„Love Scamming“ bringt Bocholter um mehrere tausend Euro

Perfide Masche

Die Polizei warnt vor vor einer Masche, die einen Bocholter mehrere Tausend Euro gekostet hat. Beim sogenannten „Love Scamming“ greifen die Betrüger tief in die psychologische Trickkiste.

Bocholt

, 02.12.2020, 12:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor dem „Love Scamming“ warnt die Polizei.

Vor dem „Love Scamming“ warnt die Polizei. © picture alliance/dpa

Geschickt bauten die Täter über einen längeren Zeitraum per Chat eine Beziehung zu ihrem Opfer auf. Der Bocholter glaubte, bei seinem Gegenüber handle es sich um eine Amerikanerin. Angeblich diene sie bei der US Army im Irak, sei zu Geld gekommen und wolle es dem Bocholter für die gemeinsame Zukunft schicken - so lautete das Versprechen.

Doch für das Paket fielen immer wieder vermeintliche Kosten an - für den Transport, die Zollbehörden oder ähnliches. So überwies der Bocholter in gutem Glauben selbst mehrfach Geld, statt welches zu bekommen.

Opfer werden in Partnerbörsen gesucht

Das Vorgehen der Täter in diesem Fall sei für die Ermittler der Kripo in Borken nichts Unbekanntes. Der vermeintliche Weg zum Glück führt dabei über Vorauszahlungen an einen Betrüger, englisch „Scammer“. Eine Variante: das Love- oder auch Romance-Scamming. Die Betrüger suchen in Online-Partnerbörsen und sozialen Netzwerken nach Opfern. Auf den ersten Kontakt folgt eine Phase intensiver Liebesbekundungen.

Die Täter legen so die Grundlage und bitten dann um Geld. Sie zeigen sich erfinderisch, schildern vermeintliche Notlagen. „Die Opfer schöpfen zu diesem Zeitpunkt leider oft nicht so schnell Verdacht. Denn die Täter haben sie bewusst in eine emotionale Abhängigkeit gebracht. Oft ziehen sich derartige Fälle über einen längeren Zeitraum“, so die Polizei.

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