„Dramatischer Anstieg“ von Corona-Patienten in Krankenhäusern

Coronavirus

Einen „dramatischen Anstieg“ von Corona-Patienten in Krankenhäusern des Kreises Wesel sieht Michael Maas vom Gesundheitsamt in den vergangenen beiden Wochen.

Schermbeck

von Dorstener Zeitung

, 30.10.2020, 10:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Einen deutlichen Anstieg der Corona-Patienten verzeichnen die Krankenhäuser im Kreis Wesel. Auch die Intensivbetten mit Beatmungseinheit (hier ein Bild von der Corona-Station im Städtischen Klinikum Dresden) werden zunehmend gebraucht.

Einen deutlichen Anstieg der Corona-Patienten verzeichnen die Krankenhäuser im Kreis Wesel. Auch die Intensivbetten mit Beatmungseinheit (hier ein Bild von der Corona-Station im Städtischen Klinikum Dresden) werden zunehmend gebraucht. © picture alliance/dpa

Die Corona-Pandemie hat im Kreis Wesel deutlich an Dynamik gewonnen. Dies zeigt nicht nur die Zahl der Neuinfektionen, sondern auch die aktuelle Anzahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern im Kreis Wesel.

Stand Freitag werden laut Mitteilung des Kreises 73 Corona-Patienten im Kreis Wesel im Krankenhaus behandelt. 21 davon in intensivmedizinischer Betreuung, hiervon müssen 10 beatmet werden. Zum Vergleich: Am 15. Oktober 2020 wurden insgesamt 18 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, 5 auf der Intensivstation, einer mit Beatmung. Eine Woche später (22.10.) war die Zahl bereits auf 34 angestiegen (davon 13 auf der Intensivstation, 4 mit Beatmung).

„Ein dramatischer Anstieg, den es jetzt zu begrenzen gilt“

„Dies ist ein dramatischer Anstieg, den es jetzt zu begrenzen gilt“, so Michael Maas, Vorstandsmitglied für das Gesundheitsamt des Kreises Wesel. „Es ist ungemein wichtig, dass wir verhindern, dass unsere Intensivkapazitäten an ihre Grenzen kommen.“

Maas appelliert: „Die geltenden Regeln und Verordnungen einzuhalten ist das eine. Aber wir alle können und müssen uns jetzt unbedingt auch in unseren Privatkontakten deutlich einschränken, um die dynamische Entwicklung der Coronapandemie zu verlangsamen. Das gilt insbesondere auch für Treffen in geschlossenen Räumen, in denen keine durchgehende Lüftung gewährleistet ist.“