Landesgesundheitsministerium NRW

Corona-Mutation: Welche Erkenntnisse liegen in NRW vor?

Ende Dezember ist bekanntgeworden, dass die britische Corona-Mutation auch in NRW nachgewiesen wurde. Das Landesgesundheitsministerium äußert sich zu dem bisherigen Erkenntnisstand.
Die Coronavirus-Variante B.1.1.7 wurde Ende Dezember auch in NRW nachgewiesen. © picture alliance/dpa/Europa Press

Eine mögliche weitere Verbreitung der aus Großbritannien bekannten Coronavirus-Mutation in Nordrhein-Westfalen kann nach Angaben des Landes-Gesundheitsministeriums mangels ausreichender Erkenntnisse noch nicht beurteilt werden. Daher würden weitere Untersuchungen durchgeführt, sagte eine Sprecherin des Ministeriums am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Beteiligt seien an den bundesweiten Analysen zur Verbreitung von SARS-CoV-2-Varianten Labore, das Virologische Institut an der Charité und ein Pilotprojekt des Robert Koch-Instiuts (RKI). Nach dem ersten Nachweis der mutierten Coronavirus-Variante B.1.1.7 bei einer Person im Kreis Viersen habe es in Nordrhein-Westfalen keine weiteren Nachweise gegeben.

Ein Mann aus NRW war mit der Covid-Mutation infiziert

„Bisher ist ein Fall einer mit der SARS-CoV-2-Variante infizierten Person aus Nordrhein-Westfalen bekannt“, erklärte die Ministeriumssprecherin. Der Fall war Ende Dezember bekanntgeworden. Wie der Kreis Viersen damals mitteilte, handelte es sich bei dem Infizierten um einen 58-Jährigen, der Anfang Dezember erkrankt und in der Zwischenzeit bereits wieder genesen sei.

Der Mann habe sich bei einem Kollegen aus Tschechien angesteckt. Auch eine Sprecherin des RKI teilte am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit: „Uns sind bislang keine weiteren Fälle in NRW bekannt geworden.“

Neue Coronavirus-Variante ist vermutlich infektiöser

Laut dem NRW-Gesundheitsministerium wird seit Mitte Dezember 2020 aus Großbritannien über die zunehmende Verbreitung der mutierten Coronavirus-Variante B.1.1.7 berichtet, die vermutlich das Potenzial einer höheren Übertragbarkeit des Infektionserregers habe. In Deutschland war sie im Dezember bei einzelnen Patienten in mehreren Bundesländern nachgewiesen worden.

dpa

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