Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes, fordert ein Verfallsdatum für Impfnachweise. © picture alliance/dpa
Coronavirus

Coronavirus in NRW: Ärzte-Chef fordert Verfallsdatum für Impfnachweis – Liveblog

Weltärztebund-Chef Montgomery fordert eine Befristung der Gültigkeit von Corona-Impfungen. Um weiter als geimpft zu gelten, gibt es dann nur eine Möglichkeit. Die Lage in NRW im Überblick.

Über die Entwicklungen der Corona-Krise in NRW berichten wir hier aktuell im Liveblog.

  • Fallzahlen in NRW: 1.161.161 bestätigte Fälle – 97.800 aktuell Infizierte – 18.895 verstorbene Personen – Wocheninzidenz: 267,4 – Hospitalisierungsinzidenz: 4,32 (Stand: 28.11.2021).
  • Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert ein Verfallsdatum für Impfnachweise. Dann sollen sich Geimpfte boostern lassen, um weiter als Geimpfte zu gelten.
  • Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Corona-Pandemie lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel gebracht, anstelle einer Impfpflicht.
  • Eine neue Mutation des Coronavirus aus Südafrika (Omikron) bereitet Experten große Sorgen. Am Flughafen Schiphol wurden 61 Reiserückkehrer positiv getestet. In Hessen wurde ein Verdachtsfall gemeldet.
  • Nach dem Impfstoff von Biontech wird mittlerweile auch der Moderna-Impfstoff nach Auskunft des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums vom Bund rationiert oder kann teilweise gar nicht mehr bestellt werden.
  • In den Drogeriemärkten werden wegen der stark erhöhten Nachfrage Corona-Tests knapp, teilweise bleiben die Regale leer. Nur in Apotheken kommt man noch sicher an Tests. Aber auch dort schwinden die Chancen.
  • Alle Regeln, die bis zum 21. Dezember gelten, haben wir hier in 13 Punkten einfach erklärt.








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Sonntag, 28. November, 17.27 Uhr

NRW-Gesundheitsministerium warnt vor digital überwachten Selbsttests

Mit Blick auf die 3G-Pflicht am Arbeitsplatz hat das Gesundheitsministerium in NRW vor digital überwachten Selbsttests gewarnt. Die auf diesem Wege ausgestellten Zertifikate seien ungültig, betonte das Ministerium. Nur Tests, die vor Ort durch Dritte gemacht oder überwacht werden, könnten mit einem 3G-fähigen Zertifikat bestätigt werden.

Es sei sogar eine Ordnungswidrigkeit, Ergebnisse eines digitalen Tests im Rechtsverkehr - etwa bei Zugangskontrollen - zu verwenden. Nachweise dürften nur vorgesehene Teststellen oder Arbeitgeber ausstellen, die sich für die sogenannte Beschäftigtentestung registriert haben. Geschultes Personal kann vor Ort einen Abstrich nehmen oder einen Selbsttest beaufsichtigen.

Sonntag, 28. November, 15.59 Uhr

Moderna arbeitet an Omikron-Impfstoff

Impfstoffhersteller Moderna arbeitet an einem Impfstoff gegen die Omikron-Variante. Hunderte der Mitarbeiter hätten direkt nach ersten Veröffentlichungen zur Mutante an Thanksgiving angefangen, an einer Anpassung des Corona-Impfstoffs zu arbeiten, sagte Paul Burton, Chef des Pharmakonzerns.

Sonntag, 28. November, 14.34 Uhr

Verdacht auf Infektion mit Omikron in Hessen bestätigt

In Hessen ist ein Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron nachgewiesen worden. Die Sequenzierung habe die Variante bei dem am Samstag bekanntgegebenen Verdachtsfall bestätigt, teilte Hessens Sozialminister Kai Klose auf Twitter mit.

Bei der betroffenen Person handelt es sich den Angaben zufolge um einen Reiserückkehrer aus Südafrika. Sie stamme aus dem Rhein-Main-Gebiet. Die Person war nach Angaben des Ministeriums schon am 21. November aus Südafrika in Frankfurt angekommen. Zu diesem Zeitpunkt sei Südafrika weder als Hochrisiko- noch als Virusvariantengebiet eingestuft gewesen. Sie war den Angaben zufolge vollständig geimpft, entwickelte dann im Laufe der Woche Symptome und ließ sich testen.

Sonntag, 28. November, 13.23 Uhr

Montgomery fordert Verfallsdatum für Impfnachweis

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, fordert eine Befristung des Impfstatus. „Jede Impfung muss ein Verfallsdatum bekommen“, sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag). Wenn eine Impfung länger zurückliege, falle der Geimpfte dann automatisch wieder zurück in den Status des Ungeimpften. Wer sich boostern lasse, gelte wieder als geimpft. Dazu müsse jetzt geklärt werden, wie lange der Impfschutz jeweils halte und wann dieses Verfallsdatum angesetzt werden müsse.

In Frankreich sollen Booster-Impfungen in Zukunft verpflichtend sein, um den Status „geimpft“ zu behalten. „Die Regelung brauchen wir auch in Deutschland“, forderte Montgomery. Die EU-Kommission hatte Ende der Woche ebenfalls eine Auffrischungsimpfung gegen Corona als Voraussetzung für die weitere Gültigkeit des digitalen Covid-Zertifikats der EU vorgeschlagen.

Sonntag, 28. November, 12.40 Uhr

RKI meldet 5835 neue Corona-Fälle - Inzidenz fast konstant

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Sonntag 5835 neue Coronafälle binnen 24 Stunden in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Die Zahl liegt deutlich unter dem Wert vom Samstag (8941); allerdings ist das Bild wegen Meldeverzögerungen am Wochenende häufig nicht repräsentativ. Die Inzidenz lag mit 276,4 Infektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen knapp unter dem Samstagswert von 278,5.

Elf Menschen starben innerhalb eines Tages im Zusammenhang mit der Krankheit. Die Inzidenz liegt in NRW weiter deutlich unter dem bundesweiten Wert, den das RKI am Sonntag mit 446,7 angab. Zur Zahl der Corona-Patienten in NRW-Krankenhäusern und der freien Betten gab es am Sonntag keine aktualisierten Daten der Landesregierung.

Sonntag, 28. November, 11.28 Uhr

Südafrikas Ärzte: Omikron-Patienten bislang nicht in Lebensgefahr

Die bislang mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron infizierten Menschen in Südafrika sind nach Angaben der dortigen Mediziner-Vereinigung (SAMA) bislang nicht schwer erkrankt. Die Vorsitzende des südafrikanischen Ärzteverbands, Angélique Coetzee, sagte der BBC, dass die bisher in ihrem Land festgestellten Fälle nicht schwerwiegend seien. Allerdings seien die Untersuchungen zu dieser Variante noch in einem sehr frühen Stadium. In dem Land seien nur rund 24 Prozent der Menschen vollständig geimpft. „Die Patienten klagen meist über einen schmerzenden Körper und Müdigkeit, extreme Müdigkeit, und wir sehen es bei der jüngeren Generation, nicht bei den älteren Menschen“, sagte sie. Es handele sich nicht um Patienten, die direkt in ein Krankenhaus eingeliefert würden, sagte Coetzee.

Sonntag, 28. November, 10.44 Uhr

Niederlande ab heute im Abend-Lockdown

Wegen eines starken Anstiegs der Infektions- und Patientenzahlen gehen die Niederlande von diesem Sonntag an in einen abendlichen Corona-Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen bereits um 17 Uhr schließen. Die verschärften Maßnahmen gelten zunächst bis zum 18. Dezember. Davon ausgenommen sind Supermärkte. Schulen sollen vorerst geöffnet bleiben. Allerdings müssen Schüler ab zehn Jahre eine Maske tragen, wenn sie nicht an ihrem Platz sitzen.

Die 1,5-Meter-Distanz-Regel wird ausgeweitet auf Kinos, Theater und Gaststätten. Das heißt, dass weniger Besucher gleichzeitig hinein dürfen. Dort wird auch wieder die Maskenpflicht gelten. Es müsse eine echte Wende erreicht werden, sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag bei der Ankündigung der neuen Regeln.

Sonntag, 28. November, 9.31 Uhr

Karliczek: Leopoldina-Empfehlungen „ohne Zögern“ umsetzen

Die amtierende Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat die Politik aufgefordert, die Empfehlungen der wissenschaftlichen Akademie Leopoldina wie Kontaktbeschränkungen auch für Corona-Geimpfte sofort umzusetzen. „Die Politik sollte dem Rat der Wissenschaft ohne Zögern folgen. Wir dürfen keine weitere Zeit mehr verlieren“, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Die neue Stellungnahme der Leopoldina sei ein Appell der Wissenschaft zum Handeln in nie da gewesener Deutlichkeit. „Es ist eine unmissverständliche Aufforderung an jeden und jede, die im Land politische Verantwortung tragen oder in Kürze tragen werden.“

Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung
Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Am Samstag hatte die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina vorgeschlagen, rasch mehrwöchige Kontaktsperren auch für Geimpfte zu verhängen, um die starke vierte Corona-Welle zu brechen. Außerdem müssten bis Jahresende 30 Millionen Menschen in Deutschland eine Booster-Impfung erhalten. Eine Impfpflicht, zumindest für Bedienstete im Gesundheitswesen, sei notwendig.

Sonntag, 28. November, 8.53 Uhr

Krankenhausgesellschaft: Drei Viertel aller Kliniken verschieben OPs

Aufgrund der vielen Covid-Patienten auf Intensivstationen müssen immer mehr Kliniken in Deutschland sogenannte planbare Operationen verschieben. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft kann der Normalbetrieb in mehr als drei Viertel aller Krankenhäuser in Deutschland mittlerweile nicht mehr aufrechterhalten werden, und diese Häuser müssen planbare Operationen verschieben. „Die Lage ist wirklich zunehmend dramatisch und führt bei einem Teil der abgesetzten Behandlungen auch zu körperlichen und psychischen Belastungen bei den betroffenen Patienten“, teilte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, in Berlin mit. Für die Krankenhäuser sei die Verschiebung planbarer Operationen derzeit das Mittel der Wahl, um die Versorgung akuter Fälle weiter leisten zu können.

Sonntag, 28. November, 7.39 Uhr

Spahn bringt lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat in der Corona-Pandemie lange Einschränkungen für Ungeimpfte ins Spiel gebracht. Der CDU-Politiker sagte, er sei grundsätzlich skeptisch, was eine allgemeine verpflichtende Impfung angehe. Eine Alternative, die zu diskutieren sei, sei durchgängig 2G für alle Lebensbereiche, also Zugang nur noch für Geimpfte und Genesene.

Es könnte zu einer Ansage kommen: „Stellt Euch darauf ein, 2G, geimpft oder genesen, und zwar auffrischgeimpft dann ab einem Punkt x, gilt mindestens mal das ganze Jahr 2022. Wenn Du irgendwie mehr tun willst als Dein Rathaus oder Deinen Supermarkt besuchen, dann musst Du geimpft sein.“ Dies wäre eine ziemlich klare Ansage.

Sonntag, 28. November, 7.15 Uhr

Deutschlandweit 44.401 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 446,7

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Sonntagmorgen mit 446,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 444,3 gelegen, vor einer Woche bei 372,7 (Vormonat: 130,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 44.401 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 104 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,97 an (Donnerstag: 5,79).

Samstag, 27. November, 20.23 Uhr

Großbritannien führt PCR-Test und Quarantäne für alle Einreisenden ein

Angesichts der neu entdeckten Omikron-Variante verschärft Großbritannien seine Einreiseregeln für Reisende aus aller Welt. Alle Ankommenden müssen an Tag Zwei nach ihrer Einreise einen PCR-Test machen und bis zum Erhalt eines negativen Testergebnisses in Quarantäne gehen, wie der britische Premier Boris Johnson am Samstag mitteilte. Das gilt unabhängig vom Impfstatus und soll nach drei Wochen überprüft werden. Bislang mussten vollständig Geimpfte aus den meisten Ländern nur noch einen Schnelltest nach der Einreise machen, aber nicht mehr in Quarantäne gehen.

Samstag 27. November. 19.20 Uhr

Zwei Fälle der Omikron-Variante in Bayern bestätigt

In München sind die ersten beiden Fälle der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden.

Die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen, sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). Die Betroffenen hätten selbst vorausschauend eine Untersuchung auf die Virusvariante veranlasst, nachdem sie aus den Medien von der Gefahr erfahren hätten.

Samstag, 27. November, 18.44 Uhr

Debatte über vorgezogene Weihnachtsferien

CDU-Politiker Ralph Brinkhaus hat weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gefordert. „Sollte sich die Lage noch verschlimmern, muss meines Erachtens auch darüber nachgedacht werden, die Weihnachtsferien überall ein bis zwei Wochen früher beginnen zu lassen", sagte er der „Welt am Sonntag".

Mit Blick auf Kinder und Jugendliche empfiehlt auch die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina vorgezogene Weihnachtsferien. In Sachsen-Anhalt wurden die Ferien bereits auf drei Wochen verlängert, letzter Schultag soll der 17. Dezember sein, zuvor wäre es der 21. Dezember gewesen.

Samstag, 27. November, 17.48 Uhr

61 Passagiere aus Südafrika in Amsterdam mit Corona infiziert

Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind nach Einschätzung niederländischer Behörden mit dem Coronavirus infiziert.

Es sei allerdings noch nicht geklärt, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529 handele, zitierte die Zeitung «De Telegraaf» in der Nacht zu Samstag die Gesundheitsbehörden. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen. Am Freitagvormittag waren zwei Flugzeuge der Gesellschaft KLM mit rund 600 Menschen an Bord auf dem Airport Schipohl gelandet. Die Maschinen waren in Kapstadt und Johannesburg gestartet.

Samstag, 27. November, 16.24 Uhr

Zwei Corona-Tests bei Kapstadt-Passagieren in München positiv

Aus dem am Freitagabend in München angekommenen Flug mit Passagieren aus Kapstadt sind zwei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bekannt. Beide seien isoliert. Um welche Variante des Virus es sich dabei handelt, war zunächst unklar. Es laufe die Genomsequenzierung um herauszufinden, ob es sich bei den Proben tatsächlich um die neue besorgniserregende Variante Omikron handelt.

Samstag, 27. November, 15.17 Uhr

Nationale Akademie der Wissenschaften für sofortige Kontaktbeschränkungen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina empfiehlt sofortige umfassende Kontaktbeschränkungen, auch für Geimpfte. „Unmittelbar wirksam ist es aus medizinischer und epidemiologischer Sicht, die Kontakte von Beginn der kommenden Woche an für wenige Wochen deutlich zu reduzieren", heißt es in einer heute veröffentlichten Stellungnahme. „Aufgrund der nachlassenden Immunität müssten diese Maßnahmen vorübergehend auch für Geimpfte und Genesene gelten, die in dieser Zeit eine Auffrischungsimpfung erhalten müssen." Neue Virusvarianten machten schnelles und konsequentes Handeln noch dringlicher.

Samstag, 27. November, 14.44 Uhr
Kanzlerkandidat Scholz kündigt wegen Corona konsequentes Handeln an
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat in der sich dramatisch zuspitzenden Corona-Pandemie konsequentes Handeln angekündigt. Man werde alles tun, was getan werden muss, sagte Scholz am Samstag in Frankfurt beim Bundeskongress der Jusos und sprach von „wieder neuen dramatischen Herausforderungen“. Es gebe nichts, was nicht in Betracht genommen werde.

Ehrgeiziges Ziel sei, dass jetzt alle Betreffenden eine Booster-Impfung zur Auffrischung bekommen. Er habe ja bereits angekündigt, dass ein Krisenstab eingesetzt werden soll. Es gebe derzeit eine enge Zusammenarbeit der künftigen und der jetzigen Regierung, sagte Scholz am Rande des Bundeskongresses.

Samstag, 27. November, 13.05 Uhr
Erste Lifte in Winterberg laufen: Ruhiger Betrieb

Mit zunächst zwei Liften ist am Samstag in Winterberg im Sauerland der Skibetrieb angelaufen. Am Vormittag nutzten erste Skifans das Angebot, es lief ruhig und ging geordnet zu. Für das erste Adventswochenende waren zunächst zwei Pisten vorbereitet worden, wie eine Sprecherin für das Skigebiet berichtete. Mit künstlich erzeugtem Schnee soll ein zunächst sehr begrenzter Betrieb vor dem offiziellen Start der Wintersportsaison in Winterberg anlaufen. In der Nacht zu Samstag war auch der erste Schnee gefallen.

Zugelassen sind in der Corona-Pandemie nur Geimpfte oder Genesene nach dem 2G-Prinzip, für unter 16-Jährige gelten Ausnahmen. In Liften und Schlangen müssen Masken getragen werden. Ordnungsamt und Mitarbeiter des Skigebiets wollen die Maßnahmen kontrollieren.

Samstag, 27. November, 12.10 Uhr
Stamp angesichts neuer Mutation: „Alles auf Prüfstand“

Der stellvertretende NRW-Regierungschef Joachim Stamp hat sich mit Blick auf zukünftige Großveranstaltungen skeptisch gezeigt. Es müsse alles auf den Prüfstand kommen, sagte der FDP-Politiker am Samstag im Deutschlandfunk auch unter Hinweis auf die neue Omikron-Variante des Coronavirus.

Stamp verwies zudem auf eine Äußerung von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) von Freitag, derzufolge auch die umstrittene Maskenfreiheit am Sitzplatz - gerade erst seit 2. November gültig - wieder überprüft werde.




Samstag, 27. November, 10.46 Uhr
Omikron-Variante in Deutschland: Verdachtsfall in Hessen

Expertinnen und Experten hatten nach der Entdeckung der neuen Corona-Variante Omikron in Südafrika dazu geraten, die Ausbreitung in Deutschland möglichst lange zu verhindern. Doch Omikron ist womöglich schon in Deutschland angekommen, wie Hessens Gesundheitsminister Kai Klose nun auf Twitter bekanntgegeben hat.

Es bestehe ein „hochgradiger Verdacht“, dass sich ein Reiserückkehrer aus Südafrika mit der Variante infiziert habe, weil er „mehrere für Omikron typische Mutationen“ aufweise.


Die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek reagierte bereits auf den Post: „Leider schlechte Nachrichten am frühen Morgen“, schrieb sie auf Twitter. Gesundheitsminister Klose appellierte an die Menschen, sich und ihre Mitmenschen zu schützen. „Wenn Sie in der letzten Woche aus dem südlichen Afrika zurückgekehrt sind, schränken Sie Ihre Kontakte ein und lassen sich testen“, betonte er.

Samstag, 27. November, 10.10 Uhr
Niederlande: 61 Südafrika-Reisende mit Corona infiziert

Sie waren schon in der Luft, als die Niederlande ein Flugverbot aussprach. Nun stellt sich heraus: In den beiden mit rund 600 Fliegern Dutzende aus Südafrika in Amsterdam gelandete Passagiere sind 61 mit Corona infiziert. Das berichtet die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ unter Berufung auf Gesundheitsbehörden. Es sei allerdings noch nicht klar, ob es sich dabei um die neue Virusvariante B.1.1.529, auch Omicron genannt, handele. Das sollten Folgeuntersuchungen des Erasmus Medical Centre in Rotterdam zeigen.

Samstag, 27. November, 10 Uhr
Inzidenz steigt in NRW weiter - knapp 9000 neue Fälle gemeldet

In Nordrhein-Westfalen steigt die Corona-Inzidenz weiter. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche lag laut Robert Koch-Institut (RKI) am Samstag bei 278,5 - nach 274,2 am Freitag. Innerhalb von 24 Stunden wurden 8941 neue Covid-19-Fälle registriert. Im Zusammenhang mit der Krankheit verzeichnete das RKI innerhalb eines Tages 31 Todesfälle. Die Inzidenz in NRW lag nach wie vor deutlich unter dem bundesweiten Wert, den das RKI mit 444,3 angab.

Besonders hoch fiel die Sieben-Tage-Inzidenz in NRW im Oberbergischen Kreis (404,9) und in Minden-Lübbecke (404,2) aus. Die größte Stadt Köln verzeichnete einen Wert von 293,8. Und für die Landeshauptstadt wurden 327,3 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner angegeben. Unter den NRW-Großstädten hatte Münster mit 181,1 die niedrigste Inzidenz. Am landesweit geringsten waren die Zahlen im Hochsauerlandkreis (176,0) und im Kreis Coesfeld (173,1).


Samstag, 27. November, 9.45 Uhr
Lauterbach geht von weiteren Corona-Einschränkungen aus

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht angesichts der vierten Corona-Welle und dem Auftauchen einer möglicherweise besonders gefährlichen neuen Virusvariante von weitergehenden Einschränkungen aus.

Dass die im Süden Afrikas aufgetauchte, möglicherweise gefährliche Variante B.1.1.529 auch Deutschland erreichen könnte, bereitet Lauterbach große Sorgen. Wenn das passieren würde, dann hätten wir ein riesiges Problem. „Denn es ist nichts schlimmer, als eine besonders gefährliche Variante in eine laufende Welle hineinzubekommen.“ Die Variante scheine für Geimpfte und Ungeimpfte gefährlich zu sein. „Daher müssen wir mit Reisebegrenzungen hier arbeiten, hier zählt wirklich jeder Tag, der gewonnen werden kann, bis diese Variante kommt.“

Lauterbach betonte, die Booster-Impfungen würden auch vor dieser Variante schützen, weil der Boostereffekt so enorm stark sei. Wenn sich diese Variante aber tatsächlich massiv durchsetzen würde, was man derzeit aber nicht wisse, „dann müsste ein neuer Impfstoff entwickelt werden. Der wäre dann in drei Monaten auf dem Markt“.

Samstag, 27. November, 9.15 Uhr
Weniger Bürokratie beim Boostern in NRW

Die Drittimpfung in der Corona-Pandemie, das sogenannte Boostern, soll laut einem Zeitungsbericht mit weniger bürokratischem Aufwand über die Bühne gehen. Nach Informationen der „Rheinischen Post“ hat sich das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium mit der Ärztekammer auf entsprechende Schritte verständigt. So soll eine mündliche Aufklärung ausreichen.

Aufklärungsmerkblatt sowie Anamnese- und Einwilligungsbogen sollen demnach wegfallen. Nur in Einzelfällen wird laut Ministerium eine Unterschrift des Impflings empfohlen. Laut der Zeitung begrüßen die niedergelassenen Ärzte die Erleichterung. So werde mehr Zeit für das Impfen selbst geschaffen. Bis zu dreimal mehr Patienten könnten so an einem Tag immunisiert werden.


Samstag, 27. November, 8.50 Uhr
Wachsende Sorgen vor schwerem Winter in Deutschland

Angesichts deutlich steigender Corona-Infektionszahlen und einer neuen Virusvariante im südlichen Afrika wachsen die Sorgen vor einem schweren Pandemieverlauf in diesem Winter in Deutschland. Städte und Gemeinden forderten schärfere Maßnahmen gegen das Virus. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, warnte vor der Entstehung noch gefährlicherer Varianten des Coronavirus.

„Meine große Sorge ist, dass es zu einer Variante kommen könnte, die so infektiös ist wie Delta und so gefährlich wie Ebola“, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die neue südafrikanische Variante B.1.1.529 sei ein gutes Beispiel dafür, dass man dem Virus keine Chance zur Mutation geben dürfe. Eine Ebola-Infektion führt meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen und endet sehr oft tödlich. Der bislang folgenschwerste Ausbruch war 2014/2015 in Westafrika, damals starben mehr als 11.000 Menschen.

Samstag, 27. November, 7.15 Uhr
Regierung stuft acht Länder als Virusvariantengebiete ein

Wegen der Verbreitung einer neuen Coronavirus-Variante im südlichen Afrika beschränkt die Bundesregierung die Einreise aus insgesamt acht Ländern der Region drastisch. Die WHO hat die neue Variante Omikron als „besorgniserregend“ eingestuft.

Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho werden ab Sonntag um 0.00 Uhr als Virusvariantengebiete eingestuft, wie das Robert Koch-Institut am Freitagabend mitteilte.

Fluggesellschaften dürfen damit im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von dort nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Für Einreisende gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht - auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann auch nicht durch negative Tests verkürzt werden.

Samstag, 27. November, 7.05 Uhr
Inzidenz erreicht mit 444,3 neuen Höchststand

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut gestiegen und hat einen Höchststand erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Samstagmorgen mit 444,3 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 438,2 gelegen, vor einer Woche bei 362,2 (Vormonat: 118,0).

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 303 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 248 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.717.295 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 5,97 an (Donnerstag: 5,79). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden.

Freitag, 26. November, 22.29 Uhr

NRW-Regierungschef Wüst offen für frühere Bund-Länder-Runde zu Corona

Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz Hendrik Wüst (CDU) hat sich angesichts der Corona-Lage offen dafür gezeigt, die für den 9. Dezember geplante Bund-Länder-Runde vorzuziehen. „Wenn es die Bereitschaft gibt, gemeinsam entschlossen zu handeln, dann wird es an keinem Termin mangeln, und ich werde zügig einladen“, sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef am Freitag im ZDF-Mittagsmagazin. Wüst verwies auf die langen Terminstreitigkeiten, die es vor der Bund-Länder-Runde vergangene Woche gegeben hatte.

Freitag, 26. November, 21.44 Uhr

Chef der Berliner Kassenärzte warnt vor Triage in Kliniken

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung in Berlin, Burkhard Ruppert, befürchtet eine Triage-Lage an den Kliniken, sollte die Politik nicht umgehend härtere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wie einen Lockdown für Ungeimpfte beschließen. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, welchen Patienten sie zuerst helfen. „Wir müssen jetzt reagieren, weil wir sonst in zwei, drei Wochen das ernten, was wir jetzt säen“, sagte Ruppert der Zeitung „nd.DieWoche“. „Bei den hohen Infektionszahlen werden uns die Intensivabteilungen um die Ohren fliegen. Wir werden in eine Triage-Situation kommen, wie wir sie noch nie in Deutschland erlebt haben nach dem Zweiten Weltkrieg.“

Freitag, 26. November, 21.05 Uhr

Niederlande verhängen Abend-Lockdown ab 17 Uhr

Angesichts schnell steigender Infektions- und Patientenzahlen verhängen die Niederlande einen abendlichen Lockdown. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportclubs müssen täglich bereits um 17 Uhr schließen. Die verschärften Maßnahmen gelten ab Sonntag für zunächst drei Wochen; das kündigte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag an. „In den Niederlanden ist dann im Prinzip alles ab 17 Uhr geschlossen.“ Ausgenommen seien Supermärkte.

Freitag, 26. November, 20.38 Uhr

Biontech untersucht Corona-Variante - Ergebnisse binnen zwei Wochen

Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech schaut sich die im südlichen Afrika festgestellte neue Variante des Coronavirus in Tests an und rechnet spätestens in zwei Wochen mit Erkenntnissen. „Wir können die Besorgnis von Experten nachvollziehen und haben unverzüglich Untersuchungen zur Variante B.1.1.529 eingeleitet“, teilte das Unternehmen in Mainz am Freitag auf Anfrage mit. Die Variante unterscheide sich deutlich von bisher beobachteten Varianten, da sie zusätzliche Mutationen am Spike-Protein habe.

Die Daten aus nun laufenden Labortests würden Aufschluss geben, ob eine Anpassung des Impfstoffs erforderlich werde, wenn sich diese Variante international verbreite. Biontech teilte weiter mit, gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer habe man schon vor Monaten Vorbereitungen getroffen, um im Fall einer sogenannten Escape-Variante des Virus den Impfstoff innerhalb von sechs Wochen anzupassen und erste Chargen innerhalb von 100 Tagen auszuliefern.

Freitag, 26. November, 19.30 Uhr

Merkel wirbt für Kontaktreduzierung in ganz Deutschland

Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt für den Kampf gegen die bedrohliche Corona-Ausbreitung auf ein stärkeres Gegensteuern in ganz Deutschland. Einzelne Länder hätten sehr massive Kontaktbeschränkungen ergriffen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Alle müssten sich aber darüber klar werden, dass auch Länder in noch relativ besserer Lage mit einer deutlich ernsteren Situation rechnen müssten. Das bedeute, dass auch sie sich möglicherweise auf solche Maßnahmen vorbereiten müssten. Die Kanzlerin werbe dafür, dass man die Situation wirklich ernst nehme und dies in Maßnahmen ausdrücke, sagte Seibert. Er nannte vor allem weniger Kontakte und das Einhalten von Regeln mit Abstand und Masken.

Freitag, 26. November, 18.21 Uhr

Luftwaffe mit Corona-Patienten aus Bayern in NRW gelandet

Sechs Corona-Intensivpatienten aus Bayern sind am frühen Freitagabend mit einer Maschine der Luftwaffe am Flughafen Münster/Osnbrück gelandet. Der Airbus A310 MedEvac setzte gegen 17.30 Uhr in Greven auf, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Die Schwerkranken wurden auf dem Luftweg aus Memmingen in Bayern nach Nordrhein-Westfalen gebracht und dort weiter auf verschiedene Kliniken verteilt. Die Bundeswehr hilft damit erstmals dabei, Krankenhäuser in Regionen mit besonders vielen Corona-Patienten zu entlasten. Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit. Es handelt sich um den Airbus A310 MedEvac, eine „fliegende Intensivstation“ mit sechs Behandlungsplätzen, sowie eine umgerüstete Spezialmaschine, das Überwachungsflugzeug A319OH. In dieses waren zwei Plätze zur Intensivbehandlung eingebaut worden.

Freitag, 26. November, 17.23 Uhr

Bund rationiert auch Impfstoff von Moderna

Nach dem Impfstoff von Biontech wird mittlerweile auch der Moderna-Impfstoff nach Auskunft des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums vom Bund rationiert oder kann teilweise gar nicht mehr bestellt werden. „Wir können nicht einerseits die Impfoffensive hochfahren und gleichzeitig wird der Impfstoff rationiert“, sagte ein Behördensprecher in Stuttgart.

Derzeit bekommt nach Auskunft des Gesundheitsministeriums eine Arztpraxis nur 30 Dosen von Biontech pro Woche, Impfstützpunkte können nur 1020 Dosen pro Woche bestellen. „Eine solche Menge verimpft ein Impfstützpunkt normalerweise pro Tag.“ Das Bundesgesundheitsministerium hatte schon vor ein paar Tagen in einem Schreiben an die Länder für die nächsten Wochen Begrenzungen bei Bestellmengen für den Biontech-Impfstoff angekündigt. Dafür soll das Präparat von Moderna bei den Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen.

Freitag, 26. November, 16.14 Uhr
NRW übernimmt schwer Corona-Erkrankte aus Bayern
Nordrhein-Westfalen übernimmt schwer Corona-Erkrankte aus Bayern. Heute startete dazu nach Bundeswehr-Angaben eine Luftwaffen-Maschine aus Köln in Richtung Memmingen. Sie sollte bis zum frühen Abend Schwerkranke aus Bayern zum Flughafen Münster-Osnabrück bringen. „Bei uns ist die Situation so, dass wir helfen können und das tun wir“, sagte NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Freitagmorgen im Landtag. „Das ist für Nordrhein-Westfalen selbstverständlich.“









Für die Übernahme der Patienten war eine Rechtsänderung notwendig, die von Landesregierung und Landtag am Freitag im Blitztempo verabschiedet wurde: Erst beschloss das Kabinett in einer Sondersitzung eine entsprechende Verordnung, dann billigte das Landesparlament eine Vorlage zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes in einem neu aufgenommenen Tagesordnungspunkt einstimmig und hielt dabei beide notwendigen Lesungen direkt hintereinander ab.

Die NRW-Krankenhäuser werden damit angewiesen, nach medizinischer Abwägung planbare Operationen zu verschieben, um Platz für schwer kranke Corona-Patienten auch von außerhalb zu schaffen.

Freitag, 26. November, 15.10 Uhr
Chef der Berliner Kassenärzte warnt vor Triage in Kliniken
Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung in Berlin, Burkhard Ruppert, befürchtet eine Triage-Lage an den Kliniken, sollte die Politik nicht umgehend härtere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie wie einen Lockdown für Ungeimpfte beschließen. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, welchen Patienten sie zuerst helfen.

„Wir müssen jetzt reagieren, weil wir sonst in zwei, drei Wochen das ernten, was wir jetzt säen“, sagte Ruppert der Zeitung „nd.DieWoche“. „Bei den hohen Infektionszahlen werden uns die Intensivabteilungen um die Ohren fliegen. Wir werden in eine Triage-Situation kommen, wie wir sie noch nie in Deutschland erlebt haben nach dem Zweiten Weltkrieg.“

Ruppert weiter: „Wir werden an den Punkt kommen, an dem man überlegen muss, gebe ich das letzte Bett jetzt dem 75-Jährigen, der dreimal oder zweimal geimpft wurde und trotzdem noch mal erkrankt ist. Oder gebe ich es dem 25-Jährigen, der sich um nichts gekümmert hat. Das ist kein Generationskonflikt, das ist ein Konflikt zwischen Geimpften und Ungeimpften, zwischen Solidargemeinschaft und nicht solidarisch sich Verhaltenden.“

Freitag, 26. November, 13.46 Uhr
Anpassung des Impfstoffs nötig? Biontech untersucht Corona-Variante B.1.1.529
Nach der Entdeckung einer neuen Variante des Coronavirus in Südafrika hat der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech Untersuchungen zu B.1.1.529 eingeleitet. Spätestens in zwei Wochen erwarte das Unternehmen weiterführende Daten aus Labortests, teilte Biontech dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) mit. „Diese Daten werden uns Aufschluss darüber geben, ob es sich bei B.1.1.529 um eine Escape-Variante handeln könnte, die eine Anpassung unseres Impfstoffs erforderlich macht, wenn sich diese Variante international ausbreitet“, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

Freitag, 26. November, 13.30 Uhr
Dortmund schließt Grundschule wegen unklarer Infektionslage
Eine Grundschule in Dortmund ist geschlossen worden, nachdem unter Schülern und Lehrkräften mehrere Corona-Tests positiv ausgefallen waren. „Aufgrund der unklaren Infektionslage schloss sich die Schulleitung der Empfehlung des Gesundheitsamtes an, den Präsenzunterricht zunächst bis einschließlich zum 30. November auszusetzen“, teilte die Kommune am Freitag mit. Das Gesundheitsamt ermittle derzeit noch, nach Auswertung der Testergebnisse werde die Lage erneut beurteilt.

Auf der Homepage der Schule hieß es in einer Mitteilung an die Eltern: „Es tut uns unglaublich leid, dass Ihre Kinder wieder zuhause bleiben müssen.“ Alle Mitarbeiter seien in „häuslicher Absonderung“. Am kommenden Dienstag werde informiert, ob man am Mittwoch wieder öffnen könne.

Freitag, 26. November, 13.03 Uhr
Desinfektionsmittelspender in Flammen - Frau verletzt
Beim Brand eines Desinfektionsmittelspenders ist in Essen eine Frau leicht verletzt worden, als sie das Gerät ins Freie gebracht hat. Wie die Feuerwehr am Freitag mitteilte, war der Spender aus bislang ungeklärter Ursache am Donnerstag im Treppenhaus eines Berufsbildungswerks in Brand geraten.

Zwei der 45 Bewohner schleppten den in Flammen stehenden Spender noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr ins Freie. Dabei wurde die Frau leicht verletzt und mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Der zweite Helfer blieb laut Feuerwehr unverletzt. Alle anderen Bewohner hatten das Gebäude vor Eintreffen der Feuerwehr verlassen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Freitag, 26. November, 12.52 Uhr
Spahn fordert schnelle Ministerpräsidentenkonferenz
Der geschäftsführende Gesundheitsminister Jens Spahn fordert ein schnelles Treffen der Ministerpräsidenten. Es sei falsch, angesichts der schwierigen Lage zehn Tage zu warten, sagt der CDU-Politiker. Der Übergang von der bisherigen zur neuen Regierung dürfe nicht zu Verzögerungen bei der Corona-Bekämpfung führen. Nun müssten alle Verantwortlichen zusammenstehen.

Freitag, 26. November, 11.41 Uhr
Keine Schulschließungen in NRW - aber Maskenfreiheit auf Prüfstand
Trotz der auch in Nordrhein-Westfalen stark ansteigenden Corona-Zahlen will die Landesregierung weder Schulen schließen noch die Anwesenheitspflicht aussetzen. Auch eine Verlängerung der Weihnachtsferien sei nicht geplant, sagte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag in Düsseldorf. Auf dem Prüfstand steht aber die umstrittene Maskenfreiheit im Klassenraum. Das Kabinett werde am Dienstag nach Auswertung neuer Infektionszahlen in den Schulen über weitere Präventionsmaßnahmen beraten, sagte Gebauer.

„Dazu würde eine Maskenpflicht gehören.“ Das Infektionsgeschehen nehme auch in NRW „spürbar“ zu, sagte Gebauer. Das registriere das Ministerium auch bei den wöchentlichen Erhebungen in den Schulen. „Ich habe mich immer sehr stark für den Präsenzunterricht eingesetzt“, sagte Gebauer. „Ich bin auch der Meinung, dass wir die Präsenzpflicht dringend brauchen, damit die Kinder in die Schulen kommen, auf die wir ein besonderes Auge werfen müssen.“

Freitag, 26. November, 11.30 Uhr
Divi gibt neue Triage-Leitlinien bekannt: Impfstatus kein Kriterium
Der Impfstatus eines Corona-Patienten darf keine Rolle spielen, wenn es zu wenige Intensivbetten gibt und die Ärzte auswählen müssen, welche Patienten behandelt werden. Das geht aus den aktualisierten Empfehlungen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hervor, die am Freitag vorgestellt wurden. „Die ärztliche Hilfspflicht gilt unabhängig davon, ob jemand geimpft ist“, sagte der letztjährige Divi-Präsident und jetzige Sprecher der Sektion Ethik, Uwe Janssens.

Die Vereinbarung stellt nun außerdem klar, dass Covid-19- Erkrankte und alle anderen Patientinnen und Patienten bei Auswahlentscheidungen gleichbehandelt werden müssen. Auch jene, die auf eine Operation warten und deren Zustand sich durch eine weitere Verschiebung lebensbedrohlich verschlechtern würde.

Freitag, 26. November, 11.15 Uhr
Wieler: Neue Corona-Variante noch nicht in Deutschland festgestellt
Die in Südafrika festgestellte neue Corona-Variante B.1.1.529 ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bisher noch nicht in Deutschland entdeckt worden. „Bis halb 10 ist mir nicht bekannt, dass in Europa oder in Deutschland diese Variante bislang gefunden wurde“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in der Bundespressekonferenz in Berlin. Zugleich betonte er: „Wir sind tatsächlich in sehr großer Sorge.“

Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) betonte, Ziel müsse es sein, den Eintrag dieser Variante so weit wie möglich zu vermeiden. „Das ist das Letzte, was wir jetzt in unserer momentanen Lage noch brauchen können, dass in die Welle hinein noch eine zusätzliche Variante kommt.“ Spahn rief alle Menschen, die in den vergangenen Tagen aus Südafrika nach Deutschland gekommen sind, dazu auf, sich mit einem PCR-Test auf das Virus testen zu lassen.

Freitag, 26. November, 10.54 Uhr
RKI-Präsident Wieler: Massive Kontaktreduzierung sofort nötig
RKI-Präsident Lothar Wieler hat die Politik eindringlich aufgefordert, gegen die immer drastischer um sich greifende Corona-Welle Maßnahmen zur sofortigen Kontaktreduzierung zu beschließen. „Wir brauchen eine massive Reduktion der Kontakte - jetzt sofort“, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitag in Berlin.

„Ich erwarte jetzt von den Entscheidern, dass sie alle Maßnahmen einleiten, um gemeinsam die Fallzahlen herunterzubringen“, sagte Wieler. „Der kommende Winter hängt von unserem Verhalten ab und von der Entscheidung der Verantwortungsträger, kontaktreduzierende Maßnahmen zu entlassen.“

Wieler sagte: „Wir stehen an einer Kreuzung, wir haben eine Wahl. Wir können den Weg wählen, der ins Chaos führt und zu einem schlechten Ende.“ Der Tanker fahre dann gegen die Kaimauer. „Oder den, der das Gesundheitssystem entlastet und vielleicht ein friedliches Weihnachtsfest ermöglicht und auch noch viel mehr Menschen am Weihnachtstisch sitzen lässt.“

Freitag, 26. November, 10.14 Uhr

Im Livestream: Aktuelle Corona-Lage mit Jens Spahn (RKI)

Freitag, 26. November, 10.01 Uhr

Münsterland nimmt sechs Corona-Patienten aus Süddeutschland auf

Das Münsterland nimmt nach Angaben des örtlichen Krisenstabs am Freitag sechs schwerstkranke Corona-Patienten aus Süddeutschland auf. Die Patienten würden in sechs verschiedene Krankenhäuser eingeliefert - drei in Münster selbst, drei im Umland, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabes der Stadt Münster, Wolfgang Heuer.

Die Patienten sollen am Freitagnachmittag mit einem Spezialflugzeug der Bundeswehr zum Flughafen Münster-Osnabrück geflogen werden. Dort warten speziell für Intensiv-Patienten ausgerüstete Krankenwagen. „Die Hilfsaktion ist für die Betroffenen lebenswichtig und zugleich ein solidarischer Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie in unserem Land“, betonte Heuer. Die Stadt Münster und das Umland haben im Moment vergleichsweise niedrige Corona-Inzidenzen.

Freitag, 26. November. 9.38 Uhr

Spahn: Deutschland erklärt Südafrika zu Virusvariantengebiet

Deutschland wird Südafrika wegen der neu auftretenden Coronavirus-Variante B.1.1.529 zum Virusvariantengebiet erklären. Die Regelung trete heute Nacht in Kraft, Fluggesellschaften dürften dann nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitagmorgen mit.

Freitag, 26. November, 8.44 Uhr

Luftwaffe bringt Corona-Patienten nach NRW

Die Luftwaffe wird sich von Freitagnachmittag an mit einem Spezialflugzeug an der Verlegung von Intensivpatienten in der Corona-Pandemie beteiligen. Ein Airbus A310 MedEvac sollte nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um 14.00 Uhr auf dem bayerischen Flughafen Memmingen landen und Schwerkranke nach Münster-Osnabrück in Nordrhein-Westfalen fliegen.

Die Ankunft der Maschine wurde für den frühen Abend geplant. Schnelle Transportkapazitäten mit Flugzeugen sollen eingesetzt werden, um Intensivpatienten bei einer regionalen Überlastung von Krankenhäusern in Regionen mit freien Kapazitäten fliegen zu können. Die Luftwaffe hält zwei Flugzeuge für den Hilfseinsatz bereit.

Freitag, 26. November, 7.53 Uhr

Wieder an die 10 000 Neuinfektionen in NRW - Inzidenz steigt weiter

In Nordrhein-Westfalen haben sich in den vergangenen 24 Stunden erneut fast 10 000 Menschen neu mit dem Coronavirus infiziert. Nach den Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen gab es 9502 neue Covid-19-Fälle (Vortag: 9791). Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg weiter von 262,2 am Vortag auf 274,2. 51 Menschen starben binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit der Krankheit. Am vergangenen Freitag (19.11.) hatte der Inzidenzwert in NRW erstmals knapp die 200-er-Grenze übersprungen.

Leverkusen (402,7) und der Oberbergische Kreis (394,9) sind nach den Zahlen von diesem Freitag weiter besonders belastet, vergleichsweise moderat breitet sich die Pandemie bisher in Münster (158,7), Höxter (165,3) und im Hochsauerlandkreis (171,4) aus. 321 Menschen werden nach Landeszahlen vom Donnerstag auf Intensivstationen mit Beatmung behandelt.

Freitag, 26. November, 6.55 Uhr

Mehr Corona-Ausbrüche in Schulen

In Schulen kommt es derzeit wieder deutlich häufiger zu Corona-Ausbrüchen. Das geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts hervor, der am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. „Nach einem kurzzeitigen Rückgang während der Herbstferien wird jetzt ein sehr rascher Anstieg beobachtet.“ Demnach seien zuletzt innerhalb von vier Wochen 1265 Ausbrüche gemeldet worden, hieß es.

Allerdings seien die vergangenen zwei Wochen noch nicht bewertbar. Jüngere Schüler trifft es dabei im Schnitt öfter als ältere. Aktuell liege die Zahl der Schulausbrüche „sehr deutlich“ über dem Höchstniveau der zweiten Welle. Anfang November seien etwa dreimal mehr Ausbrüche pro Woche übermittelt worden als im Vorjahr zu dieser

Freitag, 26. November, 6.19 Uhr

Neue Corona-Supervariante im Süden Afrikas

Die Ausbreitung einer neuen möglicherweise sehr gefährlichen Variante des Coronavirus' im südlichen Afrika hat international Besorgnis ausgelöst. Experten befürchten, dass die Variante B.1.1.529 wegen ungewöhnlich vieler Mutationen nicht nur hoch ansteckend sei, sondern auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Großbritannien und Israel schränkten deswegen vorsorglich den Flugverkehr in die Staaten der Region ein. Das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD teilte am Donnerstag mit, es seien in Südafrika erste 22 Fälle der neuen Variante B.1.1.529 nachgewiesen worden.

Freitag, 26. November, 5.27 Uhr

RKI registriert 76 414 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 438,2

Die Zahl der binnen eines Tages ans Robert Koch-Institut übermittelten Corona-Neuinfektionen hat wieder einen Höchststand erreicht. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben von Freitagmorgen 76 414 Fälle in 24 Stunden. Vor genau einer Woche waren es 52 970 erfasste Neuinfektionen gewesen. Die Sieben-Tage Inzidenz gab das RKI mit 438,2 an - ebenfalls ein Höchstwert.

Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 419,7 gelegen, vor einer Woche bei 340,7 (Vormonat: 113,0). Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.32 Uhr wiedergeben. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 357 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 201 Todesfälle.

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