Zeitung“ hatten darüber zuerst berichtet. Demnach sind von dem seit Oktober 2020 laufenden und inzwischen auf eine Milliarde Euro angewachsenen Förderprogramm zum Umbau oder zur Aufrüstung bestehender fester Lüftungssysteme erst knapp 460.000 Euro ausgezahlt worden. Gelder in Höhe von 546 Millionen Euro sind immerhin „gebunden“, also beantragt. Kein Geld wurde bisher vom in diesem Sommer eingerichteten 200-Millionen-Euro-Fördertopf des Bundes zur Anschaffung mobiler Luftfilter in Klassenzimmern und Kitas abgerufen.


Mittwoch, 22. September, 13.46 Uhr
Bundesweit einheitlich: Ungeimpfte bekommen spätestens ab November keine Lohnfortzahlung mehr

Bei Verdienstausfällen wegen angeordneter Corona-Quarantäne sollen die meisten Nicht-Geimpften spätestens ab 1. November keine Entschädigung mehr bekommen.

Darauf verständigten sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch mehrheitlich in einem Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Bremen und Thüringen enthielten sich offenbar bei der Abstimmung. Betroffen sind davon nur Menschen, für die es eine Impfempfehlung gibt und die sich auch impfen lassen können. Bei den Beratungen der Minister ging es um eine bundesweit einheitliche Linie. Erste Länder hatten bereits jeweils für sich entschieden, dass Nicht-Geimpfte bald keinen Entschädigungsanspruch mehr haben sollen.

Mittwoch, 22. September, 12.04 Uhr
Neue Version der Corona-Warn-App bereit für Booster-Impfung
Die Corona-Warn-App des Bundes ist in der neuen Version in der Lage, die Nutzer schnell über eventuell anstehende Auffrischungsimpfungen zu informieren. Damit passt das Projektteam aus Robert Koch-Institut, SAP und Deutscher Telekom die App weiterhin an das aktuelle Pandemie-Geschehen an.

Die aktuelle Version 2.10 wird schrittweise in den kommenden Tagen bereitgestellt.

Mittwoch, 22. September, 10.46 Uhr
Psychologe: Mehr Arbeitsstörungen bei Studierenden
Aus Sicht eines psychologischen Studienberaters haben Arbeitsstörungen bei Studierenden durch die Pandemie deutlich zugenommen – etwa das Aufschieben von Arbeiten.

Viele seien sehr auf sich allein gestellt gewesen, als Präsenzveranstaltungen weggefallen und Lernorte wie Bibliotheken geschlossen oder nur beschränkt zugänglich gewesen seien, sagte der Leiter der Beratungsstelle des Studierendenwerks Tübingen-Hohenheim, Stefan Balz, der „Stuttgarter Zeitung“.

Mittwoch, 22. September, 9.05 Uhr

Quarantäne: Keine Lohnfortzahlung für Ungeimpfte?

In der Corona-Krise wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über ein einheitliches Vorgehen beim finanziellen Ausgleich für angeordnete Quarantäne beraten. Im Gespräch ist ein Ende der Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen angeordneter Quarantäne für Ungeimpfte ab 11. Oktober.

Mittwoch, 22. September, 8.06 Uhr

Karl Lauterbach: volle Stadien auch unter 2G nicht sinnvoll

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich selbst unter Anwendung der 2G-Regel gegen volle Fußball-Arenen ausgesprochen, zu denen nur geimpfte und genesene Menschen Zutritt hätten.

„Leider ist es auch unter 2G-Bedingungen im Moment noch nicht sinnvoll, die Stadien ganz zu füllen“, sagte Lauterbach der Deutschen Presse-Agentur. Vor dem Hintergrund des Nachlassens des Impfschutzes stelle etwa die Anreise ein Problem dar, ergänzte der SPD-Politiker mit Blick auf die Menschenmassen, die normalerweise in Richtung Stadion strömen. „Halb gefüllte Stadien sind kein Problem mit 2G“, stellte er klar.

Mittwoch, 22. September, 7.21 Uhr

Corona: 10.454 Neuinfektionen – Inzidenz bei 65,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Deutschland weiter rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 65,0 an. Am Vortag hatte der Wert bei 68,5 gelegen, vor einer Woche bei 77,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 10.454 Corona-Neuinfektionen.

Mittwoch, 22. September, 6.12 Uhr

Spahn zuversichtlich bezüglich Ende der Pandemie im Frühjahr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet im kommenden Frühjahr mit einer Herdenimmunität gegen das Coronavirus und damit mit einem Ende der Pandemie.

„Wenn keine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr unwahrscheinlich ist, dann haben wir die Pandemie im Frühjahr überwunden und können zur Normalität zurückkehren“, sagte der CDU-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwoch).

Mittwoch, 22. September, 5.16 Uhr
WHO vermeldet weltweiten Rückgang der Zahl von Corona-Fällen

Die Zahl der der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldeten Covid-19-Fälle ist gesunken. Vorige Woche wurden der WHO 3,67 Millionen Fälle gemeldet, 9 Prozent weniger als in den sieben Tagen zuvor, wie die UN-Behörde am Dienstagabend in Genf berichtete.

Zuvor waren die Zahlen seit Anfang Juni kontinuierlich angestiegen und hatten im August ein Plateau erreicht.

Dienstag, 21. September, 21.17 Uhr

Gesundheitsminister beraten über Entschädigungen bei Quarantäne

In der Corona-Krise wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch über ein einheitliches Vorgehen beim finanziellen Ausgleich für angeordnete Quarantäne beraten. In ersten Ländern sollen Ungeimpfte bald keinen Anspruch auf Entschädigung für Verdienstausfälle mehr haben. Das Bundesinfektionsschutzgesetz sieht dies bereits vor, wenn eine Absonderung hätte vermieden werden können, indem man eine empfohlene Schutzimpfung in Anspruch nimmt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte grundsätzlich Sympathie für eine solche Linie erkennen lassen und erläutert, die Handhabung liege aber bei den Ländern. Auch aus den Ländern waren Rufe nach einem einheitlichen Vorgehen laut geworden. Konkret geht es um Ausgleich für Verdienstausfälle durch den Staat bei Quarantäne, etwa wenn man Kontaktperson von Infizierten war.

Dienstag, 21. September, 19.34 Uhr

In 15 der 16 Länder mindestens 60 Prozent der Einwohner geimpft

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland haben jetzt in 15 der 16 Bundesländer mindestens 60 Prozent der Einwohner zumindest eine erste Impfung erhalten. Unter dieser Schwelle liegt nach Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Dienstag nur noch Sachsen mit 57,1 Prozent. Bundesweit haben inzwischen 55,9 Millionen Menschen oder 67,3 Prozent aller Einwohner mindestens eine Impfung bekommen. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nun 52,6 Millionen Menschen oder 63,3 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Dienstag, 21. September, 18.19 Uhr

Studie: Corona hat Solo-Selbstständige hart getroffen

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie haben einer neuen Studie zufolge Selbstständige besonders hart getroffen. Mehr als ein Drittel von ihnen habe im Verlauf der Krise Einkommen eingebüßt, berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Dienstag. Insbesondere Solo-Selbstständige ohne Mitarbeiter, die ohnehin oft unter prekären Bedingungen arbeiteten, habe die Krise schwer belastet.

Während sich an der Einkommensverteilung bei den Arbeitnehmern wenig verändert habe, sei bei den Selbstständigen eine klare Verschiebung nach unten festzustellen, heißt es in der Studie. Der Anteil derjenigen mit weniger als 1500 Euro netto im Monat habe sich verdoppelt. Am stärksten betroffen seien solo-selbstständige Frauen, von denen aktuell 33 Prozent weniger als 1500 Euro verdienten. Von den solo-selbstständigen Männern fielen 18 Prozent in diese Kategorie.

Dienstag, 21. September, 16.24 Uhr

OECD: Anziehende Weltwirtschaft vom Impffortschritt abhängig
Die Weltwirtschaft wächst nach einer Prognose der Industriestaaten-Organisation OECD deutlich stärker als angesichts der Pandemie vor einem Jahr erwartet.

Allerdings verläuft die vom Impffortschritt und Stützungsmaßnahmen angetriebene Erholung uneinheitlich, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris mit.

Dienstag, 21. September, 13.35 Uhr

Ungeimpft in Quarantäne: Was Arbeitnehmer wissen müssen
Bei einem Verdienstausfall im Falle einer Corona-Quarantäne ist bislang erstmal der Staat eingesprungen. Nun wollen erste Bundesländer eine schon bestehende gesetzliche Regelung ziehen und den Anspruch für Ungeimpfte beenden.

An diesem Mittwoch (22. September) wollen die Gesundheitsministerinnen und -minister über eine möglichst einheitliche Linie beraten. Was gilt bislang, und was soll sich ändern? Wichtige Fragen und Antworten im Überblick.

Dienstag, 21. September, 12.12 Uhr
Rückzahlung von Corona-Soforthilfen: Droht NRW eine Klagewelle von Selbstständigen?

Nordrhein-Westfalen droht eine Klagewelle von Solo-Selbstständigen und Kleinstunternehmern wegen der Rückzahlung von Corona-Hilfen. Das berichtet die Rheinische Post (RP). Ein Sprecher des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga erklärte gegenüber der RP, es gebe mehrere E-Mails, aus denen nicht klar geworden sei, ob durch diese die Rahmenbedingungen nachträglich verändert worden seien. Das aber dürfe aber nicht sein. Hunderttausende Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmer müssten danach mehr zurückzahlen, als bisher gedacht, so der Verband. Die Dehoga empfahl, gerichtlich vorzugehen. Viele Selbstständige seien dem Aufruf bereits gefolgt.

Der Bund hatte Anfang 2020 unbürokratisch Soforthilfen in Höhe von 9000 Euro gezahlt, von denen es zunächst hieß, sie müssten nicht zurückgezahlt werden.

Dienstag, 21. September, 10.59 Uhr

Paul Ehrlich-Preis für Gründer und Mitarbeiter von Biontech

Die Menschen hinter dem Corona-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech werden mit dem den Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 geehrt.

Die drei Preisträger erhalten die Auszeichnung „für ihre Erforschung und Entwicklung von messenger-RNA zu präventiven und therapeutischen Zwecken“, wie der Stiftungsrat am Dienstag in Frankfurt am Main bekanntgab. Das Preisgeld in Höhe von 120.000 Euro teilen sich die Biontech-Gründer, das Ärzte-Ehepaar Özlem Türeci (54) und Uğur Şahin (56), und die Biochemikerin Katalin Karikó (66), die sich 2013 dem Unternehmen anschloss.

Die Auszeichnung gilt als eine der bedeutendsten Ehrungen in der medizinischen Grundlagenforschung.

Dienstag, 21. September, 9.00 Uhr
Karnevalsauftakt in Köln: Stadt will 3G-Zone in Altstadt einrichten
Zum traditionellen Karnevalsauftakt am 11.11. will die Stadt Köln Teile der Altstadt und rund um die bei Jecken beliebte Zülpicher Straße zu einer 3G-Zone machen: Zutritt hätte damit nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist, wie nach einem Runden Tisch mit den Karnevalsverantwortlichen mitgeteilt wurde. Per Allgemeinverfügung solle es eine „Zutrittsregelung“ geben, die unter anderem rund um den Heumarkt gilt.

Unter anderem hier, rund um den Kölner Heumarkt, soll es zu Karnevalsbeginn eine „Zutrittsregelung“ geben. So will die Stadt einen Karnevalsauftakt unter Corona-Bedingungen organisieren. © picture alliance / dpa/Archivbild © picture alliance / dpa/Archivbild

Auf dem Platz selbst – wo es wie gewohnt eine Bühne geben soll – setzt der Veranstalter sogar auf die 2G-Regel: Dort darf nur rein, wer geimpft oder genesen ist. Auch das sogenannte Kwartier Latäng rund um die Zülpicher Straße soll laut Mitteilung vom Montagabend mit einer 3G-Zutrittsregel belegt werden. Die Straße mit vielen Kneipen war vor Corona zum Karnevalsauftakt und an Karneval selbst stets dicht gefüllt.

Dienstag, 21. September, 8.27 Uhr
Corona-Inzidenz in NRW erstmals seit einem Monat wieder unter 70
Zum ersten Mal seit einem Monat ist die Corona-Neuinfektionsrate in Nordrhein-Westfalen wieder unter die Marke von 70 gesunken. Am Dienstag wies das Robert Koch-Institut (RKI) 69,0 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner aus. Am Vortag hatte der Wert noch bei 73,0 gelegen.

Zuletzt hatte die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI am 18. August mit 64,6 unter der 70-er-Marke gelegen. Binnen eines Tages gab es in NRW 21 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus; die Gesamtzahl der Todesfälle in NRW seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 17 659. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Neuinfektionsrate besonders hoch, auch hier aber mit abnehmender Tendenz.

Dienstag, 21. September, 7.31 Uhr
Stadt Dortmund kassierte Rekordhilfe
In keine andere Stadt im Regierungsbezirk Arnsberg sind so hohe Corona-Wirtschaftshilfen geflossen wie nach Dortmund. In Summe kamen knapp 198 Millionen Euro (197.5696.208 Euro) aus den von Bund und Land aufgestellten Töpfen wie Novemberhilfe, Dezemberhilfe und den diversen Überbrückungshilfen nach Dortmund.

19 Prozent also von den insgesamt 1,04 Milliarden Euro, die im Regierungsbezirk Arnsberg ausgeschüttet wurden. Auf Platz zwei rangiert Bochum mit gut 131 Millionen Euro (12,6 Prozent).


Dienstag, 21. September, 6.00 Uhr
Tankstellen-Mitarbeiter wegen Corona-Maske erschossen
Ein 49-Jähriger soll einen Kassierer in einer Tankstelle erschossen haben, der ihn auf die Corona-Maskenpflicht aufmerksam machte.

Der Mann habe sich in Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) nach einer Zurückweisung beim Bierkauf derart über die Situation geärgert, dass er zuhause einen Revolver eingesteckt habe und erneut zur Tankstelle gefahren sei, um den 20-jährigen Verkäufer zu provozieren, berichtete Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann aus der Einlassung des Tatverdächtigen.

Blumen und Kerzen sind in Gedenken vor der Tankstelle aufgestellt. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Als der junge Student, der als Aushilfe an der Tankstelle jobbte, ihn bei seinem zweiten Besuch erneut auf die Maskenpflicht hinwies, habe der 49-Jährige dem Kassierer „gezielt von vorne in den Kopf“ geschossen, sagte Fuhrmann. Das Opfer sei sofort tot gewesen.

Dienstag, 21. September, 5.05 Uhr
RKI registriert 4664 Corona-Neuinfektionen bundesweit
Die 7-Tage-Inzidenz ist in Deutschland erneut leicht rückläufig. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 68,5 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 71,0 gelegen, vor einer Woche bei 81,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4664 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.04 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6325 Ansteckungen gelegen.

Montag, 20. September, 20.18 Uhr

Corona-Spürhunde im Einsatz: Hochschule zieht positives Zwischenfazit

Nach dem ersten Praxiseinsatz von Corona-Spürhunden bei einem Konzert hat die Tierärztliche Hochschule Hannover ein positives Zwischenfazit gezogen. Die Hunde hätten alle eingebauten Schweißproben erkannt, teilte die Hochschule am Montag mit. Um wie viele Proben es sich dabei handelte, war zunächst nicht bekannt. Bei dem Konzert wurden demnach inaktivierte positive Proben platziert. Damit sollte kontrolliert werden, ob die Tiere in der Lage sind, mit dem Coronavirus infizierte Menschen zu erkennen.

Die Spürhunde waren am Sonntag beim Konzert der Band Fury in the Slaughterhouse in Hannover im Einsatz. Zugelassen waren 500 Besucher, alle mussten vorher einen Antigen-Schnelltest und einen PCR-Test machen und eine Schweißprobe für die Hunde abgeben. Fünf bis sechs Hunde sollten im Einsatz sein, dabei sollten die Tiere nicht durch die Menschenmenge laufen, sondern davon abgesondert die Proben beschnüffeln.

Montag, 20. September, 18.14 Uhr

USA heben Corona-Reisestopp für Geimpfte auf

Das lange Warten auf Reisen nach Amerika hat ein Ende: Ab November können Ausländer mit einer Corona-Impfung wieder in die Vereinigten Staaten einreisen. Das kündigte der Coronavirus-Koordinator des Weißen Hauses, Jeffrey Zients, am Montag an.

Die Lockerungen kommen nach gut eineinhalb Jahren eines weitgehenden Einreisestopps für Menschen aus zahlreichen Ländern, darunter für Einwohner der EU und Briten. Die Reisebranche und die Wirtschaft dürften damit aufatmen, aber auch viele Privatleute, die über Monate von Familienmitgliedern und Freunden getrennt waren und auf US-Urlaube verzichten mussten.

Montag, 20. September, 16.15 Uhr
Pflegeverband gegen den „Freedom-Day“

Kassen­ärzte­chef Andreas Gassen hat mit seinem Vorstoß für ein Ende der Corona-Beschränkungen für Diskussionen gesorgt. Der Deutsche Berufs­verband für Pflege­berufe (DBfK) hat sich jetzt allerdings deutlich dagegen ausgesprochen, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Mit diesem sogenannten ‚Freedom Day‘ eine Art Impf­dead­line festlegen zu wollen ist verant­wortungs­los“, sagte DBfK-Präsidentin Christel Bien­stein dem RND. Sie rechne für den Herbst mit einem weiteren Anstieg der Infektionen und „zum wiederholten Male“ einer starken Belastung auf den Corona-Stationen. „Die Pflegefachpersonen sind seit über 18 Monaten am Limit, der Personalmangel ist nach wie vor massiv und die Kolleginnen und Kollegen brauchen endlich Entlastung“, so Bienstein.


Montag, 20. September, 13.12 Uhr

Biontech: Impfung wirksam und sicher bei jüngeren Kindern
Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich erwiesen und ruft eine stabile Immunantwort hervor. Die Daten der klinischen Studie sollen so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden, wie die beiden Impfstoffhersteller am Montag mitteilten.

„Wir sind froh, dass wir vor dem Beginn der Wintersaison den Zulassungsbehörden die Daten für die Gruppe von Kindern im Schulalter vorlegen können“, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin laut Mitteilung. Anders als in der Altersgruppe über zwölf wurde den Kindern von fünf bis elf Jahren für die klinische Studie der Phase 2/3 nur ein Drittel der Dosis verabreicht.

Montag, 20. September, 12.22 Uhr
63,1 Prozent vollständig geimpft
Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind nun 63,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Die nötige zweite Spritze erhielten 52,5 Millionen Menschen, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hob hervor, dass damit nun 78 Prozent der Erwachsenen in Deutschland mindestens einmal geimpft sind – voll geimpft sind laut Robert Koch-Institut (RKI) 73,8 Prozent der über 18-Jährigen.

Montag, 20. September, 11.20 Uhr

Corona-Gedenkstätten sollen Schmerz der Welt lindern

Überall auf dem Globus haben Menschen Angehörige und Freunde durch Covid-19 verloren. Mehr als 4,5 Millionen Menschen sind weltweit gestorben.

Um an sie zu erinnern, entstehen in vielen Ländern Denkmäler, Gedenkwälder, Skulpturen oder Webseiten. In welcher Form auch immer: Sie sollen helfen, das Leid auf persönlicher sowie kollektiver Ebene zu verarbeiten.

Die wohl bekannteste Gedenkstätte steht im Herzen des Londoner Regierungsviertels. Über mehrere Hundert Meter hinweg reihen sich große und kleine rote Herzen auf einer Mauer am Themse-Ufer. Familien und Freunde haben sie in Gedenken an die Gestorbenen aufgemalt.

Herzen zieren die nationale Gedenkmauer für Menschen die an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben sind.
Herzen zieren die nationale Gedenkmauer für Menschen die an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben sind. © picture alliance/dpa/XinHua © picture alliance/dpa/XinHua

Montag, 20. September, 10.02 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW sinkt auf 73

In der Corona-Pandemie ist die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen abermals leicht gesunken. Wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts am Montagmorgen hervorgeht, gab es binnen sieben Tagen 73,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Einen Tag zuvor hatte der Wert in dem Bundesland 73,6 betragen und eine Woche zuvor 99,3. Ein weiterer Mensch ist in NRW zuletzt innerhalb eines Tages in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben.

Mit Stand vom Freitag lagen 1314 Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern (Vortag: 1355), 430 davon auf Intensivstationen (Vortag: 424). 277 mussten beatmet werden (Vortag: 264). 473 Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeiten waren demnach am Freitag verfügbar, neun weniger als am Vortag.

Montag, 20. September, 8.39 Uhr

NRW-Gastgewerbe erholt sich etwas vom Corona-Schock

Nach den heftigen Einbußen in der Corona-Krise kommt Nordrhein-Westfalens Gastgewerbe allmählich wieder auf die Beine, der Weg zurück zum Vorkrisenniveau ist aber noch weit. Im Juli stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 6,3 Prozent, wie das Landesstatistikamt am Montag mitteilte.

Im Vergleich zum Juli 2019 war es aber noch ein dickes Minus von 26,8 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe lag im Juli 2021 um 3,0 Prozent unter dem Niveau von Juli 2020. Die Hotelbranche ist besonders betroffen von den Corona-Folgen. Hier war der Umsatz im Juli den Angaben zufolge um 16,2 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Vergleich zu Juli 2019 dagegen sanken die Umsätze um 41,4 Prozent.

Die Gastronomieunternehmen verbuchten im Juli um 4,4 Prozent höhere Umsätze als ein Jahr zuvor. Gegenüber Juli 2019 verringerte sich der Umsatz um 22,2 Prozent.

Nach den heftigen Einbußen in der Corona-Krise kommt Nordrhein-Westfalens Gastgewerbe allmählich wieder auf die Beine.
Nach den heftigen Einbußen in der Corona-Krise kommt Nordrhein-Westfalens Gastgewerbe allmählich wieder auf die Beine. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Montag, 20. September, 7.29 Uhr
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet Anfang kommenden Jahres die Zulassung für einen Impfstoff für die Jüngsten
„Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren im ersten Quartal 2022 kommt“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). „Dann könnten wir auch die Jüngeren noch besser schützen.“

Der Minister wies zugleich darauf hin, zwischen der Zulassung und einer Impfempfehlung durch die Stiko könne dann noch einmal Zeit vergehen. „Eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission wird auch in diesem Fall zeitlich etwas später kommen“, sagte Spahn.

Montag, 20. September, 6.17 Uhr

Abwärtstrend bei Infektionszahlen stoppt vorerst

Der Abwärtstrend bei den Infektionszahlen ist vorerst gestoppt. Nachdem die 7-Tage-Inzidenz an sechs Tagen hintereinander gefallen war, stieg sie nun wieder leicht.


Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 71,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 70,5 gelegen, vor einer Woche bei 81,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3736 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 5511 Ansteckungen gelegen.


Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 12 Todesfälle gewesen.

Montag, 20. September, 5.15 Uhr
Forscher beklagen mangelnde Daten zu Long-Covid bei Jüngeren
Die Problematik von Long-Covid bei Kindern und Jugendlichen lässt sich anhand der aktuellen Studienlage kaum beurteilen. Das schreiben australische Forscher in einem Übersichtsartikel in „The Pediatric Infectious Disease Journal“.

Die Frage nach Long-Covid – als dem Anhalten von Corona-Symptomen über viele Wochen – ist brisant, weil das Syndrom ein Argument für Kinder-Impfungen sein könnte, sollte es weit verbreitet sein.

Eine Corona-Infektion verläuft bei Kindern und Jugendlichen in der Regel deutlich milder als bei Erwachsenen. Die meisten Kinder entwickeln keine Symptome, manche erkranken leicht.

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