Streik

Auto-Versammlung statt Protest vor dem Werkstor: IG Metall streikt in NRW

Versammlungen vor den Werkstoren mit hunderten Teilnehmern - in Corona-Zeiten ist das nicht möglich. Die IG Metall weicht deshalb auf alternative Protestformen aus - unter anderem in Dortmund.
Eine Frau schwenkt in einem Auto eine IG Metall-Fahne. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie startet die IG Metall am Dienstag Warnstreikaktion unter Corona-Bedingungen. © picture alliance/dpa

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall am Dienstag auch in Nordrhein-Westfalen Warnstreiks gestartet. Rund 2000 Beschäftigte aus 16 Betrieben im Ruhrgebiet hätten mit Beginn der Frühschicht um 6.00 Uhr die Arbeit niedergelegt, teilte eine Gewerkschaftssprecherin mit. Sie wollten die Arbeit erst um 9.00 Uhr aufnehmen.

Die IG Metall fordert für die bundesweit rund 3,8 Millionen Beschäftigten der Branche vier Prozent mehr Lohn – wo es in einem Betrieb schlecht läuft, in Form von Lohnausgleich bei einer abgesenkten Arbeitszeit. Außerdem verlangt sie mehr Mitsprache bei strategischen Entscheidungen der Unternehmen. Die Arbeitgeber haben bislang Lohnerhöhungen frühestens für das Jahr 2022 in Aussicht gestellt.

Weitere Veranstaltungen geplant

In Dortmund kamen am Morgen Gewerkschaftsangaben zufolge rund 150 Streikende mit dem Auto zu einer Kundgebung auf einem Parkplatz an den Dortmunder Westfalenhallen. Dort hatte die Gewerkschaft LED-Wände aufgestellt. Die Teilnehmer konnten die Rede des NRW-Bezirksleiters der Gewerkschaft, Knut Giesler, über das Autoradio hören. Die anderen Streikenden konnten über das Internet dabei sein, wie die Sprecherin erläuterte. Im Laufe des Tages hatte die Gewerkschaft drei weitere solcher Veranstaltungen in NRW geplant.

dpa

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