CDU-Chef

Armin Laschet punktet in Sachsen: „Nicht der AfD nach dem Mund reden“

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet ist als neuer CDU-Bundes-Chef nach Sachsen gereist – und hat dort überzeugt. Die dortige CDU bescheinigt Laschet vor allem eine besondere Qualität.
Armin Laschet, CDU-Bundesvorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, nimmt an einer Pressekonferenz nach der ersten Präsidiums- und Vorstandssitzung in der Parteizentrale, dem Konrad-Adenauer-Haus teil. +++ dpa-Bildfunk +++ © picture alliance/dpa

CDU-Bundeschef Armin Laschet hat sich gegen eine Polarisierung im Wahlkampf ausgesprochen. Die Politik müsse auch aus den amerikanischen Erfahrungen heraus einen Wahlkampf führen, der „die Gesellschaft nicht noch zusätzlich aufheizt“, sagte er am Montagabend nach einer Vorstandssitzung der sächsischen Union, zu der er sich via Internet zugeschaltet hatte. Er sei überzeugt davon, dass man auch ohne zu polarisieren „mit Klartext Wahlen gewinnen kann“.

Laschet zufolge muss die CDU einen „gesamtdeutschen Wahlkampf“ führen, auch wenn die Voraussetzungen mit einer starken AfD im Osten und starken Grünen im Westen unterschiedlich sind. Es wäre völlig falsch, der AfD nach dem Mund zu reden, um Wähler zurückzugewinnen: „Das geht schief. Das ist immer schon schiefgegangen.“ Die CDU müsse sich klar von der AfD abgrenzen und deutlich machen, dass deren Positionen nichts mit dem Menschbild der Union zu tun haben.

Kretschmer: Laschet steht für das Verbindende

Nach Darstellung von Sachsens Regierungschef und CDU-Vorsitzenden Michael Kretschmer (CDU) ist es Laschet gelungen, die Mitglieder des sächsischen Parteivorstandes für sich einzunehmen.

Bei den Christdemokraten in Sachsen galten die Sympathien bis zur Vorsitzendenwahl vor allem Friedrich Merz. Laschet sei ein Mensch, der für das Verbindende steht, sagte Kretschmer: „Dieses Land braucht nicht mehr Trennung und Auseinanderstreben, sondern Menschen, die zusammenführen können.“

Laschet sicherte zu, die Erfahrungen der ostdeutschen Länder in seine Arbeit als Parteichef und in das Wahlprogramm einfließen zu lassen. Mit einer bundesweiten Funktion müsse man auch einen bundesweiten Blick haben.

dpa

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