Extremismus

Bluttat erregt Aufsehen: Messerattacke wegen Foto auf AfD-Plakat

Ein 21-Jähriger soll aus Wut über ein AfD-Plakat zugestochen haben. Er steht vor dem Landgericht Aachen. Die Tat hatte für Aufsehen gesorgt.
Vor dem Landgericht Aachen muss sich ein 21-Jähriger verantworten. © picture alliance/Symbolbild

Ein halbes Jahr nach einem blutigen Angriff auf einen Mann in Stolberg stehen im Prozess am Landgericht Aachen am Mittwoch Plädoyers und vermutlich das Urteil an. Als mutmaßlicher Messerstecher angeklagt ist ein 21-jähriger Deutscher mit irakischen Wurzeln.

Er soll sein türkischstämmiges Opfer angegriffen haben, weil dessen Familie auf einem Plakat der AfD bei der Kommunalwahl zu sehen gewesen sein soll. Der Angeklagte soll das Foto mit dem Zusatz „Gottesleugner“ in den sozialen Medien gepostet haben. Er ist vom Landeskriminalamt als Gefährder eingestuft.

Der Messerangriff soll einem Angehörigen des auf dem AfD-Plakat Abgebildeten gegolten haben. Und der Angeklagte soll dabei „Allahu akbar“ („Gott ist groß“) gerufen haben. Der Ruf wird auch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gebraucht. Er soll auch ein IS-Symbol im Internet gepostet haben. Die Anklage wird von der Generalstaatsanwaltschaft aus Düsseldorf vertreten.

Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft

Dem 21-Jährigen werden insgesamt zwei Messerangriffe vorgeworfen. Da er zum Teil noch unter 21 war, wird vor einer Jugendkammer verhandelt. Er sitzt in Untersuchungshaft.

dpa

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