Die Impfzentren in NRW vergeben ab Mittwoch wieder Termine für Erstimpfungen. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Impfzentren schränken Vergabe für Erstimpfungstermine ein – Liveblog

Ab Mittwoch werden in den Impfzentren wieder Termine für Erstimpfungen vergeben. Doch die Vergabe ist zunächst auf priorisierte Personengruppen beschränkt. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 814.893 bestätigte Fälle – 7.700 aktuell Infizierte – 17.048 Todesfälle, Wocheninzidenz: 9,2 (Stand: 21.06.2021).
  • Ab Mittwoch, 23. Juni, können in NRW wieder Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren vereinbart werden. Dies gilt jedoch zunächst nur für priorisierte Personengruppen, wie Menschen über 60 Jahren.
  • Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe verschickt ab heute QR-Codes an 1,4 Millionen Menschen, die ihre Erst-und Zweitimpfung in einem Impfzentrum erhalten haben. Mit diesem kann der digitale Impfpass auf dem Handy abgerufen werden.
  • Ab Montag gilt in NRW eine neue Coronaschutzverordnung. Sie hebt die Maskenpflicht im Freien weitgehend auf, aber auch sonst gibt es Lockerungen. Partys können im kleinen Rahmen (Innen: 50 getestete Gäste plus Geimpfte und Genesene, Außen: 100 Gäste plus GG) wieder stattfinden. Nur in Köln bleibt die Maskenpflicht im Freien an ausgewählten Orten bestehen.
  • Das Land NRW und die Kommunalen Spitzenverbände haben sich geeinigt: Eltern sollen insgesamt 2,5 Monate an Kita-Beiträgen zurück bekommen.
  • Ärzte sehen die als besonders infektiös geltende Delta-Variante mit Sorge. Der SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach sorgt sich vor allem um ungeimpfte Kinder.
  • Alle neuen Regeln finden Sie hier im Überblick.

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Dienstag, 22. Juni, 6.08 Uhr

Arbeitsminister Heil warnt vor „Corona-Jahrgang in der Ausbildung“

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sieht den deutschen Ausbildungsmarkt nach Monaten der Pandemie vor einer kritischen Phase. „Die Zahl der Ausbildungsplätze wie der Bewerber ist bereits im vergangenen Jahr zurückgegangen. Die Bewährungsprobe kommt in diesem Sommer“, sagte Heil der Funke-Mediengruppe (Dienstag). „Wir kämpfen derzeit gegen die Uhr, da am 1. September das Ausbildungsjahr beginnt.“

Klar sei: „Wir dürfen keinen Corona-Jahrgang in der Ausbildung zulassen“, sagte Heil. Viele Unternehmen zögerten derzeit, weil sie glaubten, sich Auszubildende im Moment nicht leisten zu können. Heil rief Betriebe auf, die staatliche Unterstützungsangebote wie die Ausbildungsprämie stärker zu nutzen. Die Prämie sei seit vergangenen Sommer für knapp 40 000 Ausbildungsplätze bewilligt worden.

Dienstag, 22. Juni, 5.38 Uhr

RKI registriert 455 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 8,0

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 455 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.13 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 652 Ansteckungen gelegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 8,0 an (Vortag: 8,6; Vorwoche: 15,5; Vormonat: 66,8). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 77 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 93 Tote gewesen.

Montag, 21. Juni, 22.45 Uhr

Großbritannien wegen EM-Finale in Sorge

Abgeordnete des britischen Oberhauses zeigen sich besorgt über mögliche Ausnahmeregelungen für ausländische Besucher der Fußball-EM-Spiele in London. Der “Telegraph” berichtet, dass für das Endspiel, das am 11. Juli im Wembley-Stadion stattfindet, etwa 2.500 Medienschaffende und VIP-Gäste von der zehntägigen Corona-Quarantäne ausgenommen sein könnten.

Oberhaus-Mitglied Baroness Kishwer Falkner kritisierte, man riskiere mit solchen Ausnahmen einen Anstieg der Corona-Fälle. “Das Volk sorgt sich zurecht, dass ihr Recht auf Leben und Lebensgrundlagen schon wieder auf dem Spiel steht, weil wir möglicherweise eine – sollen wir es so nennen – UEFA-Variante importieren, wenn diese Ausnahmen durchkommen.”

Montag, 21. Juni, 21.58 Uhr

Erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 549 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Morgen mit bundesweit 8,6 an (Vortag: 8,8; Vorwoche: 16,6; Vormonat: 67,3).

Montag, 21. Juni, 20.19 Uhr

Neue Impftermine ab Mittwoch zunächst nach Priorisierung

Ab Mittwoch werden in den Impfzentren wieder Termine zur Erstimpfung vergeben. Allerdings können sich laut der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein nicht alle Personen für einen Impftermin anmelden. Trotz der Aufhebung der Impfpriorisierung Anfang Juni hat demnach das NRW-Gesundheitsministerium veranlasst, dass zunächst weiterhin priorisiert geimpft werden soll. So können sich etwa grundsätzlich Personen ab 60 Jahren oder Vorerkrankte ab 16 Jahren bevorzugt für einen Impftermin melden.

Montag, 21. Juni, 19.15 Uhr

Bericht aus Dortmund: Studierende fühlen sich in der Pandemie vergessen

Die Tagesthemen haben in einem Bericht aus Dortmund auf die Situation der Studierenden aufmerksam gemacht. In dem Beitrag beklagen die Studentinnen und Studenten Mehrarbeit und zusätzliche Semester in Folge der Maßnahmen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die weitestgehende Schließung der Präsenz-Lehre halten sie mit Blick auf geöffnete Großraumbüros in der Pandemie für unverhältnismäßig.

Montag, 21. Juni, 17.13 Uhr

Impfzentren in Westfalen-Lippe verschicken Impfzertifikate

Alle Menschen, die bereits vollständig in einem Impfzentrum in Westfalen-Lippe geimpft wurden, erhalten Post: Die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) verschickt ab heute QR-Codes für das elektronische Impfzertifikat. Das betrifft in NRW 1,4 Millionen Menschen. Mit der CovPass-App oder über die Corona-Warn-App können die Codes dann gescannt und der digitale Impfpass so auf dem Smartphone vorgehalten werden. Auch Erstgeimpfte sollen in einem zweiten Schritt den QR-Code postalisch zugesendet bekommen, so die KVWL.

Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Ausstellung der Digitalen Impfpässe direkt in den Impfzentren und in den Hausarztpraxen. Bereits jetzt können sich vollständig Geimpfte in den Apotheken den QR-Code für den Digitalen Impfpass aushändigen lassen.

Das digitale Impfzertifikat soll den Papier-Impfpass nicht ersetzen, warnt der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Montag, 21. Juni, 16.15 Uhr

Betrug mit Corona-Pandemie: 7200 Ermittlungsverfahren in NRW

Wegen des Verdachts des Subventionsbetrugs im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie haben die Staatsanwaltschaften in NRW bislang mehr als 7200 Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dies umfasst den Zeitraum vom April 2020 bis Mai 2021, wie das NRW-Justizministerium am Montag dem Landtag mitgeteilt hat. Was die Schadenshöhe angeht, verwies die Justiz auf Angaben des NRW-Innenministeriums, das von 45,3 Millionen Euro Gesamtschaden im Bezug auf 5075 Betrugsfälle ausgeht. Nach Angaben der Justiz mündeten die Ermittlungsverfahren in 810 Anklagen, 1390 Strafbefehle und 764 Verurteilungen. Dem standen 17 Freisprüche gegenüber. Mehr als 3000 Verfahren seien eingestellt worden.

Montag, 21. Juni, 15.33 Uhr

Bis August könnte jeder über 12 Jahren ein Impfangebot bekommen

Nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht es in der derzeitigen Pandemie-Phase darum, die richtige Balance zu finden. Mit Blick auf Kinder und Jugendliche , sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin: “Unser Ziel sollte sein, so viel Normalität wie möglich nach den Ferien auch für die Schulen, aber eben auch so viel Sicherheit wie möglich.” Eine Möglichkeit dabei seien Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren. “Wir können bis Ende August, jedem über 12-Jährigen, der geimpft werden will, mindestens die erste Impfung angeboten haben.”

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass jedem über 12 Jahren bis August ein Impfangebot gemacht werden kann. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa


Montag, 21. Juni, 14.02 Uhr
Kliniken weisen Schummelvorwurf um Betten für Covid-Patienten zurück
Deutschlands Krankenhäuser haben Vorwürfe zurückgewiesen, sie hätten aus finanziellen Gründen bei Angaben zu Betten für Covid-19-Behandlungen geschummelt. Der Bundesrechnungshof habe keine Belege für entsprechende Vorwürfe vorgelegt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, am Montag bei einer Veranstaltung seiner Organisation. Seit Tagen wird darüber spekuliert, die Kliniken hätten mit Manipulationen Pauschalzahlungen für frei gehaltene Betten bekommen wollen.

Gaß sagte, die Kliniken hätten die Infrastruktur zur Behandlung zahlreicher möglicher Covid-19-Patientinnen und -Patienten geschaffen. Diese möglichen Intensivbetten seien nicht komplett gebraucht worden. Aber wenn es nötig gewesen wäre, hätten die Behandlungskapazitäten hochgefahren werden können. Insgesamt forderte Gaß einen Kurswechsel in der Krankenhauspolitik mit einer auskömmlicheren Finanzierung.

Montag, 21. Juni, 12.54 Uhr
Nach den Corona-Lockerungen: Einkaufsstraßen füllen sich wieder
Die Lockerungen der coronabedingten Verkaufsbeschränkungen sorgen für mehr Leben in den Innenstädten. Das geht aus Zahlen des auf die Messung von Besucherfrequenzen in Einkaufsstraßen spezialisierten Unternehmens Hystreet hervor. In den zehn größten deutschen Städten liegt die Zahl der Einkaufsbummler demnach inzwischen wieder bei durchschnittlich 72 Prozent des Vorkrisenniveaus.

Hystreet vergleicht dabei Zahlen der vergangenen vier Samstage mit denen von Mai/Juni 2019. Im Februar 2021, als ein weitreichender Lockdown galt, habe die Zahl der Passanten nur bei 17 Prozent des Februars 2019 gelegen, teilte Hystreet am Montag mit. Die Rückkehr der Passanten fiel dabei nicht überall gleich hoch aus. In Düsseldorf (Schadowstraße) wurden den Angaben zufolge 92 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht, in Hamburg (Spitalerstraße) waren es im Schnitt der vergangenen vier Samstage 80 Prozent.

Montag, 21. Juni, 11.25 Uhr
Neuinfektionen so niedrig wie im August 2020

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter deutschlandweit weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden zehn neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.605.200 an. 90.395 Menschen sind an oder mit einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben.

Montag, 21. Juni, 9.51 Uhr

Infektiologe sieht Fußball-EM mit Sorge

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, sieht die Fußball-Europameisterschaft mit Sorge. „Ich verstehe den Drang nach draußen und in die Biergärten. Draußen zu feiern ist sicher besser als in geschlossenen Räumen zu feiern, aber gerade die Begeisterung lässt auch Tröpfchen und Viren fliegen“, sagte der Infektiologe vom Universitätsklinikum Regensburg der Deutschen Presse-Agentur. „In dieser Situation ist die EM beziehungsweise jede große Veranstaltung vermutlich keine gute Idee.“

Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der Münchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen Städten feucht-fröhlich – und vielfach ohne Masken oder Abstand – den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert. Biergärten und Gaststätten waren teilweise brechend voll mit Fans in Deutschland-Trikots, die auf Bildschirmen das Spiel verfolgten. Getrübt wurde die Freude über den Sieg aus Sicht des bayerischen Gesundheitsministers vor allem von der Ignoranz Tausender Fans im Stadion – denn sie trugen entgegen der ausdrücklichen Vorschrift keine FFP2-Masken.

Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der Münchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen Städten feucht-fröhlich - und vielfach ohne Masken oder Abstand - den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert.
Tausende Fans hatten am Wochenende im Stadion, in der Münchner Innenstadt und in vielen anderen deutschen Städten feucht-fröhlich – und vielfach ohne Masken oder Abstand – den Sieg der deutschen Mannschaft gegen Portugal gefeiert. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa

Montag, 21. Juni, 8.23 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW sinkt weiter

In der Corona-Pandemie sinkt die Inzidenz in Nordrhein-Westfalen weiter. Am Montagmorgen lag sie bei 9,2 und damit um 0,4 niedriger als am Vortag, wie aus der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Der Wert bezieht sich auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Unter den kreisfreien Städten und Kreisen hat Hagen mit 29,1 die höchste Inzidenz in NRW. Am besten sieht es in Herford (1,2), Minden-Lübbecke (1,6) und Höxter (2,1) aus. Vier coronabedingte Todesfälle kamen in Nordrhein-Westfalen binnen 24 Stunden hinzu, insgesamt starben in dem Bundesland seit Ausbruch der Pandemie 17.048 Menschen an den Folgen einer Infektion.

Montag, 21. Juni, 7.50 Uhr

Studie: Distanzunterricht so effektiv wie die Sommerferien

Eine Studie stellt dem Distanzunterricht während der Corona-Krise ein schlechtes Zeugnis aus. Forscher der Frankfurter Goethe-Universität haben sich dafür Daten aus aller Welt angesehen – das Ergebnis ist ernüchternd: „Die durchschnittliche Kompetenzentwicklung während der Schulschließungen im Frühjahr 2020 ist als Stagnation mit Tendenz zu Kompetenzeinbußen zu bezeichnen und liegt damit im Bereich der Effekte von Sommerferien“, erklärte Prof. Andreas Frey, der an der Goethe-Universität Pädagogische Psychologie lehrt, einer der Autoren der Studie.

Montag, 21. Juni, 7.12 Uhr

Intensivmediziner: Weniger Patienten in möglicher vierten Welle

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, rechnet in einer möglichen vierten Corona-Welle mit weniger Patienten auf den Intensivstationen. „Wir werden, wenn es im Herbst zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen kommt, sehr genau auf die Neuaufnahmen auf den Intensivstationen schauen müssen. Wenn die vulnerablen Gruppen bis dahin sehr gut geimpft sind, könnte es auch bei höheren Inzidenzen viel weniger schwere Verläufe geben“, sagte er der „Rheinischen Post“. Bisher seien die Intensiv-Neuaufnahmen weitestgehend parallel zu den Inzidenzen verlaufen.

Montag, 21. Juni, 6.05 Uhr

Erstmals seit August weniger als 500 Neuinfektionen

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle. Zuletzt hatte die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 10. August mit 436 unter der Schwelle von 500 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 549 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Montagmorgen mit bundesweit 8,6 an (Vortag: 8,8; Vorwoche: 16,6; Vormonat: 67,3). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden zehn neue Todesfälle verzeichnet.

Montag, 21. Juni, 5.20 Uhr

Masken im Freien und Tests für Innengastronomie keine Pflicht mehr

Die Maskenpflicht im Freien ist in Nordrhein-Westfalen seit Montag weitgehend aufgehoben. Auch auf Schul- und Pausenhöfen und im Außenbereich von Schulen muss jetzt kein Mund-Nasen-Schutz mehr getragen werden. Das sieht die neue Corona-Schutzverordnung des Landes vor, die am Montag in Kraft trat. Im Innenbereich, also auch in Klassenräumen, bleibt die Maskenpflicht aber bestehen. Ausnahme ist die Millionenstadt Köln. Dort bleibt die Maskenpflicht in festgelegten öffentlichen Bereichen noch bis einschließlich 28. Juni gültig. Das hatte der Krisenstab der Stadt beschlossen.

Die neuen landesweiten Regelungen gelten für die Inzidenzstufe 1. Das sind 0 bis 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Alle kreisfreien Städte und Kreise in NRW liegen nun stabil unter der Inzidenz von 35. Auch für Hagen und Wuppertal wird diese Stufe ab Montag wirksam. Die stabilen Werte unter 35 auf kommunaler und landesweiter Ebene bedeuten auch, dass nun in allen Regionen keine Test- oder Impfnachweise mehr für den Besuch der Innengastronomie erforderlich sind.


Sonntag, 20. Juni, 20.58 Uhr
Wieder Erstimpfungen in Mönchengladbach möglich

Wie rp-online berichtet, sind ab Donnerstag wieder Erstimpfungen in Testzentren in Mönchengladbach möglich. Die Stadt erwartet 2700 Dosen für die Impfung von begrenzten Personengruppen.

Sonntag, 20. Juni, 20.00 Uhr
Spahn für Aufrechterhaltung der Maßnahmen in Schulen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für eine Beibehaltung der Corona-Maßnahmen in den Schulen ausgesprochen. Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Die Kultusminister-Chefin Britta Ernst (SPD) ist gegen frühzeitige Festlegungen auf weitere Einschränkungen des Regelunterrichts in den Schulen nach den Sommerferien. „Die KMK hat für Präsenzunterricht plädiert, und das sollte nicht vorzeitig in Frage gestellt werden“, sagte sie dem „Tagesspiegel“.



Sonntag, 20. Juni, 19.00 Uhr
Neuer Tiefstand der Corona-Infektionen in Dortmund

In Dortmund wurden nur vier neue Coronafälle gemeldet, die sich alle einer Familie zuordnen ließen. Die Zahl der Neuinfektionen ist damit so niedrig wie noch nie in diesem Jahr. Zuletzt hat es diesen Wert im September letzten Jahres gegeben.

Sonntag, 20. Juni, 18.30 Uhr
Scholz gegen Steuersenkungen für Unternehmen nach Corona

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich strikt gegen Steuersenkungen für Unternehmen ausgesprochen. Beim Zukunftscamp der SPD warf der Bundesfinanzminister der Unionsführung am Sonntag einen „absurden Einfall“ vor zu sagen, „diese Leute brauchen jetzt erst noch einmal eine Steuersenkung – die ganz viel verdienen, die große Gewinne machen – weil das sei wichtig für die Zukunft“.

Er wies dabei vor allem darauf hin, dass in der Krise 400 Milliarden Euro Schulden aufgenommen und Unternehmen mit hohen Milliardenbeträgen unterstützt worden seien und die Bundesregierung bereits in der Größenordnung von über 100 Milliarden Steuererleichterungen möglich gemacht habe.

Sonntag, 20. Juni, 15.35 Uhr
Weniger Testangebote in Apotheken

Wegen sinkender Nachfrage nach Corona-Tests wollen die Apotheken ihr Angebot einschränken. Weil die Zahl der vollständig Geimpften zunehme und Infektionsschutzregeln gelockert worden seien, nehme der Bedarf an Tests ab, so der Apothekerverband Abda. Zudem würde der Bund weniger zahlen.

Apotheken wollen aufgrund der fallenden Nachfrage ihre Testangebote verringern. © picture alliance/dpa © picture alliance/dpa



Sonntag, 20. Juni, 15.05 Uhr
Auch Schulzeugnisse sollen digitalisiert werden

Bei der Digitalisierung rücken auch Schulzeugnisse in den Fokus. Ein Testbetrieb für digitale Zeugnisse startet in diesem Sommer in NRW, Berlin und Rheinland-Pfalz, berichtet die Bundesdruckerei. Die digitale Variante sei „einfach, fälschungssicher und datenschutzkonform“, so die Bundesdruckerei.

Sonntag, 20. Juni, 14.10 Uhr
Einstellige Corona-Inzidenz in NRW

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die wichtige Kennziffer am Sonntagmorgen in NRW bei 9,6 (Vortag: 10,0). 220 Neuinfektionen und drei Todesfälle kamen seit Samstag hinzu.

Alle kreisfreien Städte und Kreise in NRW liegen nun stabil unter der Inzidenz von 35, ab der die Stufe 1 mit den großzügigsten Lockerungen gilt. Somit fällt unter anderem die Test- oder Impfpflicht für einen Besuch in der Innengastronomie weg.

Sonntag, 20. Juni, 10.52 Uhr
Neue Coronaschutzverordnung gilt ab Montag in NRW

Ab morgen, 21. Juni gilt eine neue Coronaschutzverordnung in NRW. Der wichtigste Punkt: Die grundsätzliche Maskenpflicht entfällt im Freien. Aber auch sonst gibt es einige Lockerungen mit den sinkenden Inzidenzen. So können Partys in kleinem Rahmen wieder stattfinden (Innen mit 50 Besuchern, draußen mit 100), Freibäder öffnen ihre Liegewiesen. Was ab Montag weiterhin gilt, haben wir hier übersichtlich erklärt:


Sonntag, 20. Juni, 7.38 Uhr
7-Tage-Inzidenz sinkt bundesweit auf 8,8

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 842 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen von heute Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1489 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI heute Morgen mit bundesweit 8,8 an (Vortag: 9,3; Vorwoche: 17,3).

Samstag, 19. Juni, 21.00 Uhr
Gesundheitsminister kritisiert Masken-Ignoranz bei EM

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat kurz nach Abpfiff des EM-Spiels Portugal-Deutschland kritisiert, dass wieder Tausende Fans die Maskenpflicht im Münchner Stadion ignoriert haben.

„Ich finde es fahrlässig, dass sich schon wieder viele Fans im Fußballstadion nicht an die Spielregeln gehalten haben“, sagte der CSU-Politiker laut Mitteilung. „Der DFB ist nun endgültig aufgefordert, plausibel darzulegen, wie er beim nächsten Spiel am Mittwoch die Masken-Regeln um- und durchzusetzen will.“

Samstag, 19. Juni, 19.10 Uhr
Nur wenige Maskenträger im Münchner Stadion

Obwohl die EM-Organisatoren in München angekündigt hatten, die Zuschauer auf den Rängen zum Tragen von Masken zu bewegen, haben nur wenige Fans die vorgeschriebenen FFP2-Masken aufgehabt. Wie schon beim ersten Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft verfolgten Tausende Zuschauer die Partie gegen Portugal am Samstag ohne Maske, wie auf Fernsehbildern in der ersten Halbzeit erkennbar war.

Deutschland-Fans im Münchner Stadion jubeln ohne Masken. © Philipp Guelland/EPA Pool/dpa © Philipp Guelland/EPA Pool/dpa



Samstag, 19. Juni, 18.45 Uhr
Unter 1000 Corona-Patienten auf Intensivstation

Erstmals seit acht Monaten ist die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstation unter 1.000 gefallen. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) meldet 960 Erwachsene in Behandlung. Ähnlich niedrig war die Zahl zuletzt in der zweiten Oktoberhälfte.


Samstag, 19. Juni, 17.30 Uhr
Kontrollen nach Massenpartys zeigen Wirkung

Nach Randaleakten und Attacken gegen Ordnungskräfte bei ausufernden Partys am vergangenen Wochenende in Münster hat die Polizei das seit Freitag geltende Verweilverbot am Aa-See-Ufer konsequent durchgesetzt. Zu Beginn des Verweilverbotes um 21.00 Uhr hätten sich etwa 70 Personen auf der Feierwiese aufgehalten, die dann aber friedlich abgezogen seien, sagte ein Polizeisprecher.

In Köln verhinderten Polizei und Ordnungskräfte ebenfalls mit verstärkten Einsätzen, dass sich Menschen an beliebten Treffpunkten häufen und versammeln. Auch dort hatte es am vorigen Wochenende illegale Partys mit Hunderten von Feiernden gegeben, von denen viele die noch geltenden Coronaschutzmaßnahmen missachteten.

Samstag, 19. Juni, 16.20 Uhr
Bonner Virologe erfreut über Lauterbach-Lob
Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich erfreut darüber geäußert, dass ihm der SPD-Politiker Karl Lauterbach bezüglich des Einflusses der Sommermonate auf die Pandemie recht gegeben hat.

„Ich sehe Herrn Lauterbachs Aussage mit Hochachtung und Respekt“, sagte Streeck am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen in der Pandemie alle das gleiche erreichen, aber haben in Teilaspekten unterschiedliche Einschätzungen. Um so mehr zeigt dies, dass es in einer Pandemie wichtig ist, verschiedene Stimmen, Sichtweisen und Disziplinen in einer Debatte zusammenzuführen.“


Samstag, 19. Juni, 15.20 Uhr
Söder: Delta-Variante wird in 4 Wochen dominieren

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vehement vor der Delta-Variante des Coronavirus gewarnt. Die zuerst in Indien bekannt gewordene und inzwischen etwa in Großbritannien vorherrschende Virusvariante werde in drei bis vier Wochen in Deutschland dominierend sein, sagte Söder am Samstag auf der Landesversammlung der Jungen Union Bayern in Unterhaching.

Die Wissenschaftler hätten in früheren Wellen fast punktgenau vorhergesagt, wann es wieder zu größerem Infektionsgeschehen kommen wird. „Ich lasse nicht zu, dass wegen kleiner Interessen am Ende das ganze Land in Mitleidenschaft gezogen wird“, sagte Söder und verteidigte seine vorsichtige Corona-Linie.

Markus Söder (CSU) warnt vor der Delta-Variante des Coronavirus. © Matthias Balk/dpa © Matthias Balk/dpa


Samstag, 19. Juni, 15.15 Uhr
Stiko-Chef kritisiert Drängen auf Kinderimpfung

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat die politische Debatte um eine Massenimpfung von Kindern und Jugendlichen vor dem neuen Schuljahr kritisiert. Vor allem sei bedauerlich, dass die Impfungen von Kindern noch vor einer Zulassung zum politischen Thema geworden sind, so Mertens auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin.

Der Stiko-Chef wies darauf hin, dass bislang nur ein Prozent der an Covid-19 erkrankten Kinder in Deutschland im Krankenhaus behandelt werden musste.

Samstag, 19. Juni, 12.19 Uhr
Neue Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren

Ab Mittwoch (23.6.) können über 60-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen (ab 16 Jahren) wieder Termine für Erstimpfungen in den Impfzentren von NRW vereinbaren. „Ich gehe davon aus, dass alle Menschen über 12 Jahren, die einen Impftermin haben wollen, bis Ende Juli auch schon ein erstes Mal geimpft sein können. Damit hätten wir dann einen weiteren Meilenstein in der Impfkampagne des Landes und auf dem Weg zur Herdenimmunität erreicht“, erklärte NRW-Gesundheitsminister Laumann. In der kommenden Woche gebe es 80.000 Biontec-Dosen für Erstimpfungen, in der folgenden 150.000.

Da die Priorisierung grundsätzlich aufgehoben ist, können alle anderen Impfwilligen nach wie vor einen Termin bei einem niedergelassenen Arzt vereinbaren.

Samstag, 19. Juni, 10.50 Uhr

Drosten: Delta-Variante wirklich ernst nehmen

Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen. “Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante”, sagte Drosten auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin, “Wir müssen das ab jetzt wirklich ernst nehmen.”

Samstag, 19. Juni, 9.30 Uhr

Maskenpflicht in Köln bleibt streng

Die Stadt Köln behält eine strengere Maskenpflicht bei, das hat der Krisenstab der Stadt beschlossen. Die Erfahrungen aus England und jetzt aktuell aus Lissabon mit der Delta-Variante seien besorgniserregend, sagte eine Sprecherin des Krisenstabes. Daher müsse auch in der kommenden Woche auf vielen belebten Plätzen und Straßen der Innenstadt Maske getragen werden. Es reichten allerdings OP-Masken. Dazu gibt es zahlreiche Bereiche in der Innenstadt, in denen Alkoholkonsum verboten bleibt.

Samstag, 19. Juni, 8.15 Uhr

Rekord-Niedrigzahlen in NRW und Deutschland

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Samstagmorgen mit bundesweit 9,3 an und fällt damit erstmal seit dem 13. September 2020 wieder in den einstelligen Bereich (Vortag: 10,3; Vorwoche: 18,3). In NRW erreicht die 7-Tages-Inzidenz den Wert von 10. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter 219 neue Corona-Neuinfektionen, so wenige wie zuletzt am 8.9.2020 als das RKI 213 Neuinfektionen an einem Tag meldete.

Samstag, 19. Juni, 7.30 Uhr

Hagen hat die höchste Inzidenz in NRW

Die Coronazahlen in NRW sinken weiter. Die landesweite 7-Tages-Inzidenz, also die Anzahl an Neuinfektionen innerhalb der letzten 7 Tage auf 100.000 Einwohner, beträgt am Samstagmorgen laut Zahlen des RKI 10,0. Am Vortag hatte sie noch bei 11,2 gelegen. Die höchste Inzidenz meldet Hagen mit 29,7, die niedrigste liegt in Herford bei 2,0.

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