Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe hat an 1,4 Millionen Menschen mit vollständigen Impfschutz postalisch QR-Codes verschickt. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Impfzentren verschicken seit heute Digitale Impfpässe – Liveblog

Geimpfte bekommen Post: Die Impfzentren verschicken seit heute QR-Codes für den Digitalen Impfpass. Bald soll der Zugang sogar noch einfacher werden. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 814.893 bestätigte Fälle – 7.700 aktuell Infizierte – 17.048 Todesfälle, Wocheninzidenz: 9,2 (Stand: 21.06.2021).
  • Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe verschickt ab heute QR-Codes an 1,4 Millionen Menschen, die ihre Erst-und Zweitimpfung in einem Impfzentrum erhalten haben. Mit diesem kann der Digitale Impfpass auf dem Handy abgerufen werden.
  • Ab Montag gilt in NRW eine neue Coronaschutzverordnung. Sie hebt die Maskenpflicht im Freien weitgehend auf, aber auch sonst gibt es Lockerungen. Partys können im kleinen Rahmen (Innen: 50 getestete Gäste plus Geimpfte und Genesene, Außen: 100 Gäste plus GG) wieder stattfinden. Nur in Köln bleibt die Maskenpflicht im Freien an ausgewählten Orten bestehen.
  • Ab Mittwoch, 23. Juni, können in NRW wieder Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren vereinbart werden. 80.000 Impfdosen stehen dafür in der nächsten Woche, 150.000 in der darauffolgenden Woche zur Verfügung.
  • Das Land NRW und die Kommunalen Spitzenverbände haben sich geeinigt: Eltern sollen insgesamt 2,5 Monate an Kita-Beiträgen zurück bekommen.
  • Ärzte sehen die als besonders infektiös geltende Delta-Variante mit Sorge. Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sorgt sich vor allem um ungeimpfte Kinder.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.



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Montag, 21. Juni, 17.13 Uhr

Impfzentren in Westfalen-Lippe verschicken Impfzertifikate

Alle Menschen, die bereits vollständig in einem Impfzentrum in Westfalen-Lippe geimpft wurden, erhalten Post: Die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) verschickt ab heute QR-Codes für das elektronische Impfzertifikat. Das betrifft in NRW 1,4 Millionen Menschen. Mit der CovPass-App oder über die Corona-Warn-App können die Codes dann gescannt und der Digitale Impfpass so auf dem Smartphone vorgehalten werden. Auch Erstgeimpfte sollen in einem zweiten Schritt den QR-Code postalisch zugesendet bekommen, so die KVWL.

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Ausstellung der Digitalen Impfpässe direkt in den Impfzentren und in den Hausarztpraxen. Bereits jetzt können sich vollständig Geimpfte in den Apotheken den QR-Code für den Digitalen Impfpass aushändigen lassen.

Das digitale Impfzertifikat soll den Papier-Impfpass nicht ersetzen, warnt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Montag, 21. Juni, 16.15 Uhr

Betrug mit Corona-Pandemie: 7200 Ermittlungsverfahren in NRW

Wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben die Staatsanwaltschaften in NRW bislang mehr als 7200 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dies umfasst den Zeitraum vom April 2020 bis Mai 2021, wie das NRW-Justizministerium am Montag dem Landtag mitgeteilt hat. Was die Schadenshöhe angeht, verwies die Justiz auf Angaben des NRW-Innenministeriums, das von 45,3 Millionen Euro Gesamtschaden im Bezug auf 5075 Betrugsfälle ausgeht. Nach Angaben der Justiz mündeten die Ermittlungsverfahren in 810 Anklagen, 1390 Strafbefehle und 764 Verurteilungen. Dem standen 17 Freisprüche gegenüber. Mehr als 3000 Verfahren seien eingestellt worden.

Montag, 21. Juni, 15.33 Uhr

Bis August könnte jeder über 12 Jahren ein Impfangebot bekommen

Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht es in der derzeitigen Pandemie-Phase darum, die richtige Balance zu finden. Mit Blick auf Kinder und Jugendliche , sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin: “Unser Ziel sollte sein, so viel Normalität wie möglich nach den Ferien auch für die Schulen, aber eben auch so viel Sicherheit wie möglich.” Eine Möglichkeit dabei seien Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren. “Wir können bis Ende August, jedem über 12-Jährigen, der geimpft werden will, mindestens die erste Impfung angeboten haben.”

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass jedem über 12 Jahren bis August ein Impfangebot gemacht werden kann. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa


Montag, 21. Juni, 14.02 Uhr
Kliniken weisen Schummelvorwurf um Betten für Covid-Patienten zurück
Deutschlands Krankenhäuser haben Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten aus finanziellen Gründen bei Angaben zu Betten für Covid-19-Behandlungen geschummelt. Der Bundesrechnungshof habe keine Belege für entsprechende Vorwürfe vorgelegt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, am Montag bei einer Veranstaltung seiner Organisation. Seit Tagen wird darüber spekuliert, die Kliniken hätten mit Manipulationen Pauschalzahlungen für frei gehaltene Betten bekommen wollen.

Gaß sagte, die Kliniken hätten die Infrastruktur zur Behandlung zahlreicher möglicher Covid-19-Patientinnen und -Patienten geschaffen. Diese möglichen Intensivbetten seien nicht komplett gebraucht worden. Aber wenn es nötig gewesen wäre, hätten die Behandlungskapazitäten hochgefahren werden können. Insgesamt forderte Gaß einen Kurswechsel in der Krankenhauspolitik mit einer auskömmlicheren Finanzierung.

Montag, 21. Juni, 12.54 Uhr
Nach den Corona-Lockerungen: Einkaufsstraßen füllen sich wieder
Die Lockerungen der coronabedingten Verkaufsbeschränkungen sorgen für mehr Leben in den Innenstädten. Das geht aus Zahlen des auf die Messung von Besucherfrequenzen in Einkaufsstraßen spezialisierten Unternehmens Hystreet hervor. In den zehn größten deutschen Städten liegt die Zahl der Einkaufsbummler demnach inzwischen wieder bei durchschnittlich 72 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Hystreet vergleicht dabei Zahlen der vergangenen vier Samstage mit denen von Mai/Juni 2019. Im Februar 2021, als ein weitreichender Lockdown galt, habe die Zahl der Passanten nur bei 17 Prozent des Februars 2019 gelegen, teilte Hystreet am Montag mit. Die Rückkehr der Passanten fiel dabei nicht überall gleich hoch aus. In Düsseldorf (Schadowstraße) wurden den Angaben zufolge 92 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht, in Hamburg (Spitalerstraße) waren es im Schnitt der vergangenen vier Samstage 80 Prozent.

Montag, 21. Juni, 11.25 Uhr
Neuinfektionen so niedrig wie im August 2020

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter deutschlandweit weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden zehn neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.605.200 an. 90.395 Menschen sind an oder mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

Montag, 21. Juni, 9.51 Uhr

Infektiologe sieht Fußball-EM mit Sorge

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, sieht die Fußball-Europameisterschaft mit Sorge. „Ich verstehe den Drang nach draußen und in die Biergärten. Draußen zu feiern ist sicher besser als in geschlossenen Räumen zu feiern, aber gerade die Begeisterung lässt auch Tröpfchen und Viren fliegen“, sagte der Infektiologe vom Universitätsklinikum Regensburg der Deutschen Presse-Agentur. „In dieser Situation ist die EM beziehungsweise jede große Veranstaltung vermutlich keine gute Idee.“

Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der Münchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen Städten feucht-fröhlich – und vielfach ohne Masken oder Abstand – den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert. Biergärten und Gaststätten waren teilweise brechend voll mit Fans in Deutschland-Trikots, die auf Bildschirmen das Spiel verfolgten. Getrübt wurde die Freude über den Sieg aus Sicht des bayerischen Gesundheitsministers vor allem von der Ignoranz Tausender Fans im Stadion – denn sie trugen entgegen der ausdrücklichen Vorschrift keine FFP2-Masken.

Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der Münchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen Städten feucht-fröhlich - und vielfach ohne Masken oder Abstand - den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert.
Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der Münchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen Städten feucht-fröhlich – und vielfach ohne Masken oder Abstand – den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Montag, 21. Juni, 8.23 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW sinkt weiter

In der Corona-Pandemie sinkt die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. Am Montagmorgen lag sie bei 9,2 und damit um 0,4 niedriger als am Vortag, wie aus der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert bezieht sich auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Unter den kreisfreien Städten und Kreisen hat Hagen mit 29,1 die höchste Inzidenz in NRW. Am besten sieht es in Herford (1,2), Minden-Lübbecke (1,6) und Höxter (2,1) aus. Vier coronabedingte Todesfälle kamen in Nordrhein-Westfalen binnen 24 Stunden hinzu, insgesamt starben in dem Bundesland seit Ausbruch der Pandemie 17.048 Menschen an den Folgen einer Infektion.

Montag, 21. Juni, 7.50 Uhr

Studie: Distanzunterricht so effektiv wie die Sommerferien

Eine Studie stellt dem Distanzunterricht während der Corona-Krise ein schlechtes Zeugnis aus. Forscher der Frankfurter Goethe-Universität haben sich dafür Daten aus aller Welt angesehen – das Ergebnis ist ernüchternd: „Die durchschnittliche Kompetenzentwicklung während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 ist als Stagnation mit Tendenz zu Kompetenzeinbußen zu bezeichnen und liegt damit im Bereich der Effekte von Sommerferien“, erklärte Prof. Andreas Frey, der an der Goethe-Universität Pädagogische Psychologie lehrt, einer der Autoren der Studie.

Montag, 21. Juni, 7.12 Uhr

Intensivmediziner: Weniger Patienten in möglicher vierten Welle

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, rechnet in einer möglichen vierten Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen. „Wir werden, wenn es im Herbst zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen kommt, sehr genau auf die Neuaufnahmen auf den Intensivstationen schauen müssen. Wenn die vulnerablen Gruppen bis dahin sehr gut geimpft sind, könnte es auch bei höheren Inzidenzen viel weniger schwere Verläufe geben“, sagte er der „Rheinischen Post“. Bisher seien die Intensiv-Neuaufnahmen weitestgehend parallel zu den Inzidenzen verlaufen.

Montag, 21. Juni, 6.05 Uhr

Erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 549 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 8,6 an (Vortag: 8,8; Vorwoche: 16,6; Vormonat: 67,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden zehn neue Todesfälle verzeichnet.

Montag, 21. Juni, 5.20 Uhr

Masken im Freien und Tests für Innengastronomie keine Pflicht mehr

Die Maskenpflicht im Freien ist in Nordrhein-Westfalen seit Montag weitgehend aufgehoben. Auch auf Schul- und Pausenhöfen und im Außenbereich von Schulen muss jetzt kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Das sieht die neue Corona-Schutzverordnung des Landes vor, die am Montag in Kraft trat. Im Innenbereich, also auch in Klassenräumen, bleibt die Maskenpflicht aber bestehen. Ausnahme ist die Millionenstadt Köln. Dort bleibt die Maskenpflicht in festgelegten öffentlichen Bereichen noch bis einschließlich 28. Juni gültig. Das hatte der Krisenstab der Stadt beschlossen.

Die neuen landesweiten Regelungen gelten für die Inzidenzstufe 1. Das sind 0 bis 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Alle kreisfreien Städte und Kreise in NRW liegen nun stabil unter der Inzidenz von 35. Auch für Hagen und Wuppertal wird diese Stufe ab Montag wirksam. Die stabilen Werte unter 35 auf kommunaler und landesweiter Ebene bedeuten auch, dass nun in allen Regionen keine Test- oder Impfnachweise mehr für den Besuch der Innengastronomie erforderlich sind.


Sonntag, 20. Juni, 20.58 Uhr
Wieder Erstimpfungen in Mönchengladbach möglich

Wie rp-online berichtet, sind ab Donnerstag wieder Erstimpfungen in Testzentren in Mönchengladbach möglich. Die Stadt erwartet 2700 Dosen für die Impfung von begrenzten Personengruppen.

Sonntag, 20. Juni, 20.00 Uhr
Spahn für Aufrechterhaltung der Maßnahmen in Schulen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für eine Beibehaltung der Corona-Maßnahmen in den Schulen ausgesprochen. Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Die Kultusminister-Chefin Britta Ernst (SPD) ist gegen frühzeitige Festlegungen auf weitere Einschränkungen des Regelunterrichts in den Schulen nach den Sommerferien. „Die KMK hat für Präsenzunterricht plädiert, und das sollte nicht vorzeitig in Frage gestellt werden“, sagte sie dem „Tagesspiegel“.



Sonntag, 20. Juni, 19.00 Uhr
Neuer Tiefstand der Corona-Infektionen in Dortmund

In Dortmund wurden nur vier neue Coronafälle gemeldet, die sich alle einer Familie zuordnen ließen. Die Zahl der Neuinfektionen ist damit so niedrig wie noch nie in diesem Jahr. Zuletzt hat es diesen Wert im September letzten Jahres gegeben.

Sonntag, 20. Juni, 18.30 Uhr
Scholz gegen Steuersenkungen für Unternehmen nach Corona

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich strikt gegen Steuersenkungen für Unternehmen ausgesprochen. Beim Zukunftscamp der SPD warf der Bundesfinanzminister der Unionsführung am Sonntag einen „absurden Einfall“ vor zu sagen, „diese Leute brauchen jetzt erst noch einmal eine Steuersenkung – die ganz viel verdienen, die große Gewinne machen – weil das sei wichtig für die Zukunft“.

Er wies dabei vor allem darauf hin, dass in der Krise 400 Milliarden Euro Schulden aufgenommen und Unternehmen mit hohen Milliardenbeträgen unterstützt worden seien und die Bundesregierung bereits in der Größenordnung von über 100 Milliarden Steuererleichterungen möglich gemacht habe.

Sonntag, 20. Juni, 15.35 Uhr
Weniger Testangebote in Apotheken

Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen die Apotheken ihr Angebot einschränken. Weil die Zahl der vollständig Geimpften zunehme und Infektionsschutzregeln gelockert worden seien, nehme der Bedarf an Tests ab, so der Apothekerverband Abda. Zudem würde der Bund weniger zahlen.

Apotheken wollen aufgrund der fallenden Nachfrage ihre Testangebote verringern. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa



Sonntag, 20. Juni, 15.05 Uhr
Auch Schulzeugnisse sollen digitalisiert werden

Bei der Digitalisierung rücken auch Schulzeugnisse in den Fokus. Ein Testbetrieb für digitale Zeugnisse startet in diesem Sommer in NRW, Berlin und Rheinland-Pfalz, berichtet die Bundesdruckerei. Die digitale Variante sei „einfach, fälschungssicher und datenschutzkonform“, so die Bundesdruckerei.

Sonntag, 20. Juni, 14.10 Uhr
Einstellige Corona-Inzidenz in NRW

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die wichtige Kennziffer am Sonntagmorgen in NRW bei 9,6 (Vortag: 10,0). 220 Neuinfektionen und drei Todesfälle kamen seit Samstag hinzu.

Alle kreisfreien Städte und Kreise in NRW liegen nun stabil unter der Inzidenz von 35, ab der die Stufe 1 mit den großzügigsten Lockerungen gilt. Somit fällt unter anderem die Test- oder Impfpflicht für einen Besuch in der Innengastronomie weg.

Sonntag, 20. Juni, 10.52 Uhr
Neue Coronaschutzverordnung gilt ab Montag in NRW

Ab morgen, 21. Juni gilt eine neue Coronaschutzverordnung in NRW. Der wichtigste Punkt: Die grundsätzliche Maskenpflicht entfällt im Freien. Aber auch sonst gibt es einige Lockerungen mit den sinkenden Inzidenzen. So können Partys in kleinem Rahmen wieder stattfinden (Innen mit 50 Besuchern, draußen mit 100), Freibäder öffnen ihre Liegewiesen. Was ab Montag weiterhin gilt, haben wir hier übersichtlich erklärt:


Sonntag, 20. Juni, 7.38 Uhr
7-Tage-Inzidenz sinkt bundesweit auf 8,8

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 842 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen von heute Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1489 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI heute Morgen mit bundesweit 8,8 an (Vortag: 9,3; Vorwoche: 17,3).

Samstag, 19. Juni, 21.00 Uhr
Gesundheitsminister kritisiert Masken-Ignoranz bei EM

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat kurz nach Abpfiff des EM-Spiels Portugal-Deutschland kritisiert, dass wieder Tausende Fans die Maskenpflicht im Münchner Stadion ignoriert haben.

„Ich finde es fahrlässig, dass sich schon wieder viele Fans im Fußballstadion nicht an die Spielregeln gehalten haben“, sagte der CSU-Politiker laut Mitteilung. „Der DFB ist nun endgültig aufgefordert, plausibel darzulegen, wie er beim nächsten Spiel am Mittwoch die Masken-Regeln um- und durchzusetzen will.“

Samstag, 19. Juni, 19.10 Uhr
Nur wenige Maskenträger im Münchner Stadion

Obwohl die EM-Organisatoren in München angekündigt hatten, die Zuschauer auf den Rängen zum Tragen von Masken zu bewegen, haben nur wenige Fans die vorgeschriebenen FFP2-Masken aufgehabt. Wie schon beim ersten Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verfolgten Tausende Zuschauer die Partie gegen Portugal am Samstag ohne Maske, wie auf Fernsehbildern in der ersten Halbzeit erkennbar war.

Deutschland-Fans im Münchner Stadion jubeln ohne Masken. © Philipp Guelland/EPA Pool/dpa © Philipp Guelland/EPA Pool/dpa



Samstag, 19. Juni, 18.45 Uhr
Unter 1000 Corona-Patienten auf Intensivstation

Erstmals seit acht Monaten ist die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation unter 1.000 gefallen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldet 960 Erwachsene in Behandlung. Ähnlich niedrig war die Zahl zuletzt in der zweiten Oktoberhälfte.


Samstag, 19. Juni, 17.30 Uhr
Kontrollen nach Massenpartys zeigen Wirkung

Nach Randaleakten und Attacken gegen Ordnungskräfte bei ausufernden Partys am vergangenen Wochenende in Münster hat die Polizei das seit Freitag geltende Verweilverbot am Aa-See-Ufer konsequent durchgesetzt. Zu Beginn des Verweilverbotes um 21.00 Uhr hätten sich etwa 70 Personen auf der Feierwiese aufgehalten, die dann aber friedlich abgezogen seien, sagte ein Polizeisprecher.

In Köln verhinderten Polizei und Ordnungskräfte ebenfalls mit verstärkten Einsätzen, dass sich Menschen an beliebten Treffpunkten häufen und versammeln. Auch dort hatte es am vorigen Wochenende illegale Partys mit Hunderten von Feiernden gegeben, von denen viele die noch geltenden Coronaschutzmaßnahmen missachteten.

Samstag, 19. Juni, 16.20 Uhr
Bonner Virologe erfreut über Lauterbach-Lob
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich erfreut darüber geäußert, dass ihm der SPD-Politiker Karl Lauterbach bezüglich des Einflusses der Sommermonate auf die Pandemie recht gegeben hat.

„Ich sehe Herrn Lauterbachs Aussage mit Hochachtung und Respekt“, sagte Streeck am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen in der Pandemie alle das gleiche erreichen, aber haben in Teilaspekten unterschiedliche Einschätzungen. Um so mehr zeigt dies, dass es in einer Pandemie wichtig ist, verschiedene Stimmen, Sichtweisen und Disziplinen in einer Debatte zusammenzuführen.“


Samstag, 19. Juni, 15.20 Uhr
Söder: Delta-Variante wird in 4 Wochen dominieren

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Großbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching.

Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird. „Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird“, sagte Söder und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie.

Markus Söder (CSU) warnt vor der Delta-Variante des Coronavirus. © Matthias Balk/dpa © Matthias Balk/dpa


Samstag, 19. Juni, 15.15 Uhr
Stiko-Chef kritisiert Drängen auf Kinderimpfung

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat die politische Debatte um eine Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen vor dem neuen Schuljahr kritisiert. Vor allem sei bedauerlich, dass die Impfungen von Kindern noch vor einer Zulassung zum politischen Thema geworden sind, so Mertens auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin.

Der Stiko-Chef wies darauf hin, dass bislang nur ein Prozent der an Covid-19 erkrankten Kinder in Deutschland im Krankenhaus behandelt werden musste.

Samstag, 19. Juni, 12.19 Uhr
Neue Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren

Ab Mittwoch (23.6.) können über 60-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen (ab 16 Jahren) wieder Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren von NRW vereinbaren. „Ich gehe davon aus, dass alle Menschen über 12 Jahren, die einen Impftermin haben wollen, bis Ende Juli auch schon ein erstes Mal geimpft sein können. Damit hätten wir dann einen weiteren Meilenstein in der Impfkampagne des Landes und auf dem Weg zur Herdenimmunität erreicht“, erklärte NRW-Gesundheitsminister Laumann. In der kommenden Woche gebe es 80.000 Biontec-Dosen für Erstimpfungen, in der folgenden 150.000.

Da die Priorisierung grundsätzlich aufgehoben ist, können alle anderen Impfwilligen nach wie vor einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt vereinbaren.

Samstag, 19. Juni, 10.50 Uhr

Drosten: Delta-Variante wirklich ernst nehmen

Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen. “Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante”, sagte Drosten auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin, “Wir müssen das ab jetzt wirklich ernst nehmen.”

Samstag, 19. Juni, 9.30 Uhr

Maskenpflicht in Köln bleibt streng

Die Stadt Köln behält eine strengere Maskenpflicht bei, das hat der Krisenstab der Stadt beschlossen. Die Erfahrungen aus England und jetzt aktuell aus Lissabon mit der Delta-Variante seien besorgniserregend, sagte eine Sprecherin des Krisenstabes. Daher müsse auch in der kommenden Woche auf vielen belebten Plätzen und Straßen der Innenstadt Maske getragen werden. Es reichten allerdings OP-Masken. Dazu gibt es zahlreiche Bereiche in der Innenstadt, in denen Alkoholkonsum verboten bleibt.

Samstag, 19. Juni, 8.15 Uhr

Rekord-Niedrigzahlen in NRW und Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 9,3 an und fällt damit erstmal seit dem 13. September 2020 wieder in den einstelligen Bereich (Vortag: 10,3; Vorwoche: 18,3). In NRW erreicht die 7-Tages-Inzidenz den Wert von 10. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter 219 neue Corona-Neuinfektionen, so wenige wie zuletzt am 8.9.2020 als das RKI 213 Neuinfektionen an einem Tag meldete.

Samstag, 19. Juni, 7.30 Uhr

Hagen hat die höchste Inzidenz in NRW

Die Coronazahlen in NRW sinken weiter. Die landesweite 7-Tages-Inzidenz, also die Anzahl an Neuinfektionen innerhalb der letzten 7 Tage auf 100.000 Einwohner, beträgt am Samstagmorgen laut Zahlen des RKI 10,0. Am Vortag hatte sie noch bei 11,2 gelegen. Die höchste Inzidenz meldet Hagen mit 29,7, die niedrigste liegt in Herford bei 2,0.

Freitag, 18. Juni, 20.32 Uhr

Nordrhein-Westfalen setzt Erstimpfungen in Impfzentren fort

Die nordrhein-westfälischen Impfzentren bieten ab Mittwoch (23. Juni) wieder Erstimpfungen an. Für die kommende Woche würden rund 80.000 Dosen Biontech für Erstimpfungen in den Impfzentren zur Verfügung stehen, teilte das Landesgesundheitsministerium am Freitag in Düsseldorf mit. In der Folgewoche seien es noch einmal 150.000 Dosen.

Zuletzt waren in den Impfzentren fast ausschließlich Zweitimpfungen möglich gewesen, weil zu wenig Impfstoff vorhanden war. Ab kommendem Mittwoch ab 8 Uhr könnten zunächst über 60-Jährige sowie Personen ab 16 Jahren mit Vorerkrankungen Impftermine in den Zentren vereinbaren, teilte das Ministerium mit. Ebenso könnten Beschäftigte von Krankenhäusern und aus Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Werkstätten für Menschen mit Behinderung einen Impftermin vereinbaren.

Freitag, 18. Juni, 18.10 Uhr

Gericht: Astrazeneca muss 50 Millionen Impfdosen an EU liefern

Ein belgisches Gericht hat Astrazeneca verurteilt, bis Ende September 50 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an die Europäische Union zu liefern. Das teilt das Brüsseler Gericht erster Instanz am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Dabei handelt es sich um Mengen, die für das erste Quartal zugesagt waren, aber nicht rechtzeitig geliefert wurden.

Freitag, 18. Juni 17.03

Weitere Corona-Hilfen für Wirtschaft in Sicht

Messebauer, Konzertveranstalter und andere schwer coronageplagte Firmen können mit weiterer staatlicher Unterstützung rechnen. Die Wirtschaftsminister der Bundesländer forderten am Freitag, die bisher bis Ende September geplanten Finanzmittel bis zum Jahresende fortzusetzen. Dieser Appell richtet sich an den Bund, der die bisherige Überbrückungshilfe III zahlt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier machte nach einem Treffen mit seinen Länder-Ressortkollegen klar, dass er einer Verlängerung nicht abgeneigt ist.

Man werde sich die Situation anschauen und die Hilfe gegebenenfalls nach der Sommerpause verlängern. Die Corona-Hilfen gelten nur für Firmen, die starke Umsatzeinbrüche nachweisen und diese auf die Pandemie zurückführen können.

Freitag, 18. Juni, 15.16 Uhr
Eltern erhalten Kita-Beiträge für zweieinhalb Monate zurück
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich das Land und die kommunalen Spitzenverbände auf die Lastenverteilung bei den infolge der Corona-Pandemie reduzierten Kita-Beiträgen geeinigt. Das Land wolle sich für den Zeitraum von Februar bis Mai mit rund 110 Millionen Euro an der Finanzierung ausgefallener Elternbeiträge beteiligen, teilten die Verbände am Freitag mit. Die Landesregierung habe ihr ursprüngliches Angebot damit um rund 22 Millionen Euro angehoben.

Die Eltern sollen nun nach einem Bericht der Rheinischen Post weitere zweieinhalb Monate an Kita-Beiträgen erstattet bekommen: Den Februar voll und die Monate März bis Mai jeweils zur Hälfte. Der Januar war bereits komplett erstattet worden.


Freitag, 18. Juni, 14.55 Uhr
Curevac wehrt sich gegen Kritik

Die vorläufig geringe Wirksamkeit des Corona-Impfstoffs von Curevac steht nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden Franz-Werner Haas zu Unrecht in der Kritik. Kein anderes Vakzin sei an so vielen Virusvarianten getestet worden, sagte Haas im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

„Es ist faktisch eigentlich nicht korrekt, die Zahl der vorläufigen Wirksamkeit unseres Corona-Impfstoffs und die Zahlen zur Wirksamkeit anderer Impfstoffe nebeneinander zu stellen“, sagte Haas. In der Studie zum Corona-Impfstoffkandidaten CVnCov seien 29 Virusvarianten enthalten. Das ursprüngliche Virus, der Wildtyp, spiele kaum mehr eine Rolle. „Die Zahlen zur Wirksamkeit der anderen Impfstoffe sähen vermutlich anders aus, wenn man deren Studien zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt hätte.“



Freitag, 18. Juni, 13.28 Uhr
Bundesländer fordern Fortsetzung von Corona-Hilfen für Firmen
Bei den Corona-Hilfen für Firmen, die besonders hart von der Pandemie getroffen sind, deutet sich eine Verlängerung an. Die Wirtschaftsminister der Bundesländer forderten am Freitag, die bisher bis Ende September geplanten Finanzmittel bis zum Jahresende fortzusetzen. Die bisherige „Überbrückungshilfe III“ zahlt der Bund. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) machte nach einem Treffen mit seinen Länder-Ressortkollegen klar, dass er einer Verlängerung nicht abgeneigt ist. Man werde sich die Situation anschauen und die Hilfe gegebenfalls nach der Sommerpause verlängern. Bisher habe man insgesamt 105 Milliarden Euro an Unternehmen als Corona-Hilfen überwiesen, sagte Altmaier.

Freitag, 18. Juni, 12.33 Uhr
Merkel mahnt zur Vorsicht bei Corona-Lockerungen
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen. „Wir wollen nicht diese dauernden „Rein und Raus in die Kartoffeln““, sagte Merkel bei der Nationalen Luftfahrtkonferenz im brandenburgischen Schönefeld. Sie verwies auf Großbritannien, wo angekündigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die sogenannte Delta-Variante des Virus ausbreitet. „Wir müssen einfach Schritt für Schritt und vorsichtig vorgehen“, sagte Merkel in einem öffentlichen Video-Gespräch mit Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Freitag, 18. Juni, 11.42 Uhr
Delta-Variante kommt: RKI warnt vor Verspielen von Erfolgen
Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor dem Verspielen von Erfolgen in der Pandemiebekämpfung gewarnt. Durch die ansteckendere Delta-Variante, die bisher auf niedrigem Niveau (rund sechs Prozent) in Deutschland kursiere, könne sich das Virus wieder verbreiten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Es sei nicht die Frage, ob Delta das Infektionsgeschehen in Deutschland dominiere, sondern wann, ergänzte er. Vor allem durch Impfen, Masketragen in Innenräumen und Abstandhalten könnten wiedergewonnene Freiheiten aber erhalten bleiben. Bei mangelnder Vorsicht könne das Virus jedoch vor allem Ungeimpfte und erst einmal Geimpfte treffen. „Das dürfen wir einfach nicht riskieren“, sagte Wieler.

Freitag, 18. Juni, 10.51 Uhr
Bundesgesundheitsminister Spahn äußert sich zu Impffortschritt und Delta-Variante
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz der entspannteren Corona-Lage für weiter nötige Vorsicht auch in der anstehenden Hauptreisezeit geworben. „Das kann ein guter Sommer werden“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Es gebe Anlass zur Zuversicht, aber vor allem wenn alle dabei vorsichtig blieben. Spahn verwies auf die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus, die sich auch in Deutschland ausbreite. Dies geschehe auf niedrigem Niveau, aber eben schnell. Spahn rief Urlauber dazu auf, das inzwischen flächendeckend verfügbare Netz von Schnellteststellen zu nutzen, um Infektionsketten bei Reiserückkehrern zu durchbrechen.

Bei den Corona-Impfungen hat nach Angaben von Spahn inzwischen jeder zweite Bundesbürger mindestens eine Spritze bekommen. Stand heute erhielten 41,5 Millionen Menschen oder 50,1 Prozent der Gesamtbevölkerung eine erste Dosis. Vollständig mit der meist notwendigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 29,6 Prozent der Bevölkerung.

Freitag, 18. Juni, 10.05 Uhr
Corona-Inzidenz in NRW auf 11,2 gesunken
In Nordrhein-Westfalen ist die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen auf 11,2 gesunken. Das meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag für das bevölkerungsreichste Bundesland. Am Mittwoch lag die Inzidenz bei 14,4 und am Montag bei 17,7. Die Zahl der Neuinfektionen wurde auf 268 beziffert. Die NRW-Gesundheitsämter meldeten binnen eines Tages acht neue Todesfälle. Die Gesamtzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg auf 17.030. Erneut lagen am Freitag alle kreisfreien Städte und Kreise in NRW unter der Schwelle von 35. Den höchsten Wert wies erneut Hagen mit 29,1 auf.

Freitag, 18. Juni, 9.19 Uhr
Lauterbach räumt ein: „Hendrik Streeck hatte voll recht“
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat mit Blick auf den Einfluss der Sommermonate auf das Coronavirus dem Virologen Hendrick Streeck recht gegeben. „Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht“, sagte er der „Bild“. Streeck hatte dem Portal web.de im Januar gesagt: „Wie wir das im vergangenen Frühjahr gesehen haben – gehen im März, spätestens April die Infektionszahlen nach unten.

Das ist das typische Verhalten von Coronaviren, die sich über die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten.“ Er gehe davon aus, dass es nur noch wenige Fälle geben werde. Lauterbach und der Bonner Virologe hatten im Verlauf der Pandemie mehrfach deutliche Differenzen. Streeck hatte oft für eine etwas weniger strenge Linie bei den Corona-Maßnahmen plädiert.



Freitag, 18. Juni, 8.26 Uhr
Kanzleramtschef rät Fußball-Fans von Reise nach London ab
Kanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab. „Meine große Sorge ist die sich ausbreitende Delta-Variante in Großbritannien – und London ist ein Austragungsort. Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND). In der englischen Hauptstadt finden die beiden Halbfinals und das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft statt. Die Bundesregierung hatte Großbritannien im Mai als Virusvariantengebiet eingestuft. Braun betonte in diesem Zusammenhang: „Wer nach London fährt, muss zwei Wochen in Quarantäne, wenn er nach Deutschland kommen möchte.“

Freitag, 18. Juni, 7.14 Uhr
Messebranche fordert Coronahilfen bis Jahresende
Die von der Pandemie schwer gebeutelte Messebranche fordert vom Bund die Fortsetzung von Coronahilfen bis zum Jahresende. „Sollte die Überbrückungshilfe schon Ende September auslaufen, brächte das viele Dienstleister auf den letzten Metern der Coronakrise womöglich noch ins Straucheln“, sagt Jörn Holtmeier, der Geschäftsführer des Messebranchen-Verbandes Auma. Seit März 2020 sind die Umsätze der Branche eingebrochen – nur im Spätsommer 2020 wurden einige Messen mit Publikum durchgeführt, zudem brachten Online-Angebote nur wenig Geld in die Kassen. „Die Lage ist katastrophal“, sagt Holtmeier.

Die Bundesregierung peilt eine Verlängerung der Ende Juni laufenden Coronahilfen um drei Monate an – mit dem Geld soll die Finanznot der Unternehmen gelindert werden. Holtmeier betont, dass die Messebranche sehr langfristig plane. Es sei zwar gut, dass die Veranstaltungen in 12 von 16 Bundesländern wieder möglich seien oder ein Beginn wieder in Aussicht gestellt werde. Während Branchen wie die Gastronomie aber ihr Geschäft schnell wieder hochfahren könnten, so dauere das in der Messelandschaft sehr lange.

Freitag, 18. Juni, 6.10 Uhr
Sorgen über Delta-Virusvariante
Ärzte sehen die als besonders infektiös geltende Delta-Variante des Coronavirus mit Sorge. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warf die Frage auf, ob die aktuellen Corona-Lockerungen nicht zu weit gingen. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CDU), riet zu „allerhöchster Wachsamkeit“. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sorgt sich vor allem um ungeimpfte Kinder. Die in Indien entdeckte Delta-Variante ist in Deutschland noch wenig verbreitet, ihr Anteil steigt aber.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Montgomery, erwartet, dass sich die Delta-Variante in Deutschland noch schneller ausbreiten wird als die bisherigen Modifikationen. „Das Tückische bei dieser Variante ist, dass Infizierte sehr schnell eine sehr hohe Viruslast im Rachen haben und damit andere anstecken können, bevor sie überhaupt merken, dass sie sich infiziert haben“, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag).

Freitag, 18. Juni, 5.36 Uhr
RKI registriert 1.076 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 10,3
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1.076 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesfälle verzeichnet. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 90.270 angegeben. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Freitagmorgen mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 11,6; Vorwoche: 18,6).

Das Institut zählte seit Beginn der Pandemie 3.720.031 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.598.100 an. Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Donnerstagnachmittag bei 0,72 (Vortag: 0,71).

Freitag, 18. Juni, 5.09 Uhr
Kanzleramtschef: Mehr Demokratiefeinde in Pandemie – Großer Teil wird bleiben
Rechtsextremismus und Verschwörungstheorien haben nach Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun während der Corona-Pandemie zugenommen und dürften nach deren Ende auch nicht wieder deutlich zurückgehen. Die Pandemie sei ein Nährboden für Rechtsextremisten, Demokratiefeinde und Verschwörungsanhänger, sagte Braun dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). „Wir haben eine Zunahme von Rechtsextremismus und Verschwörung erlebt und ein großer Teil davon wird bleiben, auch wenn Corona vorbei ist.“ Das sei neben den gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen einer der Schäden dieser Pandemie.

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