Wer positiv auf die Omikron-Variante getestet wurde, kann die Quarantäne verkürzen. Der Bundesrat hat den neuen Quarantäne-Regeln zugestimmt. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Bundesrat stimmt neuen Quarantäneregeln zu – Liveblog

Der Bundesrat hat den neuen Quarantäneregeln zugestimmt. Die Dauer wird verkürzt. Und: Manche Menschen müssen sich nicht mehr isolieren. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 1.521.692 bestätigte Fälle – 140.900 aktuell Infizierte – 20.722 verstorbene Personen – Wocheninzidenz: 441,6 – Hospitalisierungsinzidenz: 2,95 (Stand: 14.1.2022)
  • Die neue Quarantäne-Regelung hat am Freitagvormittag den Bundesrat passiert. Dreifach geimpfte Kontaktpersonen müssen sich demnach unter anderem nicht mehr isolieren und die Dauer der Quarantäne wird verkürzt.
  • Die neue NRW-Coronaschutzverordnung ist am 13. Januar in Kraft getreten. Es gilt 2Gplus in vielen Bereichen, gleichzeitig wird die Maskenpflicht beim Einkaufen auf FFP2-Masken verschärft. Die Testpflicht für Geboosterte und gerade Genesene entfällt aber. Und auch Selbsttests unter Aufsicht werden anerkannt. Hier finden Sie diebis zum 9. Februar 2022 gültigen Corona-Regeln in NRW in 20 Punkten einfach erklärt.
  • Ein Testzentren-Unternehmen aus Hagen soll nicht durchgeführte Tests abgerechnet haben. Das Landeskriminalamt ist eingeschaltet.
  • Die Ausnahmen von der Maskenpflicht werden reduziert und die Verpflichtung zum Tragen von medizinischen Masken ausgeweitet. In Warteschlangen im Freien wird die Maskenpflicht wieder eingeführt. Für Innenräume und Bus und Bahnen empfiehlt das Land nun dringend das Tragen von FFP2-Masken.

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Freitag, 14. Januar, 13.55 Uhr
NRW will Quarantäne-Regeln in Kürze umsetzen
Die am Freitag vom Bundesrat gebilligten neuen Corona-Quarantäneregeln sollen in Kürze in Nordrhein-Westfalen in Kraft treten. Für eine Anpassung der Test- und Quarantäneverordnung des Landes fehlten aber noch Vorgaben des Paul-Ehrlich- sowie des Robert Koch-Instituts (RKI), teilte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. „Diese sind relevant, um im Bereich Quarantäne und Isolation bundeseinheitliche Maßstäbe, umsetzen zu können.“

Mit den erwarteten Anpassungen des RKI ist nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums in Kürze zu rechnen. Bis dahin gelte der Erlass vom vergangenen Dienstag. Demnach dürfen die Gesundheitsämter in NRW in Einzelfallentscheidungen die von Bund und Ländern am 7. Januar beschlossenen verkürzten Quarantäneregelungen bereits anwenden.

Freitag, 14. Januar, 13.14 Uhr
Gesundheitsminister Lauterbach, Prof. Wieler (RKI) und Christian Drosten (Virologe) zur aktuellen Lage

Gesundheitsminister Karl Lauterbach, RKI-Chef Prof. Lothar Wieler und Virologe Christian Drosten äußern sich zur aktuellen Corona-Situation. Problematisch seien vor allem die Impflücken bei über 60-jährigen Menschen, so Drosten. Zähle man die Menschen ohne Auffrischungsimpfungen mit, hätten rund 9 Millionen Menschen in dieser Altersgruppe keinen ausreichenden Schutz.


Freitag, 14. Januar, 12.45 Uhr
3G-Nachweis fehlte: Mann bespritzt Verwaltungsbeschäftigte mit Benzin
Nach der Aufforderung, die Stadtverwaltung in Dormagen bei Köln wegen eines fehlenden 3G-Nachweises zu verlassen, hat ein 28-jähriger Mann drei Mitarbeiterinnen und sich selbst mit Benzin bespritzt. Anschließend habe er ein Feuerzeug hervorgeholt und es drohend in Richtung der Mitarbeiterinnen gehalten, teilte die Polizei in Neuss am Freitag mit. Demnach überwältigten weitere Angestellte der Stadtverwaltung Dormagen den Mann am Donnerstag und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die drei Frauen erlitten der Polizei zufolge leichte Augen- und Atemwegsreizungen.

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann zuvor einen Brief bei der Verwaltung abgegeben, in dem der Asylbewerber ein Einzelzimmer forderte. Anschließend sei er aufgefordert worden, das Gebäude zu verlassen, worauf er eine Plastikflasche mit dem Benzin hervorgeholt habe. Insgesamt habe er etwa einen Liter Benzin in dem Büro verteilt. Der 28-Jährige wurde von der Polizei in eine Psychiatrie gebracht. Ihm wurde wegen des Verdachts auf Drogenkonsum eine Blutprobe entnommen.

Freitag, 14. Januar, 12.13 Uhr
Forscher entdecken neues Corona-Symptom
Die „Ärztezeitung“ berichtet, dass vor allem im Frühstadium der Ansteckung mit dem Coronavirus ein neues Symptom auftaucht. So kommt es momentan häufiger zu Ohnmachtsanfällen. Berliner Ärzte stellten nach zahlreichen Tests und Untersuchungen fest, dass eine Covid-Infektion die auch Synkopen genannten Kreislaufstörungen eines Mannes ausgelöst hat. Die Mediziner sehen dabei einen klaren Zusammenhang zwischen Corona und den Ohnmachtsanfällen, werden sie im „Ärzteblatt“ zitiert.

Freitag, 14. Januar, 11.05 Uhr
Veränderte Quarantäne-Regeln passieren den Bundesrat
Die neuen Quarantäneregeln für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen können in Kraft treten. Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat einer Verordnung zugestimmt, die dafür einen rechtlichen Rahmen schafft. Sie sieht unter anderem vor, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr in Quarantäne begeben müssen. Außerdem werden damit kürzere Quarantänezeiten im Fall von Infektionen ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch wichtiger Versorgungsbereiche zu verhindern.


Freitag, 14. Januar, 10.43 Uhr
Bochumer Schlagerkneipe wird Impfzentrum
Das „Schulz“ ist eine bekannte Schlagerkneipe mitten in Bochums Ausgehviertel Bermudadreieck. Ab Samstag, 22. Januar, gibt es dort aber keine Gassenhauer mehr, sondern Spritzen. Denn die Kneipe wird zum Impfzentrum. Ein Bochumer Arzt habe in der Innenstadt einen Ort für eine Impfstelle gesucht und über Bekannte Kontakt zur Schlager-Kneipe aufgenommen. Das Schulz stelle ihm die Räume zu den Zeiten zur Verfügung, an denen ohnehin geschlossen ist. Schlagerpartys finden dort aber weiter statt.

Freitag, 14. Januar, 10.05 Uhr
Mann prahlt vor Bundespolizei mit gefälschtem Impfpass
Ein 28 Jahre alter Mann hat am Düsseldorfer Hauptbahnhof vor Bundespolizisten mit seinem gefälschten Impfpass geprahlt. Er behauptete laut Angaben der Bundespolizei bei einer Kontrolle in der Nacht zu Freitag mehrmals, dass er einen Impfausweis besitze. Das habe den Mann verdächtig gemacht, berichtete die Bundespolizei. Als Beamte den Pass kontrollierten, seien ihnen eindeutige Fälschungsmerkmale aufgefallen. Auf der Polizeiwache habe sich der 28-Jährige nicht mehr zu seinem Impfausweis äußern wollen. Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Freitag, 14. Januar, 9.29 Uhr
Inzidenz steigt in NRW deutlich an
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen klettert auch in Nordrhein-Westfalen weiter nach oben. Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) sprang die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz von Donnerstag auf Freitag von 416,7 auf 441,6. NRW liegt aber weiterhin hinter dem bundesweiten Wert von 470,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – einem neuen Höchststand.

Die höchste Inzidenz hat weiterhin Wuppertal, die als einzige Stadt in NRW über der 700-er-Schwelle liegt (704,8). Eine Inzidenz über 600 haben die Städte Leverkusen (696,7), Solingen (670,3), Krefeld (651,1), Dortmund (634,7) und die Landeshauptstadt Düsseldorf (617,1). Am anderen Ende der Tabelle steht der Kreis Recklinghausen mit einem Wert von 244,5.

Das NRW-Landeszentrum für Gesundheit (LZG) meldete am Freitag eine Hospitalisierungsrate von 2,95 (Donnerstag: 3,02). Diese Rate gibt die Zahl der binnen sieben Tagen in Krankenhäusern aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner an. Der Anteil der Covid-19-Patienten an der Gesamtzahl der Intensivbetten-Kapazität in NRW wurde mit 8,25 Prozent angegeben (Donnerstag: 8,42 Prozent).

Freitag, 14. Januar, 8.14 Uhr
DKG-Chef warnt: „Werden stärker belastete Normalstationen erleben“
DKG-Chef Gerald Gaß hat angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen vor einer starken Belastung der Normalstationen in Krankenhäusern gewarnt und gefordert, dass weniger schwere Omikron-Fälle vor allem ambulant versorgt werden sollen. „Wir werden vor allen Dingen stärker belastete Normalstationen erleben“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Dies bedeutet aber auch, dass der ambulante Sektor vor einer neuen Herausforderung stehen wird.“

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssten ihre Patientinnen und Patienten verstärkt ambulant behandeln, um zu vermeiden, dass Krankenhäuser überfordert würden. „Dazu gehören mehr Hausbesuche in Altenheimen und bei allein lebenden Menschen.“ Gaß betonte: „Wir müssen die Krankenhäuser vor Überlastung schützen, denn wir dürfen nicht vergessen, dass noch immer über 3000 Covid-Patienten auf den Intensivstationen liegen.“

Freitag, 14. Januar, 8.07 Uhr

Wegen der Maskenpflicht: Mann greift in Dortmund Polizisten an

Am Donnerstagnachmittag (13. Januar) ist im Dortmunder Hauptbahnhof ein 20-jähriger Mann auf die Bundespolizei losgegangen. So heißt es in einer entsprechenden Meldung. Die Beamten hatten ihn zuvor auf die Maskenpflicht hingewiesen.

Laut Polizei versuchte er sich erst, der Ansprache zu entziehen. Seine Personalien wollte er demnach nicht Preis geben – und soll dann probiert haben, die Beamten mit Kopfstößen zu verletzen. Auf der Polizeiwache wies sich der Mann letztlich aus. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein.

Freitag, 14. Januar, 7.07 Uhr
Hohe Inzidenz trotz Booster-Impfung: „Das liegt an Omikron“
Warum sind die Inzidenzen in Ländern mit hoher Booster-Impfquote so hoch? „Das liegt wirklich an Omikron, weil Omikron aufgrund der starken Veränderung dem Immunschutz entgeht. Nicht komplett, doch so weit, dass man als Geimpfter nicht mehr so gut vor der reinen Infektion geschützt ist“, erklärt Immunologe Prof. Dr. Carsten Watzl im Gespräch mit unserer Redaktion.

Es komme also auch zu Infektionen bei geimpften und geboosterten Personen, der Schutz vor schweren Verläufen sei indes nach wie vor „hoch“, sagt Watzl. Die Länder mit hoher Impfquote verzeichneten laut dem Immunologen deutlich weniger schwere Verläufe. Bezüglich der schweren Verläufe, der Hospitalisierung und der Todesfälle blieben sie „fast flach. Da wollen wir letztendlich hin“, so Watzl.


Freitag, 14. Januar, 6.10 Uhr
Virologin Brinkmann: „Bei Infektionsdynamik ist Impfung egal“
Virologin Melanie Brinkmann hat in der ZDF-Talkshow von Maybrit Illner auf den Nutzen und die Grenzen der Booster-Kampagne verwiesen. „Die Boosterung hilft nochmal sehr“, konstatierte sie, schob mit Blick auf die durch Omikron angeschobene Zahl an Neuansteckungen jedoch nach: „Bei der Infektionsdynamik ist die Impfung leider egal.“

Drei Immunisierungen würden das individuelle Risiko, schwer zu erkranken, zwar stark reduzieren. Aktuell sei jedoch „das Problem, dass wir so viele Ungeimpfte haben“. Obwohl die Inzidenzwerte stiegen, bliebe die Belegung der Intensivstationen unten, sagte Brinkmann. „Das korreliert aber sehr stark mit der Impfquote.“

Freitag, 14. Januar, 5.09 Uhr
Corona-Neuinfektionen überschreiten erstmals 90.000
Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 90.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben vom Freitagmorgen 92.223 Fälle in 24 Stunden. Am Mittwoch war die Zahl erstmals größer als 80.000 gewesen.

Vor genau einer Woche waren es 56.335 erfasste Neuinfektionen, wobei es im Zuge der Feiertage Lücken bei Tests und Meldungen gegeben hatte. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreichte mit 470,6 einen Höchststand. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 427,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 303,4 (Vormonat: 375,0).

7.835.451 nachgewiesene Infektionen

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 286 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 264 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.835.451 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Donnerstag, 13. Januar, 22.45 Uhr

RKI: Omikron nun vorherrschende Variante

Mittlerweile ist Omikron in Deutschland die vorherrschende Variante. Der bundesweite Anteil liegt inzwischen bei 73,3 Prozent, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht mitteilt. Der Anteil der bislang dominierenden Delta-Variante ist auf 25,9 Prozent geschrumpft. Vor einer Woche bezifferte das RKI die Verbreitung der Omikron-Variante noch auf 44,3 Prozent.

Donnerstag, 13. Januar, 21.47 Uhr

Bundestag macht Weg frei für veränderte Quarantäne-Regeln

Der Bundestag hat den Weg für die zwischen Bund und Ländern verabredeten neuen Quarantäneregeln in der Corona-Pandemie freigemacht. Die Verordnung, die gebilligt wurde, schafft unter anderem den rechtlichen Rahmen dafür, dass sich dreifach geimpfte Kontaktpersonen von Corona-Infizierten nicht mehr isolieren müssen.

Außerdem werden damit kürzere Quarantänezeiten ermöglicht, um bei stark steigenden Infektionszahlen den personellen Zusammenbruch wichtiger Versorgungsbereiche zu verhindern.

Der Bundesrat muss am Freitag noch zustimmen, bevor die Verordnung in Kraft tritt. Konkret umgesetzt werden die Regeln dann anschließend von den einzelnen Bundesländern.

Donnerstag, 13. Januar, 20.16 Uhr

Ethikrat-Vorsitzende: Impfpflicht-Empfehlung gilt nicht für Omikron

Die Haltung des Deutschen Ethikrats zur möglichen Einführung einer allgemeinen Impfpflicht richtet sich auch danach, welche Corona-Variante gerade das Infektionsgeschehen dominiert. Das sagte die Ratsvorsitzende Alena Buyx dem „Spiegel“.

Als das Gremium im Dezember mehrheitlich eine Ausweitung der Impfpflicht von bestimmten Berufsgruppen auf „wesentliche Teile der Bevölkerung“ empfohlen habe, sei diese Stellungnahme „im Kern unter den Bedingungen der Delta-Variante geschrieben“ worden. Wenn sich die Faktenlage in der Pandemie – etwa durch die hochinfektiöse Omikron-Variante – deutlich ändere, müsse man sich aber auch „normative Einschätzungen, wie man sie getroffen hat, noch einmal neu anschauen“, betonte sie. „Alles andere wäre unverantwortlich.“

Donnerstag, 13. Januar, 18.57 Uhr

Mehrheit der Corona-Intensivpatienten ungeimpft

Fast zwei Drittel der neuaufgenommenen Corona-Patienten auf Intensivstation sind ungeimpft. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Untersuchung von Robert Koch-Institut und Intensivmedizinervereinigung DIVI, wie die beiden Organisationen mitteilten.

Demnach waren zuletzt von knapp 9000 Intensivpatienten, bei denen der Impfstatus bekannt war, 62 Prozent ungeimpft. 10 Prozent hatten einen unvollständigen Immunschutz (Genesen ohne Impfung beziehungsweise Teil-Immunisierung), 28 Prozent hatten eine vollständige Grundimmunisierung oder bereits eine Auffrischimpfung. Die Erhebung bezieht sich auf den Zeitraum 14. Dezember 2021 bis 12. Januar 2022.

Donnerstag, 13. Januar, 17.56 Uhr

Niederlande wollen Corona-Maßnahmen offenbar lockern

Fast vier Wochen lang ist die Niederlande im Corona-Lockdown. Nun möchte die Regierung die Maßnahmen offenbar lockern, wie verschiedene Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichten.

Geschäfte und Hochschulen sollen demnach mit Einschränkungen wieder öffnen dürfen. Weiterhin geschlossen bleiben sollen dagegen Gaststätten und Kultureinrichtungen.

Währenddessen nimmt der Widerstand gegen den Lockdown in den Niederlanden zu. Zahlreiche Provinzen und Unternehmer fordern ein Ende der Maßnahmen.

Donnerstag, 13. Januar, 17.00 Uhr

Stiko empfiehlt Booster ab 12 Jahren

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat ihre Empfehlung zur Booster-Impfung aktualisiert. Das Gremium empfiehlt nun allen Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren eine Auffrischungsimpfung. „Die dritte Impfstoffdosis soll in einem Mindestabstand von drei Monaten zur vorangegangenen Impfung verabreicht werden“, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mit. Dazu solle der Impfstoff von Biontech/Pfizer in der entsprechenden Dosis verwendet werden.

Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

Donnerstag, 13. Januar, 16.41 Uhr

138 Grundschüler in Herne mit Corona infiziert

Die Ergebnisse der Schultestungen an Grundschulen nach den Weihnachtsferien lagen in Herne nicht rechtzeitig vor. Das berichtete die WAZ. Jetzt sind die Ergebnisse da: 138 Kinder haben sich mit dem Coronavirus infiziert.

Donnerstag, 13. Januar, 15.50 Uhr

Neuer Betrugsverdacht bei Testzentren-Unternehmen in NRW

Zu einem gewerbsmäßigen Betrug soll es bei einem Corona-Testzentren-Unternehmen aus Hagen gekommen sein. Nicht durchgeführte Tests sollen unter anderem abgerechnet worden sein. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag mit. Das Verfahren richtet sich gegen drei männliche und zwei weibliche Beschuldigte im Alter zwischen 22 und 35 Jahren. Insgesamt fünf Testzentren in Hagen, Menden, Lüdenscheid und Neuenrade betreibt das Unternehmen.

Ermittler des LKA haben heute Firmenanschriften, Schnelltestzentren und Privatwohnungen in Hagen, Lüdenscheid, Menden, Neuenrade, Meinerzhagen, Essen und Dortmund durchsucht. Dabei wurden Beweismittel sichergestellt, die noch ausgewertet werden müssen.




Donnerstag, 13. Januar, 13.45 Uhr
Weiter Probleme bei Auswertung von Corona-Tests in Grundschulen
Auch drei Tage nach dem Schulstart in Nordrhein-Westfalen haben Grundschulen weiterhin über Probleme bei der Auswertung von Corona-Tests geklagt. An der Hövelschule in Essen seien am Donnerstagmorgen zwar die Ergebnisse der Pool-Tests von Mittwoch eingegangen, die Auswertung der Einzel-Nachtestungen fehlte aber, sagte Schulleiter Felix Busch der Deutschen Presse-Agentur. Da die Pool-Tests in zwei Klassen ein positives Ergebnis ergaben, mussten diese deshalb zuhause bleiben. Auch in Wuppertal und anderen Städten soll es Probleme gegeben haben.


Bereits am Dienstag waren die meisten Schüler der Grundschule in Essen zuhause geblieben, weil die Labore zu den am Vortag genommenen PCR-Pool-Tests noch gar keine Ergebnisse geliefert hatten. Die Eltern seien verunsichert, sagte Busch. „Wir sind noch nicht da, wo wir hin sollen oder was uns versprochen wurde.“ Vor allem die Kontaktnachverfolgung werde erschwert, da nicht klar sei, welche Kinder betroffen seien und mit wem sie Kontakt hatten.

Donnerstag, 13. Januar, 12.52 Uhr
NRW-Regierungschef Wüst ruft zu Vorsicht bei Corona-Demos auf
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Menschen aufgefordert, sich bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen nicht „vor den Karren“ von Verschwörungstheoretikern, Verfassungsfeinden und Rassisten spannen zu lassen. In NRW habe es in den vergangenen vier Wochen rund 700 solcher Versammlungen mit rund 100.000 Teilnehmern gegeben, sagte Wüst am Donnerstag vor Journalisten in Düsseldorf. Das Phänomen der sogenannten Spaziergänge sei in Stadt und Land zu beobachten. „Man kann die Spannung im Land förmlich spüren.“

Teilnehmer einer
Teilnehmer einer „Querdenker“-Demonstration stehen in der Freiburger Innenstadt. © picture alliance/dpa

Schon zu Beginn der Pandemie sei klar gewesen, dass Corona zu gesellschaftlichen Verwerfungen führen werde, sagte Wüst. Das sei in den vergangenen Tagen „real“ geworden. Natürlich gelte in der Demokratie das Demonstrationsrecht. Wüst appellierte aber an die Teilnehmer: „Passen Sie auf, mit wem Sie spazieren gehen.“


Donnerstag, 13. Januar, 12.13 Uhr
Viele neue Corona-Infektionen unter Kindern und Jugendlichen
Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden besonders viele Corona-Neuinfektionen festgestellt. Nach den jüngsten Daten des Landeszentrums für Gesundheit Nordrhein-Westfalen von Donnerstag ist die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Personen binnen sieben Tagen in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen am höchsten. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt hier bei 833,9. Es folgt die Gruppe der 20- bis 24-Jährigen mit 817,8. Besonders hoch ist der Wert auch in der Gruppe 10 bis 14 Jahre mit 723,8 und in der Gruppe 5 bis 9 Jahre mit 708,4.


Donnerstag, 13. Januar, 11.21 Uhr
Durchsuchungen wegen mutmaßlich falscher Impfbescheinigungen
Die Polizei hat in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen Wohnungen von mehr als 100 Menschen durchsucht, die sich falsche Impfbescheinigungen besorgt haben sollen. Die Ermittler stellten bei der Aktion, die am frühen Donnerstagmorgen begann, unter anderem Impfausweise und Smartphones sicher. Zudem wurde bei Beschuldigten Blut entnommen, um den Impfstatus zu klären, wie ein Sprecher der Polizei erklärte.

Ausgangspunkt der Durchsuchungen ist der Fall eines Hausarztes im bayerischen Landkreis Donau-Ries, der Scheinimpfungen verabreicht und Impfbescheinigungen ohne Impfung ausgestellt haben soll. Die Durchsuchungen richten sich nun gegen Verdächtige, die den Arzt bewusst aufgesucht haben sollen, um eine Impfung bescheinigt zu bekommen, ohne sich impfen zu lassen. Gegen sie wird laut Polizei wegen der Beihilfe beziehungsweise Anstiftung zum Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse und deren Verwendung ermittelt.


Donnerstag, 13. Januar, 10.37 Uhr
Ärztekammern in NRW prüfen mögliche Corona-Verstöße von Ärzten
Die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen haben bisher etwa 170 Beschwerden über Ärzte und Ärztinnen im Umgang mit der Corona-Pandemie geprüft. Dabei ging es teilweise um die rechtliche Auslegung von Corona-Schutzverordnungen, in anderen Fällen aber auch um sogenannte Corona-Leugner in der Ärzteschaft, wie die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilten.

Näher geprüft habe die Kammer Nordrhein unter anderem Fälle, in denen Ärztinnen oder Ärzte Blanko-Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt, gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen oder die Gefahren der Erkrankungen heruntergespielt hätten. Bei 24 Beschwerden bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe gehe es um sogenannte Corona-Leugner, also „insbesondere diejenigen, die die Existenz von Corona in Abrede stellen“, teilte die Kammer mit. 15 weitere Beschwerden beträfen Impfgegner in der Ärzteschaft.

Ein Teil der Verfahren sei eingestellt worden, hieß es aus Westfalen-Lippe. „In einem Fall ist mittlerweile durch die Staatsanwaltschaft Anklage wegen des Verdachts der Ausstellung unrichtiger Gesundheitszeugnisse erhoben worden.“ Bei der Kammer Nordrhein ist in drei Fällen ein berufsgerichtliches Verfahren beantragt worden, wie eine Sprecherin mitteilte. In einem Fall sei Strafanzeige erstattet worden. Bei berufsrechtlichen Verstößen von Ärzten und Ärztinnen seien prinzipiell Mahnungen, Rügen mit oder ohne Geldstrafen und berufsgerichtliche Maßnahmen möglich.

Donnerstag, 13. Januar, 8.16 Uhr
Corona-Inzidenz in NRW nun bei 416,7
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen geht weiter in die Höhe. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag eine landesweite Sieben-Tage-Inzidenz von 416,7 nach 395,7 am Vortag. In NRW wurden innerhalb von 24 Stunden 17.236 neue Corona-Fälle registriert. 23 Menschen starben in diesem Zeitraum an oder mit Covid-19.

Die höchste Inzidenz hat Wuppertal mit 692,3, dahinter die Landeshauptstadt Düsseldorf (692,3) und Solingen (644,5). Am anderen Ende der Tabelle steht der Rhein-Kreis Neuss mit einem Wert von 218,4. Das NRW-Landeszentrum für Gesundheit (LZG) meldete am Donnerstag eine Hospitalisierungsrate von 3,02. Der Anteil der Covid-Patienten in den Intensivbetten wurde mit 8,42 Prozent angegeben.

Donnerstag, 13. Januar, 7.42 Uhr
Lauterbach sieht Impfziel bis Ende Januar in Gefahr
Das Corona-Impfziel der Bundesregierung bis Ende Januar ist nach Einschätzung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach stark in Gefahr. Der SPD-Politiker sagte dem Nachrichtenportal „The Pioneer“ (Donnerstag): „Es wird sehr schwer sein, das ist klar.“ Bis Ende Januar sollen nach den Plänen der Ampel-Koalition 80 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft sein. Bis Mittwochmorgen erhielten 74,8 Prozent – oder 62,2 Millionen Menschen – mindestens eine Impfdosis. Am Dienstag wurden in Deutschland mehr als 710.000 Impfstoffdosen verabreicht, darunter 48.500 Erstimpfungen. Am Montag gab es mehr als 520.000 Impfungen, darunter 34.700 Erstimpfungen.

Donnerstag, 13. Januar, 6.35 Uhr
Ärztekammern in NRW prüfen mögliche Corona-Verstöße von Ärzten
Die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen haben bisher etwa 170 Beschwerden über Ärzte und Ärztinnen im Umgang mit der Corona-Pandemie geprüft. Dabei ging es teilweise um die rechtliche Auslegung von Corona-Schutzverordnungen, in anderen Fällen aber auch um sogenannte Corona-Leugner in der Ärzteschaft, wie die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilten. Näher geprüft habe die Kammer Nordrhein unter anderem Fälle, in denen Ärztinnen oder Ärzte Blanko-Atteste zur Befreiung von der Maskenpflicht ausgestellt, gegen die Corona-Schutzverordnung verstoßen oder die Gefahren der Erkrankungen heruntergespielt hätten.

Donnerstag, 13. Januar, 5.54 Uhr
Neue Corona-Schutzverordnung in NRW wird wirksam
In Nordrhein-Westfalen tritt an diesem Donnerstag eine aktualisierte Corona-Schutzverordnung in Kraft. Sie erschwert den Zutritt zu Restaurants, Cafés und Kneipen für Menschen, die keine Auffrischimpfung (Booster) haben oder jüngst vom Coronavirus genesen sind. Wer die Booster-Impfung schon hat, braucht hingegen in vielen Bereichen, etwa auch in Fitnessstudios, keinen zusätzlichen Test mehr vorzuweisen.

Neu ist auch, dass ein Selbsttest unter Aufsicht als Zutrittsvoraussetzung akzeptiert werden kann anstelle eines offiziellen Nachweises.

Donnerstag, 13. Januar, 5.11 Uhr
Erneut Höchststand der Corona-Neuinfektionen – 81.417 Fälle
Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erneut einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Donnerstagmorgen 81.417 Fälle in 24 Stunden. Am Mittwoch hatte die Zahl erstmals die Schwelle von 80.000 überschritten. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 427,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 407,5 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 285,9 (Vormonat: 389,2). Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 316 Todesfälle verzeichnet.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 7.743.228 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 3,13 (Dienstag mit 3,34) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 6.878.100 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 115.051.

Mittwoch, 12. Januar, 21.55 Uhr
Lauterbach verzichtet auf eigenen Entwurf für Impfpflicht

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach verzichtet auf einen eigenen Vorschlag für eine allgemeine Impfpflicht. Dem Nachrichtenportal „The Pioneer“ sagte der SPD-Politiker am Mittwoch: „Ich habe mich entschieden, keinen eigenen Antrag zu präsentieren, sondern da neutral zu sein.“

Dem Parlament einen eigenen Entwurf zu präsentieren, wäre auf jeden Fall „keine so kluge Idee“. Als Gesundheitsminister müsse er „eine gewisse Neutralität“ haben.

Mittwoch, 12. Januar, 19.15 Uhr
US-Daten: Omikron verursacht weniger Krankenhauseinweisungen

Forschende vermuten schon seit Längerem, dass Omikron weniger schwere Krankheitsverläufe verursacht. Eine aktuelle Studie aus den USA legt nun nahe, dass die Corona-Variante im Vergleich zu Delta tatsächlich zu weniger Klinikeinweisungen führt.

Demnach wurden 235 von 52.297 Menschen hospitalisiert, die sich zwischen dem 30. November und dem 1. Januar in Kalifornien mit Omikron infizierten. Das ergebe eine Hospitalisierungsrate von 0,5 Prozent. Zum Vergleich: Von 16.928 Menschen, die sich im gleichen Zeitraum in Kalifornien mit Delta infizierten, mussten 222 Fälle hospitalisiert werden. Für Delta liegt die Hospitalisierungsrate somit bei 1,3 Prozent.

Auch das Sterberisiko sei der Untersuchung zufolge 91 Prozent geringer. Keine Omikron-Patientin und kein Omikron-Patient musste nach Angaben der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden. Ein Mensch starb im Zusammenhang mit der Omikron-Infektion.

Mittwoch, 12. Januar, 18.20 Uhr
Scholz peilt Impfpflicht für alle Erwachsenen an

Die geplante Impfpflicht in Deutschland soll nach dem Willen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) alle Menschen über 18 Jahre umfassen. „Es sollte um alle Erwachsenen gehen“, sagte Scholz am Mittwoch in seiner ersten Regierungsbefragung als Kanzler im Bundestag in Berlin.

Scholz verteidigte den angekündigten Weg mit fraktionsübergreifenden Gruppenanträgen im Parlament gegen Kritik der Union. Er hoffe auf zügige Beratungen im Bundestag, sagte er. Die Union warf Scholz abermals mangelnde Führung in der Frage vor. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mahnte eine sorgfältige Diskussion über eine Impfpflicht an.

Mittwoch, 12. Januar, 16.45 Uhr

40 Prozent aller Covid-Infizierten kämpfen mit Long Covid

Nach einer im Dezember veröffentlichten Studie der Mainzer Universitätsmedizin haben rund 40 Prozent der Corona-Infizierten mehr als ein halbes Jahr später noch Symptome, also Long Covid. Long Covid trifft demnach auch Infizierte mit milden oder asymptomatischen Verläufen.

„Die Beschwerden sind unspezifisch – darunter Herzprobleme, Konzentrationsprobleme, Luftnot, Angststörungen, Depression oder chronische Müdigkeit“, sagte die Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung Bund, Gundula Roßbach, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Manche Betroffene seien aus ihrem Berufsleben herausgerissen. Manche könnten sich teils Monate nach der eigentlichen Erkrankung nicht mehr konzentrieren.

Mittwoch, 12. Januar, 16.02 Uhr

Kanzler Scholz erneuert Zustimmung zur Impfpflicht, SPD legt Zeitplan vor

Bundeskanzler Olaf Scholz hat in der Debatte über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht erneut seine Zustimmung ausgedrückt. Wegen Omikron werde man in Deutschland das Infektionsgeschehen sehen, das derzeit auch andere Länder hätten, sagte Scholz am Mittwoch in seiner ersten Regierungsbefragung im Bundestag. „Ein Grund, warum ich mich dafür einsetze, dass wir in Deutschland eine Impfpflicht einführen.“

Die SPD-Bundestagsfraktion hat am Dienstagabend bereits einen Zeitplan für die Entscheidung über die Impfpflicht vorgelegt. Danach sollen Eckpunkte für einen Gesetzentwurf vorgelegt werden. Auf dieser Grundlage soll mit Abgeordneten anderer Fraktionen über einen gemeinsamen Gruppenantrag gesprochen werden. Und bis Ende März solle dann die Entscheidung fallen.

Mittwoch, 12. Januar, 15.52 Uhr

Wüst: „Brauchen Durchimpfung der Bevölkerung“

Werde das jetzige Impftempo einfach nur fortgesetzt, wäre die Impfquote Ende 2022 noch viel zu niedrig, sagte der CDU-Politiker und Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, Hendrik Wüst. Die Impfpflicht wäre Teil einer vorausschauenden Pandemiepolitik, „damit wir nicht im nächsten Winter wieder sagen, „Um Himmels Willen, jetzt haben wir doch nicht die Impfquote, die wir brauchen, das haben wir doch alle schon im Januar gewusst.““

Es müsse unbedingt vermieden werden, dass der nächste Winter abermals durch Kontaktbeschränkungen und andere Maßnahmen gekennzeichnet sei. „Deshalb brauchen wir in diesem Jahr eine weitgehende Durchimpfung der Bevölkerung.“ Er appellierte an die Bundesregierung aus SPD, Grünen und FDP, bei dem Thema zügig voranzukommen. „Wir brauchen ein klares Commitment der Ampel zur Impfpflicht.“

Mittwoch, 12. Januar, 14.22 Uhr

Arbeitgeber lehnen Rechtsanspruch auf Homeoffice ab

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände sprach sich am Mittwoch gegen einen Rechtsanspruch auf Homeoffice ab. Der Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter sagte in Berlin: „Der Staat schafft mit neuen Vorschriften kein Vertrauen, sondern setzt die Sicht der Ministerialbürokratie über die sich fortentwickelte betriebliche Praxis.“

Homeoffice sei in vielen Unternehmen Standard. Das werde es auch nach der Pandemie bleiben, sagte Kampeter. „Dazu bedarf es keines Rechtsanspruches, sondern eines vertrauensvollen Miteinanders im Betrieb.“


Mittwoch, 12. Januar, 13.03 Uhr

Immunologe beantwortet: „Mit wie vielen Corona-Mutationen müssen wir noch rechnen?“

Wirken sie oder nicht? Welcher Impfstoff ist beim Boostern der beste? Warum erkranken Geimpfte? Ab heute beantwortet Prof. Watzl täglich eine Frage zu den Corona-Impfungen im Kurz-Video.

Mittwoch, 12. Januar, 12.43 Uhr

2Gplus gilt nun auch im Bundestag

Angesichts der aktuell steigenden Corona-Zahlen gibt es nun auch im Bundestag strengere Corona-Regeln. In Bundestagsgebäuden gilt ab Mittwoch die 2Gplus-Regeln. Außerdem reichen einfache OP-Masken nicht mehr, künftig müssen die Abgeordneten, ihr Personal und Besucher FFP2-Masken tragen.

Von der Testpflicht ausgenommen sind Abgeordnete, die bereits eine Booster-Impfung erhalten haben, sowie Genesene mit doppelter Impfung. Rechtliche Grundlage für die neuen Vorschriften ist eine Allgemeinverfügung von Bundestagspräsidentin Bärbel Bas.

Abgeordnete, die 2Gplus-Regel nicht erfüllen, können nur von der Besuchertribüne aus die Plenarsitzungen verfolgen. Dafür brauchen sie ein negatives Schnelltest-Ergebnis.

Mittwoch, 12. Januar, 12.18 Uhr

NRW-Schülerin verweigert Schule mit Ungeimpften

Eine 13-jährige Schülerin aus Hagen weigert sich, ihre Schule zu betreten. Das berichtet die WAZ. Sie ist Risikopatientin und hat Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Die Schülerin wird deshalb draußen unterrichtet.

„Ich halte mich an alle Hygieneregeln. Es gibt viele Kinder wie mich. Aber es gibt auch solche, die sind nicht geimpft und halten sich nicht an die Regeln. Und mit denen setze ich mich nicht mehr zusammen in einen Raum“, erklärte sie den Schritt.

Ihre Schulleitern hat den ungewöhnlichen Wunsch erfüllt. „Wir möchten sie nicht zwingen, die Schule zu betreten, wenn sie Angst vor einer Infektion hat. Und ich kann auch nicht garantieren, dass sie sich nicht ansteckt“, sagte die Schulleiterin.


Mittwoch, 12. Januar, 11.55 Uhr

Bund beschafft weitere fünf Millionen Biontech-Impfdosen

Das Bundesgesundheitsministerium hat weitere fünf Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech für Deutschland organisiert. Sie sollen ab der Woche vom 24. Januar zur Verfügung stehen, wie es am Dienstagabend aus dem Ministerium hieß. Gekauft werden die Dosen aus einem EU-Kontingent Rumäniens, das sie derzeit nicht benötigt.

Insgesamt sollen damit in den drei Wochen vom 17. Januar, 24. Januar und 31. Januar rund 32 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, wie es weiter hieß – zwölf Millionen von Biontech und 20 Millionen des Mittels von Moderna. Damit könne in den nächsten drei Wochen auch allen eine Booster-Impfung ermöglicht werden, die es wollten.

Mittwoch, 12. Januar, 11.25 Uhr

Patientenschützer fordern Angebote für vierte Impfung, aber Abkehr von Impfpflicht

„Jeder sollte die Möglichkeit erhalten, bis zum Sommer ein viertes Impfangebot mit den aktuell verfügbaren Wirkstoffen in Anspruch nehmen zu dürfen.“ Das sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, der WAZ.

Er forderte außerdem, eine Anpassung der Corona-Impfstoffe an die Virusvarianten.

Brysch sprach sich gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland dagegen aus, eine Impfpflicht einzuführen. „Die Diskussion über die Impfpflicht überschattet aktuell alles. Doch ob sie wirklich kommt, wird von Tag zu Tag unwahrscheinlicher. Auch wenn der Bundeskanzler das Thema Impfpflicht zur Chefsache erklärt hat, sollte Olaf Scholz jetzt auch die Größe zur Umkehr besitzen. Denn schon viel zu lange wurden dringendere Themen aufgeschoben.“

Mittwoch, 12. Januar, 11.13 Uhr

NRW-Ministerpräsident Wüst pocht auf Corona-Impfpflicht

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat seine Forderung nach einer zügigen Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht untermauert. Einer Studie zufolge wäre die Hälfte der bisher Ungeimpften durch die Pflicht bereit, das Vakzin verabreicht zu bekommen, bei der anderen Hälfte „wird es komplizierter“, sagte Wüst vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung in Düsseldorf.

Die einfacheren Fälle sollte man mit der Pflicht „im Frühjahr, im Frühsommer einsammeln“ und sich danach „denen widmet, die sich etwas schwerer tun“. Mit Blick auf Verweigerer sollte man derzeit „nicht über riesengroße Bußgelder“ reden, vielmehr könne man zukünftig in solchen Fällen „staffeln und differenzieren“.

Mittwoch, 12. Januar, 10.14 Uhr

NRW-Politiker in Quarantäne können per Video im Landtag abstimmen

Der Düsseldorfer Landtag reagiert auf die hochansteckende Omikron-Variante: Abgeordnete in Quarantäne können an den Ausschüssen nun per Video teilnehmen und auch mit abstimmen. Ein entsprechender Beschluss des Ältestenrats liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Demnach können sich auch vorerkrankte Hochrisikopersonen oder Abgeordnete, die keinen 3G-Nachweis vorlegen, per Video zuschalten – und zum Beispiel auch von ihrem Rederecht Gebrauch machen.

Mittwoch, 12. Januar, 9.07 Uhr

Corona-Inzidenz in NRW knapp unter 400

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist weiter gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete für das bevölkerungsreichste Bundesland am Mittwochmorgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 395,7, nach 381,7 am Vortag. Innerhalb von 24 Stunden wurden in NRW 14.800 neue Corona-Fälle registriert. 39 Menschen starben in diesem Zeitraum an oder mit Covid-19.

Düsseldorf liegt an Rhein und Ruhr an der Spitze. Die Inzidenz in der Landeshauptstadt stieg erstmals über die Schwelle von 700 und betrug laut RKI exakt 702,3. Dahinter lagen mit Solingen (675,3) und Wuppertal (649,6) zwei Städte aus dem Bergischen Land. Am besten sah das Infektionsgeschehen im Hochsauerlandkreis (209,2) aus. Das NRW-Landeszentrum für Gesundheit (LZG) vermeldete am Mittwochmorgen eine Hospitalisierungsrate von 2,85.

Mittwoch, 12. Januar, 8.18 Uhr

Lehrerverbände warnen vor steigenden Infektionszahlen an den Schulen

Lehrerverbände warnen vor steigenden Corona-Infektionszahlen an den Schulen und fordern, den Gesundheitsschutz bei sich verschärfender Lage unverzüglich hochzufahren. „Wir sind froh, dass die Schulen wieder mit vollem Präsenzunterricht begonnen haben. Doch die Situation ist angesichts der zunehmenden Verbreitung der Omikron-Variante volatil“, sagte der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Unter diesen Bedingungen könnten wir auch rasch erheblich höhere Infektionszahlen an den Schulen haben“, warnte er.

Mittwoch, 12. Januar, 7.23 Uhr

Biontech beginnt Produktion eines angepassten Omikron-Impfstoffs

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer haben mit der Produktion eines an die Omikron-Variante angepassten Corona-Impfstoffs für eine spätere kommerzielle Nutzung begonnen. Das teilte Biontech-Chef Ugur Sahin am Dienstag auf einer Gesundheitskonferenz der US-Bank J.P. Morgan mit. Ende Januar werde eine klinische Studie zu dem Impfstoff beginnen. „Wir gehen davon aus, dass wir bis März für eine Belieferung des Marktes bereit sind, wenn die behördlichen Genehmigungen vorliegen.“

Ugur Sahin, Vorstandsvorsitzender von Biontech © picture alliance/dpa

Mittwoch, 12. Januar, 6.19 Uhr

Neuer Regelkatalog: NRW empfiehlt FFP2-Masken beim Einkaufen

Das Land NRW spricht erstmals eine dringende Empfehlung für das Tragen von FFP2-Masken beim Einkaufen aus. In den neuen „Hygiene- und Infektionsschutzregeln“ zur Coronaschutz-Verordnung wird dies mit der neuen Omikron-Variante begründet. Da die Variante besonders ansteckend sei, sei es wichtig, in „geschlossenen Räumen und beim Zusammentreffen mit anderen Personen FFP2-Masken oder vergleichbare Masken (insbesondere KN95/N95) ohne Ausatemventil zu tragen.“

Weiter heißt es in dem Regelkatalog: „Beim Einkaufen in Geschäften und bei der Nutzung des Öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs wird daher die Verwendung von FFP2-Masken oder vergleichbaren Masken dringend empfohlen.“ Verpflichtend ist in Bussen, Bahnen oder in Geschäften weiterhin eine medizinische Maske – worunter zum Beispiel auch sogenannte OP-Masken fallen. In Warteschlangen im Freien wird die Maskenpflicht zudem wieder eingeführt.

Mittwoch, 12. Januar, 5.21 Uhr

Erstmals über 80.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat erstmals die Schwelle von 80.000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach RKI-Angaben von Mittwochmorgen 80.430 Fälle in 24 Stunden. Die 7-Tage Inzidenz gab das RKI mit 407,5 an. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 384 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 3,34 an (Montag mit 3,37).

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