Polizist wird von flüchtendem Kradfahrer 150 Meter mitgeschliffen

Polizei

Ein Polizist (24) wollte am Freitagnachmittag einen Kradfahrer aus Kamp-Lintfort kontrollieren. Als dieser flüchten wollte, wurde der Beamte 150 Meter mitgeschliffen.

Kamp-Lintfort

, 10.05.2021, 09:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Glück im Unglück hatte ein Polizist am Freitag bei einer Verkehrskontrolle. (Symbolbild)

Glück im Unglück hatte ein Polizist am Freitag bei einer Verkehrskontrolle. (Symbolbild) © Sebastian Ritscher

Am Freitagnachmittag gegen 16.20 Uhr wollten Polizeibeamte den Fahrer eines schwarzen Kleinkraftrades auf der Rheinberger Straße in Kamp-Lintfort kontrollieren. An dem Krad war kein Versicherungskennzeichen angebracht.

An der Kreuzung B510 / L155 musste das Kleinkraftrad an einer roten Ampel stehenbleiben und ein 24-jähriger Polizeibeamter stieg aus, um den Fahrer zu kontrollieren. Der 32-jährige Kamp-Lintforter registrierte den Polizeibeamten, blickte sich um und gab Gas. Trotz Rotlicht fuhr er in Richtung Fossastraße los.

32-Jähriger wollte zu Fuß flüchten

Dabei wurde der Polizeibeamte etwa 150 Meter mitgeschliffen und fiel erst an einer Bushaltestelle mit dem Kamp-Lintforter und dem Kleinkraftrad um. Trotzdem versuchte der 32-Jährige jetzt zu Fuß zu flüchten, konnte aber durch die Polizisten ergriffen und vorläufig festgenommen werden.

Der 24-jährige Polizeibeamte, bei dem laut Polizeibericht „dessen Schutzengel seinen Job tat“, verletzte sich nur leicht und musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Er war nicht mehr dienstfähig.

Bei dem Kamp-Lintforter konnten Betäubungsmittel aufgefunden werden. Ihm entnahm ein Arzt eine Blutprobe. Den 32-Jährigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen mehrerer Straftaten.